Tipps gegen Flugangst bzw. Übelkeit? (Achtung viel Text!)
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Steffi, ich guck an Flügeln auch immer genau vorbei bzw. nicht scharf hin.
Sche*** Phantasie :?Ruhiger werd ich, sobald ich mein Essen vor mir hab : ich esse, also leb ich (noch)

Nee, ich hab teilweise auch irre Angst. Letztes Jahr wurde ich beim Vorher-Bier von meiner Schwester gefragt, warum ich denn plötzlich so weiss-grünlich werde. Und im Flieger reitet sie lautstark mit " Meine Schwester hat Ahaaangst !
ällerlesch " drauf rum. Im Fun-Forum würd ich jetzt entsprechende Smilies für mei Sister finden grrEine Zeitlang hab ich Kava-Kava-Tabletten genommen, die beruhigen, ohne einen handlungsunfähig zu machen. Leider wurden die verboten, da angeblich Leberschädigende Wirkung (dann müßte vieles verboten werden
)Jetzt mach ich beim Start einfach die Augen zu und "meditiere" ein Mantra. Darf mich aber keiner anfassen währenddessen

Ich mein, sobald ich meinen Fuss ins Innere des Flugzeugs gesetzt habe, ist der Kaas eh bissn. Alles was danach kommt, liegt nicht mehr in meiner Hand. Wie so vieles auch auf dem Erdboden nicht..... -
SteffiSp wrote:
... Auf der anderen Seite frag ich mich ob mir da nicht noch mehr komisch wird weil da sieht man ja mehr dass man sich bewegt wenn zb der Flügel wackelt oder??
GrüßeSteffi und Kidir,
Ihr könnt Euch die Bewegungen der Tragfläche in aller Ruhe ansehen. Das die Tragflächen sich bewegen können, ist beabsichtigt. Starre Tragflächen würden den Belastungen nicht standhalten und brechen.
Simple ausgedrückt - vergleicht es mit einem Stück Hartholz und einem Weidenstock. Das Hartholz bricht beim Verbiegen sehr schnell, der Stock aus Weidenholz nicht.Die Tragfläche sind so hergestellt, dass sie heftigsten Belastungen durch Auf- und Abschwingen mit mehreren Metern Distanz zwischen beiden Bewegungen standhalten, ohne zu brechen und ohne, dass die Tanks dadurch beschädigt werden. Im Flugbetrieb werden solche heftigen Bewegungen mit mehreren Metern zwischen dem oberen und dem unteren Punkt nicht erreicht.
Meines Wissens gibt es keinen Flugunfall, der auf eine durchgebrochene Tragfläche zurückzuführen ist.
LG Hardy
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ich meinte das eher wegen der Übelkeit nicht wegen der Angst abzustürzen weil sich der Flügel bewegt. Viele sagen ja an den Tragflächen merkt man Turbulenzen am wenigsten und meine Frage war ob einem da beim raussehen nicht noch komischer wird weil man da ja mehr sieht dass sich was bewegt wie wenn man wo anders sitzt und die Flügel nicht so sieht. Ich meine ist das ein guter Platz wenn einem leicht schlecht wird. Sonst war ich immer weiter hinten so Reihe 23 bis ganz hinten und das wär eben Reihe 14 genau beim Flügel aber nur da gibt es den XL Seat mit Fenster
ohne Fenster würde denk ich bei mir noch schlimmer sein mit Übelkeit.Grüße
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Hallo, ich habe auf meinen Flügen die ich bisher so hinter mir habe oft Qualen ausgestanden und habe mir gedacht, dass kann es ja nicht sein. Hab dann hier im Forum etwas über ein Buch von Allen Carr - "Endlich ohne Flugangst" gelesen und mir das Buch bestellt.
Ich habe mir dieses Buch vor dem Flug 2x durchgelesen und muss sagen dass sich meine Angst doch sehr verringert hat, ganz weg ist sie nicht, aber es fällt mir schon viel leichter das Flugzeug zu betreten, ohne mit dem Leben abzuschliessen.Vorher schaute ich immer darauf, ja nicht morgens von irgendwo loszufliegen, lieber am Nachmittag, da ich dann am Flughafen eine doch etwas grössere Menge Bier zu mir nahm und dadurch ein komplettes Egalgefühl verspürte und mir jeder Rüttler im Flugzeug total egal war, ebenso Start oder Landung.
