tsunami erinnerungen
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maximax wrote:
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By the way: Warum werfen wir dem reichen Staat IndonesienIch habe ein paar Jahre in Indonesien gelebt und kann definitiv sagen dasss es ein sehr armes Land ist.
Ist nicht Thailand, Indonesien ist viel, viel ärmer.BTW: Halte das Frühwarnsystem auch für eine nutzlose Spielerei.
War selber wärend und nach dem Tsunami auf Phuket/Krabi/Lanta.
Die schäden waren mit Ausnahme des Ortes Kamala minnimal. Die Strände super und alle Thais ausergewöhnlich freundlich. War der beste Thailand Aufenthalt den ich je hatte. -
Andiiiii wrote:
maximax wrote:
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By the way: Warum werfen wir dem reichen Staat IndonesienIch habe ein paar Jahre in Indonesien gelebt und kann definitiv sagen dasss es ein sehr armes Land ist.
Ist nicht Thailand, Indonesien ist viel, viel ärmer.BTW: Halte das Frühwarnsystem auch für eine nutzlose Spielerei.
War selber wärend und nach dem Tsunami auf Phuket/Krabi/Lanta.
Die schäden waren mit Ausnahme des Ortes Kamala minnimal. Die Strände super und alle Thais ausergewöhnlich freundlich. War der beste Thailand Aufenthalt den ich je hatte.Schön dass Du einen Super Urlaub hattest während rund um Dich Menschen Ihre Existenz und Ihr Leben verloren haben

Die kleinen Schäden haben in der Naiharn Beach sämtliche Strandlokale zerstört , ebenso in der Karon Beach. Ich hab fast keinen Thai in der Region getroffen der nicht ein Familienmitglied verloren hat.
Die minimalen Schäden in Khao Lak haben zigtausenden Menschen das Leben gekostet .
Aber toll das Du Deinen Urlaub geniessen konntest , die Thai so freundlich zu Dir waren und Du das Frühwarnsystem für eine Spielerei hältst!
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"Halte das Frühwarnsystem auch für eine nutzlose Spielerei."
Andiiiiiii,
das "auch" halte ich für vermessen, weil Du mit dieser Meinung keine grosse Lobby haben dürftest.
Die Weitergabe von Daten, Warnungen etc. erfolgt in Echtzeit, manche Region hat möglicherweise nur 15 min, manch eine Region vielleicht eine Stunde, andere Gebiete noch mehr.
Hätten es damals von geschätzten 220.000 auch nur 1000 geschafft, im rechtzeitigen oder noch frühzeitigeren Wissen der nahenden Flutwelle zu laufen, zu kriechen oder zu fahren, auf eine Anhöhe zu kraxeln oder die 2. Etage eines Hotels zu erreichen, so wäre dies jede Million dieser Welt wert gewesen.
Herzinfarkt, Feuer im Wohnhaus, was auch immer, jede Minute entscheidet auch in unseren Gefilden über Leben und nicht mehr leben.
Zeit kann man nicht kaufen ?
Doch man kann, und im Rückblick auf 2004 ist jede Sekunde auch jedes Geld wert.
Die mögliche Rettung von Menschenleben als nutzlose Spielerei zu bezeichnen, solltest Du als hochgradig peinlich empfinden, ebenso die Darstellung, dass es Dir prima ging, die Einheimischen total fröhlich und die Strände echt super waren. Einfach nur peinlich.
Grüsse
Heiko
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Ausserdem ist die Aussage von Andii völlig falsch. Denn auch in Khao Lak waren die Schäden und Opferzahlen hoch!
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Hallo..
Wenn ich die Bilder und Videos von einer bestimmten und von den
meisten sicher bekannten Internetseite anschaue dann bekomme ich
immer noch ein sehr mulmiges Gefühl..Mit einem Frühwarnsystem wären mit Sicherheit Tausende von
Menschen gerettet worden..Deshalb verstehe ich nicht, warum manche dieses als sogenantes "Pipifax"
bezeichnen.. -
Habe auch noch die Bilder im Kopf, wo in den Hotels, Gäste der oberen Etagen den Gästen am Pool machtlos beim Ertrinken zusehen mussten.
