Der überwachte Passagier
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@ Hardy 01,
kann man ein Pferd von falscher Seite satteln?
@alle:
Jetzt mal im Ernst:
Normalerweise fängt man alles von klein nach groß an-
Ein Hochhaus beginnt auch nicht mit dem Dach-grins.
Mir hat es gerade eben gezeigt wie Menschen gestrickt sind-statt vielleicht mal etwas nettes darüber zu sagen ,daß meine Tochter haarscharf an einem terroristischen Anschlag vorbeigeschrammt ist, werden hochgestochene Reden geschwungen-die am "Dach " beginnen!Wie soll da was konstruktives bei rauskommen ,wenn kleine Lichter wie wir es in einem "Forum"nicht bringen,aber es von unserer Regierung verlangen---da sitzen auch nur Menschen.
Armadilli
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Klar, kann man, siehste doch.

Jetzt wäre es hilfreich gewesen, Du hättest die Dinge, die Du meinst und in Deinem weiteren Posting ansprichst, beim Namen nennen würdest.
Was genau vergleichst Du mit "Dach eines Hochhauses" ?
Was meinst Du genau, was wir kleinen Lichter in einem Forum nicht bringen ?
Zu Deiner Bemerkung, die in Dein persönliches Leben hineingeht:
Niemand hier wird Dir absprechen, dass Du sehr erleichtert warst, dass Deine Tochter durch keinen terroristischen Anschlag betroffen wurde.
Ich kann es auch akzeptieren, dass Dein persönliches Empfinden es so ausdrückt, dass Deine Tochter haarscharf an einem terroristischen Anschlag vorbeigeschrammt ist.
Als glücklicher Vater zweier Kinder vermag ich durchaus Gefühle nachzuempfinden, wenn Kindern nichts passiert ist, wenn eine dramatische Situation für die Kinder bestanden hat.Damals haben die Amerikaner jedwede Flugbewegung innerhalb und Richtung USA untersagt und alle Flugzeuge mussten auf Ausweichflughäfen ausserhalb der USA landen. Alle Flugzeuge, alle Passagiere, die ausserhalb auf Ausweichflughäfen landen und auch bis zu drei Tage auf einen Weiterflug warten mussten, waren in absoluter Sicherheit. Für die Passagiere wurde gesorgt und eine Stadt in Kanada hat sich sogar in herausragender Weise die gesamte Zeit um die etlichen Passagiere eines LH-Jumbos gekümmert. Aus Dankbarkeit hat die LH dieser Maschine sogar den Namen dieser Stadt verliehen. Es ist die einzige LH-Maschine, die keinen deutschen Städtenamen trägt.
Aber eine Gefahr für die Passagiere bestand zu keinem Zeitpunkt.LG Hardy
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Hallo
Ich sehe das schon so , das eventuell so ein Anschlag wie September 01 hätte verhindert werden können , wenn Sicherheitskräfte und Crew im Vorfeld bereits auf die Attentäter aufmerksam geworden wären.
Eine hinreichende Kontrolle am Boden, kann meiner Meinung nach NIE eine 100 % Sicherheit gewährleisten.
Der Aufwand wäre viel zu groß.
Es wäre sicherlich schön, wenn das jemals klappen würde, aber ich bezweifel es. Und das Restrisiko, welches "mitfliegen" könnte, würde möglicherweise durch solche zusätzlichen Überwahungsmassnahmen im Flugzeug gemindert.Ich wundere mich immer wieder über die Menschen , die schreien , wenn es um Kontrolle und Überwachung geht.
Und ja , ich gehöre zu denen die sagen : "Ich habe absolut nichts zu verbergen und wer mich "beobachtet" langweilt sich lediglich !"
Im übrigen : Wenn ich einkaufen gehe, in fast jedem öffentlichen Gebäude auf Bahnhöfen ,einfach fast überall, gibt es Überwachungskameras. Also ,warum nicht im Flugzeug ?
