3. oktober....... tag der deutschen einheit
-
hugo11 wrote:
Warum zahlen wir alle immer noch den SOLI???Ja Hugo, da haste recht !
Ich hätte auch nicht gedacht, dass ich von meinem sauer, hier in den blühenden Landschaften verdientem Geld, soviel als Soli z.B. für den Umzug unserer Bundesregierung von Bonn nach Berlin zahle.............!
Wo mir das doch so egal war - o.k., meine Frau wäre dann keine Küchenchefin im Kanzleramt!
Erwin
-
Holzmichel wrote:
pittpatt01 wrote:
der Vorläufer des 3.Oktober ist ja der 17.Juni dem Volksaufstand in der DDR im Jahre 1953Wo steht das ?
Man kann viel vergleichen, aber sicher nicht diese beiden Ereignisse!
Aber vielleicht kenne ich mich da zuwenig darüber aus, erklär`s bitte mal!mit Gruss
ErwinAuszug von Wikipedia
Der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober ist seit 1990 Deutschlands Nationalfeiertag, als an diesem Datum die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten vollzogen wurde. Für das Gebiet der alten Bundesrepublik löste er in dieser Funktion den 17. Juni ab, für das Gebiet der vormaligen DDR den am 7. Oktober begangenen Tag der Republik.
Von 1954 bis 1990 war der 17. Juni in der damaligen Bundesrepublik Deutschland im Gedenken an den Volksaufstand von 1953 in der DDR als Tag der deutschen Einheit gesetzlicher Feiertag. Seit 1963 ist er durch Proklamation des Bundespräsidenten „Nationaler Gedenktag des Deutschen Volkes“.Gruß
Pitt
-
O.k., Pitt, als reine Erklärung für den Feiertag stimme ich Dir zu.
Aber die Ereignisse in der damaligen DDR, die diesen 3.Oktober 1990 erst möglich gemacht haben, kann man aus meiner Sicht niemals mit den Ereignissen vom 17.Juni vergleichen.Deshalb stösst es mich auch immer sauer auf, wenn man die Tage vom Herbst 1989 immer 1:1 gleichsetzt mit der Situation vom 17. Juni 1953.
Und besten Dank für Deine Erklärung, ich hatte dazu bisher noch nie bei Wikipedia nachgeschaut.
beste Grüsse
und gute Nacht !Erwin
-
hip wrote:
Dann werde ich mir gaaanz kurz Gedanken über den Solidaritätsbeitrag machen: WIE LANGE NOCH
Auch ich als "Neubundesländler" muss wie (fast) jeder "Altbundesländler" extra zur Einkommen- und Körperschaftsteuer vom Steuerbetrag 5,5 % Solidaritätszuschlag an uns "Einheitsdeutsche" abführen!Ich zahle diesen Zuschlag/Beitrag gerne!
hugo11 wrote:
Warum zahlen wir alle immer noch den SOLI???
Weil es immer noch viele Menschen in unserer Republik gibt, die leider jene soziale "Solidarität" sehr nötig haben! -
fragt doch mal eure Chefs, warum ihr da was abgezogen bekommt, denn schließlich heißt es doch Solizuschlag


mir war übrigens der Feiertag im Juni lieber, da wir am 17.Juni einen Geburtstag zu feiern haben.
schaun wir mal, wie lange sie uns diesen 3.Oktober als Feiertag noch lassen.
Der Buß-und Bettag ist auch abgeschafft worden, da er ja mit 3 ttt geschrieben wurde

