OP-Tourismus - findet Ihr das gut ??
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ronja und zahnmaus,
Eure Einstellung wird jeden deutschen Mediziner sehr, sehr glücklich machen...
Das gleiche Prozedere haben wir derzeit bei den Apotheken: warum kostet das gleiche Medikament in Deutschland dreimal so viel wie in den Niederlanden???
Der deutsche Apotheker wehrt sich, denn in den Niederlanden oder anderen - angeblich - obskuren Internet-Apotheken sei die Beratung um vieles schlechter... aha.
Wie kommt es da, dass Krankenkassen empfehlen, Medikamente in diesen "zweifelhaften" Apotheken zu kaufen... weil das der Versicherten-Gemeinschaft zugute käme.
Auf dem deutschen medizinischen Sektor liegt so einiges im Argen - und wir lügen uns in die Tasche, wenn wir glauben, dass die medizinische Versorgung in Deutschland die wirklich Ultimative sei... ich gebe zu bedenken.
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Nee, bestimmt nicht da sorgt unsere "Kasse" schon dafür!
Ach, da fällt mir ein, dass mein HNO bezüglich meiner Nasen OP, funktionell, nicht Schönheit - mir tatsächlich vorgeschlagen hat mich nach Prag zu begeben, er kenne dort einen Arzt der sowohl mein Atemproblem so wie auch meine Hockernase richten könnte! Hockernase??? Ich??? Wo??? Tatsächlich! Ich habe Eine, war mir vorher nie aufgefallen! Ich hab diesen blöden Höcker immernoch und wenn ich nicht seitlich in den Spiegel schaue seh ich den gar nicht! Abgelehnt! Ich wusste 30 Jahre nichts von einem Höcker, die nächsten 70 werd ich auch damit leben können, oder??? -
.ich hätte kein problem, ein im ausland günstigeres medikament
vom gleichen hersteller in gleicher dosierung zu kaufen, wenn es günstiger
ist,per internet sogar mit rezept möglich, aber bei eingriff in oder an meinem körper wäre ich mit dem produkthaftungsgesetz sehr vorsichtig !
es ist in deutschland schon manchmal schwer, einen arzt seines vertrauens zu finden, bei fehlern noch schwerer, etwas dagegen zu unternehmen.
sobald meine kasse sagt, ich DARF mich im ausland kostengünstiger behandeln lassen, aber mit kostenübernahme zu GLEICHEN bedingungen und mit gleicher ("un")SICHERHEIT, jederzeit ! ansonsten werde ich als
freiwillig versicherter mit zähneknirschen mich in deutschland behandeln lassen. -
ich halte von ops im ausland auch nicht viel.
wenn es nicht gerade deutsche ärzte sind, stelle ich mir vor, dass es auch eine große sprachbarriere geben kann.
was heißt:"fett absaugen am oberschenkel" auf englisch, spanisch, türkisch, etc????
es ist ja manchmal schon schwer, die deutsche ärzte, die einen über die risiken aufklären, zu verstehen, da sie viele medizinische begriffe verwenden. nun stelle man sich das ganze in gebrochenem türkisch/englisch vor. das finde ich nicht besonders vertrauenserweckend.
bei medikamenten sehe ich es anders. bei der "pille" zum beispiel, kann man in deutschen apotheken auch spanische reimporte kaufen, die hier nur minimal günstiger sind, als das deutsche produkt. warum also diese dinger nicht in spanien kaufen, wo sie wirklich sehr viel günstiger sind.
das produkt ist genau dasselbe. -
@Erika
Ich würde nur nicht an mir rumschnippeln lassen ohne im Nachhinein 100%ige Nachsorge zu erfahren. Das ist der Punkt für mich...Oder Prothesen, die auch im Ausland teuer sind und für die ersten Monate auch einer Nachsorge bedürfen.
Medikamente wären kein Thema für mich, die würde ich im Zweifelsfall auch über's Internet im Ausland kaufen. -
Vieleicht bekommt man aber auch im Ausland die bessere medizinische Behandlung???
Warum zieht es wol die "Reichen und Schönen" ins Ausland? Doch nur, weil diese zu einem Spezialisten wollen und es sich auch leisten können.
Geht ja keiner wegen einer "Blinddarmentzündung" nach USA zur Operation, oder?
Und Zahnbehandlung wie im Ausgangsposting: Da gibt es an der Ungarisch/Österreichischen Grenze schon richtige Kliniken mit Hotel und angeschlossem Wellnessbereich. Da kann man dann in 14 Tagen seine kompletten Beisserchen für 20% des deutschen Preises machen lassen.