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@ kessy
wie du breits erkannt hast..der Aufwand wäre zu groß..dieser widerum treibt die Kosten in die Höhe..Diese müssten dann auf die Preise umgelegt werden. Und die meisten sind gierig auf günstige Tickets. Was auch nicht schlimm ist, aber eine Kuh die gut Milch gibt schlachtet man nicht. In diesem Fall sind wir die Kühe. Und wer das eine will muss das andere mögen.
Wie ich schon vorher schrieb, mir soll alles recht sein dass ich mich sicher fühle. Nur irgendwo müssen wir als Passagiere im Falle von neuen Sicherheitsmaßnahmen Abstriche machen, und das endet spätestens bei der Bezahlung der Tickets...sprich höhere Preise.
LG

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Vor allem möchte ich mal eine Statistik gezeigt bekommen, in der nachgiewesen wurde, dass Überwachungsgeräte tatsächlich im Vorfeld dazu beigetragen haben, einen Überfall oder was auch immer zu verhindern. Normalerweise kann man erst im Nachhinein auf Grund der Erkenntnisse die man dann hat, feststellen, wer es wohl gewesen sein könnte.
@kessy
Ich wundere mich über Menschen, denen das Wort Privatsphäre nichts zu bedeuten scheint.
Deshalb schlage ich vor, dass Du mit gutem Beispiel voran gehst. Häng Dir ein Schild um den Hals mit der Aufschrift: "Ich habe nichts zu verbergen! Na los! Durchsucht mich endlich!" Damit läufst Du dann mal in Frankfurt durch den Flufghafen. Falls Dir das zu krass ist, kannst Du ja auch eine Webcam auf Deinem stillen Örtchen platzieren und wir, die Community stimmen dann anhand Deines Gesichtsausdrucks darüber ab, wie böse Deine Gedanken waren, als Du Dein Geschäft verrichtet hast.Selbstverständlich gibt es an fast allen öffentlichen Plätzen Kameras. Aber es ist immer noch ein Unterschied, ob "einfach" beobachtet wird, ob diese Beobachtungen aufgezeichent werden oder ob eine Software die Beobachtungen gleich auswertet und aufzeichnet.
Im Dritten Reich gab es übrigens Bücher mit den typischen Gesichstmerkmalen von Rassen, welche man vernichten wollte. Dabei ging es um das Gebiet der Eugenik. Diese Software macht im Prinzip nichts anderes. Sie soll auf Grund von Merkmalen die "bösen" unter uns herausfiltern.
Ist es wirklich das was wir wollen? Ein weiterer Schritt zur totalen Überwachung?Für mich kann ich diese Frage mit einem klaren NEIN beantworten. Und dafür gehe ich gerne das Risiko ein, vielleicht mal mit den Falschen im Flugzeug zu sitzen. Dafür habe ich bis dahin ein für meine Begriffe sehr freies und glückliches Leben geführt.
Und wer so viel Angst davor hat, einem terroristsichen Anschlag zum Opfer zu fallen ist nicht gezwungen sein Haus zu verlassen.
Mitte April werde ich aus Israel zurückkehren, falls ich nicht bereist auf dem Hinflug vom Himmel gebombt werde. Und dann unterhalten wir uns nochmal darüber, was Terror ist und wie viel Überwachung nützt.
Und ja, ganz wohl ist mir bei der Sache nicht. Aber das Risiko wird sich trotz allem lohnen. -
und ich bleibe auch bei der Antwort, "wer nichts zu verbergen hat, der braucht sich auch vor einer Überwachung nicht zu scheuen" und unterstreiche Kessys Antwort. Meine Frage ist, was Leute bzgl. Ihrer Privatsphäre in der Öffentlichkeit zu verbergen haben, welche hier so dagegen sprechen. Ich meine jetzt keine Überwachung auf Toiletten oder der Gleichen. Mit Sicherheit werden Überwachungsgeräte nichts gegenteiliges oder nachteiliges aufweisen. Lieber mehr Sicherheit als zu wenig. Wo soll Sicherheit beginnen u. wo aufhören, um solchen Dingen wie der 11. September entgegen zu wirken? Und da gibt es Registrierungsmöglichkeiten, wo Kameras bei der Erkennung Alarm schlagen. Dies war schon öfter zu hören u. ist bekannt. Was ist als gegenteiliges dazu zu sagen?!