-
meinungsfreiheit wrote:
fragt doch mal eure Chefs, warum ihr da was abgezogen bekommt, denn schließlich heißt es doch Solizuschlag
Warum heißt es so ? Was haben sich die Politiker dabei gedacht ?
Eine von der Obrigkeit erzwungene Zwangsabgabe hat ja nichts mit Solidarität zu tun.
Wäre die Abgabe freiwillig ( echte Solidarität ) wer würde dann schon noch bezahlen............. -
Dylan wrote:
hugo11 wrote:
Warum zahlen wir alle immer noch den SOLI???
Weil es immer noch viele Menschen in unserer Republik gibt, die leider jene soziale "Solidarität" sehr nötig haben!Ja, das stimmt, allerdings gibt es die nicht nur in den neuen Bundesländern, sondern leider zunehmend auch in den alten.
Während man in den neuen Bundesländern über erstklassige Straßen rollt, vergammeln in den alten Bundesländern die Straßen.
Und schließlich: Ein gespendete Euro, der unter dem Deckmantel der Solidarität und des Mottos "Arbeitsplätze schaffen" irgendeinem Subventionsbetrüger in den Rachen geworfen wird, ist einer zu viel.
Man sollte jetzt mal langsam die Kirche im Dorf lassen. In Duisburg zum Beispiel gibt es auch eine Menge zu tuen...
-
Zum Thema Subventionen hab ich auch was nettes.
Eine wahre Geschichte über den Herrn Müller:
Das hier, das ist der Herr Müller. Der Herr Müller kommt aus Aretsried, das liegt in Bayern, also ganz im Süden. Der Herr Müller ist ein Unternehmer. Und das, was in den Fabriken von Herrn Müller hergestellt wird, habt ihr sicher alle schon mal gesehen, wenn ihr im Supermarkt ward. Der Herr Müller stellt nämlich lauter Sachen her, die aus Milch gemacht werden. Na ja, eigentlich stellen die Kühe die Milch her, aber der Herr Müller verpackt sie schön und sorgt dafür, daß sie in den Supermarkt kommen, wo ihr sie dann kaufen könnt.
Die Sachen, die der Herr Müller herstellt sind so gut, dass sogar der Herr Bohlen dafür Werbung gemacht hat. Weil der Herr Müller ein Unternehmer ist, hat er sich gedacht, er unternimmt mal was und baut eine neue Fabrik. Und zwar baut er sie in Sachsen, das ist ganz im Osten. Eigentlich braucht niemand eine neue Milchfabrik, weil es schon viel zu viele davon gibt, und diese viel zu viele Milchprodukte produzieren, aber der Herr Müller hat sie trotzdem gebaut. Und weil die Leute in Sachsen ganz arm sind und keine Arbeitsplätze haben, unterstützt der Staat den Bau neuer Fabriken mit Geld.
Arbeitsplätze hat man nämlich im Gegensatz zu Milchprodukten nie genug. Also hat der Herr Müller einen Antrag ausgefüllt, ihn zur Post gebracht und abgeschickt. Ein paar Tage später haben ihm dann das Land Sachsen und die Herren von der Europäischen Union in Brüssel einen Scheck über 70 Millionen Euro geschickt. 70 Millionen, das ist eine Zahl mit sieben Nullen, so ganz viel Geld. Viel mehr, als in euer Sparschwein passt.
Der Herr Müller hat also seine neue Fabrik gebaut und 158 Leute eingestellt. Hurra, Herr Müller! Nachdem die neue Fabrik von Herrn Müller nun ganz viele Milchprodukte hergestellt hat, hat er gemerkt, daß er sie gar nicht verkaufen kann, denn es gibt ja viel zu viele Fabriken und Milchprodukte.
Na ja, eigentlich hat er das schon vorher gewußt, auch die Herren vom Land Sachsen und der Europäischen Union haben das gewußt, es ist nämlich kein Geheimnis. Das Geld haben sie ihm trotzdem gegeben. Ist ja nicht ihr Geld, sondern eures. Klingt komisch, ist aber so.
Also was hat er gemacht, der Herr Müller?
