Der überwachte Passagier
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selbstverständlich kann man Deine Wohnung nicht mit einem Flughafen oder Flugzeug vergleichen. Mein etwas provozierendes Beispiel sollte lediglich aufzeigen, dass es durchaus Argumente gegen ein stilles sich selbst beruhigendes Einverständis mittels "habe ja nichts zu befürchten" gibt.
Derzeit ist es gesetzlich verboten, ohne Zustimmung des Betroffenen oder ohne richterliche Erlaubnis das gesprochene Wort aufzuzeichnen. Eine richterliche Erlaubnis wird nur bei absolut begründetem Verdacht gegen einen bestimmten Betroffenen erteilt.
Wenn in einem Mehrfamilienhaus ein Mieter bestimmter Straftaten verdachtigt wird, darf nach entsprechender richterlicher Erlaubnis nur dieser eine Mieter überwacht und abgehört werden - und nicht gleich das ganze Haus. Die Überwachung kann aber muss gar nicht mehr durch "Wanzen" erfolgen, sondern kann durch ein eingeschaltetes Handy oder durch ein ISDN-Telefon durchgeführt werden.Im Flugzeug sollen alle Passagiere durch Kameras gescannt und die Mimik und Gestik durch Software ausgewertet werden. Zusätzlich soll das gesprochene Wort aufgezeichnet werden - und zwar aller Passagiere. Das soll nicht in Abhängigkeit eines konkreten Verdachts erfolgen, sondern generell ohne begründeten Verdacht.
Und eine solche Methode kann und darf nicht mit den Worten "ich habe ja nichts zu befürchten" akzeptiert werden.Im Straßenverkehr ist das generelle Einscannen von KFZ-Schildern, was ja heimlich gemacht wurde, richterlich untersagt worden bzw. laufen derzeit entsprechende Verfahren, die die Recht- oder Unrechtmäßigkeit einer solchen flächendeckenden Bewachung prüfen.
Und für das Flugzeug wird dann mal eben eine neue EU-Verordnung geschaffen, die Firmen und Airlines ermächtigt, solche Anlagen gegen Passagiere einzusetzen ?
Für mich erhebt sich auch noch die Frage, ob ein entsprechender EU-Erlaß EU-Airlines ermächtigt, entsprechende Überwachungsanlagen auch im Nicht-Europäischen Ausland einzusetzen, in Ländern also, in denen es vielleicht derzeit auch verboten ist, ohne Erlaubnis Kameras und Mikrofone einzusetzen.
Gruß, Hardy
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Hardy01
@carstenW.ist ein ehrlicher rechtsschaffender Bürger Europas der nichts zu verbergen hat ,der offen für alle Möglichkeiten ist die zur Sicherheit des Flugverkehrs dienen.Einer der aktiv mit helfen möchte das es weniger Leid auf dieser Welt gibt ,dass haben wir zu respektieren.
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privacy
Hab den Link jetzt mal gelesen. Kann darin nichts erkennen was mich beunruhigt.
Ich möchte mal noch einen Denkanstoß geben.
"Spinnen"wir den Faden mal weiter u. denken an die Autobahngebühr u. Toll-Colleck. Alle LKW können so schon erfasst werden u. demnächst auch alle PKW u. Motorräder.
Die Technik ist vorhanden u. aufgebaut. Denken wir nur an die Funktürme entlang der Autobahn. Diese dienen nicht nur dem Mobilfunk.
So kann man das auch innerstädtisch regeln u. es wird auch so kommen. Ich persönlich rechne mit noch 5 Jahren. Das einzige was fehlt sind vorhandene Speicherkapazitäten für die Fülle der Daten.
Ein Schelm ist, wer da bloß an die Autobahngebühr denkt. Ich denke da ein bissel weiter.So weit zum gläsernen Bürger (Passagier)
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Wen kann es im öffentlichen Bereich und auch im Flugzeug eigentlich stören? Anders der private Bereich, aber solange Herr Schäuble keine Kameras in meinem Büro, Wohn- oder Schlafzimmer installieren möchte, ist mir das eigentlich "Wurscht"!