Wenn ich den Thread richtig verfolgt habe, so war Günter persönlich und direkt betroffen. Ein Freund hatte es nicht geschafft, Günter wurde von ausländischen Gästen unter Einsatz des eigenen Lebens gerettet.
Und wir unterhalten uns über 1 EUR Steuergelder pro Nase....
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Hast Du richtig verstanden. genau aus dem Grund sträuben sich mir alle Nackenhaare, wenn hier von vom besten Thailand Urlaub den man je hatte geschrieben wird.
Ich hab dort zuviel Leid gesehen - überall in diesen Tagen! -
Vielleicht mögen auch diese Erfahrungsberichte noch einmal eine gedankliche Hilfe sein, und den Eindruck einer harmlosen Brandung als Adsurdum führen.
Ich habe es, dem lieben Gott und Zufall sei Dank, nicht persönlich erfahren müssen, gleichwohl ich durch Besuche in Sri Lanka und im November/Dezember 2004 auf den Malediven sehr wohl indirekt betroffen war und fühlte,
und keine Meldungsboje im indischen Ozean dementsprechend als Spielzeug ansehe.
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Ich verstehe irgendwie nicht ganz, weshalb Jahr für Jahr nur über den Tsunami in Asien gepostet wird. Logisch war es furchtbar und schrecklich. Naturkatastrophen gibts aber jedes Jahr überall und dort kamen auch hunderte von Menschen ums leben. Nur ein Beispiel, der Hurrican Cathrina in New Orleans und Umgebung. Da gab es nicht so viele Todesopfer wie in Asien, trotzdem wurde darüber in den Medien und auch hier eher bescheiden diskutiert.
Mal von den ganzen Erdbeben, die sich die letzten Jahre ereigneten, abgesehen.Ich frage mich bis heute noch, wo die Spendengelder für Asien geblieben sind

Es wurden alleine von der Bundesregierung 500 000000 € gespendet. Die USA spendete 300 000000 Dollar usw. Alle weiteren Länder, die auch spendeten, kommen noch dazu. Auch Privatleute spendeten Unsummen.
Über 1 MRD kam da sicher zusammen.
Ca 1 Jahr später kam ein Bericht auf N 24. Da wurden die dort lebenden Menschen über ihre Lage nach dem Tsunami befragt. Die Fischer erhielten zum Beispiel keinen Cent. Sie mussten sich wieder neue Fischerbote zusammenschustern oder die zerstörten wieder selbst fahrbar machen. Die Hoteliers in den Tourigebieten mussten ihre Hotels auch wieder selbst aufbauen und das aus eigener Tasche. Das Inventar zahlten sie auch selbst.
Wo bitte ist das Geld hin? Bei den Bedürftigen kams jedenfalls nicht an. Ein Jahr später sah es dort in abgelegenen Gebieten immer noch aus, wie nach dem Krieg. Die Einheimischen, die zwar zuvor auch fast nix hatten, hatten auch nach den Spenden kein vernünftiges Dach auf dem Kopf.
Hauptsache die Touristengebiete wieder schnellstens aufbauen, dass die Tourismusbranche ohne großen Ausfall weiter boomen kann. Klar, diese Menschen Leben vom Tourismus. Es gibt aber auch mehrere 1000 Einheimische, die nicht direkt oder nichts mit Tourismus zu tun haben. Deren Felder wurden auch zerstört, damit auch deren Lebensunterhalt.
Wie gesagt, wo sind die Spenden geblieben?????
Das war das letzte Mal, dass ich irgendwo Geld gespendet habe. -
Das weiß keiner.
Sicherlich haben noch viele mehr ein großes Stück vom Kuchen abbekommen, bzw es sich ergaunert.
Den Löwenanteil sackten sich bestimmt die jeweiligen Länder ein.
Wäre das komplette Geld wirklich an die Bedürftigen gegangen, hätte es ein Jahr später dort nicht mehr so ausgesehen.
