Essen in Buffet-Form anstatt Menü
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Mit meinen Anmerkungen möchte ich nur aufmerksam machen, dass zwischen den eigenen Empfindungen und einer allgemein geltenden Rechtsmeinung möglicherweise Unterschiede sein könnten.
Man spricht von einem so genannten Motivirrtum. Also davon, dass jemand von etwas eine bestimmter Vorstellung hatte, die in der Realität aber nicht eingetreten ist. Daraus schließt die betroffene Person, dass sie einen Mangel erlitten hat.
Dieser Mangel muss aber ein beschreibbarer Nachteil oder ein vorenthaltener Bestandteil des Versprochenen sein.
Ich möchte hier dem Urteil nicht vorgreifen: Ich war nicht dabei, ich kenne die Reiseausschreibung nicht, ich weiß nicht, wie viel für die Reise bezahlt wurde.
Ich hoffe, meine Anmerkungen werden nicht als Provokation gesehen, sondern als Ansatzpunkte zum Nachdenken und Abwägen.
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Ich wundere mich immer wieder, worüber sich Leute aufregen und wogenen sie klagen wollen. ich will im Urlaub Spass und Entspannung. da ist es mir herzlich egal, ob ich ein Menu, ein Buffet oder mein Essen in einer Pappschachtel bekomme. Wahrscheinlich wars dann auch noch eine All-Inklusiv-Reise, 3 Wochen für 398,- . Sorry, aber diese zynische Anmerkung musste sein.
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Solche Urlauber wie dich wünscht sich jeder Hotelier und jeder Reiseveranstalter .
Gruß
Waltraud -
...... und verteilt abends irgendwann Pappschachteln
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slides wrote:
Ich wundere mich immer wieder, worüber sich Leute aufregen und wogenen sie klagen wollen. ich will im Urlaub Spass und Entspannung. da ist es mir herzlich egal, ob ich ein Menu, ein Buffet oder mein Essen in einer Pappschachtel bekomme. Wahrscheinlich wars dann auch noch eine All-Inklusiv-Reise, 3 Wochen für 398,- . Sorry, aber diese zynische Anmerkung musste sein.Hallo slides,
da der Thread ziemlich lange ist, wiederhole ich gerne sinngemäß einen meiner Beiträge:
Ich habe in einem 5-Sterne "Leading Hotel of the World" gebucht, um mit meiner Familie ein gemütliches Abendessen in gepflegter, ruhiger Atmosphäre (zum entsprechend von mir bezahlten Preis) einzunehmen. Erwartet habe ich NICHT ein Buffet, welches sich jede Woche 1:1 wiederholte.
Der "Leading Hotel"-Status ging im Zeitraum zwischen meiner Buchung und der eigentlichen Reise verloren. Das Verpflegungskonzept beim Abendessen wurde grundlegend verändert. Der RV hat mich über diese Dinge NICHT unterrichtet.
Im Vorfeld zu meiner Buchung hatte ich E-Mail-Verkehr mit dem Hotel, um definitiv abzufragen, in welcher Form das Abendessen stattfindet und darauf hingewiesen, dass ich auf "Menu" besonderen Wert lege.Wie schon in anderen threads ausgeführt, ist es vielleicht für einen Außenstehenden nicht nachvollziehbar, dass ein Urlauber auf eine ganz spezielle "untergeordnete" Leistung einen solchen Wert legt (siehe z.B. den Thread mit dem Volleyballfeld) - bei mir ist es halt definitiv so gewesen.
Gruß gcmv
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gabriela_maier wrote:
... Eine der wichtigsten Kriterien im Unterschied zum Buffet ist aber die Ruhe und die entspannte Atmosphäre. Als Paar geniesse ich die Unterhaltung mit meinem Partner, die Umgebung, das Ambiente, und ohne das ständig jemand aufsteht und sich am Buffet bedient.Es geht um den Genuss, und nicht darum, ausschliesslich satt zu werden. Dann kann ich ja gleich zu McDonalds gehen.