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@Delfo, wo habe ich bitte im Flugzeug, indem noch einige Hundert Menschen mitfliegen, eine Privatsphäre ?
Und ob durch Überwachung tatsächlich ein Anschlag verhindert werden kann ? .... möglicher weise ja. Und wenn auch nur die Sicherheitskräfte aufmerksam werden und vorbereitet sind.
Aber wenn auch nur ein Attentat, Flugzeugentführung oder sonstiges durch Überwachung verhindert werden kann, hat die Methode sich bereits ausgezahlt und bekommt ihre Berechtigung.Nun ja und die Software entscheidet bestimmt nicht, anhand von Gesichtern, ob jemand böse ist.

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Aber anhand von Gesichtszügen kann eine Beurteilung vorgenommen werden. Nervosität lässt sich sehr schnell erkennen. Wenn der Attentäter im Flugzeug sitzt ist im Vorfeld schon alles verkehrt gemacht worden u. die Dienste haben versagt. Dann kann man nur noch die Hintermänner zur Verantwortung ziehen, wenn möglich und gewollt.
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Wir fangen an uns mit den Argumenten im Kreis zu drehen. Ich bleibe bei meiner Meinung und bin davon überzeugt, dass diese Technik außer einer besseren Auftragslage für schmiergeldzahlende Firmen gar nichts bringt.
Wie angekündigt, werde ich mich in Tel-Aviv mal schlau machen, ob man hier eher auf "intelligente" Technik oder auf erfahrene Personenschützer setzt. Denn Israel hat sowohl die finanziellen Mittel als auch das nötige Know How, um solche Systeme einzusetzen.
Bis dahin verabschiede ich mich aus dieser Runde, ohne von meinem standpunkt abzuweichen.
Liebe Grüße
Delfo -
Kessy05 wrote:
... wo habe ich bitte im Flugzeug, indem noch einige Hundert Menschen mitfliegen, eine Privatsphäre ? ...Nun, dann stelle Dir mal vor, Du unterhälst Dich in normaler Laustärke von Leuten, die nebeneinandersitzen, mit Deinem Partner/in und der Passagier in der Reihe vor Dir dreht sich um, kniet sich auf seinen Sitz, stützt seine verschränkten Arme auf seine Rückenlehne, legt gemütlich seinen Kopf auf seine Arme und beginnt, Eurer Unterhaltung konzentriert zu lauschen.
Jetzt sag nicht, das es Dich nicht stören würde. Wahrscheinlich würdest Du Dich in Deiner Privatspäre zu Recht gestört fühlen und Dein Gespräch unterbrechen.@Carsten, Du machst es Dir zu einfach, wenn Du sagst - ich habe nichts verbrochen, also habe ich nichts zu befürchten. Das ist ein Gedanke, der immer wieder sehr gern von Politikern/Firmen angewendet wird, um genau Deine Reaktion, nämlich die Bestätigung, zu bekommen.
Betrachtet man die Sache etwas kritischer, dann muss man feststellen, dass der Staat eine Überwachung seiner Bürger vornimmt. Wenn ein Staat sich entschließt, eine Überwachung mit Mic und Cam vorzuznehmen, dann sagt er damit, dass er seinen Bürgern mißtraut. Das geht soweit, dass der Staat seine Bürger ohne begründeten Tatverdacht per Cam und Mic überwacht.
Und, wie ich schon vorher mal sagte, ich habe überhaupt nichts dagegen, dass Passagiere im Flughafen (besser) kontrolliert werden. Sitz der Täter schon im Flugzeug, ist das "Kind bereits in den Brunnen gefallen". Aber statt besserer Kontrollen an den Flughäfen entscheidet sich der Staat, seine Bürger ohne begründeteten Tatverdacht zu filmen und zu belauschen.
