Legt ihr der "Zimmerfee/Roomboy" Geld hin?
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In Europa pro Tag / Übernachtung 1 € und im Ausland 1$.
Ich habe das Trinkgeld früher immer auf das Bett gelegt, dann aber oft die Erfahrung gemacht, dass es weg war bevor die Putzfrau kam. War sicher der Typ der die Minibar auffüllt oder sonst ein "Servicemitarbeiter".
Seither gebe ich es persönlich ( 1x pro Woche ), oder lege es mit einem Vermerk neben das Waschbecken.Gruß,
Markus
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wenn ich das so lese, und ich weiss, dass die Putzfrauen gutes Trinkgeld bekommen wenn es in die richtige Hände kommt, muss ich an die Zeit denken als ich während meiner Lehrjahre im Hotel als Zimmermädchen gejobt habe...
es war das höchste der Gefühle wenn man vom ganzen Tag Arbeit ca.5 DM hatte und die wurden noch mit der Kollegin geteilt....
es war immer sehr, sehr mager, manchmal gar nichts

lg
carbo -
was mich bei dieser diskussion ganz allgemein interessieren würde - wie unterscheidet ihr, welche dienstleistung trinkgeld prinzipiell verdient und welche nicht (abgesehen davon, daß man natürlich welches gibt, wenn man ZUFRIEDEN war?)
klar, restaurant oder friseur - das ist in unseren breiten einfach üblich.
aber wenn ihr der putzfrau im hotel trinkgeld gebt - gebt ihr dann auch eurer putzfrau im büro welches? wenn nicht - wo liegt in euren augen der unterschied?
warum hat ein friseur, ein taxifahrer oder ein kellner trinkgeld verdient, bei einem verkäufer, arzt, schalterbeamten oder portier denkt aber keiner dran (obwohl das ja auch durchaus dienstleistungsberufe sind, wo man mit deren leistung zufrieden/unzufrieden sein kann?
wenn ihr im restaurant eures urlaubshotels mit dem essen superzufirden seid - warum kriegt dan der koch nix, dewr das essen doch gekocht hat, sondern nur der kellner, der es lediglich bringt?
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paso, das ist echt eine gute Frage!!!!?????
dieselbe hat mir mein Mann schon vor langer Zeit gestellt

er ist nämlich ein Trinkgeld-Gegner
und meinte auch, wenn ihm Essen gut geschmeckt hat müsste man in die Küche stürmen und dem Koch TG geben....ich glaube ich muss darüber tiefer nachdenken

lg
carbo -
ich hab schon oft darüber nachgedacht (und mein voriges posting soll auch in keiner weise provokant sein - mich würden die gedanken dazu echt interessieren!)
ich meine - ich gebe auch trinkgeld, wenn ich esen gehe. oder im taxi oder beim friseur - einfach, weil dies bei uns eben tradition hat. ich denke da im einzelfall eigentlich auch nie näher darüber nach. aber jetzt beim mitlesen der ganzen diskussion sind mir so diese gedanken gekommen.....
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carbonicum wrote:
... und meinte auch, wenn ihm Essen gut geschmeckt hat müsste man in die Küche stürmen und dem Koch TG geben....Da hat er ja so Recht, dein Mann, dann soll er das auch mal machen.
Ich bin selber aus dem Hotelfach und finde es immer wieder ärgerlich mit anzusehen, wie die Mitarbeiter "an der Front" das meiste Trinkgeld absahnen. Und die vielen dienstbaren Geister im Hintergrund gehen in der Regel leer aus... :? -
Hallo,
Trinkgeld sollte natürlich immer der Leistung angepasst werden...Wobei:
Auf der sicheren Seite ist man, wenn eine Bruchteil des "geplanten" Trinkgeldes am Anfang hinlegt wird.