In Niedersachsen, das ist ziemlich weit im Norden, hat der Herr Müller auch eine Fabrik. Die steht da schon seit 85 Jahren und irgendwann hatte der Herr Müller sie gekauft. Weil er jetzt die schöne neue Fabrik in Sachsen hatte, hat der Herr Müller die alte Fabrik in Niedersachsen nicht mehr gebraucht, er hat sie geschlossen und 175 Menschen haben ihre Arbeit verloren.
Wenn ihr in der Schule gut aufgepasst habt, dann habt ihr sicher schon gemerkt, dass der Herr Müller 17 Arbeitsplätze weniger geschaffen hat, als er abgebaut hat. Dafür hat er 70 Millionen (70.000.000€) Euro bekommen.
Wenn ihr jetzt die 70 Millionen durch 17 teilt, dafür könnt ihr ruhig einen Taschenrechner nehmen, dann wisst ihr, daß der Herr Müller für jeden vernichteten Arbeitsplatz über 4 Millionen (4.000.000€)Euro bekommen hat. Ein Hartz IV Empfänger, von denen es dank Herrn Müller bald mehr gibt, bekommt im Monat 345€.
Da lacht er, der Herr Müller - natürlich nur, wenn niemand hinsieht. Ansonsten guckt er ganz traurig und erzählt jedem, wie schlecht es ihm geht. Aber der Herr Müller sitzt nicht nur rum, sondern er sorgt auch dafür, dass es ihm besser geht. Er ist nämlich sparsam, der Herr Müller …
Sicher kennt ihr die Becher, in denen früher die Milch von Herrn Müller verkauft wurde. Die schmeckt gut und es passten 500 ml rein, das ist ein halber Liter. Seit einiger Zeit verkauft der Herr Müller seine Milch aber in lustigen Flaschen, nicht mehr in Bechern. Die sind praktisch, weil man sie wieder verschließen kann und sehen hübsch aus. Allerdings sind nur noch 400 ml drin, sie kosten aber dasselbe. Da spart er was, der Herr Müller.
Und sparen ist eine Tugend, das wissen wir alle. Wenn ihr jetzt fragt, warum solche Leute wie der Herr Müller nicht eine Narrenkappe aufgesetzt bekommen, geteert und gefedert durch ganz Deutschland gejagt werden, dann muss ich euch sagen, dass man so etwas einfach nicht tut. Wenn ihr aber das nächste Mal im Supermarkt seid, dann lasst doch einfach die Sachen vom Herrn Müller im Regal stehen und kauft die Sachen, die daneben stehen. Die schmecken genauso gut, sind meistens billiger und werden vielleicht von einem Unternehmer hergestellt, für den der Begriff “soziale Verantwortung” noch eine Bedeutung hat.
Ach übrigens, da fällt mir ja ein, der Herr Müller will auch Erbschaftsteuer sparen und hat daher beschlossen, seinen Wohnsitz nach Österreich zu verlegen.
-
maximax wrote:
Dylan wrote:
hugo11 wrote:
Warum zahlen wir alle immer noch den SOLI???
Weil es immer noch viele Menschen in unserer Republik gibt, die leider jene soziale "Solidarität" sehr nötig haben!Während man in den neuen Bundesländern über erstklassige Straßen rollt, vergammeln in den alten Bundesländern die Straßen.
Man sollte jetzt mal langsam die Kirche im Dorf lassen. In Duisburg zum Beispiel gibt es auch eine Menge zu tuen...
Ja, da hast Du recht !
Wir haben diese erstklassigen Strassen.......!
Und ich kann mich auch gut an die satten Gesichter der Geschäftsführer der Firmen erinnern, die diese Strasse und vieles Andere bauen durften!
Nur erlaubt sei aber auch der Hinweis, dass die Nummernschildern an ihrem dicken Benz ausnahmslos mit M, N, F, K, H usw. begannen.....
Deshalb frage ich auch nicht weiter, wer das dicke Geschäft mit den projekten "Deutsche Einheit" gemacht hat !!Ich bin auch Deiner Meinung, "die Kirche im Dorf zu lassen" !
Und wenn wir hier abfällig über den Soli-Beitrag reden - den übrigens auch die Ossi`s zahlen - hat dieser Thread sowieso verloren........!Erwin
-
@Mozilla, ich sehe das mit Herrn Müller ein klein bißchen anders.....wie üblich