Für Telefon und Internet ist jeder selbst verantwortlich. Übrigens an die "Google"-Sucher gerichtet, glaubt Ihr etwa, jede Suche wird nicht mit IP dort gespeichert? Völlig egal ob Windows oder Linux User.
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Realistisch können schon heute "fast alle Schritte" nachvollzogen werden.
Vorraussetzung ist der Betroffene beteiligt sich mittels Kommunikationstechnik am gesellschaftlichen Leben.Zur Speicherung: Die Unternehmen sind von Gesetz her verpflichtet Daten zu speichern (noch 6 Monate) und das hat nichts mit Verbrauerschutz zu tun.
Nachtrag: Die Frage ist nur, wer u. zu welchen Zweck wertet die Daten aus.
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bernhard707 wrote:
Wen kann es im öffentlichen Bereich und auch im Flugzeug eigentlich stören? Anders der private Bereich, aber solange Herr Schäuble keine Kameras in meinem Büro, Wohn- oder Schlafzimmer installieren möchte, ist mir das eigentlich "Wurscht"!Da habe ich jetzt ein Verständnisproblem.
Wenn ich mich im öffentlichen Bereich privat unterhalte, ist es ok, dass ich dabei gefilmt und abgehört werden ? Wenn den selben Text zu Hause sage, ist es nicht mehr ok ?Ich möchte überhaupt nicht abgehört werden, weder im Flugzeug noch sonstwo.
Bislang war das gesprochene Wort gesetzlich geschützt, egal wo ich mich unterhalte. Ich darf nirgendwo abgehört werden - aber jetzt schafft der Staat für sich eine Ausnahme und die Begründung ist für mich ein vorgeschobener Rechtfertigungsgrund.Der vorstehende Hinweis (irgendwo auf den vorstehenden Seiten), dass wir doch sowieso schon überall gefilmt und gescannt werden, ist für mich kein Grund, jetzt auch noch die nächste Generation der technischen Überwachungsmöglichkeit zu akzeptieren.
@Carsten
sorry, aber ich habe es immer noch nicht verstanden.
Was hat Anwendung der Gesetze mit Bürokratismus zu tun ?Gruß, Hardy
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Hallo
Jeder Mensch , der in einen Flieger steigt, schreit nach Sicherheit.
Einige Threads über diesem heißt das Thema " Terrorangst !"
Und hier wird sich teilweise beschwert, dass man kontolliert oder überwacht werden soll. :?
"Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass !!!"Wie soll denn Sicherheit gewährt werden, wenn nicht durch Kontrollen und Überwachungen ?
Im übrigen sollte man sich immer vor Augen halten, dass es sich hier nicht um die Überwachung einer einzelnen bekannten Person als solche handelt, sondern jeder erstmal lediglich eine Nummer unter vielen ist !
Und wenn dieses "System" wirklich dazu geeignet ist, uns im Flieger sicherer zu fühlen und auch sicherer zu sein, was ist dagegen einzuwenden ?
Vor allem denke ich, dass die jenigen , die wirklich mit dem Gedanken in den Flieger einsteigen " Ich mache Terror, spiele den Störenfried " oder was auch immer, sich dieses eventuell zweimal überlegen , weil sie wissen , dass sie überwacht werden.
Sprich : Abschreckung durch Prävention ! -
@ Kessy05
danke für deinen Beitrag-er spricht mir aus dem Herzen!!!
Und ist auch bisher der einzige der in eine andere Richtung geht!!!@ Alle,
meine Tochter damals 16 J. flog am 11.09 als Austauschschülerin in die USA. Diese Maschine ist dann nach Kanada umgeleitet worden. Die Kids 23 an der Zahl verbrachten dort 3 Tage! Wir alle, als Eltern waren in großer Sorge und ein Telefonieren war schwierig!!!
Wenn man das durchlebt hat-kann ICH gut mit einer Kamera auf dem Klo
leben!
Es war ein Albtraum!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ihr würdet anders denken wenn ihr so ein schlimme Erfahrung gemacht hättet! Ist für mein Kind gut ausgegangen, aber der Schrecken bleibt für immer!Armadilli
PS: selbst jetzt beim schreiben überkommt mich noch immer das kalte Grausen!
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Bin ganz deiner Meinung Armadilli...
