Selbstkritische Töne aus den Reihen der Reisebüro-Mitdiskutanten...
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Ehe Missverständnisse entstehen....
ich vertrete zu diesem Thema nicht meine Meinung - ich möchte eure hören. Nochmal - meine Meinung ist hier nicht gefragt und wenn ich meine Meinung sage, dann defintiv nicht als Admin im Forum zu einem RV-Thema.
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Sternedieb wrote:
Nun die Frage - ist das trotzdem ein Grund hier von einer RV - Mafia zu sprechen und User anzugreifen die hilfreiche Tipps liefern und ihre private Zeit opfern?-
"Mafia" ist natürlich das falsche Wort in dem Kontext. Sagen wir mal "Angebotskartell", das ist dann freundlicher

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JEDWEDE persönlichen Angriffe sind aufs entschiedenste abzulehnen und wenn einer eine andere Meinung als man selbst sachlich vertritt muss man die nicht teilen, aber RESPEKTIEREN. Das sind einfach gewisse Grundzüge einer gesitteten menschlichen Kommunikation.
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@ santamarinello
nein - ich lasse es auch nicht zu, dass die User die hier schreiben zu einem Angebotskartell gehören sollen. Auch das ist das falsche Wort. Es ist ein Branche - wie jede andere auch.
Aber lassen wirs nun dabei - der Verfasser hat sich entschuldigt und gut. -
Sternedieb, der Smiley steht da oben nicht grundlos!
Ja, eigentlich ist die Reisebranche wie jede andere auch. Aber weshalb braucht sie dann eigene Regeln wie z.B. das ausufernde "Reiserecht" im BGB und umfassende Spezialrechtsprechung? Sowas gibts für keine andere Branche in dem Umfang, somit ist sie eben wohl doch nicht ganz so wie "jede andere auch"
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was ich nur nie verstehen werde ist, dass man auf kundenseite ( wie in allen branchen ) immer nur fordert, aber selbst nie bereit ist einen schritt in die richtige richtung zu machen.
in einem rechtsstaat gibt es gesetze, an diese muss man sich halten - ob man sie toll findet oder nicht ist etwas anderes - falls jemand ( ob kunde oder rv ) dagegen verstößt oder man mit entscheidungen nicht einverstanden ist, hat man das recht dagegen vorzugehen, grundlage bleibt aber das gesetz.
zig millionen urlauber verreisen jedes jahr, die veranstalter kümmern sich um die flugreservierung, hotelbuchung, transfer, kümmern sich vor ort ( zugegeben, der eine mehr, der andere weniger, wobei ich mir bei den big five keine schlechte betreuung vorstellen kann, da alles eingespielt ist und jeder kummer schon zig mal bearbeitet wurde ) auch um dinge, die nicht im vertrag stehen wie z.b. vermittlung eines arztes, hilfe bei verlust von dokumenten, schlichtung von unstimmigkeiten zw. gast und hotelier und, und , und.
in dieser branche sind so viele dinge miteinander verknüpft, das es natürlich hier und da nicht passt und ja, man darf und sollte sich beschweren dürfen und sogar müssen, aber man sollte auch fair genug sein, dinge die man sich selber eingebrockt hat auch selber auszulöffeln, aber stattdessen werden der rv und seine angestellten vor ort * rundgemacht* weil man vielleicht das falsche hotel gewählt hat und sich nicht wohlfühlt, die nase des kellners einem nicht passt oder auch - ganz beliebt - nicht genug oder schon viel zu früh am morgen belegte liegen am pool.
für all dies wird der rv seitens seiner kunden zur haftung gebeten - wenn berechtigt, meist mit erfolg und wenn unberechtigt hoffentlich mit wenig erfolg.
aber es ist weder ein kartell, noch eine kriminelle vereinigung, sondern eine industrie in der menschen für und mit menschen arbeitet und der einzige der nur seinen vorteil im auge hat ist in den seltensten der rv.
ich erinnere nur an die kakerlaken urteile, herrgott der rv hat diese kretauren nicht geschaffen und auch keinen einfluss darauf wohin sie sich bewegen, den viechern ist es auch völlig egal, ob es sich um eine bruchbude oder ums ritz handelt, aber es wurden schon verfahren angestrebt weil sich ein käfer blicken ließ....... und auch wurden diese tierchen schon von gästen gesammelt, um sie dann im zimmer frei zu lassen, um die urlaubskasse daheim aufzubessern und da sind wir wieder bei der fairness.
das wars für mich heute
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Nun, dazu gehört eine ausgeprägte Lobbyarbeit, natürlich in erster
Linie auf politischer und wirtschaftlicher Ebene.
