Flugzeitänderung von 2.00 auf 14.00
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ich würde auch nie so pauschalisieren, meine geschichte sollte ein einfacher vergleich sein, war selbst eigentlich mit meinen reisen(oft pauschal) immer zufrieden und hatte noch nie nach dem urlaub briefwechsel mit dem büro oder veranstalter! was mich eigentlich nur stört in diesem rechtsforum ist das gebetsmühlenartige zelebrieren der agb
s, freilich gehörts dazu, aber es gibt halt auch gefühltes recht und darüber wird mir von einigen experten oft zu leichtfertig drüber weggegangen. lg marcel,
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Wenn wir uns schon vom eigentlichen Thema entfernen....
Aber vielleicht bringt der Vergleich Gastgewerbe Reisebranche doch Erhellendes.
Nehmen wir zeitlich eine gleiche Ausgangssituation an:
6 Monate vor dem Ereignis werden für eine große Gesellschaft Räume und Essen mit genau festgelegtem Zeitplan.
Sicherheiten vorweg: Vertrag.
Bezahlung: nach dem Fest
Schwierigkeiten gibt es mit Sicherheit, wenn der Gastwirt kurzfristig die zugesagten Räume oder den festgelegten Zeitplan ändert oder ändern will.
("Aus technischen Gründen können sie ab 20 Uhr unseren schönen Ballsaal für ihre Hochzeitsfeier nutzen" (vereinbart war ab 11Uhr im großen Restaurant)6 Monate vor Abflug bucht eine Gesellschaft oder ein Paar eine Reise oder einen Flug.
Sofort wird eine Anzahlung abgebucht. 4 Wochen vorher- korrigieren, wenn es nicht stimmt -der volle Betrag.
Und dann vielleicht - mit Zustellung der Unterlagen - werden Fluggesellschaft und Flugzeiten genannt - 6.00 oder 11 oder 23.45 Uhr.
Egal, ob Kunden damit zufrieden sind. Sie haben doch bezahlt?
Und außerdem steht das in den Bedingungen! Der Kunde muss sich halt kümmern, wenn`s noch mal Änderungen gibt, immer unvorhersehbar oder "technisch" bedingt!Wer geht bei größerem Risiko mehr auf seine Kunden ein?
Wer hat letztendlich mehr Erfolg?
Noch gibt es keine Fluggesellschaft, die zum gleichen Preis feste Flugzeiten garantiert. Dass das für immer so bleibt, darauf sollte sich die Reisebranche nicht verlassen und vor allem ausruhen.
Viele Reisende lieben Planungssicherheit, und die muss nicht horrend teuer sein , wie viele "Profis" hier meinen.
Warten wir`s ab!
Die Leute von der Telekom gucken schon lange entgeistert, warum Kunden millionenfach wechseln zu Unternehmen, die billiger sind und absolut besseren Service bieten.
Ich habe nun genug zu diesem Thema gesagt und überlasse nun den Reiseprofis das Feld.
Reisebranche? Problema? Tutti paletti! -
.... vor etwa zwei Wochen gab es hier einen Thread bezüglich einem Fernsehbericht " Kostenersparnis bei Buchung über niederländische Tochterunternehmen" Dort wurde die Vergleichbarkeit der Angebote wegen der unterschiedlichen Fluggesellschaften angeprangert. Auch lautstark von unserem "Reisevertreter" ADEGI.
Hier vertritt er nun jedoch die Rechte der Veranstalter die Fluggesellschaft und den Abflugtermin zur freien Verfügungsmasse des Veranstalters zu machen.
Ja was den nun?
MfG Rainer
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Hallo Rainer,
das spricht doch für meine Unparteilichkeit! Man sollte halt nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Und wer heir fixe Flugzeiten fordert, dem muß klar sein, daß dies nur massiv teurer werden kann. Und dagegen wehre ich mich sowohl privat, als auch geschäftlich.
Privat möchte ich nicht mehr für eine Leistung bezahlen, die ich nicht haben will und geschäftlich kann ich mehr Reisen verkaufen, wenn diese billiger sind.
Aber bei Hemas Vergleich gibt es leider halt wieder zwei riesige Unterschiede.
Der Gastwirt sagt seinen Kunden feste Zeiten zu. Diese kann er auch hundertprozentig und garantiert auch einhalten. Wobei ich das auch schon öfters erlebt habe, daß hier ein Essen nicht zur bestellten Zeit fertig ist....
Eine Fluggesellschaft kann das im Normalfall nicht, da diese äußeren Einflüssen unterliegt. Unter Umständen kann diese Gesellschaft noch so viel planen. Wenn Sie aber keine Slots bekommt, zugesagte Abfertigungszeiten nicht eingehalten werden, Flugzeuge nicht ausgeleifert werden, die Kapazitäten der Flugsicherung wiedererwartend nicht ausreichen und so weiter und so fort, dann hat Sie auf diese Zeiten keinen Einfluss.
Und im Gegensaatz zum Gastwirt, der diese Zeiten fest zusagt, macht das diese Gesellschaft nicht. Also hält sie sich doch an alle Zusagen, die Sie tätigt. Der Kunde bekommt das, wofür er bezahlt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Gruß
Berthold
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Viele Reisende lieben Planungssicherheit, und die muss nicht horrend teuer sein , wie viele "Profis" hier meinen.
Ach Hema, woher nimmst du diese Kenntnis?
Einer großen Mehrheit der Reisenden sind die Flugzeiten recht egal. Und die Kosten unterscheiden sich massiv.
Beispiel Flug von Frankfurt nach Antalya, diesen August:
Charter ohen feste Flugzeiten - ab EUR 160,00
