Raucher vs. Nichtraucher
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die Frage könnte man ja auch mal in den Krankenkassen stellen
bzgl. der Beiträge.Dylan, Du weißt um was es mir geht.
Ich rauche auch selbst. Aber es würde mir nicht in den Sinn kommen, das Essen gehen vom Rauchen abhängig zu machen. Dann läuft oben in der Festplatte irgendwas falsch, aber ganz gewaltig. -
Ich rauche auch nicht beim Essen, lieber Carsten. Aber anschließend möchte ich schon noch etwas sitzen und etwas Kaffee trinken und anschließend einen oder zwei Schoppen Wein schlürfen und in Ruhe etwas schwatzen. Und dazu möchte ich eine oder zwei Zigarren rauchen. Aber nicht vor der Tür und nicht im Hinterzimmer!
Den leichteren und größeren Gewinn (nicht Umsatz) macht nun mal der Gastronom mit Getränken und nicht mit Essen.
Ob da nun was in der Festplatte Deiner Freunde falsch läuft, interessiert den Gastronomen nicht. Den Gastronomen interessiert nur, ob für die verlorengegangenen Raucher neue Nichtraucher kommen, um seien weiteren Gewinn zu garantieren.
Ich spreche hier im Moment nicht von meinem Wohl oder dem Wohl der Nichtraucher; ich spreche hier vom Wohl der Gastronomen.

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Kann dazu nur eines sagen (als Nichtraucher)
Noch nie hat sich ein Raucher über einen Nichtraucher beschwert!

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erik e. wrote:
Alkohol und Nikotin rafft die halbe Menschheit hin - Aber ohne Bier und Rauch, stirbt die andere Hälfte auch.

Klar, aber die erste Hälfte stirbt wesentlich früher !!

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@Dylan
Hallo.Das sich in deinem eingeschränkten, regionalen Markt die Umsätze einiger Restaurants und Gaststätten negativ entwickelt haben, zweifelt hier keiner an.
Will man aber die Situation ganzheitlich und national beurteilen, muß man schon auf einige Erhebungsdaten und die Marktforschung zurückgreifen. Und diese Daten belegen bisher nicht, dass das Nichtraucherschutzgesetzt zu deutlichen Umsatzrückgängen geführt hat.
Wie hier schon aufgeführt wurde, verzeichnet die Branche seit einigen Jahren (schon weit vor der Einführung des Nichtraucherschutzgestzes) einen kontinuierlichen Umsatzrückgang, der sich weiter fortsetzt hat. Auch ein rückläufiger Bierkonsum ist dafür kein Indiz. Denn dieser ist seit vielen Jahren stark rückläufig.
Insofern sind deutliche Umsatzrückgänge bedingt durch die Einschränkungen für Raucher, nur eine Vermutung bzw. bisher nicht flächendeckend nachgewiesen.
Gruß
Hans
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Obwohl ich selbst beim Rauchen sehr gut dabei bin, habe ich in den von mir gepachteten Räumlichkeiten das Rauchverbot von Anfang an konsequent durchgesetzt. Auch nach der jetzt erfolgten Lockerung in Bayern sehe ich keinen Grund, das wieder zu ändern. Umsatzeinbußen aus diesem Grund habe ich definitiv nicht zu verzeichnen! Es sind weitaus weniger Leute, die wegem dem Rauchverbot auf einen Gaststättenbesuch verzichten, als manch einer denkt.
Wirkliche Probleme gibt es wohl nur in kleinen Eck-und Feierabenkneipen gegenüber von Werkstoren
Wir sind ein ländlich geprägtes Wirtshaus mit gutbürgerlicher und einfacher Küche. Regionale Produkte und Einkauf vor Ort runden dieses Bild ab. Wenn dann das Prei-Leistungsverhältnis auch noch passt, ist das Rauchverbot irrelevant. Auch das ist nur ein Einzelbeispiel, aber ich bin jetzt 30 Jahre in dieser Branche tätig, 20 davon selbständig. Ich werde den Eindruck nicht los, das einige Kollegen das Rauchverbot für Gästemangel als Grund vorschieben, um von vorhandenen Defiziten abzulenken! Hart aber wahr! Gesunde Strukturen
und Qualität wissen nämlich auch die Raucher zu schätzen und gehen dann, wenn auch ungern, zum rauchen auch schon mal vor die Tür. Gruß Marcel -
...so sehe ich es auch. Ich besuche weiterhin meine Lieblingslokale, die inzwischen rauchfrei und dennoch oder gerade deswegen gut besucht sind. Für mich ist es auch kein Problem zum rauchen mal nach draußen zu gehen, eher im Gegenteil, denn dadurch hat man drinnen eine deutlich bessere Luft als dieses früher der Fall war...