Nennen wir es also Lobby.Aber mehr als 50 Jahre haben nicht nur eine damalige "DDR" geprägt
- und letztlich verschwinden lassen -, sondern auch das
Anspruchsdenken auf dem eingeschränkt freien Markt Urlaub.
Diese jahrzehntelange, marktbeherrschende Monostruktur
Reiseveranstalter - Vermittler - Kunde wird aktuell durch
neue Techniken und Vertriebswege stark in Frage gestellt.
Es ist ja so, daß selbst Buchungen europaweit und
darüberhinaus für eine große Zahl an Kunden
problemlos buchbar sind oder werden.Umbrüche passieren sowohl politisch als auch wirtschaftlich,
erst langsam und sind dann oftmals nicht aufzuhalten.Denkanstöße, wie sie hier im Forum immer wieder
gemacht werden (egal, ob mit geeigneter Wortwahl
oder auch angreifbar), werden von einer Vielzahl
der "hinter der Theke" agierenden User als
persönlicher Angriff gewertet, statt sich auf
die aktuellen Gegebenheiten einzustellen
und entsprechend nach vorne zu denken.Neben einigen interessanten Eckpunkten kann man
nur immer nachlesen, wie toll doch vieles ist und
es gut ist wie es ist. Eigenlob eben statt selbst-
kritischer Töne ... - und letztlich verschwinden lassen -, sondern auch das
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... und leider gibt es auch viele user die nur bis zur nasenspitze denken können oder wollen......
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Hallo,
"ChiaraSaluta" wrote:
und der einzige der nur seinen vorteil im auge hat ist in den seltensten der rv.Bei diesem Beitrag wären mir fast die Tränen vor Rührung gekommen. Die selbstlosen, sich für das Kundenwohl aufopfernden RV´s, sollten vielleicht den Status der "Gemeinnützigkeit" zuerkannt bekommen, was steuerlich nicht uninteressant ist.
chepri
P.S. Der Ansatz bzw. die thread-überschrift war ja sehr interessant und wirklich lobenswert. Aber wo sind wir jetzt wieder: Der Kunde ist´s, der nichts bezahlen will, aber dafür nur Ansprüche stellt. Meine Urlaube sind jetzt wesentlich teuerer als zu Pauschalurlaubszeiten, aber Probleme mit überbuchten Hotels kenne ich nicht mehr. Und das ist es mir wert.
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Die Sache ist halt die, dass 2 letztendlich unvereinbare Dinge passend gemacht werden müssen:
Ertens eine, wie Chiara sehr richtig schreibt, "industrielle Produktion", die eine gewisse Wiederholbarkeit und Massenfertigung voraussetzt, beim Anbieter und zweitens eine recht individuelle und emotionsbeladene Erwartung beim Konsumenten.
Das gelingt in vielen Fällen erstaunlich gut, in anderen eben nicht und genau da fangen die Probleme an.
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privacy wrote:
@chiara
Das ist der Vorteil, den der Kunde hat:
Es geht wirklich nur nach seiner Nase.
Er ist es, der letztlich zahlt und Deinen Arbeitsplatz finanziert.
Oder einen anderen, dessen Nase ihm besser paßt.fragt sich nur, wie lange er noch zahlen kann, wenn er nicht den richtigen riecher hat.
