Erhebliche Verkürzung der Nachtruhe? Wie hoch könnte eine evtl. Entschädigung sein?
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Medelon wrote:
So eine Flugzeitverschiebung hatten wir in all den Jahren nicht einmal gehabt (vielleicht hatten wir bisher einfach nur Glück).Hallo,
hattet Ihr. Meine bisherigen Erfahrungen waren diese:
Hapag Lloyd - Zwischenstopp zusätzlich in Frankfurt
Aerolloyd - Vershiebung des Rückfluges um acht Stunden nach hinten
Sky Airlines - Verschiebung Hinflug um drei Stunden nach hinten
Sky Airlines - Verschiebung Rückflug um zwei Stunden nach vorne
Condor - nicht mehr bekannte Zeitenverschiebung auf Hin- und Rückflug
LTU - Verspätung Hinflug um vier Stunden wegen Defektes und später Verschiebung des Rückfluges (wir durften im Hotel bleiben und daher keine Verspätung) um ca. 8 - 10 Stunden aus unbekannten Gründen.An alles kann ich mich aber nicht mehr erinnern, da mir die Zeiten verhältnismäßig egal sind und ich daher meist nur kurzfristige Änderungen überhaupt realisiere.
Gruß
Berthold
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holzwurm wrote:
Der Preis für den Verlängerungstag ist hierfür nicht maßgebend, sondern vielmehr der Preis der Pauschalreise abzüglich Flug, abzüglich Transfer geteilt durch die Anzahl der gebuchten Tage.nein, die Gerichte gehen schon seit einiger Zeit dazu über, vom GESAMTREISEPREIS den Tagespreis zu errechnen. Denn ohne Flug und Transfers wäre der Urlaub ja erst gar nicht möglich.
Aber natürlich gibt es auch noch einzelne Entscheidungen, bei denen Flug und Transfer usw. herausgerechnet werden.
Wie immer: man muss jeden Fall einzeln betrachten
informiert
Peter -
"Ungebührliche Verkürzung der Nachtruhe"
ja, solche Urteile hat es gegeben. Allerdings liegt das letzte mir bekannte mit so einer Begründung schon einige Jahre zurück, da sich einiges in Bezug auf Flugzeiten und sich daraus ergebende mögliche Mängel geändert hat.
Man wird auch hier wieder jeden Fall einzeln betrachten müssen: welcher Monat und welches Reiseziel, mit oder ohne Kinder, Alter der Kinder u. ä.
Mir sind zwei Fälle noch im Kopf, bei denen a) ein Rücktritt möglich war und b) eine Entschädigung gewährt wurde: a) war eine späte Ankunft in Marokko mit Rundreisebeginn in der Früh um 8 Uhr --> war unzumutbar; b) war eine Familie, die nur sieben Tage gebucht hatte und um 1 Uhr in der Früh aufstehen musste (dieses Urteil ist aber schon einige Jahre alt).
Über das Thema "was ist eine Hotelnacht" referierte ich ja schon mehrmals, daher heute nicht mehr.
Meint
Peter -
Es ist einfach nur ärgerlich, dass man quasi „die Katze im ****“ kauft mit den Flugzeiten. Man kann in den letzter Zeit immer mehr den Eindruck gewinnen, dass die Veranstalter/Airlines einen „hin und her schieben“ wie’s denen gefällt. Was nutzt es einem da, wenn man vielleicht kostenlos die Reise stornieren kann, wenn das ausgesuchte Hotel bereits ausgebucht ist. Zudem haben wir schon mitbekommen, dass Spät-/Nachtanreisende schlechtere Zimmer bekommen haben bzw. direkt in ein anderes Hotel verfrachtet wurden. Man geht wohl davon aus, dass diese Reisenden einfach zu müde/fertig sind, um sich zu beschweren. Uns wurde schon einmal bei einem Check-in in einem 5 Sterne Hotel (Aufenthalt eine Woche) gesagt: „Das ist Ihr Zimmer, es wird Ihnen nicht gefallen, Sie können morgen umziehen.“
Um das noch einmal klar zu stellen: wir hätten diese Pauschalreise so nicht gebucht, wenn uns die Flugzeit ab DUS (auch wenn sie sich ändern kann) so bekannt gewesen wäre. (Wir wären sicherlich nicht Einzigen gewesen, die das so gesehen hätten – vielleicht darum die ganz akzeptable Zeitangabe bei Buchung). -
Hallo Medelon,
aber gerade das verstehe ich ja nicht. Wenn Dir Flugzeiten wichtig sind, dann buche doch Linienflüge. Das ist zwar oft, aber nicht immer teurer. Hat halt was mit Organisation zu tun, die eventuell etwas geleistet werden muß.
