Flugzeug der Spanair in Madrid verunglückt
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@ ADEgi,
natürlich ist es in diesem Fall nur eine Vermutung. Ich finde nur, dass es in der heutigen Zeit nicht sein kann, dass eine solche, offenbar real existierende, Gefahrenquelle (ob sie hier nun die Ursache war, oder nicht), nicht ausgeschaltet werden kann. Eben weil nun mal mache Deppen unbelehrbar sind (siehe Thema Gurt in Deinem Post) ist es nötig, die Technik bestmöglich anzupassen. Finde ich sinnvoller, als das nächste, noch bessere Entertainmentfaeture zu installieren, und wäre ja auch für die Fluggesellschaften ein gutes Marketinginstrument.
Es treten immer wieder Situationen ein (Handy's in Krankenhäusern, unangeschnallt oder volltrunken am Steuer eines Autos, etc.), bei denen sich jeder normaldenkende Mensch fragt, wie das sein kann. Warum sollte augerechnet die Fliegerei hier eine Ausnahme sein und plötzlich alle Leute vernünftig werden?san-dee wrote:
Allerdings kann ich nicht nachvollziehen, wieso man nicht einfach einmal kurz nachschauen kann, ob das Handy ausgeschaltet ist.Ich auch nicht, aber ist nun mal leider so und auch nicht zu kontrollieren.
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hanfhaken wrote:
...Es treten immer wieder Situationen ein (Handy's in Krankenhäusern, unangeschnallt oder volltrunken am Steuer eines Autos, etc.), bei denen sich jeder normaldenkende Mensch fragt, wie das sein kann. Warum sollte augerechnet die Fliegerei hier eine Ausnahme sein und plötzlich alle Leute vernünftig werden?Und wie soll man die Technik daran anpassen?
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Hu Hu,
mal nochmal zurück zu dem Handy... Die frage ist jetzt doof aber hat man im Flugzeug überhaupt Empfang???Auch eine Ryanair Maschine ist außerplanmäßig wegen Druckabfalls Zwischengelandet. Ich bin gespannt wieviele solcher Meldungen die Tage noch eintrudeln in den Medien.
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bernhard707 wrote:
Und wie soll man die Technik daran anpassen?Indem man sie möglichst unempfindlich gegenüber äußeren Einflüssen macht. Gegen Dummheit ist natürlich kein Kraut gewachsen, allerdings gegen die Handlungen, die hieraus entstehen.
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Ich persönlich glaube das sowas regelmäßig passiert, aber die Medien haben nun gerade ein Sommerloch überwas sollen sie denn sonst berichten?! In ein paar Wochen wird man bis zum nächsten absturz nix über solche Sachen hören! Es ist doch mit allem so!
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San-dee wrote:
Es gab aber schon desöfteren Unfälle, weil der Umkehrschub eingeschaltet war. Also ist das gar nicht so abwegig...Es gab den Lauda Air 767 Absturz deswegen. Man wuste erst hinterher, dass in großer Höhe so etwas nicht beherrschbar ist.
Beim Start ist es aber kein so großes Problem, es sei denn es passiert dir am einzig verbleibenden Triebwerk, wenn das andere auch keinen Schub liefert. Die Chance dafür ist aber extrem gering, dass dann beide Fehler aufeinander treffen.
Hätte ich jedenfalls auch geglaubt, wenn ich nicht selbst bei einem halbjährlichen Checkflug auf eine B737 miterlebt hätte, was passiert, wenn der Prüfer unmittelbar nach Takeoff bei einem Triebwerk den Umkehrschub ausfährt..... Der "Pilot Flying" ein junger CoPilot hat das so schnell behoben, dass ich nicht wirklich viel mitbekommen haben, was
los war.Unmittelbar fragte ich den Prüfer neben mir:
"Hast du ihnen ein Triebwerk abgeschlatet ?"
Er meinte: "Nein, den Umkehrschub."
Ich: " .....aber das geht doch heute nicht mehr"
"Ja an sich schon, aber wenn wirklich ein Fehler ist, vielleicht doch, ist ja nur ein Microswitch".Jedenfalls werden alle 6 Monate 8 Stunden an Checkflügen für jeden Piloten fällig, wo sie mit Fehler Konfrontiert werden, die nicht nur aus einem bestehen.
Man kann aber auch einen schlechten Tag haben, nur dann müßten schon beide schlecht drauf sein und noch eine Anzahl von Fehlern auftreten.
Absolut sicher währe es nur mehr, wenn man nicht fliegt - und zwar alle !!!
...sonst fällt einem so ein Ding auf den Kopf
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Hallo,
ich denke mal der Checkflug war am Simulator. Denn anders kann ich mir das nicht vorstellen.
Denn Tatsache bei dem Lauda Air Absturz war, daß der Pilot nach dem auftreten des Fehlers in Reiseflughöhe noch exakt drei Sekunden Zeit gehabt hätte diesen zu beheben. Danach ist das Flugzeug auseinandergbrochen. Da das unerwartet kam hatte der Pilot leider nicht rechtzeitig reagiert.