Sprich, man kann sich da auch mal 15.000€ sparen, oder, was wahrscheinlicher ist, man kann sich nur dort die OP leisten, weil in Deutschland nicht zu bezahlen. -
Über besser oder schlechter urteile ich nicht, da mir da (Gott sei Dank) einfach die Erfahrung fehlt. Ich stelle deutsche Ärzte mit denen anderer Nationen einfach mal auf eine Stufe. Ich hoffe, hier mitlesende Mediziener können damit leben.

Wenn alles gut geht, der Urlaub war toll und die Narben verheilen gut und nichts Schlimmes passiert mehr...na dann gratuliere ich zu einem Stückchen mehr an besserem Lebensgefühl, daß man günstig "erworben" hat. Aber wenn was schief geht, wehe dann...und oft genug ist es schon so gewesen. Dann wird der Pfusch vielleicht noch auf Kosten unserer Kassen hier ausgebessert. -
zahnmaus wrote:
Aber wenn was schief geht, wehe dann...und oft genug ist es schon so gewesen. Dann wird der Pfusch vielleicht noch auf Kosten unserer Kassen hier ausgebessert.Natürlich muss man sich schon vorab informieren, ob die Klinik zuverlässig ist. Lässt sich ja leicht über das Internet recherchieren. Dass aber mal eine Behandlung nicht so läuft, wie geplant, kann man nie ausschließen. Weder in Deutschland noch im Ausland. Somit ist es nur logisch, dass die Kassen in beiden Fällen bezahlen.
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Einfach nur mal auf die Kosten eingeh:
Erwin hat´s mir seinem Eingangsposting doch ganz gut vorabformuliert
OP- Tourismus
Das sind keine armen Leute, die sowas machen. Im Grunde genommen zähle ich diese Klientel ein klein bißchen zur
Geiz ist geil Gesellschaft.
Sollte bei dieser Art von Urlaub was schiefgehen, dann sollen die Leute das gefälligst aus eigener Tasche zahlen.
Ersparnis kommt dem OP- Touristen zu gute und den Murcks soll dann die Sozialgemeinschaft tragen.
So kann man´s nämlich auch sehen.
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zahnmaus wrote:
@Erika
Ich würde nur nicht an mir rumschnippeln lassen ohne im Nachhinein 100%ige Nachsorge zu erfahren. Das ist der Punkt für mich...Oder Prothesen, die auch im Ausland teuer sind und für die ersten Monate auch einer Nachsorge bedürfen.
Medikamente wären kein Thema für mich, die würde ich im Zweifelsfall auch über's Internet im Ausland kaufen.Was machst du z.B. wenn du trotz 100%iger Nachsorge an einen deutschen Pfuscher gerätst und dir im Urlaub sofort geholfen werden muß?
Fliegst du dann sofort nachhause (auf deine Kosten natürlich)? Oder bezahlst lieber eine Behandlung am Urlaubsort? -
Nun gut, was könnte passieren...ohne Zähne bin ich hässlich
, aber zur Not könnte ich 7 Tage damit leben. Mehr Urlaub habe ich eh nicht. Also dafür muß ich nun nicht unbedingt ausländische Krankenkassen strapazieren.
Was sonst noch ? Das Silikonkissen könnte platzen...das wäre 'ne echte Katastrophe
! Aber immerhin schon ein Notfall und dafür gibt es Auslandskrankenversicherungen. -
zahnmaus wrote:
Nun gut, was könnte passieren...ohne Zähne bin ich hässlich
, aber zur Not könnte ich 7 Tage damit leben. Mehr Urlaub habe ich eh nicht. Also dafür muß ich nun nicht unbedingt ausländische Krankenkassen strapazieren.
Was sonst noch ? Das Silikonkissen könnte platzen...das wäre 'ne echte Katastrophe
! Aber immerhin schon ein Notfall und dafür gibt es Auslandskrankenversicherungen.Sorry für das OT.
Du kannst keine ausländischen Krankenkassen strapazieren, da du in einer deutschen Krankenkasse versichert bist, die eventuell ein Sozialabkommen mit einer ausländischen hat. Das schützt dich aber auch nicht, wenn du wegen einem Unfall oder im Notfall zur besseren Behandlung nach D geflogen werden mußt.
Zur Not damit leben?
Zur Not dann auch breihaltige oder flüssige Lebensmittel, weil du entweder ohne Brücken oder ohne Kronen nichts anderes essen kannst :? :?
Ohne AKV wirst im Notfall auch im europäischen Ausland arm, sogar wenn du einen Auslandskrankenschein über deine Versichertenkarte hast, da man meist in Vorkasse treten muß. -
Bei Medikamenten dürfte eine nicht unerhebliche Rolle spielen, daß in Deutschland der volle Mehrwertsteuersatz zu bezahlen ist, in vielen Ländern aber gar keine MwSt auf Medikamente erhoben wird oder zumindest ein ermäßigter Satz.