Gruß, Hardy
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Ich verstehe die Aufregung nicht! In den meisten Straßen-, U-Bahnen und auch S-Bahnen und vielen Zügen findet in den Wagons bereits eine Videoüberwachung statt! Ebenso wie an vielen Haltestellen und Bahnsteigen.
Auch jedes Shoppingcenter, Kaufhaus, Restaurant etc. bedient sich dieser Hilfsmittel! Wo liegt das Problem! Ich kann es verstehen, dass man in seinen eigenen "Hallen" ungestört sein möchte und keine Überwachung wünscht. Aber sobald wir uns im "öffentlichen" Bereich befinden oder aber uns verschiedenster Verkehrsmittel bedienen, müssen wir uns deren Bedingungen unterwerfen, oder aber auf die Nutzung verzichten!
Was ist hier anders, als im Flugzeug!
Aufgrund der Tatsache, dass wir in Londong gelebt haben, finde ich es völlig normal, dass an jeder Ecke eine Kamera hängt und fast jede Straße, Shoppingmall, Tube etc. überwacht wird!
Ich muss sagen, dass ich mich durch diese Art der Überwachung eher sicherer als eingeschränkt gefühlt habe! Und wie schon viel erwähnt, wer nichts zu verbergen hat, nimmt diese Art der "Überwachung" gar nicht wahr!
Wenn diese Neuerung dafür sorgt, dass die Sicherheit verstärkt wird, soll Sie ruhig kommen. Und wenn Sie nur als Abschreckung für potenzielle Täter dient, hat sie auch ihre Daseinsberechtigung!

Tanja -
@hardy
orchidee hat hier schon ein Statement geschrieben, was bisher überhaubt noch nicht angesprochen wurde. Stören diese anderen Dinge bzgl. Sicherheit in der Öffentlichkeit jemanden? Nein. Der von Dir genannte vor mir sitzende, der sich umdrehende u. zuhörende Mensch ist meiner Meinung nach ein Fall von "Äpfel mit Birnen verglichen". Hier geht es um eine staatliche Sicherheit im Interesse anderer bzw. zu deren Schutz. Und nicht nur weil der vor mir sitzende wissen will, wie meine letzte Liebesnacht ausgesehen hat. Das ganze hat auch meiner Ansicht nach nichts mit Mißtrauen zu tun. In wie fern meinst Du, daß der Staat seinen Bürgern mißtraut? Ich sehe das anders. Nach den Vorfällen wie der 11. September, Anschlag in Madrid, geplante Anschläge in Deutschland (Bahn u. s. w. ist eine Sicherheitsverstärkung zwingend notwendig. Gerade da wo viel Öffentlichkeit ist. Die Zeiten haben sich nun mal geändert, leider. Der geplante Anschlag im Bahnverkehr konnte auch dank Videokamera verhindert werden. Gar nicht auszudenken, wenn diese Überwachung nicht gewesen wäre.
LG -
Iegentlich wollte ich ja erst nach Israel wieder hier mitschreiben. Aber wir reden gerade aneinander vorbei.
Ich bin nicht grundsätzlich gegen Überwachung. Aber es ist ein Unterschied, ob eine geschulte udn erfahrene Person ein Überwachungsbild ansieht und eventuell ein Gefahrenpotenzial erkennt, oder ob eine Software diese Aufgabe mehr schlecht als recht übernimmt. Es geht um die Automatisierung der Überwachung, welche und davon bin ich fest überzeugt, keinen Vorteil bringt.
Und was die Bahn betrifft: Die schaffen es ja nicht mal, ihre Züge vor mutwilliger Zerstörung zu schützen.
Das Anschlagrisiko in Deutschland:
Natürlich hängt es sehr davon ab, wo man lebt. Aber selbst in Berlin ist es vermutlich nicht mal halb so hoch, wie uns Herr Schäuble und seine schwarzen (bereits mit leichtem Braunstich) Konsorten glauben machen wollen. Man sollte nie vergessen, dass solche Aussagen in aller Regel von Politikern kommen die damit ein persönliches Interesse verfolgen.Besonders Herr Schäuble ist, was Anschläge betrifft, ein gebranntes Kind. Er sitzt ja nicht im Rollstuhl weil es ihm so gefällt, sondern weil er einem Anschlag zum Opfer gefallen ist. Wie kann ich von so einer Person eine möglichst neutrale Einschätzung einer Gefahrenlage erwarten?