Somit ist (im normal Fall) einem ein guter Service waehrend des Aufenthaltes gesichert- die Reinigungsdamen sind sicherlich um so aufmerksamer wenn sie merken dass Ihre Arbeit geschaetzt wird.Die meissten/ fast alle sind auf das Trinkgeld der Gaeste angewiesen- es ist ein Zubrot mit dem sie rechnen müssen um über die Runden zu kommen.
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Okay, der Koch und all das Küchenpersonal........
Die tun ihre Arbeit tagtäglich ohne meist einen der wechselnden Gäste je zu Gesicht zu bekommen.
Bei der Putzfrau ist das aber doch anders. Die kommt täglich, im Zeitraum von 1-3 Wochen, in "unser Zimmer/Appartement", betritt also unsere Privatsphäre, sie macht unser Bett, putzt das Bad usw....und wenn man manchmal beim durch die Gänge gehen, in das ein oder andere Zimmer reinguckt und sieht, wie es da teilweise aussieht
so dass die Putzfrau fast mit Stelzen durchs Zimmer muss, um erstmal zum Bett zu gelangen und auch sonst alles wegräumt, was rumliegt, dann finde ich, gerade die Putzfrauen haben das Trinkgeld am ehesten verdient!
An zweiter Stelle kommen für mich die Kellner oder diejenigen, die die Tische neu eindecken. So mancher Tisch sieht nach dem Essen wie ein Schlachtfeld aus, viele Familien mit Kleinkindern interessiert es nicht, wenn die Nudeln im Umfeld von 2 Metern verstreut und aus den Servietten Papierschnippsel gemacht werden
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Slow, ich glaube, du machst dir keine Vorstellung davon, wie hart der Job eines Kochs ist.
In den Hotels, in denen ich bisher war, hatten die Kellner aufgrund der Selbstbedienung am Buffet eigentlich einen recht relaxten Job, mussten "nur" die Getränke servieren und die Tische abräumen und neu eindecken. Schlachtfeld-Tische waren in diesen Hotels eher eine Seltenheit.
Ich denke, jeder Hotelangestellte hat, wenn er seine Arbeit gut macht, ein Trinkgeld verdient, auch die Buchhalterin, der Haustechniker und der Gärtner. Darum werfe ich auch immer etwas in die Tipp-Boxen und hoffe halt, dass es auch verteilt wird. Was anderes bleibt mir leider nicht übrig, da ja nicht wirklich jeder Gast in die Küche laufen kann, um dort sein Trinkgeld abzugeben.
Und wenn ein Mitarbeiter mir gegenüber besonders freundlich und aufmerksam war und die Reinigungsdame besonders gut geputzt hat, bekommen diese auch noch extra etwas zugesteckt. Und da ist sie schon wieder, die Inkonsequenz!!! Denn der Mitarbeiter im Hintergrund hat ja gar keine Chance, mir durch ein besonders service-orientiertes Verhalten aufzufallen.
Die Logik, warum das Reinigungspersonal am meisten Trinkgeld verdient, weil es meine Privatsphäre betritt (in der es in der Regel sehr aufgeräumt ist) und weil es womöglich bei meinem Zimmernachbarn aussieht wie bei Hempels unterm Sofa, erschließt sich mir allerdings nicht. Soll der doch mehr Trinkgeld geben - was habe ICH mit seiner Unordnung zu tun?
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Miss_C wrote:
Slow, ich glaube, du machst dir keine Vorstellung davon, wie hart der Job eines Kochs ist.In den Hotels, in denen ich bisher war, hatten die Kellner aufgrund der Selbstbedienung am Buffet eigentlich einen recht relaxten Job, mussten "nur" die Getränke servieren und die Tische abräumen und neu eindecken. Schlachtfeld-Tische waren in diesen Hotels eher eine Seltenheit.