Der Herr Müller wäre schön blöd, wenn er das großzügige Angebot nicht annehmen würde. Denn wenn´s dieses Angebot nicht geben würde, dann könnte Herr Müller auch nicht so toll absahnen.
Ausserdem bräuchte ja der Staat also wir, die Subventionen ja bloß zurückverlangen. Warum passiert das nicht?
Das ist doch das schlimme.
-
@Erwin, jetzt muss ich Dir heute schon wieder recht geben.

Die Soli- Geschichte ist überflüssig. In Bänkerkreisen spricht man bei solchen Beträgen von Peantus.

Ich würde viel lieber über das damalige Systhem sprechen.
Filme wie "das Leben der anderen oder die Frau vom Checkpoint Charly" sind viel interessanter und müssten viel stärker thematisiert werden.
Bei der anschließenden Diskussion am Sonntag bei Anne Will gings um den Film, "die Frau vom Checkpoint Charly"
Thema der Sendung:
Unrecht vergeht nicht: der lange Schatten der DDR
Da wurden so viele Ungerechtigkeiten angesprochen, dass man nur noch den Kopf schütteln kann.
Ehemalige Stasi"hoheiten" bekommen sang und klaglos ihre Rente und diese Frau um die es in den Film geht muss für jeden Sch*** alles nachweisen. Das bescheuerte, jeder weiß, dass es stimmt, aber für die Behörden zählt nur das, was die damalige SED- Regierung geschrieben hat. Das widerspricht sich doch.Die einen sind für Schließung der Stasi-Unterlagen, die anderen wollen dies auf gar keinen Fall.
Dies alles hat doch vielmehr mit dem 3. Oktober zu tun, als dieser lächerliche Solizuschlag? -
Was man am 3.Oktober macht?
Ist doch logisch!
Man geht am 2. Oktober auf das Oktoberfest, am besten jetzt am Mittag, dann bekommt man nochen einen guten Platz.
Dort bleibt man so 11-12 Stunden, oder 6-8 Liter Bier lang, je nach Tagesform.
Danach torkelt man singend (Hey Baby) Richtung S-Bahn...
Schläft in dieser S-Bahn ein und wacht wieder irgendwo gegen 4.00 Uhr auf einem Bundesbahn Abstellgleis auf.
(So war es letztes Jahr) ich wurde an der Endstation einfach übersehen.Man kommt gegen 9.00 Uhr Zuhause an.
Dann befindet man sich bereits mitten im 3.Oktober.Der Tag wird mit Selbstmitleid, Kopfweh, jammern und Übelkeit verbracht.
1000 mal wird der Schwur auf Alkoholverzicht abgelegt.
Dafür ist der 3.Oktober wie geschaffen.Wenn die Lebensgeister wieder einkehren, könnte man ja am Abend noch a bissi auf die Wiens`n schauen.
...aber nur vielleicht....
Schau mer mal.
Gruß aus München von Franzi
-
Hallo Brigitte,
Danke für die "Blumen"

Ich könnte sicher ein paar Geschichten über dieses damalige System schreiben, immerhin habe ich "ES" 33 Jahre meines Lebens erlebt.
Den Film muss ich mir noch ansehen, habe ich unten auf Festplatte gespeichert.
Anne Will habe ich gesehen.Ich bin gespannt über diesen Film, denn bisher ist kein einziger Spiel-Film, der im neuen Deutschland über die ehemalige DDR gedreht wurde, für mich real gewesen!
Wenn ich da an "Sonnenallee" oder "Good By Lenin" denke - in meinen Augen einfach nur lächerlich.Aber das alles hat nix mit unserm Erleben des morgigen Feiertags zu tun.
mit Gruss
Erwin
-
@Erwin, der Film mit Veronica Ferres war echt klasse. Ich habe schon lange nicht mehr geweint. lol
Irgendwie waren alle nach diesem Film bei Anne Will, ziemlich "schweigsam". Selbst Petra Pau die Freundschaftspionierleiterin, war endlich mal sprachlos. Denn gerade in ihren Reihen werden immer wieder die Vorzüge des damaligen Systhems gerechtfertigt. Ist schon traurig, dass die Leute, die unter diesem Systhem leiden mussten, ihre Rechte heute einklagen bzw beweisen müssen und die Straftäter spielen sich als "Leninschüler" auf.
Marx und Lenin würden sich im Grab umdrehn, wenn sie sich nicht schon umgedreht haben.

-
Brigitte wrote:
.. Denn gerade in ihren Reihen werden immer wieder die Vorzüge des damaligen Systhems gerechtfertigt.Fahr mal im Sommer nach Ungarn an den Plattensee.
Viele Deutsche aus den neuen Bundesländern trifft man da,
wohl aus alter Gewohnheit von früher.Im letzten Sommer traf ich dort viele die den alten Zeiten gar nicht sooo abgeneigt waren.
-
Aufeinander zugehen, das gelebte Leben Aller respektieren !
Nur gemeinsam - von München bis Rostock, von Aachen bis Görlitz - werden wir als Bewohner dieses wunderbaren Landes bestehen !Herzliche Glückwünsche in alle 16 Länder !

Erwin