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Darf ich ein paar Dinge einwerfen:
- Zur Forderung aus dem geschlossenen Thread:
Es ist mir daraus nie ganz klar hervorgegangen, ob die Forderung lautet:
- 100 Prozent Rückzahlung vom ursprünglich gebuchten Reiseveranstalt plus Mehrkosten für Alternativhotel (was zumindest einmal grundsätzlich richtig und rechtlich korrekt wäre)
oder - 100 Prozent Rückzahlung vom ursprünglich gebuchten RV plus zusätzlich nochmals die 100prozentige Bezahlung der Alternative - was rechtlich absolut in dieser Form nicht geht
Im Gesetz heißt es sinngemäss: wenn ein Reiseveranstalter seine versprochenen Leistungen nicht erbringen kann und dies vor Abflug dem Kunden mitteilt, ist er neben der Rückzahlung der bisher geleisteten Zahlungen auch unter gewissen Umständen zur Schadenersatzzahlung verpflichtet. Eben weil er den Vertrag einseitig gebrochen hat. Ich habe irgendwo im Kopf, dass dieser Schadenersatzanspruch mit seinen eigenen Stornobedingungen konform ist. Das hieße: Absage vom Veranstalter bis ein Monat vor Abreise - Kunde kann einen Schaden bis maximal 10 Prozent vom ursprünglichen Reisepreis vom Reiseveranstalter verlangen. Aber in diesem Punkt bin ich mir im Moment ohne ein Vertiefung in die Bücher nicht ganz sicher.
- zum Beitrag von Chiara Saluta
Wir diskutieren hier über mögliche Ansätze von Veränderungen und Verbesserungen, die wir aus der Reisebranche selbst erkennen bzw. sehen. Ausgeklammert bei dieser Diskussion, leider, sind leitende Mitarbeiter von Reiseveranstaltern, also von den direkt Betroffenen - weil es davon scheinbar keine hier im Forum gibt.
Chiara hat aber auf eine andere, nicht tränendrückende, Komponente hinweisen wollen:
Es gibt Schwachstellen im System. Aber es gibt genauso "Mehrleistungen" im System. Es gibt Mitarbeiter, die einen kalt vor dem Hotel absetzen (Frage sei erlaubt: was, wenn DIESER Mitarbeiter nun aber wirklich nichts von dem Debakel wusste, weil ihn SEIN Chef dumm sterben hat lassen?), es gibt aber auch Mitarbeiter, die sich über ihre Verpflichtung hinaus um Wehwehchen von Urlaubern kümmern.
Und ich sehe in dieser Konfrontation: Mängel hier - Einsatz dort schlicht die menschlichen Komponenten: Tourismusindustrie besteht auch und eigentlich hauptsächlich aus Menschen. Und unter diesen gibt es solche und solche (andere Worte gefallen mir in diesem Zusammenhang nicht).
- ob ich Fälle kenne, die ihre Überbuchung vor Abreise erfahren haben:
Ja, nicht nur einen. Sogar hier in diesem Forum ist immer wieder zu lesen: ...und nun, ... Wochen vor Abflug, erhalte ich ein Schreiben, in dem der Reiseveranstalter schreibt, meine gebuchte Unterkunft stehe nicht zur Verfügung...
Nochmals ganz kurz zum Thema Überbuchungen: 90 % der Hotels gehören nicht den Reiseveranstaltern, sondern sind in Besitz von Privatpersonen oder Konsortien. Diese fremden Personen werden so lange diese Überbuchung verschweigen, bis sie entweder eine andere Lösung haben oder nicht mehr auskönnen. DANN erst informieren sie den Veranstalter.
Veranstalter streichen dann diese Hotels, Veranstalter haben mit diesen Strafen ausgehandelt für solche Fälle, aber andere Veranstalter nehmen sie wieder in ihr Programm auf, oder der erste Veranstalter kann es sich aus Nachfragegründen nicht leisten, das Hotel aus seinem Angebot zu nehmen (Druck der Konsumenten: wenn X das HotelY nicht mehr im Angebot hat, wer hat es noch? Bitte melden! Will unbedingt nur in dieses Hotel).
Abschließend: Ein Kunde braucht die Probleme nicht zu verstehen, dazu wendet er sich an einen Reiseveranstalter (bitte nicht verwechseln mit dem Reisebüro, wo er bucht!). Ein Kunde hat ein Recht und Anspruch auf Erbringung ordnungsgemäßer vereinbarter und bezahlter Leistung. Punkt.
Aber dann hat der Kunde auch die Pflicht, nicht als Unwissender Aussagen in die Welt zu setzen, die nicht stimmen, die lediglich er glaubt. Beziehungsweise soll er dann anerkennen, wenn ihm ein Fachmannfrau erklären will, worin er irrt. Und nicht wiederum behaupten: Fachmannfrau stehe auf der Seite von korrupten Systemen und verteidige nur seine eigenen Pfründe.