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@gastwirt + @curiosus
Hallo.
Wenn der Umsatz einiger gastronomischen (Gasthaus, Kneipe) Betriebe zurück ging, war früher alles mögliche Schuld daran. Da schimpften die Wirte auf den gestiegenen Bierpreis oder auf die steigende Steuer, die angeblich immer mehr den Gast belastet. Es war auch der EURO oder auch gestiegene Kosten beim Einkauf von Fleisch und Gemüse oder auch die Strompreise.Die "gastronomischen" Umsätze entwickeln sich schon einige Jahre negativ. Aber viele Wirte suchen die Schuld immer bei "den Anderen". Nun ist es das Nichtraucherschutzgesetz. Wirte mit dem richtigen Konzept, mit dem Mut und der Initiative für Veränderungen, sind auch weiterhin erfolgreich.
Auch ich habe (hatte) zwei gastronomische Betriebe in meinem näheren Wohnumfeld, natürlich ist auch deren Entwicklung ebenso wenig repäsentativ wie andere Einzelbeispiele hier und abhängig vom Standort, Einzugsgebiet, Einwohnerstruktur und dem Wettbewerb.
Beide haben/hatten die gleichen Voraussetzungen, einer hat vor einigen Tagen dichtgemacht. Warum, kein Konzept, keine neue Ideen, keine Aktionen. Der andere verändert sich laufend, bietet häufig neues und hat das Nichtrauchergesetzt von Anfang an konsquent durchgesetzt. Nachteile hat er dadurch keine erfahren.Gründe für einen Umsatzrückgang gibt es sehr viele.Einer davon kann auch das Nichtraucherschutzgesetz sein.
GrußHans.
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mabysc wrote:
Ich glaube aber, dass der Trend zum Nichtrauchen immer stärker wird.
d.h. auf die paar wenigen Raucher, die es zukünftig gibt, kann jeder Gastwirt gut verzichten.
Die Gasträume brauchen auch nicht mehr so häufig renoviert zu werden.ich glaube, da täuscht du dich gewaltig. es wird künftig weiterhin millionen raucher in D geben. kein gastwirt in unserem ort oder auch in den umliegenden städten ( da gehört stuttgart auch dazu ) und dörfern werden mit sicherheit auf ihre rauchenden gäste nicht verzichten wollen.
seit das nichtraucherschutzgesetz, was eckkneipen betrifft, wieder entschärft wurde, boomen die läden wieder. im "verbotsjahr" 07/ 08 hatten alle angst um ihre existenz!
sogar stammgäste blieben aus, bis die gastwirte das rauchverbot ignorierten und eben auf nachfrage aschenbecher hinstellten.
die gastwirtin meiner stammkneipe wurde sogar schon von nem nichtraucher ( er war das 2. oder 3. mal da drin ) angezeigt, weil sie das rauchen trotz verbot gestattete. unser "dorfbulle" tauchte dann auf, ermahnte kurz, aber mit nem augenzwinkern, da er sich privat auch dort aufhält.
an dem abend wurde zwar drin nicht mehr geraucht, der nichtraucher bekam allerdings lokalverbot, weil er im suff 2 mädels belästigte.unsere wirte sind jedenfalls heilfroh, dass wieder ungeniert geraucht werden darf.
sogar 3 von 6 restaurants im ort haben allesamt 2007 raucherräume geschaffen. wäre aber nicht nötig gewesen, da man dort in der regel seinen abend nicht komplett verbringt.
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@mabysc
Hallo.
Vollkommen richtig. Sich in solchen Situationen an Mehrheiten zu orientieren, führt mittelfristig schneller zum Erfolg (Wirt) als einer Minderheit konzeptlos hinterherzulaufen.Selbst wenn diese Minderheit noch immerhin 25% bis 30% der Bevölkerung darstellt, handelt es sich um eine weiterhin rückläufige Personengruppe, die von der Gesellschaft nicht unterstützt wird - im Gegenteil. Insofern lohnt sich langfristig das Bemühen um die Mehrheit.
Solche Strategien lernen Studenten in den Fachbereichen Betriebswirtschaft und Marketing bereits im ersten Semester.
Gruß
Hans
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Hallo.
Das ist aber eine Bewertung meines Beitrages. Bisher dachte ich, dass das nicht erlaubt ist.
Man lernt halt täglich "Arten und Unarten" dazu.
Gruß
Hans
ps Die SPD verbrüdert sich irgendwann mit den Linken, genau so wie Raucher mit Alkoholikern. Und dann sind beide wieder stark. Alkohol+Raucher ergibt einen Bevölkerungsanteil von 80%, also eine große Mehrheit !!