Linie mit festen Flugzeiten (Lufthansa) - EUR 490,00Die Reiseveranstalter kaufen die Flüge letztlich auch nur ein. Wenn ich als RV aber einen Flug nehme, der schon fast 500,00 EUR im Einkauf kostet, dann kann ich kaum 'ne Woche Türkei für 350,00 EUR anbieten. Wärst du bereit, einen Aufpreis von 330,00 EUR für deine Planungssicherheit zu zahlen?
Übrigens, fast falle Gastronomen nehmen bei großen Gesellschaften vorher mindestens eine Anzahlung, in der Regel sogar den kompletten Betrag für das Essen - lediglich die Getränke werden hinterher bezahlt. Eine Freundin von mir wollte Ihre Hochzeit in einem großen Hotel hier in der Gegend feiern. Die wollten als Vorkasse: 700 EUR Raummiete, Essensgeld pro Gast, Dekoration, Tellergebühr für Kuchen (bei dort bestelltem Kuchen) u.v.m. - Bezahlung: eben nicht nach dem Fest.
Mag sein, dass es (kleinere) Gastronomen gibt, die erst hinterher abkassieren, aber da sind wir wieder dabei, dass ich sage, dass man nicht alle Anbieter über einen Kamm scheren kann - und das, Hema, machst du in der Reisebranche leider immer noch (übrigens, da wir ausschließlich Linienflieger einsetzen, sind unsere Flugzeiten ziemlich fest - die verschieben sich vielleicht mal um 10 Minuten; zu unseren Destinationen gibts aber auch keine Charterflüge, auf die man als kleinerer Veranstalter mit aufspringen könnte).
gastwirt: was mich eigentlich nur stört in diesem rechtsforum ist das gebetsmühlenartige zelebrieren der agb
s, freilich gehörts dazu, aber es gibt halt auch gefühltes recht ...Na ja, auch wenn du da irgendwie bis zu einem gewissen Grade Recht hast, gehts ja im Rechtsforum natürlich um die juristische Seite... insofern ist das Beziehen auf die AGB nicht so verwunderlich finde ich.
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ADEgi wrote:
, Flugzeuge nicht ausgeleifert werden,Also den Punkt hier würde ich ehrlich gesagt ausser Acht lassen, denn eine Fluggesellschaft sollte schon ein halbes oder dreiviertel Jahr mit seinen sicher zur Verfügung stehenden Geräten planen können. Und wenn dies nicht möglich ist, einfach nicht den Flugplan so früh freischalten wie z.B. TuiFly aktuell, um womöglich mit vielen Flügen zu attraktiven Zeiten auf Kundenfang zu gehen (wenn die Flüge und Zeiten eingehalten werden können, spricht natürlich nichts gg. eine Öffnung).
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dillen, weißt du, was so ein einzelnes FLugzeug kostet(US$50 Mio bis US$ 74 Mio für die recht kleine Boeing 737)? Und weißt du auch, was es kostet, wenn es einfach so ungenutzt herumsteht, weil es schon ausgeliefert wurde aber im aktuellen Flugplan noch nicht berücksichtigt wurde? Das kann sich keine Fluggesellschaft auf die Dauer leisten... und die Ticketpreise gehen wieder nach oben.
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Hm, dann könnte man ja kurzfristig zusätzlich Kapazitäten zur Verfügung stellen... ;), wenn plötzlich ein neues Flugzeug auftaucht. Aber man sollte nichts verkaufen, was man nicht hat.
Ich sprach übrigens von einem halben bis dreiviertel Jahr, ein Flugzeug wird nicht von heute auf morgen gebaut und solch eine Auslieferung kommt nicht wirklich überraschend daher, oder? Eine Planung über so einen Zeitraum sollte schon jede Airline unfallfrei hinbekommen.
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Nur mal so:
Hier hast Du ein sicher zur Verfügung stehendes Flugzeug. Von Airbus persönlich nur wenige Tage vor der Auslieferung geschrottet. Hier hast Du keinen passenden Ersatz, den Du aus dem Ärmel zaubern kannst.
http://i1.flugzeugbilder.de/69/32/1195199350.jpg
Gruß
Berthold
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Hallo dillen,
weitere Ausnahmen findest Du in Hülle und Fülle auf folgender Seite:
Die Seite ist auf englisch und absolut nichts für Leute mit Flugangst. Diese bitte auf keinen Fall den Tipp anschauen.
Letzten Endes frage ich mich aber, warum wir überhaupt diese Diskussion führen. Es gibt ein Angebot an Pauschalreisen mit "vorläufigen" und sich dadurch zu jeder Zeit verschiebbaren Flugzeiten.
Will ich dieses Angebot nicht akzeptieren, dann kann ich meine Reise individuell zusammenstellen. Ich buche einen Linienflug, meinen Transfer und das Hotel extra. Dann habe ich garantierte Flugzeiten, oder zumindest ganz andere rechtliche Positionen, als in der ersten Version.
Ich wehre mich aber massiv dagegen, mich der Diktatur einiger weniger zu unterwerfen, die mir Leistungen aufzwingen wollen, die ich nicht benötige. Schließlich muß ich diese dann bezahlen, ob ich möchte, oder nicht.
Es steht einem jeden frei, wie er seinen Urlaub buchen möchte und ich will mir nicht vorschreiben lassen, ob ich meine Flugzeiten garantiert haben will, oder nicht. Vergessen darf man nämlich auch nicht, daß die Flugzeitenänderungen ja nicht zu Lasten der Kunden gehen. Bei meinen bisherigen Reisen stelle ich fest, daß sich dies immer wieder ausgleicht. einziger Unterschied ist halt, daß keiner motzt, wenn man davon profitiert!