Und bei Luftüberwachung kann von Staatsrecht nur bedingt die Rede sein, weil es sich fast immer um internationales Recht handelt.
@ carsten:
Unser Rechtssystem basiert auf der Unschuldsvermutung. Wenn ich aber jeden automatisiert kontrolliere, muss ich als Kontrollierter durch mein Verhalten beweisen, dass ich nichts böses im Schilde führe. Die Beweislast wird also umgekehrt. Denn eigentlich muss mir der Staat ein Vergehen nachweisen. Das kann er natürlich erst in dem Moment in dem es passiert oder nach dem es passiert ist. Werden wir jedoch pauschal überwacht, kann man wohl nicht mehr von Unschuldsvermutung sprechen. Schließlich glaubt der Staat, dass jeder Bürger etwas im Schilde führt. -
carstenW. wrote:
Der geplante Anschlag im Bahnverkehr konnte auch dank Videokamera verhindert werden. Gar nicht auszudenken, wenn diese Überwachung nicht gewesen wäre.
LGMorgen carstenW.
Hier muß ich widersprechen. Durch die kameratechnische Überwachung ließ sich dieser Anschlag nicht verhindern. Gut er fand nicht statt aber nur mangels technischem Verständnis der Attentäter.
Kameras können keine Anschläge verhindern, auch keine Software oder "Frühwarnsysteme". Einzig der Mensch kann in den Krisensituationen eingreifen. Er muß entscheiden, wenn er auf den Bildern sieht u. was er sieht u. entsprechend handeln.
Nicht umsonst sind die Sicherheitsstandarts in einigen Ländern so hoch bei der Einreise. Technik ja u. gerne zur Unterstützung, aber das letzte Wort muß der Mensch haben. Nennen wir es Menschenkenntnis.Aber ein schönes Thema
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@Delfo
ach quatsch, jetzt lassen wir mal die Beweislastumkehr u. Unschuldsvermutung u. all den bürokratisch rechtlichen Kram außen vor. Hier geht es einfach nur um Sicherheit. Ich finde es hat noch nicht mal damit was zu tun, daß der Staat den Bürgern nicht traut, sondern einfach nur deswegen, da vieles in der Vergangenheit passiert ist. Und das ist schlimm genug. Aus einem 11. September werden viele gelernt haben. Tausende von Toden u. ich denke, daß gerade Leute, die damit betroffen waren, erst Recht von einer stärkeren Kontrolle sprechen als je zuvor. Verständlich für die jenigen, die mal in einer solchen Situation waren. Sicherlich gebe ich Dir Recht, wenn geschulte Personen in der Überwachung tätig sein sollen, aber heute geht leider nichts mehr ohne Camera bzw. pc-technisch. Daher meine Einstellung u. dabei bleibe ich auch: lieber zu viel, als zu wenig. Und wer nichts zu befürchten hat, spricht auch nicht dagegen.@erik e
nein die Kamera alleine war es nicht, da gebe ich Dir recht. Aber es werden Sicherheitsmethoden entwickelt, wo Überwachungscameras u. spezielle Software Bilder von Menschen weiter verarbeiten. Eingespeicherte Gesichter aus Strafdateien sollen abgespeichert sein, worauf dann solche Frühwahrnsysteme ansprechen. Dies ist Zukunft u. Entwicklung. Natürlich in Verbindung mit dem Menschen, der dann handelt u. eingreift. -
Bezogen auf unsere "freiheitlich-demokratische" Grundordnung hat sich
heute das Bundesverfassungsgericht wieder klar positioniert:Nachdem dem Gesetzgeber bereits mit der Computer-Überwachung
klare Grenzen aufgezeigt wurden, ist heute auch die in einigen
Bundesländern praktizierte - automatisierte - KFZ-Kennzeichen-
Überwachung - als nicht zulässig gekippt worden.Automatisierte KFZ-Kennzeichenerfassung rechtswidrig. Details? >hier klicken<
Es ist in letzter Zeit schon auffällig und bedenkenswert, mit welch heißer Nadel der Gesetzgeber Gesetze in Umlauf bringt, die anschließend vom Kontrollorgan, dem Bundesverfassungsgericht, als rechtswidrig zurückgewiesen werden.