Wenn Dir der Preis und die Rundumversorgung wichtiger ist, dann buche Pauschal. Ich sehe hier eigentlich kein Problem.
Einzig wenn Du Pauschalreisen mit garantierten Flugzeiten willst, dann hast Du ein Probelm. Auch mit mir. Wenn das nämlich irgendwie eingeführt wird, und sei es durch erfolgreiche Klagen von Urlaubern, dann gibt es nur zwei Möglichkeiten, was daraus wird.
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Die Veranstalter nehmen Ihre Flugzeiten wieder ganz aus dem Angebot und Du erhältst noch nicht einmal eine wahrscheinliche Variante.
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Die Flüge werden deutlich teurer und alle werden quasi gezwungen, mehr zu bezahlen. Oder warum glaubst Du ist die Pauschalreise denn meist billiger als die individuelle Reise?
Beide Möglichkeiten bieten nur und ausschließlich einen Rückschritt zur jetzigen Regelung. Wenn dem nämlich nicht so wäre, dann gäbe es doch schon längst Fluggesellschaften, die dies praktizieren würden. Die Veranstalter sagen sicher nicht nein dazu.
Gruß
Berthold
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Und um das noch mal von anderer Seite zu beleuchten.
Die Veranstalter kaufen Kapazitäten bei den Airlines ein und bekommen im Gegenzug die wahrscheinlichen Flugzeiten genannt.
Ob die Flugzeiten dann so bleiben oder nicht ist Sache der Airline und nicht des Veranstalters.
Fazit:
Der Veranstalter sitzt genauso auf heißen Kohlen wie der Reisende auch. Jedoch mit dem Unterschied er erfährt die endgültigen Flugzeiten ca. 4 Wochen vor Abreise für den Ticketdruck und der Reisende ca. 7 bis 10 Tage vorher mit den Tickets.LG
holzwurm -
Und nicht mal dann kann man davon ausgehen, dass die Flugzeiten so beibehalten werden, wie ich jüngst wieder erfahren musste. :? Da ist man dann gut beraten, sich auch für den Hinflug die Flugzeiten nochmals kurzfristig bestätigen zu lassen.
Gruß
Katrin -
Bitte, es geht nicht um „garantierte“ Zeiten.
Wir haben einfach nur den Eindruck gewonnen, dass oftmals „angenehmere“ Zeiten bei Buchung genannt werden, als dann tatsächlich herumkommen.
Zu unserem Flug: es ist offensichtlich kein Vollcharter, da man direkt bei PGT hätte direkt buchen können. Schon seit längerem ist die spätere Abflugzeit dort auf der Homepage hinterlegt.
Wieso „sitzt“ der Veranstalter „auf heißen Kohlen“? Ihm kann es doch letztendlich eigentlich egal sein, wann die Maschine geht (Flugzeiten sind ja unverbindlich).
Zur Individualbuchung: es soll tatsächlich Hotels geben, die man nicht so buchen kann oder der Preis rechnet sich wirklich nicht (Beispiel – haben wir direkt von einer Hotelleitung: Zimmer im Hotel direkt gebucht: über 200,00 EUR p.P./N, pauschal: rund 650,00 EUR p.P./W. Wir denken, dieser Preisunterschied spricht für sich und wiegt einen Linienflug nicht auf). -
Medelon wrote:
Wieso „sitzt“ der Veranstalter „auf heißen Kohlen“? Ihm kann es doch letztendlich eigentlich egal sein, wann die Maschine geht (Flugzeiten sind ja unverbindlich).Denk doch einfach mal an die Transport-Logistik beim Transfer im Zielgebiet um nur ein Besipiel zu nennen. Was meinst Du was ein Veranstalter für Dispositionsprobleme bekommt, wenn ´ne Woche vorher die Flugzeit geändert wird?
Viele Grüße.
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Medelon wrote:
Bitte, es geht nicht um „garantierte“ Zeiten.
Wir haben einfach nur den Eindruck gewonnen, dass oftmals „angenehmere“ Zeiten bei Buchung genannt werden, als dann tatsächlich herumkommen.
Zu unserem Flug: es ist offensichtlich kein Vollcharter, da man direkt bei PGT hätte direkt buchen können. Schon seit längerem ist die spätere Abflugzeit dort auf der Homepage hinterlegt.
Wieso „sitzt“ der Veranstalter „auf heißen Kohlen“? Ihm kann es doch letztendlich eigentlich egal sein, wann die Maschine geht (Flugzeiten sind ja unverbindlich).Dafür sind die Airlines verantwortlich und nicht die Veranstalter.
Und der Veranstalter sitzt genauso auf heißen Kohlen. Schließlich kann von der Flugzeit der Preis abhängig sein, welchen er für das Ticket hinblättern darf.