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@brujera
Hallo.Deine Kritik an meiner Aussage kann ich ja nachvollziehen. Aber wird befinden und hier im Fon Forum. Insofern war mein angedachte Koalition - Raucher und Alkoholiker - eher scherzhaft gemeint. Das wird auch erkennbar, wenn du die Beiträge von mir und @gastwirt gelesen hast, die davor plaziert sind.
Wobei natürlich der Begriff Alkoholiker sehr breit sein kann. Ist der Mensch der täglich und regelmäßig ein Bier zum Essen und am Abend ein Glas Rotwein trinkt, schon ein Alkoholiker ? Einige Wissenschaftler meinen ja. Und diese Menschen bekommen ihr Leben durchaus noch "auf die Reihe". Wenn das schon Alkoholiker sind, dann stimmen meine 80% wieder - oder ?
Gruß
Hans
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Meine Stammkneipe hat ca. 50 Sitzplätze. Am Freitag (wenn ich dort bin) und am Samstag ist sie immer proppevoll. In der kurzen Zeit des gesetzlichen Nichtrauchens (ca. ein Monat) saßen zwei Gäste vor der Kneipe und rauchten. Drinnen saß kein einziger Gast; noch nicht mal welche von den genannten 75 Prozent der deutschen Nichtraucher.
Nach dem das Gesetz gelockert wurde, war die Kneipe zum Glück wieder proppevoll – denn auf die verwiesenen 75 Prozent konnte der Kneiper leider nicht bauen.