Außerdem verstehe ich unter guten Flugzeiten mit Sicherheit etwas anderes als viele, die eine Zeitengarantie fordern.
Gruß
Berthold
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Ich sprach übrigens von einem halben bis dreiviertel Jahr, ein Flugzeug wird nicht von heute auf morgen gebaut und solch eine Auslieferung kommt nicht wirklich überraschend daher, oder? Eine Planung über so einen Zeitraum sollte schon jede Airline unfallfrei hinbekommen.
Aber genau so eine Planung machen die Fluggesellschaften doch. Eben weil die Auslieferung nicht überraschend daher kommt, planen sie das neue Flugzeug entsprechend ein. Und wenn's denn nicht termingerecht geliefert wird, weil der Flugzeughersteller Mist gebaut hat, dann ist das genau der von ADEgi angesprochene äußere Umstand "Nichtauslieferung eines Flugzeuges".
Und noch mal: wer unbedingt garantierte Flugzeiten braucht, kann einen Linienflug buchen, ein Hotel separat buchen, auch den Transfer separat buchen und zahlt für einen einwöchigen Trip dann rund 300 bis 400 EUR mehr. Wer auf die garantierten Flugzeiten verzichten kann, bucht eben pauschal und spart sich das Geld. Warum muss jetzt allen Reisenden dieser Mehrpreis durch eine erzwungene Flugzeitengarantie aufgerdrückt werden?
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Hallo soedergren,
du begehst eine gravierenden Fehler:
Gewisse Leute wollen Garantien haben, ohne dafür einen Mehrpreis zu bezahlen. Sie erwarten schlicht etwas zum Nulltarif.
Gruß
Manfred
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Bulgarienfan wrote:
Gewisse Leute wollen Garantien haben, ohne dafür einen Mehrpreis zu bezahlen. Sie erwarten schlicht etwas zum Nulltarif.Hallo,
nicht ganz richtig. Gewisse Leute kapieren einfach nicht, daß die geforderten Garantien mehr kosten, und daß es diese doch schon längst gibt. Sie meinen wenn Sie allen diese Garantien aufzwingen, daß es dann nichts extra kostet! Wie ein schöner Traum eben....