Gruß privacy
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@privacy
Es ist richtig, dass die derzeitige Vorgehensweise vom Verfassungsgericht gekappt wurde, aber nur, weil die Bundesländer die Anlässe für diese Art der Kontrollen zu unbestimmt gefasst haben. Das heißt im Umkehrschluss, dass bei hinreichend bestimmten Anlässen eine Zulässigkeit durchaus gegeben sein kann. Hier sind wieder einmal Korrekturen erforderlich, wie bei so vielen Verfahren!!!!
Ich bleibe auch bei meiner Einstellung. Es ist richtig, viel zu kontrollieren, auch wenn es nur der Abschreckung dient. Auch jeder gefasste Täter, der durch Videokontrollen identifiziert wurde, schreckt u. a. eine Vielzahl von Nachahmern ab!
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@Orchidee
Ach so, weil an allen Punkten, die Du aufgezählt hast, bereits Cams hängen, ist das Grund genug, diese nun auch gleich auf den Flugzeug-Toiletten samt Mic zu installieren ??
Der nächste Schritt wäre vielleicht dann noch, die Cams und Mics auch in den öffentlichen sowie in den Kaufhaus-Toiletten zu installieren.
Du sagst, wer sich in den öffentlichen Bereich begibt, hat das zu akzeptieren. Sind Toiletten öffentlich ? Wohl kaum, auch nicht in London, so weit ich weiß.
Und wer dies nicht akzeptieren kann, soll auf die Nutzung verzichten ?
Vielleicht gehörst Du nicht zu den Frauen, aber ich kenne genügend Frauen, die "jede" Toilette aufsuchen (müssen) - aber die können dann ja zu Hause bleiben, oder ? Die gehen dann nicht mehr einkaufen oder fliegen mit einem Flugzeug.Nicht nur in London hängen an allen Ecken Cams, auch in anderen Städten. Sollen sie, ist völlig ok. Der Unterschied zum Flugzeug liegt darin, dass in allen Städten die Cam nicht ständig auf mich gerichtet ist und dass die öffentlichen Cams auch nicht gleich noch mein gesprochenes Wort aufzeichnen. Und das für die gesamte Dauer des Fluges.
Wenn Du sagst, dass Cams der Abschreckung potentieller Täter dienen, dann frage ich Dich, wie es zu dem Attentat in London kommen konnte, als der Bus in die Luft flog. Das hätte dann doch gar nicht passieren dürfen, nach Deiner Theorie, denn da gab es die Cams an allen Ecken schon.
Cams an öffentlichen Plätzen können bei der Aufklärung von bereits ereigneten Taten helfen, aber verhindern kann eine Cam nichts. Siehe Banküberfälle, die stattfinden, obwohl in den Banken gut sichtbar Cams hängen. Oder auch in einigen Tankstellen etc, die mit Cams bestückt sind und trotzdem überfallen werden.@Carsten
Das ist nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Es geht überhaupt nicht darum, WAS Du sagst, es geht darum, dass jedes Abhören Deines gesprochenen Wortes einen Eingriff in Deine Privatsphäre darstellt.
Also - und Dein "Wunsch" doch mal den "Quatsch mit der Beweislastumkehr u. Unschuldsvermutung u. all den bürokratisch rechtlichen Kram außen vorzulassen" - also wirklich, Carsten ! Was soll das ? Knipsen wir jetzt nach Belieben unsere Gesetze ein und aus ?
Also Carsten, bei allem Verständnis dafür, dass man versuchen kann, alle Dinge möglichst schlicht auszudrücken - das ist ja nun wohl wirklich etwas heavy !Gruß, Hardy