Die Einheimischen außerhalb der Touristengebiete hatten vor dem Tsunami ja auch nur zweckmäßige Hütten. Danach hatten sie nicht mal mehr diese. Geld floß da keines.Von 10 Euro Spende bekommen die Bedürftigen doch allerhöchstens geschätzte 50 Cent. Das ist eine absolute Unverschämtheit und deshalb spende ich keinen Cent mehr. Egal wo was passiert. Die, die es dringend brauchen kriegen es eh nicht und für diejenigen, denen es schon gut geht, spende ich nicht mehr. Basta.
Wenn ich noch spende, dann nur Sachspenden. Ob diese natürlich ankommen, kann ich auch nicht nachweisen.Ich hab jetzt auch wieder Kleiderschränke "ausgemistet". Die noch absolut ganzen Teile bringe ich ins 2 Km entfernte Behindertenheim. Da weiß ich, dass die Sachen gebraucht werden und dass sie ankommen.
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Wer die betroffenen Gebiete, in unserem Fall Khao Lak, nicht schon vorher und jetzt nachher kannte/kennt, sollte hier vielleicht besser nichts mehr schreiben.
Basta

Und nun ruhig auf mich losprügeln.
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@ bernhard
Ich habe im TV Bilder gesehen und das reicht mir. Ich habe Interviews gehört, das reicht auch. Seit 2004 wird jedes Jahr dieses schreckliche Drama wiederholt, zumindest bis letztes Jahr.
Zwischendurch waren immer wieder Journalisten da unten und brachten Filmmaterial plus Interviews mit um es dann auszustrahlen.
Ich war noch nie da, das ist richtig, trotzdem kann ich mir aber meine Meinung darüber bilden! -
Richtig, Silke! Laß Dir nix gefallen!
Ein Arzt muß nicht jede Krankheit selber gehabt haben, um sie heilen zu können. Und ein Reiseschriftsteller muß nicht jeden Ort selber besucht haben, über den er schreibt. Karl May läßt grüßen, der hat alles zu Hause geschrieben, hat sich aber vorher exzellent informiert. -
Mein Kommentar war nicht kryptisch, sondern ganz klar formuliert.
Wer glaubt, sich aus Fernsehbildern, wenns geht noch auf den "tollen Kabelkanälen", sich eine Meinung bilden zu können, bitte schön!
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Es paßt nicht zum Thema Tsunami, aber zu caribiangirls Aussage zu Spendengeldern! Elbe(plus Nebenflüsse) Hochwasserschäden um Grimma bis HEUTE nicht komplett beseitigt! Ich hatte damals eine private Spendenaktion übers Wirtshaus gemacht, 1000€ sind zusammengekommen, habe mir über die evangelische Kirchengemeinde eine vielleicht? betroffene Familie( alleinerziehende Mutter mit drei Kindern) benennen lassen, um die Spende nicht im Wasser ertrinken zu lassen. Mir wurde sogar eine Kontonummer genannt( Privatkonto bei Sparkasse xy) Es kam nicht einmal ein dankeschön

Warum soll es in Thailand anders sein? Für mich kommen Spenden nur noch in Frage, wenn eine solide Abwicklung gewährleistet ist! sorry für OT LG an alle Mitleser Marcel
PS: informiert war ich nur durch Fernsehbilder! DIE haben Gerhard Schröder die Wahl gewonnen! LEIDER -
Ja, gastwirt, ich erinnere mich noch daran, daß Schröder plötzlich seinen Brioni in
in Gummistiefel umtauschte und mächtig Eindruck machte. Das hat ihn, wenn auch hauchdünn, die Wahl gewinnen lassen. Man sieht daran, wie hoch emotionell das Thema "Überschwemmungen durch Naturgewalten" von den Bürgern eingestuft wird. An sich nichts verwerfliches, sondern im Gegenteil der Beweis, daß das Mitgefühl unter den Bürgern noch vorhanden ist. Haarig wird es halt nur, wenn dann die falschen Schlüsse gezogen werden und blindlings an irgendwelche nächstbesten, teils obskuren Hilfsorganisationen blindlings Geld gespendet wird. Ich erinnere noch, daß nach dem Tsunami sogar darum gebeten wurde, nicht mehr weiter zu spenden, weil die Administration der Spenden nicht mehr gewährleistet sei. Die das taten, waren wenigstens noch ehrlich!