... Verstehe, aber Genuss... das legt wahrscheinlich jeder wieder anders aus. Oben deine Ansicht davon, meine wäre beispielsweise dazu: Wahlmöglichkeiten, von einer Speise mehrmals nachnehmen können, nicht nur zwei Desserts zur Wahl haben, nicht auf den Kellner warten (... lauern?) müssen... Und so werden andere wieder andere Präferenzen haben.Nochmals. Ein Mangel muss etwas Fehlendes sein. Aber etwas Fehlendes, was zugesagt wurde. Bei Buffet - Menü werden die natürlich menschlich-urlauberisch hinein interpretierten Gefühle und Erlebnisse aber wahrscheinlich nicht vom Reiseveranstalter versprochen (es sei denn, seine Beschreibung im Katalog verspräche all dies!)
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Hallo Mosaik,
das Prospektversprechen muß eingehalten werden. Sonst ist das ein Reisemangel.
Über diesen Reisemangel kann man sich ärgern und auch aufregen.
Ärgern und Aufregen ist eine brotlose Kunst.
Die geringen einklagbaren Beiträge rechtfertigen keinen Rechtsstreit.
Recht kriegen und recht haben ist eine Geschichte, aber ob sich das Rechtkriegen
überhaupt lohnt eine ganz andere.Einen schöen Tag noch
waldo -
Wer mich hier kennt, weiss dass ich nachträglichen "Reisepreisminderungen" sehr kritisch gegenüber stehe. Aber hier habe ich einmal volles Verständnis für die Verärgerung des Threaderöffners: Er hat seine Ferien in einem 5* Hotel gebucht, welches seinerzeit noch zur den "Leading Hotels of the World" gehört hat. Er hat sich explizit für einen Luxusurlaub entschlossen und war auch bereit einen entsprechenden Preis zu bezahlen.
Die Verpflegung an einem Buffet ist nun einmal nicht mit einem à la carte-Abendessen zu vergleichen.
Auf einem anderen Blatt steht, ob es sinnvoll war hier vor Gericht zu gehen - ich persönlich hätte dies nicht gemacht.
@slides: Gottseidank gibt es (noch) Menschen, für die Essen auch ein Stück Kultur darstellt und welche nicht einfach etwas in sich hineinstopfen - Hauptsache sättigend und billig
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Sodele, nach einem geschlagenen Jahr melde ich mal einen kurzen Zwischenstand (da schwebendes Verfahren nur in Stichworten):
Prozess in erster Instanz gewonnen (Rückerstattung im 4-stelligen Euro-Bereich) - Veranstalter geht in die Berufung - nächster Verhandlungstermin in Q4/2010!
Lieber Gruß
gcmv -
Ich habe volles Verständnis für Dich und die Situation,
Es ist ein grosser Unterschied, ob man sich etwas Essen auf den Teller klatscht,
oder mehrere schön dekorierte Speisen, während einer mehrgängigen Mahlzeit
serviert bekommt.
Bravo!
Finde es wirklich toll, dass Du es schon so weit gebracht hast,
ein Exempel für andere, dass man mit den Touris nicht alles machen kann!
LG ALICE -
Das freut mich sehr. Könntest du den Betrag "im vierstelligem Bereich" ein bischen konkretisieren ? Sprich Rückerstattung vom gezahlten Reisepreis plus oder auch nicht plus als definierten Schadensersatz ?
Gruss Gabriela
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Glückwunsch auch von mir.
So nervig ich Urlauber finde, die überall das Haar in der Suppe suche, so geht mir auch
das überhebliche Verhalten der Reiseveranstalter auf den Senkel, die meinen, mit uns "Doofen"
kann man alles machen.Für mich wäre Buffet statt Menüwahl auch ein Mangel. Die Gründe sind hier schon genannt worden.
Toll, dass es Urlauber gibt, die nicht nur mit dem Anwalt drohen schnarch sondern die Sache - für uns alle - auch mal durchziehen.
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Vorerst einmal dem Thread-Eröffner vielen Dank für die Rückmeldungen! - ist nicht so selbstverständlich!
Und dann noch ein besonderes Dankeschön, dass er durch seinen Prozess im Prinzip für bediente Restaurants mit Tischservice kämpft!
....ich denke, dass man diese Art der Verpflegung bald einmal unter "Denkmalschutz" stellen muss! -
Die Spannung steigt!
Wie vor Monaten versprochen, melde ich mich bzgl. eines Updates.
Nachdem das Gericht einen Vergleich vorgeschlagen hat, endet heute die Einspruchsfrist für beide Seiten.
Bin mal gespannt, ob der RV jetzt endlich Ruhe gibt und final zustimmt.