Nicht umsonst wird die Türkei von vielen Airlines - insbesondere den nationalen, dazu gehört auch Pegasus - entweder in den frühen Morgenstunden oder späten Abendstunden angeflogen. Dann sind die Flughafengebühren für den Start, die Landung, Standzeit und die sonstigen Kosten die pro Pax fällig sind am niedrigsten.
Ergo zahlt auch der Reiseveranstalter weniger für das Ticket an die Airline.
denkt sich
holzwurm -
Hallo Holzwurm,
ich denke hier liegst Du mit Deinen Vermutungen falsch. Richtig ist, daß es schon ums Geld geht, jedoch sind andere Punkte wesentlich gravierender.
Erster Punkt ist, wo die Maschine dreht. Bei türkischen Gesellschaften ist das halt in der Regel die Türkei, bei deutschen Gesellschaften meist Deutschland. Ausnahmen, besonders bei kleineren Abflughäfen bestätigen hier die Regel.
Eine Maschine, die um 4.00 Uhr in Antalya startet ist. um ca. 6.30 Uhr in Deutschland; starte wieder gegen 7.30 Uhr und kommt gegen 12.00 Uhr wieder dort an. Neuer Start in Antalya gegen 14.00 Uhr; Ankunft in Deutschland gegen 17.00 Uhr; Abflug gegen 18.30 Uhr ; Ankunft in Antalya gegen 21.00 Uhr; Start in Antalya gegen 22.30 Uhr; Ankunft in Deutschland gegen 0.00 Uhr; Start in Deutschland gegen 1.00 Uhr und Ankunft in Antalya gegen 4.00 Uhr
Macht exakt drei volle Umläufe!
Wenn ich jetzt die Flugzeiten optimiere, den einen oder anderen Dreh beschleunige, unter anderem daß ich nicht jedes mal Tanke und einen passenden Flughafen finde, für den kein Nachtflugverbot gilt, dann ist das Flugzeug optimal ausgelastet. Daher die schlechteren Zeiten. Landeentgelte sopielen da nur eine untergeordnete Rolle. Das Flugzeug verdient dann Geld, wenn es in der Luft ist! Nur darauf kommt es an.
Gruß
Berthold
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@ Berthold,
das ist mir schon klar.
Ich wollte es nur vereinfacht und auf den Veranstalter bezogen darstellen.
Für den Veranstalter spielt der Ticketpreis die größte Rolle und nicht wie oft die Maschine in der Luft ist.
Beispiel:
mit Condor kostet das Ticket tagsüber 300 Euro pro Pax und mit Pegasus beim Nachtflug nur 200 Euro.
Was macht der Veranstalter?
Er versucht die Kapazitäten auf den Nachtflug zu legen, denn die gesparten 100 Euro gehen in den Geldbeutel des Veranstalters, weil der Kunde nix zurück bekommt.
Auf die Airline bezogen hast Du völlig recht voraussgesetzt der Reiseveranstalter bleibt bei der gleichen Airline wie im diskutierten Fall vom TE.
LG
holzwurm -
Sorry, aber auch hier wieder ein kleines Veto.
Die Beschäftigung der Maschine hilft generell den Preis niedrig zu halten. Der Veranstalter bezahlt nicht unbedingt nach geflogener Tageszeit, sondern vielmehr nach Angebot der Airline.
Schafft diese es die Strecken möglichst passend zu legen, so senken sich die Preise aller Flüge. Umgekehrt gibt es auch Angebote an die Veranstalter, daß diese beispielsweise für einen Nachtflug deutlich weniger zahlen müssen als für einen Tagflug. Als Beispiel seien hier die Air Berlin Nachtflüge nach Ägypten genannt.
Der Veranstalter hat diese Flüge oft preiswerter im Programm. Nicht nur weil er diese billiger einkauft, sodern vor allem weil er diese verkaufen muß, damit alle Flüge billiger werden. Lohnt sich der Nachtflug verdient er auch mehr am Tagflug, weil die ganze Rotation für Ihn günstiger wird.
Gruß
Berthold
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wenn man aber der preiskalkulation die 300€ zugrunde legt, im stillen kämmerlein eine billigere variante ausbaldowert, dann das geld als gewinn verbucht, weil der kunde nix zurückbekommt! ist das, gelinde gesagt, wohl nicht ganz ehrlich, natürlich gäbe es für solches geschäftsgebahren auc härtere ausdrücke!
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Jedoch ist die Kalkulation der Flugpreise eine Sache die die Airline in erster Linie betrifft und nicht den Veranstalter.
Der Veranstalter kann ja nur das einkaufen, was ihm angeboten wird.
Und selbst wenn Condor und Pegasus die gleichen Flugzeiten hätten würde sich der Veranstalter bei einem Preisunterschied von 100 Euro pro Pax zugunsten von Pegasus, dann auch für Pegasus entscheiden. Schließlich ist es unterm Strich dann sein Gewinn.
