Arbeitslos geworden - deshalb auf Urlaub verzichten ??
-
@Puelo
ok, in dieser Beziehung hast Du ganz klar den besseren Eindruck. Und wenn sich ALG 2 Bezieher zu solchen Urlauben abmelden fehtl auch mir ganz eindeutig das Verständnis. Zum einen einfach nur zum Verständnis für mich: Also 1 Euro Jobber werden dann statistisch gesehen zu den Arbeitslosen gezählt? Zum besseren Einblick hast Du mich denke ich falsch verstanden. Die Aussage sollte überhaubt nicht gegen Deine Fähigkeiten in Deinem Beruf sprechen, sondern lediglich wiedergeben, wie teils der tägliche Kampf eines ALG 2 Beziehers in der heutigen Welt ist u. wie es diesen Menschen zum Teil geht. Und dies können diese Leute besser wieder geben, so meinte ich.
So, und nun laßt uns doch bitte sachlich u. fair diskutieren und vor allem freundlich bleiben.
In diesem Sinne
-
Ich kann es nicht mehr hören wenn ständig über den Staat geschimpft wird,da ja sooo wenig für die Arbeitslosen getan wird.
Ich arbeite als leitende Angestellte für einen grossen Konzern.Wir suchen seit 1,5 Jahren einen Verkäufer/in.
Was glaubt ihr wieviele Damen und Herren sich bei mir vorgestellt haben?
Es waren etliche,allerdings gabs folgende Bewerber/innen:-Etliche wollten keine Arbeitszeit bis 20Uhr und Samsatgs schon gar nicht.
-Sehr viele wollten nur den Beweis für das Arbeitsamt das sie da waren(sie gaben es sogar zu)
-Das Gehalt war zu wenig,da unser Staat ja mehr hergibt.
-Manche und das waren auch nicht wenige machten den Eindruck als wollten sie gar nicht arbeiten,stellten sich beim Vorstellungsgespräch dermassen schlecht dar,das mir schlecht wurde.
-Die Bewerbungsunterlagen waren "unter aller ***".
-Und gaaanz viele sind schon gar nicht erschienen.
Nicht zu vergessen,es waren alle arbeitslos!
Ich möchte nicht alle unter einen Kamm scheren,es ist das was ich und meine Kollegen erleben.
Und solchen kann auch der Staat nicht helfen und sollte es auch nicht.
Und nochwas,viele sind sicherlich unverschuldet arbeitslos geworden,jedoch viele sind auch selbst Schuld.Jeder der mit Peronal zu tun hat kann sich vorstellen was ich meine.
-
Brenni,
eines Deiner Beispiele zeigt aber doch, dass die "Agentur für Arbeit" Nachweise verlangt. Bekommt sie die nicht, streicht sie teilweise das Geld.
Ob der Staat wirklich mehr ALG1 bezahlt, als das Einkommen in einem Unternehmen darstellt... lassen wir mal dahin gestellt sein.
Was von der Fachfrau vorher behauptet wurde: 14 Tage Mexiko mit ALG2. Naja. Kann ich mir nur vorstellen, wenn da keine für sie unterhaltspflichtigen Personen sind und man Geld mit Schwarzarbeit verdient. Eltern/Großeltern würden sich wohl eher ablehnen, als dem ALG2-Bezieher einen Luxus-Urlaub zu ermöglichen, oder?
Sie hätte vielleicht vorher doch mal lesen sollen, bevor sie dem Kribbeln in den Fingern nachgab.
Schwarzarbeit?
Man schaue sich die Aktivitäten des Bundes an, die mit Subunternehmen und deren Schwarzarbeit zustande kommen. Gerne in Berlin.Einen 1-Euro-Job würde ich ohne Not nicht annehmen. Denn der nimmt qualifizierteren Arbeitnehmern den Job weg - ist halt billig für die jeweilige Kommune.
-
Brenni2000 wrote:
Wir suchen seit 1,5 Jahren einen Verkäufer/in.Wollte eigentlich nichts mehr hier im Thread schreiben - aber das lasse ich so nicht gelten, liebe Brenni !
Wenn Du schreibst, daß Ihr seit 1,5 Jahren einen Verkäufer/in sucht, dann kribbelts jetzt bei mir und ich möchte mal zu gerne "Günter Wallraff" spielen !
Sprich, ich würde mich bewerben !Wenn Dein Konzern hier seit 1,5 Jahren eine Verkäuferstelle zu fairen Bedingungen anbietet und Ihr trotzdem niemand auf diesen Job findet - trotz aller von Dir genannten Argumente - , dann kann ich nur schlußfolgern, daß Ihr in einer derart satten und zufriedenen Region a la Bad Pyrmont oder Baden-Baden lebt, oder irgendwo doch ein kleiner Haken ist.....!!!!!
Tut mit leid, aber das mußte ich jetzt schreiben - sorry !!
Erwin
-
Eine Wahnsinns Diskussion!
Ich bin Begeistert 
Meine Meinung: Ich würde auch in Urlaub fahren, denn was ich ausgegeben habe, kann mir der Staat nicht mehr nehmen!
Ist Egoistisch
Ist aber so 
Ob wer wie lange arbeitslos und warum und will nicht und doch, aber geht nicht weil und irgendwie alles Sch..., Sozialschmarotzer oder Benachteiligt,........dazu erlaube ich mir keine Meinung zu haben!
Werde ich nicht für bezahlt, dafür bezahle ich Leute die sich damit auseinander setzen müssen, Tag für Tag.