Ansonsten wird sich der Streit noch in das Jahr 2011 ziehen. Sobald ich von meinem Rechtsanwalt höre, dass alles "in trockenen Tüchern ist", werde ich ein abschließendes Statement hier posten.
Habt noch ein klein wenig Geduld ... -
Hallo
Find ich eigentlich gut, dass das Thema für dich jetzt bald mal abgeschlossen ist. Wieso die Rückerstattung aber so hoch ausfallen soll, das hast du noch nicht erklärt.
Seit 2008 im Streit und im Anfechten - wow das braucht aber Energie.. Es geht doch immer noch "nur" um die 7 Abendessen für dich und deine Familie, welche in Buffetform anstatt a la Carte angeboten wurden - oder?
Bei deiner Hotelbewertung vom Son Vida imFebruar 2010 kommt dann aber doch der Verdacht auf, dass du überhaupt zum ersten mal ein richtiges "Leading Hotel" von innen gesehen hast. Die Preise die du da bemängelst (Sangria 13 Euro, Abendessen 54 Euro) sind doch eher Schnäppchen für ein solches Haus. Dass in einem Top Hotel auch der Sektkübel bereitsteht ist sehr selten - dies kommt meistens nur in Touristenhotels am Strand oder in Stadthotels mit grosser Gruppenkundschaft vor. Der bereitgestellte, zweitklassige Sekt soll dann etwas Luxus vorgaukeln. In richtigen Leading Hotels haben die Gäste genügend über um sich bei Bedarf einen richtigen Champagner servieren zu lassen. Es passt einfach nicht zusammen - sparen, kostengünstig und ein LHW-Hotel...
Gruss Markus -
könnten wir mal bitte die begrifflichkeiten klären?
laut meiner recherche ist weder das 1. hotel (wo es kein menu gab), noch das letztgenannte von "mawota" ein leading hotel of the world.
das ändert zwar nichts an der tatsache, dass sich va und hoteliers an die versprochenen leistungen zu halten haben, aber gibt dem "problem" insgesamt meines erachtens einen anderen touch. -
Tja mawota,
das ist ja ein Ding?!
Hat dieser "Geiz-ist-geil"-Touri gcmv nichts besseres zu tun, als mit einem kundenorientierten, ehrlichen, großzügigen, rücksichtsvollen und unschuldigen Reiseveranstalter 2 1/2 Jahre rumzuprozessieren?
Eigentlich schon - das Thema wäre innerhalb kürzester Zeit geklärt gewesen, wenn der RV sich so verhalten hätte, wie es sich für einen zivilisierten Vertragspartner gehört.
Wenn man aber seitens RV den Kunden für "dumm verkaufen" möchte und dessen Schriftverkehr gänzlich ignoriert, braucht man sich nicht wundern, wenn dieser zu Rechtsmitteln greift.
Im übrigen kann ich deinem Slogan "Qualität ist wichtiger denn billig" nur vollstens zustimmen. Wichtig ist dabei nur, dass ich die Qualität auch erhalte, für die ich bereit bin ein paar Euro mehr zu bezahlen.
Für mich ist Urlaub und die damit verbundene Erholung in einem entsprechenden Ambiente mit das Wichtigste überhaupt. Und du kannst mir glauben, dass die knapp 3 Wochen, die ich damals im Vilasol verbracht habe, kein last-minute-Angebot von sonnenklar-tv waren.
Deinen Hinweis, dass mein Son Vida Aufenthalt wohl der erste in einem LHW war, nehme ich mit einem Lächeln zur Kenntnis - nicht jeder Aufenthalt muss zwingend hier im HC von mir dokumentiert werden ...
Auf deine übrigen Fragen werde ich gerne eingehen, wenn der Richterspruch rechtsgültig ist.
Viele Grüße aus dem Badischen
gcmv -
Hallo lexilexi,
das Vilasol war zum Zeitpunkt meiner Buchung ein LHW und hat diesen Status VOR meinem Urlaubsantritt "verloren". Dem RV war dies bekannt - er hat mich über diesen Sachverhalt jedoch nicht aufgeklärt, bzw. u. a. das Verpflegungskonzept drastisch zum Nachteil des Kunden verändert.
Bzgl. Son Vida kann dir unser "LHW-Fachmann" mawota sicherlich mehr sagen, da er diesen Vergleich angebracht hat ...