Versuche einmal diese Seite und zähle nach:
Dann auf den Button "Accident / Incident news".
Wenn Du alte Monate nachsehen möchtest, dann findest Du diese unter dem Button "News". Aber auch hier handelt es sich nur um die bekannt gewordenen Fälle. Tatsächlich fehlt noch mindestens ein Drittel der Zwischenfälle. Alle großen sind aber ausnahmslos gelistet.
Gruß
Berthold
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Auch ein guter Ansatzpunkt, Siggi ... ich hab mich eh schon mal gefragt: Was passiert mit den rund 40 Tonnen Meteoritenstaub, die so täglich mal runterkommen? Und was ist wenn die plötzlich alle auf einmal runter rieseln ... so als direkt großer Brocken? (Soweit ich weiss, war der Meteorit, der als Favorit für das Aussterben der Dinosaurier gilt, ja ein 55-Tonner ... *lach) Und dann auch noch auf mir armer ***? Und viel schlimmer noch: Was ist wenn ich dabei gerade in ner Spanair-Maschine sitze?

Okay, Ich hab nun überzogen, aber ich finde, dass die derzeitige Diskussion zum Teil ins Leere greift. Da versuchen so "sachbezogene Knilche" (wozu ich mich auch zähle) die emotional geprägte Fraktion mit zahlenbezogenen Argumenten zu überzeugen, dass doch Fliegen gar nicht so schlimm ist. Nur bewertet ein Phobiker oder ein ängstlicher Passagier eben anders. Die Fallkonstruktionen, die sich in seinem Kopf abzeichnen sind meist dermaßen emotional betont, dass ein Sachbezug gar nicht möglich ist. Dazu mischen sich, wenn man Pech hat, halb- und vollparanoische Elemente, die dann ohnehin jeden Sachbezug platzen lassen (Bitte hier jetzt trennen, ich hab nicht gesagt, dass jeder Passagier mit Flugangst paranoid ist ... wer sich also diesen Schuh jetzt selbst anzieht, ist selbst dafür verantwortlich ...)
Selbst ein professioneller Therapeut würde vielerorts sagen: Ick kann nix machen solange er sich nicht ändern möchte ... Außerdem hat Angst doch auch so schöne Nebeneffekte ... Mit den Freigesetzten Botenstoffen, kann man den Metabolismus soooo schön aufpeitschen ...
Aber war das überhaupt hier das Thema? *mal den Kopf kratzt
iamsiggi wrote:
Absolut sicher währe es nur mehr, wenn man nicht fliegt - und zwar alle !!!
...sonst fällt einem so ein Ding auf den Kopf
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Die Phantastereien nehmen überhand.
Die HC-User dürften nicht in der Lage sein, die Katastrophe zu erklären, zu analysieren; Ängste werden kompensiert. Vermutungen, Verdachte oder gar Unterstellungen von Laien.
Irgendwie bringt das rein gar nichts.
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ADEgi wrote:
Hallo,Denn Tatsache bei dem Lauda Air Absturz war, daß der Pilot nach dem auftreten des Fehlers in Reiseflughöhe noch exakt drei Sekunden Zeit gehabt hätte diesen zu beheben. Danach ist das Flugzeug auseinandergbrochen. Da das unerwartet kam hatte der Pilot leider nicht rechtzeitig reagiert.
Hallo Berthold,
Ja es war bei einem Checkflug im FFsim.
Die Wirklichkeit können sie nicht ganz 100% abbilden, daher müssen angehende Piloten auch in der Praxis (mit einem richtigem Flugzeug noch einiges üben).Bis vor dem Unfall mit der LAL B767 hätten die Simulatoren aufgrund falscher Annahmen auch flasche Simulation geliefert.
Erst nach dem Unfall wurden diese Modelle nochmals genau angesehen und man stellte fest, das Flugzeug gerät in großer Höhe bei diesem Schub sehr schnell in eine starke Auslenkung, dass man gar nicht in der Lage währe Checklisten bezw. Abnormal procesdures durchzulesen geschweige denn auch nur Insturment zuverlässig ablesen und Schalter drücken zu können. Die Fliehkräfte würden das verhindern.
Irgendwann bricht dann natürlich auch der Flieger auseinander.Wie gesagt - vorher dachte man Aufgrund fehlerhafter Modelle an eine einfach Lösung. Man hat also daraus gelernt. Tragisch, aber so ist das Leben. Auch die Modelle der Tauchcomputer wurden verfeinert durch unzählige analysierte Tauchunfälle, die anfangs unerklärlich waren, da innerhalb der bekannten Parameter.
Wie schon bemerkt: Wir werden hier nicht die Unfallursache finden.
Lassen wir doch die Unfallkommision ihre Arbeit machen und das dauert. Dafür werden wir in ein paar Monat alles nachlesen können, was gefunden wurde.Leider ist es in der heutigen Zeit so, dass nur 10% technische Gebrechen ursächlich sind, und der Rest auf "menschliches Versagen" zurückzuführen ist.
