Politikerspruch leider nicht von mir
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maximax, ich habe Deinen letzten Beitrag jetzt schon einige Male gelesen. Ich kann Dich absolut verstehen, auf irgendeine Weise empfinde ich ähnlich. Eine klare Antwort habe ich nicht, Vermutungen, Ideen ja - das ist aber auch alles.
War es wirklich so bis in die 80iger Jahre ? Eines stimmt auf jeden Fall - die damaligen Kanzler bzw. Minister hatten auch in meiner Erinnerung tatsächlich eine andere, akzeptiertere, Kompetenz.Aber auch in der jetzigen Zeit gibt es durchaus Politiker, denen ich es abnehme, dass sie ihren Job sehr gewissen- und ehrenhaft erledigen.
Ich habe zur Presse ein leicht gespaltenes Verhältnis, durch beruflich gemachte Erfahrungen. Ich gebe Dir zum Teil recht, aber was sind nicht alles "schauderhafte politische Skandale". Für mich auf keinen Fall, wenn eine Zeitung so genannte Skandale aus dem Privatbereich der Politiker veröffentlicht. Wenn eine Zeitung gut recherchiert und wirklich rein politische Skandale aufdeckt und diese auch veröffentlich - gut ! Wobei ich dabei so weit gehe, dass auch Medien sich ihrer Verantwortung bewusst sein müssen, wenn sie politische (vermeintliche) Skandale aufdeckt, wenn aber die Aufdeckung außenpolitisch negative Konsequenzen haben könnte.
Gruß, Hardy
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Hallo,
das sehe ich ähnlich.
Private "Skandale" haben eingentlich niemand zu Interessieren. Ob der oder die Politiker/in ein ausereheliches Verhältnis hat, geht niemanden etwas an.Über die Qualität eines Politikers sagt das nichts aus.
Dagegen sollte die Presse wesentlich kritischer hinterfragen und an heiklen Themen auch mal dranbleiben.
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Hardy01 wrote:
Wenn eine Zeitung gut recherchiert und wirklich rein politische Skandale aufdeckt und diese auch veröffentlich - gut ! Wobei ich dabei so weit gehe, dass auch Medien sich ihrer Verantwortung bewusst sein müssen, wenn sie politische (vermeintliche) Skandale aufdeckt, wenn aber die Aufdeckung außenpolitisch negative Konsequenzen haben könnte.
Gruß, HardyHardy,
Politische Skandale sollen und können aufgedeckt werden, aber wenn die Medien einen politischen Skandal aufgedeckt haben, müssen sie sich überlegen, ob sie die Geschichte veröffentlichen, weil dies möglicherweise negative Konsequenzen im Ausland nach sich ziehen könnte - habe ich das richtig verstanden?
Mit dem ersten Teil der Aussage stimme ich vollkommen überein: aufdecken, aufklären und darüber berichten.
Mit dem zweiten Teil habe ich ein Problem: die Medien sollen zwar ihrer Aufgabe nachkommen, indem sie aufdecken, aber berichten sollen sie ggf. nicht, weil das dem Ansehen der Republik schaden könnte...
Nur: den Skandal haben die Politiker zu verantworten (nicht die Medien) und nur sie schaden damit dem Ansehen Deutschlands im Ausland. Im Inland sowieso.
Würden die Medien politische Skandale unter den Teppich kehren, würden sie dem betreffenden Politiker-Kreis Vorschub leisten. Das kann und darf nicht Sinn und Zweck des investigativen Journalimus´ sein! Skandale müssen veröffentlicht werden - ohne Rücksicht darauf, ob im Ausland davon Kenntnis genommen wird oder nicht.
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das ist auch schwer zu erklären. Was ich damit sagen will, ist, dass die Presse nicht auf "Deufel komm raus" berichten soll, was ihr unter die Finger gerät. Alles was ich als Presse veröffentliche, kann ich nicht einfach unter dem Deckmantel der Pressefreiheit machen. Auch die Presse trägt Verantwortung, bzw. sollte sie tragen.