Ich denke, jeder Hotelangestellte hat, wenn er seine Arbeit gut macht, ein Trinkgeld verdient, auch die Buchhalterin, der Haustechniker und der Gärtner. Darum werfe ich auch immer etwas in die Tipp-Boxen und hoffe halt, dass es auch verteilt wird. Was anderes bleibt mir leider nicht übrig, da ja nicht wirklich jeder Gast in die Küche laufen kann, um dort sein Trinkgeld abzugeben.
Und wenn ein Mitarbeiter mir gegenüber besonders freundlich und aufmerksam war und die Reinigungsdame besonders gut geputzt hat, bekommen diese auch noch extra etwas zugesteckt. Und da ist sie schon wieder, die Inkonsequenz!!! Denn der Mitarbeiter im Hintergrund hat ja gar keine Chance, mir durch ein besonders service-orientiertes Verhalten aufzufallen.
Die Logik, warum das Reinigungspersonal am meisten Trinkgeld verdient, weil es meine Privatsphäre betritt (in der es in der Regel sehr aufgeräumt ist) und weil es womöglich bei meinem Zimmernachbarn aussieht wie bei Hempels unterm Sofa, erschließt sich mir allerdings nicht. Soll der doch mehr Trinkgeld geben - was habe ICH mit seiner Unordnung zu tun?
ICH habe mit der Unordnung anderer auch nichts zu tun. Bei uns ist auch aufgeräumt, das überlasse ich nicht der Putzfrau. Das Bettenmachen und Putzen natürlich schon, dafür bekommt sie auch Trinkgeld.
Und da wir in den letzten Jahren unsere Hotels auch etwas "kinderorientiert" aussuchen mussten, was nun auch vorbei ist
kenne ich schon Tische, die wie ein Schlachtfeld aussahen.
Wollte damit nur andeuten, dass es eben auch Gäste gibt, wo das Personal schon " zu tun" hat und vielleicht geben gerade d i e s e Gäste k e i n
Trinkgeld. -
Hallo an alle!
Ich habe den Putz-/Servicefrauen bei uns auch Trinkgeld auf das Kopfkissen gelegt, so ca. 10,- Euro pro Woche (der Meinung meines Mannes nach zu viel), weil diese mir leid taten, so viel mussten die arbeiten.
Das Hotel hat für die Hauptsaison wohl zu wenig Leute, rentiert sich wohl nicht. Ich weiß, das ich ja dafür nichts kann, die Frauen aber auch nicht, die sind bestimmt auf ihren Job angewiesen und verdienen nicht viel. Die Freude an den nächsten Tagen war mir das Geld wert. Außerdem vergesse ich nie, die Frauen freundlich zu grüßen. Man erlebt leider gerade in einer preiswerten Anlage im Süden sehr oft, dass die Miturlauber das Servicepersonal gar nicht wahrnehmen bzw. nur dann, wenn etwas nicht stimmt. Übrigens, wir wurden auch gleich am ersten Tag, da wir auf unser Zimmer etwas warten mussten, von den Damen freundlich gegrüßt und es wurde eine Unterhaltung "mit Händen und Füßen"
mit uns geführt.LG Moni
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Miss_C wrote:
Die Logik, warum das Reinigungspersonal am meisten Trinkgeld verdient, weil es meine Privatsphäre betritt (in der es in der Regel sehr aufgeräumt ist) und weil es womöglich bei meinem Zimmernachbarn aussieht wie bei Hempels unterm Sofa, erschließt sich mir allerdings nicht. Soll der doch mehr Trinkgeld geben - was habe ICH mit seiner Unordnung zu tun?Naja, "sehr aufgeräumt" können Hotelzimmer nicht wirklich aussehen, da meist Kleidung zum Auslüften über die Stühle etc. gehängt wird. Kaum jemand hängt diese Kleidungsstücke dazu in den Schrank. Aus Platzmangel (etwa zu wenig Ablageflächen im Bad usw.) liegt schon das eine oder andere herum. Aber ein Mindestmaß an Ordnung sollte schon eingehalten werden.