Wenn ich mir denke, wie viele Möchtegern Schumis im Auto herumfahren, ganz ohne Training, dafür entsprechende Selbstüberschätzung, fühle ich mich im Flugzeug wesentlich sicherer. Da müssen mindestens zwei total versagen und die sind regelmäßig trainiert und ihre Leistung wird kontrolliert.
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Diser Bericht stand heute Vormittag in der Nürnberger Zeitung on-line
Neue Details zu Madrid-Absturz
Madrid (dpa) - Der auf dem Madrider Flughafen abgestürzte Spanair- Jet ist bei dem Unglück vor einer Woche zuerst mit dem Heck auf die Erde geprallt. Dies hat die Expertenkommission mitgeteilt, die die Ursachen der Katastrophe aufklären soll. Die Maschine raste danach noch 1200 Meter weiter, prallte insgesamt dreimal auf den Boden, schoss über eine Böschung hinaus und ging in einem Flusstal in Flammen auf.
Grüße -
Nürnberger Zeitung online Heute zur Absturzursache
so langsam wird ein Bild daraus
Techniker verschwiegen Umkehrschub-Problem an Spanair-Maschine
Madrid (dpa) - Flugzeugtechniker auf dem Madrider Flughafen sollen der Polizei verschwiegen haben, dass die Spanair-Unglücksmaschine tagelang mit abgeschaltetem Umkehrschub-Mechanismus geflogen war. Wie ein spanischer Radiosender berichtete, wurden die Ermittler erst bei der Prüfung der Wartungsbücher des abgestürzten Flugzeugs darauf aufmerksam, dass die Schubumkehr an einem Triebwerk drei Tage vor der Katastrophe aufgrund technischer Probleme blockiert worden war.
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Hallo,
das wäre dann aber sicher nicht die Ursache, denn ein vermutetes Szenario wäre ja, daß der Umkehrschub plötzlich eingesetzt hat. Somit kann man das hier auch wieder "den Hasen geben".
Außerdem habe ich erst kürzlich hier in diesem, oder einem anderen Thread gelesen, daß ein solches Vorgehen (Abschaltung des Umkehrschubs bis Zeit für eine Reparatur ist) durchaus gängige Praxis ist.
Gruß
Berthold
p.s. Der Groschen fällt manchmal später, aber er fällt!
Das mit dem "verschweigen" ist der Obermüll. (Sorry Modiho, kannst Du ja nichts dafür!) Denn wenn ich etwas verschweigen, oder gar vertuschen wollte, dann trage ich diese Reparatur garantiert nicht in ein Wartungsbuch ein. Leider also wieder nur ein Journalist, der einen Unsinn zusammenkritzelt!
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hallo.
bin zwar nicht der flugzeugexperte, habe aber gelesen, dass der umkehrschubmechanismus nicht abgeschaltet oder abgestellt wurde, sondern mit draht blockiert wurde. demnach stellt sich vielleicht dann die vermutung, dass der draht nicht gehalten hat und der umkehrschub an dem triebwerk einsetzte, würde auch den berichten zufolge möglich sein, da das flugzeug ja zur anderen seite abgekippt sein soll. würde für mich logisch klingen, bin aber mal wirklich gespannt, ob man uns die tatsächliche ursache mitteilt.abraham
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Nix Umkehrschub. Nach erster Auswertung der Blackbox sollen wohl die Flaps (Auftriebshilfen am Flügel) nicht ausgefahren sein.
Vom Cockpit wurde dies nicht bemerkt, da die Warnanzeige nicht funktionierte. Vielleicht ein Kurzschluss oder vom Techniker unabsichtlich deaktiviert?
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Urlauber61 wrote:
.....oder vom Techniker unabsichtlich deaktiviert?Hallo,
ich bin zwar kein Techinker, meine dies aber dennoch recht sicher ausschließen zu können. Denn der erste Fehler war ja anscheinend einer in der Geschwindigkeitsmessung. Da ich nicht denke, daß diese beiden Komponenten technisch zu sehr zusammenhängen dürfte man eine unabsichtliche Abschaltung ausschließen können.
Folglich bliebe also ein akuter Defekt, oder ein längerer, noch nicht reparierter Defekt, der von den Piloten nicht bemerkt, oder falls vorher bekannt einfach vergessen wurde.
Außerdem hätte dann nicht der Pilot, sondern beide Piloten den Fehler gemacht, da so etwas vermutlich auch durch eine Check-Liste abgearbeitet wird.
Sollte es so sein, dann wäre es halt wie so oft bei Flugzeugunglücken. Ein technischer Defekt in Verbindung mit einem menschlichen Fehler.
Gruß
Berthold
p.s. Was mich besonders ärgert ist die Tatsache, daß anscheinend schon wieder einige Millionenklagen von Hinterbliebenen in den USA laufen. (Information von unserer heutigen Zeitung) Hier finde ich es immer wieder beeindruckend wie schnell sich Trauer doch in Geldgier wandelt.