Gruß
Berthold
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Hallo Bulgarienfan & ADEgi,
stimmt auffallend... schade nur, dass so ein Urlaubstraum dann wirklich gar nichts mehr der Realität zu tun hat

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Hi zusammen

auch von mir ein kleiner Beitrag zu diesem Thema:
Im letzten Jahr, gleich nach Erscheinen des Sommerkataloges habe ich folgendes gebucht:
Düsseldorf (Abflug 06:00)- Varna (Rückflug 13:30) - Düsseldorf.
14 Tage vor Abflug kam ein Anruf vom Reisebüro. Der Flugplan und die Flugzeiten hätten sich dramatisch verändert. Das ganze sollte jetzt so aussehen:
Hinflug: Köln/Bonn (Abflug 23:45) nach Varna.

Rückflug: Burgas (Abflug 04:45) nach Düsseldorf.
Busfahrt Varna - Burgas (mit Hotels abklappern) ca. 4 Std.

Jeder kann sich nun ausrechnen, wann man vom Hotel abgeholt wird. Dazu kommt noch der Transfer von Düsseldorf nach Köln/Bonn, denn dort steht ja das Auto. Alles einfach SUPER. Ich finde diese Änderungen einfach eine Frechheit.
Konnte kostenlos umbuchen auf LTU.
Wünsche allen einen schönen Urlaub ohne solche Pannen.

LG
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ADEgi wrote:
Hallo Rainer,das spricht doch für meine Unparteilichkeit! Man sollte halt nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Und wer heir fixe Flugzeiten fordert, dem muß klar sein, daß dies nur massiv teurer werden kann. Und dagegen wehre ich mich sowohl privat, als auch geschäftlich.
Gruß
Berthold
Hallo Berthold,
das verstehe ich nun nicht; wenn du vor zwei Wochen über die Vergleichbarkeit zweier Urlaubsangebote diskutierst und diese Vergleichbarkeit in Frage stellst weil es ja unterschiedliche Fluggesellschaften sind.
Hier verteidigst du aber das Verhalten der Veranstalter nach Abschluss der Buchung gemäss ihrer AGB die Flugzeiten und Fluggesellschaften "anzupassen". Wenn ich nun sowieso auf Gedeih und Verderb der Wahl des Reiseveranstalters ausgeliefert bin, sind doch auch unterschiedliche Fluggesellschaften vergleichbar, oder?
Selbst passiert:
2001 Flug nach Djerba
Angebot A mit Hapag Loyd Morgens hin und Abends Rück
einhundert DM teurerAngebot B mit Tunis Air Abends hin und Morgens Rück
Zwei Veranstalter, gebucht das teurere Angebot. Leider hatte ich von Anfang an den Flug von Hapag Loyd nicht gefunden.....
Zwei Wochen vor Abflug kommt das Voucher, Flug mit Tunis Air Abends hin und Morgens zurück....
Wo bleibt hier meine Vertragssicherheit? Ich kaufe ein blaues Auto mit roten Streifen zum Aufpreis und bekomme ein rotes Auto mit blauen Streifen geliefert, aber die Farben stimmen halt.....
MfG Rainer
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Hi Bifi44, die Antworten auf deine Fragen sind hier in diesem Thread eigentlich schon mehrfach gegeben worden.
Deine Vertragssicherheit hast du, weil die Flugzeiten gar nicht Bestandteil des Vertrages sind.