Um dies gings mir eigentlich sinngemäß.
Vielleicht kommt jetzt mein Gedankengang besser rüber, weil er vorher nicht so sauber ausformuliert war.
LG
holzwurm -
Ich verstehe, dass Maschinen nur in Luft Geld verdienen - gut. Ich verstehe, dass die Umläufe "optimal" geplant werden; Pech wenn irgendetwas dazwischen kommt, dann ist die ganze Planung dahin. Allerdings weiß ich auch nicht, mit welchem "Vorlauf" Slots an die einzelnen Fluggesellschaften "vergeben" werden. Denn auch die Umläufe müssen ja geplant werden.
Aber nun zu unserem Flug: wenn mir mein Veranstalter einen "Nachtflug" anbietet - gut; entweder nehme ich ihn oder lasse es, dann habe ich schon bei Buchung die Wahl - auch auf die "Gefahr" einer Verschiebung hin - (und ich würde ihn nicht nehmen). Die uns bei Buchung genannten Zeiten weichen einfach erheblich (ca. 9 Stunden nach hinten)von den nun bekannten Zeiten ab. Und bisher war die Maschine kein einziges Mal pünktlich!
Verspätungen und Verschiebungen können sicherlich immer vorkommen, aber wie bereits mehrfach ausgeführt, scheint es immer häufiger zu Veränderungen zu kommen. -
Immer noch ärgerlich - aber so gebucht und akzeptiert:
Selbst bis September kann es nochmals
- eine andere Airline und zu
- komplett neuen Flugzeiten kommen.
Sorry, aber so ist es leider, wenn man eine Pauschalreise bucht.
Kann leider nichts Positiveres dazu beitragen.
Gruß privacy -
Hallo privacy!
Also, der Flug ist ausgebucht (weder über Veranstalter noch über Airline direkt buchbar) und es ist sehr, sehr unwahrscheinlich, dass 1,2 fly noch eine zweite Maschine einsetzt (meint auch unser Reisebüro).
Und irgendwie kann ich es mir nicht vorstellen, dass PGT tatsächlich im September andere Flugzeiten hat. -
Jetzt überlege Dir mal wann die Pauschalreisen geplant, der Katalog gedruckt und an das Reisebüro ausgeliefert wird.
Planung: mindestens 1 Jahr vorher auch bei den Airlines
Druck: mindestens 6 Monate vor Saisonbeginn
Auslieferung: in der Regel im Juni/Juli für die Wintersaison und im Oktober/November für die SommersaisonDie Sommersaison beginnt im April
Die Wintersaison beginnt im NovemberAlso liegen die Katalogen schon mal mindestens 4 Monate vor Saisonbeginn im Reisebüro vor.
Jetzt buchst Du Deinen Urlaub im Januar für z. B. September.
Also liegen zwischen Planung und Abreise mindestens 1 Jahr und 6 Monate.
Daß in einer solch langen Zeit sich noch einiges verändern kann sollte jedem klar sein.
Ich persönlich versuche immer meinen Urlaub zu buchen, wenn die Flugzeiten recht stabil sind.
Das heißt ich buche meinen September-Urlaub in der Regel zwischen Ende Febuar und Anfang April. Somit sind Verschiebungen zwar nicht ausgeschlossen aber die Gefahr ist in der Regel geringe, daß eine Verschiebung auf mich zu kommt.
LG
holzwurm -
Also ich hatte auch schon Kunden, die keinen Nachtflug wollten. Haben Ihn dann aber doch bekommen. (Buchung war ohne Flugzeiten)
Großes Gezeter, das verkraftet mein Kind nicht etc. War aber nichts zu machen, denn Stornokosten wollten die Herrschaften auch nicht zahlen. Folglich flogen Sie mit der Air Berlin nach Hughada. Der Aufeenthalt vor Ort war nicht eingeschränkt, da Sie Samstag spät abflogen und Sonntag früh wieder zurück. Hotelzimmer konnte bis zur Abholung behalten werden. (ETI - Red Sea Hotel)
Das Ende vom Lied: Gerade mit Kind war dieser Flug so stressfrei wie nie zuvor und die Kunden nutzen jetzt diese Version immer wieder.......
@all
Beim von mir oben aufgeführten Beispiel gibt es nur eine Version bei der kein Teil der Nachtruhe eingeschränkt wäre. Also liegt die Wahrscheinlichkeit so etwas nicht zu bekommen bei exakt 33%; Nutztung einer türkischen Airline vorausgesetzt. Je nach Transferzeit sogar gar keine Möglichkeit. Das erklärt auch so die eine oder andere Nachfrage hier im Forum.Gruß
Berthold