Ich stelle es mir nicht gerade lustig für die Zimmermädchen vor, sich durch Klamottenberge auf dem Boden, mitten im Zimmer herumliegende Schuhe, Kinderspielzeug, Müll wie Chipstüten die aus Faulheit einfach irgendwohin geschmissen werden, oder Geschirr mit Essensresten kämpfen zu müssen, bevor sie mit ihrer Arbeit beginnen können.
Da wäre wirklich ein großzügiges Trinkgeld angebracht.
Geht man an manchen Hotelzimmern vorbei, deren Türen offen stehen, fragt man sich, ob die Leute in ihren vier Wänden auch so hausen.
Womöglich beschweren sich diese Urlauber auch noch, daß die Zimmer nicht sauber geputzt worden sind. -
Hallo,
in den USA lege ich regelmäßig Geld auf den Tisch. Ungefähr 1996 erzählte mir mein dort lebender Onkel, dass das Zimmerpersonal am Tage ca. $8 verdienen würde. Ich hatte mir bis dahin noch keine Gedanken darüber gemacht, was das Zimmerpersonal in amerikanischen Hotels verdient. Seit dem lege ich regelmäßig Geld hin, auch wenn sicherlich das Personal mittlerweile etwas mehr verdient. Aber das Trinkgeld ist und bleibt ein wichtiger Bestand des monatlichen Einkommens. Und die zwei oder drei Dollar pro Tag belasten meine Reisekasse nicht so sehr, dass ich deswegen früher nach Hause zurück muss.
Gruß, Hardy
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Metrostar wrote:
Miss_C wrote:
Die Logik, warum das Reinigungspersonal am meisten Trinkgeld verdient, weil es meine Privatsphäre betritt (in der es in der Regel sehr aufgeräumt ist) und weil es womöglich bei meinem Zimmernachbarn aussieht wie bei Hempels unterm Sofa, erschließt sich mir allerdings nicht. Soll der doch mehr Trinkgeld geben - was habe ICH mit seiner Unordnung zu tun?Ich stelle es mir nicht gerade lustig für die Zimmermädchen vor, sich durch Klamottenberge auf dem Boden, mitten im Zimmer herumliegende Schuhe, Kinderspielzeug, Müll wie Chipstüten die aus Faulheit einfach irgendwohin geschmissen werden, oder Geschirr mit Essensresten kämpfen zu müssen, bevor sie mit ihrer Arbeit beginnen können.
Da wäre wirklich ein großzügiges Trinkgeld angebracht.
Geht man an manchen Hotelzimmern vorbei, deren Türen offen stehen, fragt man sich, ob die Leute in ihren vier Wänden auch so hausen.
Womöglich beschweren sich diese Urlauber auch noch, daß die Zimmer nicht sauber geputzt worden sind.Genau das, wollte ich damit sagen, Metrostar

Du hast verstanden(wie immer),was ich meinte!Gruß
Slowhexe -
Ich kenne es zumindest aus einigen Hotels in den USA und der Karibik so, dass Servicepersonal ( Restaurant / Bar ) und Putzpersonal von vornherein weniger verdient, als Hotelangestellte, welche nie oder kaum Kontakt zum Gast haben. Da wird von einem durchschnittlichen Trinkgeld ausgegangen, dass gedanklich zum tatsächlich bezahlten Lohn draufgeschlagen wird.
Gruß,
Markus
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Also ich lege der Putzdame auch immer was auf´s Kissen. Je nach Sauberkeit natürlich mal mehr oder weniger.
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MarkusKue: In Mexikoc leben Kellner ausschließlich vom Trinkgeld. Ich war einmal mit einer Gruppe dort unterwegs und habe mich am einem Morgen für meine Gruppe geschämt. Die Kellner hatten am Abend vorher nämlich Verlust gemacht, weil sie sich zu ihren eigenen Ungunsten verrechnet hatten. Und der deutsche Tourist profitiert...
Aber hier geht es ja eigentlich um die Zimmermädchen.