Wenn es einen politischen Skandal gibt, hat ihn in der Tat in erster Linie die Politik zu verantworten, das sehe ich auch so. Aber ist damit die Presse von jeglicher Verantwortung entbunden ?
Ich meine - nein. Hier gilt es abzuwägen was schwerer wiegt, der eigentliche Skandal oder die Konsequenzen, die sich außenpolitisch ergeben könnten. Ich will mir jetzt kein Beispiel aus den Fingern saugen, das bringt nichts. Ich denke, Du weisst, was ich damit sagen will, nämlich dass die Presse (Zeitung oder TV) sich ihrer Verantwortung bewusst sein sollte, dass alles was man veröffentlich, auch Konsequenzen haben kann. Mit einem Presseausweis kann ich mich nicht reinwaschen.Ich hätte ein kleines Beispiel aus meinem Berufsleben dafür, dass die Presse oftmals nur negatives berichten will. Ohne hier die näheren Umstände zu schildern, kann ich erzählen, dass ein Vertreter einer Zeitung mal "irgendwo" angerufen hat, um negative Dinge über "irgendwas" zu erfahren. Als man ihm bescheinigte, es gäbe nichts negatives zu berichten, im Gegenteil, es sei alles wunderbar und positiv, erklärte der Jornalist, dann würde er eben woanders solange nachfragen, bis er "was finden" würde, positive Dinge wollten seine Leser nicht lesen. (Ist wirklich wahr !)
Darum habe ich zur Presse ein leicht gespaltenes Verhältnis, gleich ob es Zeitung oder TV ist, da habe ich noch keinen Unterschied feststellen können. Und selbstverständlich immer in Abhängigkeit vom Inhalt des Skandals, natürlich gibt es keinen Freibrief.
Gruß, Hardy
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Hardy,
doch, auf jeden Fall sollen die Medien berichten. Ich sehe keinerlei Verantwortung der Presse oder der Telemedien, dafür gerade zu stehen, wenn sie etwas veröffentlichen, was den Tatsachen entspricht. Indem sie nämlich politische Skandale veröffentlichen.
Ich möchte wissen, was im Ausland passiert - unschwer ist zu erkennen, wo die Medien taktieren und/oder kein Pressefreiheit herrscht. Man erfährt dann nicht alles.
Ja, stimmt, es gibt - auch auf Grund der Vielzahl der Fernsehsender und deren Konkurrenzkampf - Journalismus der übelsten Art. Da weiß der geübte Leser aber doch... irgendwie schon, dass die "Tatsachen" nicht soooo ganz den tatsächlichen Tatsachen entsprechen müssen. Sensations"journalismus", den man nicht ernst nehmen muss.
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Internet sei dank .........
lese ich praktisch alle Tageszeitungen und das fast jeden Tag.
Und aus diesem Querschnitt kann man sich dann auch ganz gut informieren.
Frühers habe ich sogar den Spiegel, Focus, Stern und die ein- oder andere Frauenzeitschrift gekauft. Auch mal die Emma. Irgendwann, wurde mir das aber dann zu teuer.
Es gibt sehr gute Reporter und dann gibts diejenigen, die nur auf Klatsch aus sind. Zu denen gehören komischerweise immer ehemalige Talker wie Beckmann und Kerner. Die Einschalt- bzw Verkaufsquoten machen halt manchmal aus einem Journalisten einen (Fernseh)wurstverkäufer.

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@ Brigitte
Toll, wenn man sich das rein zeitlich leisten kann, Hut ab, Chapeau!!
Andererseits ist es natürlich noch besser und interessanter, nicht nur die deutschsprachige, sondern die internationale Presse zu verfolgen...
Washington Post, el Pais, le Monde, il Messagero usw haben ausgezeichnete Internetauftritte zu bieten, nicht zu vergessen Bangkok Post und the Nation....