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Vorkasse schon, aber ich bekomme doch nach langem bürokratischem Weg was wieder. :? Mit Ägypten besteht ein solches Abkommen meines Erachtens nach zum Beispiel nicht...
Klar sind meine "Was wäre wenn - Situationen" etwas krass, aber es geht ja hier auch nicht um "normale" Notfälle, sondern in erster Linie um verpfuschte OP's...(zumindest im Moment) und nicht darum, wie ich im Urlaub ärztlich versorgt würde, wenn...
Zum anderen habe ich mir da auch noch keine ernsthaften Gedanken darüber machen müssen, weil ich noch "ich" bin, ohne Zusatz von Konservierungsstoffen oder Modellierbeihilfen...
Und meine Meinung war auf den Punkt gebracht : wer sich im Ausland verpfuschen lässt, wenngleich auch unabsichtlich, sollte sich auch dort wieder herrichten lassen.
Jüngst gesehen eine Reportage über eine junge Frau, die sich ihren Busen in der Türkei hat aufmöbeln lassen. Es ging voll daneben und nun versucht ein deutscher Arzt zu retten, was zu retten ist. Na Wally, rate mal, bei wem sie Antrag auf Kostenübernahme gestellt hat.
Nicht in der Türkei...
Und ihre Chancen stehen gut, weil ihre "Lebensqualität erheblich eingeschränkt ist"... Soviel dazu.
Ein deutscher Arzt hätte selber für seinen Pfusch bluten müssen. -
mabysc wrote:
Erika1 wrote:
Das gleiche Prozedere haben wir derzeit bei den Apotheken: warum kostet das gleiche Medikament in Deutschland dreimal so viel wie in den Niederlanden???Warum ist es in den NL denn günstiger ? Würde ja heißen, dass der deutsche Apotheker auch das 3-fache gegenüber seinem niederländischen Kollegen verdient ?
Nein, tut er nicht unbedingt. Manche Generika (nachgebaute Medikamente) sind in NL nicht wesentlich güntiger als hier. Bei verschreibungspflichtigen Medikamenten gibt es aber in den meisten Ländern Preisbindung, d.h., der Staat/die Krankenkassen handeln den Preis aus.
In manchen Ländern mit geringer Kaufkraft bieten die Pharmakonzerne ihre Produkte billiger an, damit sie überhaupt gekauft werden (und verdienen immer noch genug daran).
Allerdings kann man beim Medikamentenkauf wohl kaum von "Tourismus" reden, abgesehen vom kleinen Grenzverkehr. Aber natürlich nehme ich z.B. in der Türkei und in Bulgarien auch die wesentlichen Alltagsmedikamente mit, aber deswegen fahre ich nicht hin.
Im übrigen rate ich vor allem beim Kauf verschreibungspflichtiger Medikamente zur Vorsicht. So gibt es z.B. in der Türkei sehr viele verschreibungspflichtige Arzneien als OTCs, als frei. Mädels können sich die Pille zum Spottpreis kaufen (ist okay, wenn der Arzt sie auf ein Peäparat eingestelt hat), die gestreßte Mutti sich Beruhigungsmittel und Aufputschmittel nach Herzensust besorgen und die Herren der Schöpfung können die kleinen Muntermacher für den trägen Schniedelwutz auch frei und billig kaufe, was durchaus verhängnisvoll sein kann.
Gruß, Peter -
Hallo Zahnmaus,
der "OP-Tourismus" besteht nicht nur aus den sogenannten Schönheitsoperationen mit Silikon, Botox, Liften usw., wird aber von dir und einigen anderen verallgemeinert.
Von deutschem Ärztepfusch hört und sieht man auch sehr viel, vor allem dann, wenn die Pfuscher sich weigern die Fehler zu beseitigen.
Wer bezahlt das denn zum Schluss?Da ich selber große Angst vor jeglicher OP habe, käme für mich allenfalls eine dringend notwendige medizinische zustande.
und da wäre es mir egal wo das passiert, die Hauptsache ist dann, dass mir geholfen wird.Gruss
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Wally, dann hilf mir und sage, was noch zum OP-Tourismus gehört :?
Was gibt es an medizinisch wichtigen Eingriffen, die in Deutschland zu teuer sind ? Vielleicht sehe ich einfach den Wald vor Bäumen nicht
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Ein Arzt, der in Deutschland zugelassen ist und hier praktiziert, wird auch im Rechtsstreit zur Verantwortung gezogen. Das Ende, da hast du Recht, ist natürlich offen.