-
glaubs mir da ist kein Haken
Und auch nicht Baden-Baden.Es ist so wie ich beschrieben habe,viele Bewerber aber leider nichts dabei für uns.
Die Motivation eine Arbeitsstelle zu bekommen ist bei einigen nicht sehr hoch.
(Nein ich rede hier nicht von allen Arbeitslosen)Was glaubst Du wie oft ich mit dem Arbeitsamt telefoniere und auch die sagen das ist alles kein Einzelfall, sondern sie hören das oft.
Ach ja, ich hab vergessen zu erwähnen,vor ca.4 Monaten war die Stelle für 5 Wochen belegt.Aber die hohen Spritpreise konnte sie nicht mehr finanzieren.Na ja sie musste glaube ich immerhin 80km fahren.
-
wir zahlen nach Tarif

-
Spass bei Seite.
Wir hatten die gleichen Probs. Lehrlinge haben wir ein Jahr gar nicht bekommen. Dann für eine freie Stelle kam auch nichts nach. Schichtdienst, nööö. Wochenende arbeiten, igitt. usw.Den Job hat dann Jemand aus dem Süddeutschen genommen.
Wir zahlen nicht nach Tarif, sondern darüber!
Lehrlinge fangen mit ca. 800 Euro im 1. Jahr an.
dazu noch Vergünstigungen wie Benzin etc.
Aber NIXXXXXXXX!
-
Am Freitag stellen sich 2 Damen vor.Bin gespannt wie es wird.
Bei uns laufen schon Wetten.
Klingt lustig ist es aber nicht.Azubis sind bei uns immer gut zu bekommen. -
Hm,
dann habe ich natürlich kein Argument mehr, liebe Brenni !
Sowas verstehe ich auch nicht.Tut zwar meinem Idealismus und meiner Symphatie für die sozial schwache Bevölkerungsschicht unseres Landes keinen Abbruch - aber enttäuscht über das Auftreten der Bewerber bin ich da schon !!
Hätte ich echt nicht gedacht !Erwin
-
Ich stelle mir gerade vor ein Bewerber würde mir mitteilen, er kann zum Vorstellungsgespräch nicht kommen weil er in Urlaub geht...
Ist bisher noch nicht vorgekommen

-
-
Kommt auf die Umstände an. Es gibt ja nicht nur ALG sondern auch noch Wohngeld etc. Und je nachdem wie die familiäre Situation ist kommen so gut an die 2000 Euro im Monat zusammen - Familie mit 2 Kindern beispielsweise. Das bekommt kein Verkäufer in Vollzeit. Also warum soll jemand 40 Stunden arbeiten, ergänzende Sozialleistungen bekommen um nachher nicht mehr zu haben als wenn er sich ohne Arbeit den Tag mit seinen Kiddies im Freibad vergnügt?
Da liegen gewisse Fehler im System.
LG Adriana
-
du hast recht adriana, der fehler liegt im system, aber der fehler wird noch größer, wenn man der genannten klientel vielleicht auch noch urlaubsgeld gewährt! es muß sich arbeit lohnen, aber nichtarbeiten halt nicht! dann wäre die diskussion hier nämlich halb so scharf! meiner meinung nach muß sich der lebensstandard einer arbeitenden person von dem einer nichtarbeitenden person schon noch etwas unterscheiden. lg marcel
-
Das "System" hat aber mehr als eine Seite. Damit besagter Verkäufer ein Gehalt über Nichtstu-Niveau hat muss der Kunde auch bereit sein das über den Warenpreis zu finanzieren. Das ist er aber nicht.
Geiz ist Geil - einer der saublödesten Werbesprüche aller Zeiten, der unserer Volkswirtschaft mehr geschadet hat als alle Bundesregierungen zusammen - und das will was heißen.
OK, das führt jetzt meilenweit vom Thema ab, musste aber auch mal gesagt werden!
LG Adriana
-
@ gastwirt
Das ginge ganz einfach:
unser lieber Staat müsste nur die Steuern, Lohnnebenkosten (Sozialversicherungen) senken.
Schon bleibt netto mehr im Geldbeutel beim Arbeitnehmer übrig.
Durch das mehr an Netto würde die Kaufkraft wieder steigen und somit wieder neue zusätzliche Arbeitsplätze entstehen.
Aber nein unser Staat braucht ja noch mehr Geld vom arbeitenden Volke damit er die dritte Welt, seine Bezüge in Berlin und die Schulden finanzieren kann. Die Abgeordneten sind sich nicht bewusst was damit anrichten. Aber Hauptsache ihre eigenen Taschen sind prall gefüllt.
denkt sich
holzwurm -
@ gastwirt.
Dazu gehört bei mir auch noch die Mehrwertsteuer auf Sprit, Gas, Öl und Strom.
Diese Produkte sind in der heutigen zeit keine Luxusgüter mehr sondern gehören in meinen Augen zu den Lebenserhaltungskosten wie die Lebensmittel. Daher gehört dieser MWST-Satz auf 7 Prozent gesenkt.
Dann ginge es der deutschen Bevölkerung auch schon mal wieder ein bißchen besser.
LG
holzwurm -
@carstenW
Mir wird es oft so erklärt von den Bewerbern:
Ein Arbeitsloser hat vorher mehr verdient als bei uns,er war eventuell nicht im Einzelhandel,und musste kein Auto benutzen,die Spritkosten sind zu hoch usw...
Nach dem letzten Gehalt richtet sich ja das Arbeitslosengeld.Dann rechnen sie ihr jetziges Arbeitslosengeld gegen unser angebotenes Tarifgehalt,die Arbeitsstunden werde überdacht und dann kommt die Meinung das lohnt sich nicht,da sie für das zu Hause bleiben mehr bekommen als wenn sie jeden Tag ins Geschäft fahren um dort 8 Stunden,5 Tage die Woche zu arbeiten.
Sie denken zum Teil nicht weiter,nämlich das Arbeitslosengeld nicht dauerhaft bezahlt wird,bei Hartz 4 siehts anderst aus.