Mitdiskutieren - ja, Missstände aufzeigen - ja, kein Verständnis für Erklärungen zeigen - nein, Verständnis zeigen für die Erklärungsversuche aber diese nicht im persönlichen Fall hinnehmen zu wollen - auch ja,
meint
Peter - Zur Forderung aus dem geschlossenen Thread:
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Deine Erläuterungen sind immer recht erhellend.
Nur eines möchte ich da anmerken:Es ist wie überall im Leben, eine Antwort als "Bezogener" in einer Sache wird immer angezweifelt werden. Das ist nicht nur in der Reisebranche so.
Ist aber nicht auf Dich bezogen. Je stärker ausgeprägt diese Antworten das Interesse bestimmter Seiten erkennen lassen, desto mehr werden Zweifel laut. Neutralität hört da irgendwo auch auf.Das "Herumreiten" auf der Eigenschaft "Fachmannfrau" und die daraus
abgeleitete Auffassung, daß dies eben ohne Widerspruch von den
"dummen Usern" als gegeben hinzunehmen ist, funktioniert nicht.Mag eine Antwort stimmen, die andere erfolgt wieder aus der Sicht
des Brancheninsiders. Dementsprechend kritisch darf und muß dies
auch betrachtet werden. Und wie oft letztlich auch "in Stein gemeisselte
Ansichten" (weil es schon immer so war) rechtlich gekippt wurden,
brauche ich Dir als kompetenten - und das meine ich wirklich - Reisefachmann, der im Gegensatz zu einigen anderen "selbsternannten
Experten" die Sache von mehreren Seiten beleuchtet, ja nicht näher zu erklären.Gruß privacy
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Hallo zusammen,
der andere Thread von Rüdiger Küster wurde leider gerade wieder geschlossen. Ich wollte zu Sina1 Antwort, dass die ehrenamtlichen Admins keine Vergünstigungen bekommen, da sie sonst nicht ehrenamtlich wären, etwas sagen:
Es ist durchaus üblich, dass ehrenamtliche Mitarbeiter (egal in welchen Bereichen) sehr wohl eine sog. Aufwandsentschädigung erhalten. Trotzdem bleiben sie unbezahlte ehrenamtliche Mitarbeiter.
Wenn das bei Euch nicht so ist, solltet Ihr vielleicht beim Burda-Verlag mal anklopfen. Schließlich seit Ihr nicht nur äußerst fleißig sondern auch noch überaus loyal.
LG DomRepperin
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Hallo DomRepperin,
wir erhalten auch keine Aufwandsentschädigung und ich persönlich habe da auch noch nicht drüber nachgedacht, da ich den Job wirklich aus Spaß an der Freud´mache.
LG
Sokrates
P.S.: Wo, sagtest Du, soll ich mal klopfen.......

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Sokrates wrote:
P.S.: Wo, sagtest Du, soll ich mal klopfen.......

Sie meinte natürlich bei der Firma "Hubert Burda Media"!
Falsch: Bei Tomorrow-Focus!
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Na vielen Dank, jetzt habe ich doch mal eine konkrete Info erhalten. Also Burda Verlag ? War da nicht was bei mir ? Wenn ich mich recht erinnere, habe ich von dort vor einiger Zeit einen Anruf erhalten, weil ich an einer ( wusste ich aber nicht mehr was ) Aktion teilgenommen oder aber an einer Auswertung / Fragebogenaktion mitgewirkt hatte. Ihr wisst schon, das sind solche Anrufe, die viele Leute abends erhalten. Der Lohn dafür: eine Reisegutschein über € 50.-- und die Aussicht auf eine Jahresendauslosung mit Gewinn eines Autos oder so ähnlich. Ob auch eine Zeitschrift im Abonement oder sogar eine Lottospielgemeinschaft besonders günstig angeboten wurde: ich weiss es nicht mehr so genau. Irgend was war es aber, vielleichtg sogar alles, da die Telefonverkäuferin immer das tolle Paket pries. 3 Tage später hatte ich ein schriftliches Angebot von Berge & Meer im Haus, wo der versprochene Gutschein eingelöst werden könnte. Nachtigall, ich.......
Gruss Rüdiger -
Also Rüdiger, das ist ja nun wirklich kein Geheimnis ... und die Sina hats ja auf S. 3 dieses Threads sogar verlinkt