Letzte Woche war es dann soweit, Teneriffa das Ziel, der Abflug 7 Uhr morgens, ich war viel ruhiger als sonst, brauchte keinen Alkohol, habe den Flug eigentlich ganz gut erlebt. Beim Rückflug war es dann nicht mehr ganz so, aber es hielt sich in Grenzen. Man konnte sich gut ablenken und wenn mal was beunruhigendes war, dachte ich immer an das Buch: "Probieren Sie ja nicht, das Flugzeug selber zu fliegen!!" Ein guter Satz der mir doch viel geholfen hat.
Vielleicht kann dieses Buch ja dem einen oder anderem auch etwas helfen.
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Meine Mutter nimmt zu beruhigung immer Balrian Dragees, eigentlich hat sie ja gar keine Flugangst nur sie ist vorher immer etwas nervös, aber ihr hilft Baldrian immer. Als wir letztes Jahr in der Türkei waren, war ich kurz vor dem Start auch total nervös, naja meine Mutter hat dann versuch mich zuberuhigen und ich habe ihr Hand festgehalten, kurz nach dem wir unsere Reiseflughöhe erreicht haben und ein Film angemacht wurde, hat der Flug mir spaß gemacht
. Ich saß den ganzen Flug über am Gang und hab dann kurz vor dem Landeanflug mit meinem Vater getauscht und mich ans Fenster gesetzt weil ich den Anblick so schön fand von Antalya bei Nacht 
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Ach, das freut mich, das es nicht nur mir so geht,..
Ich habe zwar keine Panik, das man abstürzt oder so, aber egal ob ich davor viel esse, wenig esse, was trinke oder nicht,.. mir ist meistens beim Hinflug S.. schlecht.
Heuer war es extrem schlimm. Sind von München nach Bangkok geflogen,.. eh schon den ganzen Tag am weg, eigentlich Hundemüde, aber sobald ich im Flieger bin, kann ich schon meine Paspertin Tropfen herrichten, und schauen, das das WC frei ist,..
Die hälfte vom Flug verbringe ich dann zwischen WC und Sitz,... also nicht wirklich der Bringer,..
Und wenn dann auch noch das Tablette vor dir steht mit dem Essen
Wild,..Ich bin vor der Reise immer total relaxt, weil ich ja schon alles fix fertig hergrichtet habe, und eigentlich keinen Streß mehr hätte,..
Komisch ist nur, beim Rückflug ist dann gar nix mehr,... als wenn ich mit der Bahn fahren würde,...

Zu Silvester geht es "Gott sei DAnk" nur nach London, da ist es dann in 1,5 Stunden geschafft,..
Diesemal werde ich mal einen neuen Kaugummi ausprobieren,... schauen ob das was nützt,..
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Hallo.
auch ich gehöre zu denen, die sich im Flieger niccht mehr wirklich wohl fühlen, kaltschweissige Hände etz.. Dummerweise mußich aber relativ oft fliegen.
Für mich fängt das Stressbewältigungsprogramm bereits mit der Auswahl der Airline an. Ich vermeide Airlines, die einen "schlechten" Ruf haben. Oder extrem klein sind, da diese rein statistisch die meisten Zwischenfälle haben. Auch wenn Flugzeuge permanent gewartet werden und Teile ausgetauscht werden, gibt es laut Statistik mehr Zwischenfälle mit alten Maschinen als mit neuen. So habe ich dann beim Einsteigen bereits die relative Gewissheit sicher unterwegs zu sein.
Auch die Sitzplatzwahl trägt entscheidend zum Wohlbefinden bei. je weiter vorne desto ruhiger und leiser ist der Flug. Also wenn möglich bereits vor dem Einchecken Sitzplätze reservieren.
Ein weiteres Thema ist Ablenkung. Obwohl ich sonst gerne und viel lese, kann ich mich im Flieger oft nicht auf Geschriebenes konzentrieren. Deshalb habe ich mir angwöhnt im Flieger Spiele mitzunehmen und die mit meiner Partnerin zu spielen, so vergeht die Zeit deutlich schneller, die Ablenkung funktioniert.
Wer es sich irgendwie leisten kann, sollte mal versuchen Buissnes zu fliegen. Allein das man nicht so beengt sitzt, man permanent mit irgendwelchen Kleinigkeiten verwöhnt wird (Sekt vor dem Start, ein richtiges Essen das länger dauert, diverse Drinks in beliebiger Menge und ein vernünftiges Unterhaltungsprogramm lassen die Zeit viel schneller vergehen. Wenn ich Buissnes fliege ist mein Stressfaktor nur 10% vom normalen Flugstress.