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@Dylan
Hallo.Du stellst hier die Entwicklung und die Veränderungsprozesse während der unterschiedlichen Zeiträume (mit und ohne Nichtraucherschutzgesetz) deiner Stammkneipe dar. Das allerdings ist die Entwicklungeines gastronomischen Betriebes in Deutschland. Daraus kannst du doch nicht die bundesweiten Auswirkungen ersehen oder ableiten.
In Deutschland gibt es ca. 240.000 Betriebe die im Gastgewerbe tätig sind. Das beinhaltet sowohl Hotels, Restaurants, Kneipen und Imbissbetriebe. Davon sind nach Meinung von Branchenexperten etwa 180.000 Kneipen, Restaurants, Gasthöfe und Wirtshäuser. Aber die gesamte, bundesweite Entwicklung dieser Betriebe nach Einführung der Nichtraucherschutzgestze ist entscheidend.
Freuen wir uns, dass deine Stammkneipe die Gäste jetzt wieder zurück bekommen hat, denn wie du schreibst waren 73 von 75 Gäste nicht mehr erschienen. Aber dieses **eine Beispiel spiegelt doch nicht die Gesamtentwicklung in Deutschland.**Es gibt diverse positive wie auch negative Beispiel in der Entwicklung. Für beide Entwicklungen, positiv wie auch negativ sind hier im Thread Beispiele aufgeführt.
Die Entwicklung in Deutschland ist so wie hier bereits in mehreren Beiträgen beschrieben.
Bisher gibt eskeine eindeutigen Belege dafür, das die Deutsche Gastronomie deutliche Umsatzeinbußen seit der Einführung der Nichtraucherschutzgesetze hat.Der Gesamtumsatz ist rückläufig, aber dass seit mehr als 7 Jahren. Dafür gibt verschiedene unterschiedliche Gründe.
Dein Beispiel ist deine Kneipe, ein "Blitzlicht" nicht mehr und nicht weniger.
Auch wenn hier gleich weitere 50 oder 100 User schreiben, dass ihre Kneipe davon betroffen ist oder betroffen war, ändert das nichts an der Gesamtentwicklung in unserem Land.
Gruß
Hans
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brujera wrote:
Das finde ich aber wiederum diskriminierend: Raucher und Alkoholiker gleichzusetzen.Süchtig sind zwar beide aber der Raucher schafft es dann doch, sein tägliches Leben auf die Reihe zu kriegen was bei Alkoholikern leider selten der Fall ist.
Ohhh da täusche Dich aber mal nicht. -
UteEberhard wrote:
Aber wird befinden und hier im Fon Forum. Insofern war mein angedachte Koalition - Raucher und Alkoholiker - eher scherzhaft gemeint.
...zum einen sind wir hier nicht im "Fon-Forum" und zum anderen muß man auch nicht alles "scherzhaft" meinen, was nun einmal nicht scherzhaft ist!Desweiteren empfehle ich die Forenbeschreibung mal etwas aufmerksamer zu lesen, denn dort steht: "Hier kann nicht nur über Reisethemen, sondern auch über lustiges, kurioses, unsinniges...diskutiert werden! ".
Man muß nicht alles und jedes lächerlich darlegen... :? -
Hallo Dylan, schöne Kneipe

Wenns nicht so weit weg wäre von mir, würd ich da super gerne auch mal hinkommen.
Bist du da eigentlich auch irgendwo auf den Bildern zu sehen?
Ich kenn auch eine Kneipe, die aufgrund des NR-Schutzgesetzes jetzt dichtmachen muss, weil es sich einfach nicht mehr rechnet. 1-Raum-Kneipe mit Essen (solide Hausmannskost, sehr gut, kleine, aber feine Auswahl, zum Bier passend). Als das Gesetz in Kraft trat, hat man es erst mal ignoriert, man bekam weiterhin Essen und durfte rauchen. Nachdem dann irgendein I.... die Inhaber angezeigt hat (wahrscheinlich von einem nicht gut laufendem NR-Restaurantbesitzer, die es dort in der Nähe viel gibt), gibt es dort jetzt kein Essen mehr.
Nur Bier und rauchen bedeutet, die rauchenden Gäste, die was essen wollen, bleiben weg.
Ohne Rauch, dafür mit Essen, läuft aber auch nicht, dafür gibt es in der Umgebung genug Beispiele.
Warum können solche kleinen Kneipen nicht eine kleines Essensauswahl anbieten und trotzdem darf man dort rauchen? Warum reicht es nicht aus, die Kneipe als Raucherkneipe zu kennzeichnen und Jugendlichen unter 18 Jahren den Eintritt zu verbieten? Auch mein Mann geht mit mir dahin, er ist schon immer Nichtraucher, aber da hat er auch kein Verständnis für. Und die Meinung der Kneipenbesitzer zur Bundesregierung, die dieses Gesetz so erlasen hat, könnt ihr euch bestimmt denken.In Restaurants, in die man zum Essen geht, ist das was ganz anderes. Da bin ich max. 2 Stunden zum Essen und geh wieder. Evtl. rauch ich zwischendurch mal eine draußen, manchmal auch nicht, erst wenn ich gehe. Und diese Lokale laufen auch weiterhin gut, weil da Rauch und Nichtraucher reingehen.
Aber in eine Bierkneipe?????? Muss man da rein, wenn man Nichtraucher ist oder Kinder dabei hat?
So, das wars

Die ***** hat sich den Frust von der (rauchenden) Seele geredet