Von mir aus könnte und muss noch viel mehr in die Sicherheit investiert werden.
Als ich vor kurzem nach London flog, sprang kurz nach dem schließen der Tür eine Frau auf und brüllte sie sitzt im falschen Flieger. Im ersten Moment haut man sich vor den Kopf und denkt sich sein Teil und lacht. Aber mein zweiter Gedanke war, das hätte auch mal die falsche Person sein können.
Wenn noch nicht mal das Bording klappt, was kommt als nächstes bitte schön.Von mir aus soll jede Möglichkeit die Sicherheit der Passagiere und Crew zu gewährleisten, ausgenutzt werden.
Ich kann auf evtl. Horrorerfahrungen gerne verzichten.lg kirschii
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Hallo,
ihr sattelt das Pferd von der falschen Seite.
In meiner Firma gibt es einen Hochsicherheitsbereich, in dem -das sagt schon der Name- nicht jeder Zutritt hat. Es macht aber wenig Sinn, über jedem Arbeitsplatz eine Cam und ein Mic zu installieren, um dann erst zu prüfen, ob auch wirklich die richtigen Leute im Hochsicherheitsbereich sitzen. Das muss vorher durch geeignete Zugangskontrollen geschehen, damit die falschen Leute gar nicht erst Zugang bekommen.
Auf Flughäfen übertragen heißt das: Ich habe überhaupt nichts dagegen, dass die Sicherheitskontrollen an Flughäfen drastisch verschärft werden. Die sind mir auch zu lasch. Von mir aus können alle Koffer per Hand kontrolliert werden etc. Dann ist man eben bei Fernflügen statt zwei Stunden eventuelle drei Stunden vorher am Flughafen, wenn es -Zitat- die Sicherheit erhöht. Es muss im Vorfeld bereits verhindert werden, dass potentielle Attentäter überhaupt die Möglichkeit erlangen, an Bord zu kommen.
Wenn bereits ein Attentäter an Bord ist und ich stelle das erst während des Fluges fest, dann habe ich als Crew oder auch als SkyMarschall ein dickes Problem am Hals, und da helfen mir die Cams und die Mics bei der Lösung dieses Problems auch nicht.Es ist keine neue Erfahrung, dass die Politik und auch die Industrie zur Durchsetzung ihrer gewünschten Ziele auch schon mal "Nachrichten" veröffentlicht, die die Bürger beunruhigen sollen. Manche Länder erreichen damit sogar, dass das Volk zunächst hinter einem Einmarsch in ein fremdes Land steht und einen Krieg (zunächst) toleriert.
Unser derzeitiger Innenminister hat vor einigen Tagen aufgerufen, dass die Presse zur Demonstration ihrer Pressefreiheit mal wieder geschlossen diese blöden und bestens bekannten "Karrikaturen" veröffentlicht. Ich glaube, es ist müßig zu fragen, warum er das macht. Geht es ihm dabei wirklich um die Pressefreiheit ? Wir haben die Pressefreiheit und sie doch überhaupt nicht gefährdet - also, warum macht er einen solchen Aufruf ?
Lassen wir die Antwort auf die Frage einfach mal aussen vor, die kann sich ja jeder selber geben. Aber man kann ja mal mutmaßen, was dann wohl passieren wird, wenn die Presse seinem Wunsch nachkommt.
Deutschland gerät in das Blickfeld der extremen Islamisten, die sicherlich nicht viel Zeit brauchen, um Attentats-Drohungen gegen Deutschland auszusprechen.
Das wäre z.B. ein "günstiger Zeitpunkt" für einen Innenminister, der auch am liebsten alle unsere privaten PC's durchleuchten würde, um mal wieder auf die Gefährlichkeit bestimmter Gruppen hinzuweisen und auf die dringend erforderlichen neuen Sicherungsmaßnahmen, in die wir, die Bevölkerung, uns einzufügen haben. Das letztlich von manchen neuen "dringend erforderlichen" Sicherungsmaßnahmen bzw. Techniken letztlich nur bis zu 31 Firmen in Europa profitieren sich dumm und dämlich verdienen werden, geht dabei völlig unter.Gruß, Hardy