Medis habe ich bisher keine eingeworfen, wenn würde ich aber zu diazepam 2,5 mg Raten.
My2cents
A.
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Zu Diazepam, gleich welche Stärke, sollte alleine ein Arzt raten.
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Hallo.
Ich bin bis jetzt 4 mal geflogen. Ich mache mich schon Wochen davor verrückt. Am Abend davor kann ich kaum schlafen. Am Abreisetag hab ich auch schon am Flughafen schweißnasse Hände und zittere. Ich esse bis der Flug vorbei ist nichts.
Bis jetzt steht noch kein Flug an aber das kann kommen. Deswegen hab ich mich im Internet schlau gemacht, wie man die Flugangst Loswerden oder lindern kann.Mein Tipp:
Geht am Vorabend ins Kino, schick essen oder macht einen DVD abend. Packt schon mindestens 4 Tage davor sodas kein Stress entsteht und ihr euch Ablenkt. Ab Abreisetag am besten so lange schlafen wie möglich. Nochmal heiß Duschen gehen und dann ein Schönes Frühstück. Zieht weite und bequeme Kleider an die nicht an Magen, Kehle oder Bauch drücken. Lasst euch mit dem Taxi zum Flughafen fahren.
Ich empfehle den Frankfurter Flughafen. Ich selber bin immer von dort geflogen.
Dort gibt es viel Restaurants, Café´s , boutiquen, Swimmingpools, ein Wellnesparadies und viel mehr. Sogar eine Spelhalle mit über 100 einarmigen Banditen. Ich habe vor ein paar tagen einen Ausflug zum Frankfurter Flughafen gemacht, und gesehen das es dort auch eine Rundfahrt gibt. Macht die am besten auch um euch mit dem ganzen Flughafen ein bischen vertraut zu machen.
Lenkt euch damit ab.Im Flugzeug müsst ihr auf eine bestimmte Atemtechnik Atmen: Mit der Nase ein und mit dem Mund aus. Legt die Hände unter euren Bauchnabel.
Hört MP3, lest etwas, Schlaft, esst, schaut aus dem Fenster, redet mit jemanden oder bittet eine Stewardess um einen Besuch im kokpit.Ich empfehle die Fensterplätze, denn da kann man mehr sehen wenn der Pilot die Klappen an den Flügeln bewegt.
Die Aussicht kann man natürlich auch bewundern
Ihr könnt euch auch Ablenken indem ihr an den Bevorstehenden Urlaub denkt. Wenn ihr geschäftlich fliegt dann nehmt euch vieleicht nach dem Flug etwas schönes vor. Dann könnt ihr euch darauf freuen und denkt nicht zu sehr an den Flug.
Hier gibt es auch noch was Interessantes was ich aber selber nicht glaube das es Funktionieren wird. Seht selbst:
http://flyingfree.eu/flugangst/flugangst-franke.htmlDie ganzen Tipps werde ich bei meinem nächsten Flug auch mal versuchen. Ich hoffe die nützen euch was und mir auch

Flugangstpatient

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bernhard707 wrote:
Zu Diazepam, gleich welche Stärke, sollte alleine ein Arzt raten.Deshalb mein Tipp!
A.(rzt & trotzdem Betroffen)
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Interessant, eure Berichte zu lesen; Flugangst ist übrigens sehr verbreitet, auch unter Vielfliegern.
Panikattacken mit Heulen und Schreien sollte man auch mit Rücksicht auf die anderen Paxe tunlichst bei einem Flugangstseminar theapieren oder eben auf das Verkehrsmittel verzichten.
Für alle "leichteren Fälle" hat meiner Meinung besonders Hardy sehr taugliche Tipps gegeben - besonders Männer reagieren sehr gut auf technische Informationen zu Bewegungen und Geräuschen und aus Skepsis wird Neugierde.Welcher Platz im Flugzeug (ich rate allerdings zu den vorderen oder Overwingplätzen. Erstere schaffen das Gefühl einer gewissen Übersicht, letztere sind physikalisch die "ruhigsten") einem taugt, muss man ausprobieren.
Menschen, deren Flugangst mit einer Höhenangst gepaart ist, sollten nicht am Fenster sitzen. Paxe, die sich mit Ablenkung beruhigen, sind am Fenster wiederum gut aufgehoben.Es ist sicher nicht sinnvoll, bewusst wenig zu essen und die beste Vorbereitung ist gar keine - will meinen: Der 19.1. ist nicht "Flugtag", sondern einfach nur Montag. Also esse ich ganz normal, wie es alle anderen ca. 85.000 deutschen Flugreisenden das auch tun, füttere die Katze und führe den Hund aus.
Je normaler man den Allerweltsvorgang Flugreise angeht, desto weniger bietet sich Nährboden für Panik.
Den Skeptikern im Bezug auf die "Airsickbags" (Kotztüten) sei gesagt: Sie halten einiges aus! Meine Tochter hat sie so manchem unfreiwilligen Härtetest unterzogen. Sowieso würde ich sagen: Wenn´s hart auf hart kommt, ist Galle sperbern auch kein Spaß! :?Sofern es machbar ist, empfiehlt sich eine bewusst ruhige Vorbereitung des Gepäcks, der Unterlagen und ggf. eine genau Kontrolle des Handtasche, überhaupt die Konzentration auf die sachlichen Notwendigkeiten um die Reise.
Ggf. also lieber schon ein paar Tage vor Abreise in Etappen packen und ganz gezielt Ruhe und Besinnung dabei walten lassen.Manchen hilft auch "Zieldenken": Anstatt die Anreise mit Flug und Strapazen zu fokussieren, denke man einfach nur an glitzerndes Wasser, weißen Strand und raschelnde Palmblätter (Diesen Tipp mögen Nordkap, Atlanta, NY etc.-Touristen bitte mit den entsprechenen Reizen besetzen ... ;)).
Leichter Panik kann man mit großer Vorfreude ein Schnippchen schlagen. Leider nicht anwendbar für Flüge zur Bewerbung/Kündigung/Scheidung oder totlangweiligen Meetings t.b.c.
In irgendeiner Wartegruppe findet man immer ein paar fröhliche und ausgelassene Leute. Man kann sie beobachten und versuchen, diese Fröhlichkeit auf sich wirken zu lassen - "Schau, die steigen jetzt auch in den Flieger und freuen sich aushäusig!" - geht also doch!?
Die Investition in Bachblüten, Rescue-Tropfen und ähnlichen Kram kann ich nicht empfehlen, besser spende man den Betrag an eine gemeinnützige Einrichtung und kaue einen schnöden Wrigley´s.
Diazepam mag sympthomatisch wirken, therapeutisch jedoch nicht, da die Angst bestenfalls unterdrückt wird. Richtig, dies sollte man mit seinem Arzt besprechen.Abschließend muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich seit meinem 5ten Lebensjahr bewusst fliege und noch nie den Hauch einer Flugangst verpürte.
Meine Ratschläge rekurtieren sich also aus der langjährigen Erfahrung mit Betroffenen und sind nicht selbsterprobt.
Einzige kleine Ausnahme: Auch wenn ich es schon unzählige Male getan habe, verschafft mir das Fliegen mit meinen Kindern doch auch eine gewisse Unruhe und erhöht meine Aufmerksamkeit auf umgebende beeinflussbare Faktoren wie z.B. die Wahl der Airline oder des Sitzplatzes.Abschließend noch eine kleine Anekdote:
Ich saß im A319, Abreise von Wien Schwechat, als sich ein riesiger marzialisch gekleideter Motorrad-Fan (in echtem Rockerornat) neben mir plazierte.
Ungelenk nestelte er mit dem Gurt, fummelte an der Broschürentasche und zappelte rastlos herum. Meinem fragenden Blick begegnete er mit dem Geständnis: "Ich hab fruchterliche Angst vorm Fliegen!"
Ich tippte mutig auf das Adlertatoo auf seinem Unterarm und meinte: "Nimm dir ein Beispiel an deinem Kumpel!"Sodann begann ich zu erzählen, was vorgeht und wo Rucken oder Geräusche herrühren. Wir bogen auf die Startbahn ein, der Pilot fuhr den Schub hoch und die Maschine betterte los. Mr. Harley schnappte meine Hand und riss entsetzt die Augen auf. "Unsere Abhebegeschwindigkeit beträgt ca. 285 kmh..." informierte ich ihn lapidar. "ZWEI-HUNDERT-FÜNFUNDACHZIG??? WIE GEIL!" strahlte mein riesiger Sitznachbar und als der Flieger abhob, erlaubten wir uns schon ein kleines "Jipppiiiieeee!".
Später erfuhr ich, dass er Dirk heißt, 2 Kinder hat und in der Logistikabteilung eines Automobilherstellers arbeitet. Alles völlig "normal" ...Merke: Viele Dinge sind ganz anders, als sie auf den ersten Blick aussehen und zum Fliegen braucht man keine Federn!

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