Benimmse
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Ich bin kein ausgeprägter FKK-Anhänger; insbesondere nicht in geschlossenen Räumen.
Die Sache mit den Einladungen interessiert mich schon eher. Denn ich könnte mir vorstellen, dass Einladungen ganz beliebt sind, zumal erwartet wird, dass man vielleicht auch etwas mitbringt, was die Einladendenden nicht so haben oder sich nicht so leisten können. Darum geht es mir auch nicht. Denn es würde mir schon Spaß machen, etwas mitzubringen. Aber jeden zweiten Tag würde ich wohl nicht eingeladen sein wollen.
Denn ich möchte ja spanisch lernen und auch alle meine Eindrück niederschreiben.Was wäre denn eine akzeptable Form der Ablehnung?
Doro
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Doro12 wrote:
Was wäre denn eine akzeptable Form der Ablehnung?
"Nein, Danke." in einem höflichen aber bestimmten Ton zu sagen.Tipp:
Gehe nicht auf die erstbesten Einladungen ein. Wenn Du schon dreißig Tage auf Kuba verweilst, findet sich sicherlich eine sinnvolle Begebenheit. Lerne erst einmal jemanden näher und etwas genauer kennen, dann wir des schon vernünftig werden.Wenn Du, wie Du schreibst, viel in Casa particulares übernachten möchtest, dann wirst Du auch viele Einheimische persönlich kennen lernen.
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Inzwischen habe ich einmal nachgelesen.
Eine Einladung ist eine Art Kommunikationsritual und heißt so viel wie: Du bist mir sympathisch.
Das begeisterte Annehmen einer Einladung kann den Einladenden in arge Verlegenheit bringen, weil er vielleicht weder die Mittel noch die Zeit hat, die Einladung zu realisieren.
Darum immer erst einmal dankend ablehnen, aber begeistert sein von der Idee, dass man vielleicht irgendwann etwas gemeinsam unternehmen sollte.WErst wenn die Einladung etwa zum 5. Mal wiederholt wird, kann man sich sicher sein, dass sie wirklich ernst gemeint und man wirklich willkommen ist.
Dorothea
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So ist es! Das hört sich für mich stimmig an!
Und das will ich doch hoffen, dass ich auf Kuba überwiegend mit Kubanern zu tun habe. Deutsche kann ich genug in Deutschland treffen.
In der Regel kann ich mich schnell gut einfühlen. Und darauf und auf nichts anderes kommt es mir an.
Doro
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Ich fand die Kubaner, die in der ehemaligen DDR lebten und arbeiteten immer nett, höflich und hilfsbereit. Mit Wort "Cubi" drückte man tatsächlich eine wirkliche Geringschätzung bzw. eine totale Abneigung diesen Menschen gegenüber aus.
"Menschliche Menschen sollten Menschen menschlich behandeln..."
...das galt auch schon für meiner gleichen und mich in der DDR. -
Das "Cubi" als Schimpfwort heute noch aufgefaßt wird, ist mir nicht bekannt gewesen. Sollte sich also dadurch jemand angegriffen fühlen, so tut es mir leid.
Da ich nur sehr entfernten Kontakt in die DDR hatte und damit auch damals keinen Kontakt zu Kubanern, kannte ich das auch nicht so.
Da aber selbst mein kubanischer Ex-Mann und seine Freunde sich untereinander, aus Faulheit, Cubis nennen, denke ich, dass es heute absolut korrekt es sie so zu nennen.
Bisher hat sich auch kein mir bekannter in Deutschland lebender Kubaner angegriffen gefühlt. Das hätte man mir sicher schon längst um die Ohren gehauen.
Und da man hier in Köln eh viele Dinge abkürzt, klingt und klang es in meinen Ohren eher immer niedlich und so ist es auch gemeint. -
und Piefkes

Mann / Frau was haben wir für interessante Themen
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PS: Bei Karl May wurden Sioux diskreminiert - und die Appachen waren so super .........
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Du irrst dich. Meinen Ex spreche ich sehr oft mit "mein Cubi" an und wie gesagt ihn und andere meiner kubanischen Freunde finden nix dabei. Vielleicht kennen sie auch einfach den DDR-Hintergrund dazu nicht.
Unter Kubanern ist es übrigens auch üblich und nicht unhöflich sich bei der Hautfarbe anzusprechen. Würde man hier nie tun. Es ist z.B. üblich eine Mulatin mit "Hey Mulata" zu rufen oder ein guter Freund von mir, der schwarz ist, wird von seinen Freunden nur "El Negro" gerufen und ihn stört es nicht im Geringsten und er hört darauf, wie auf seinen Namen. Dies sind alles Dinge, die auf Kuba kein Tabu sind.
War für mich anfangs auch sehr ungewöhnlich. Läßt sich aber am einfachsten dadurch erklären, dass auf Kuba Diskremierung auf Grund der Hautfarbe eher ungewöhnlich ist.
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Doro12 wrote:
Beispiel: In der Türkei gilt es als ganz schlechtes Benehmen, sich bei Tisch die Nase zu putzen. Dazu sollte man den Tisch verlassen.Doro
Sollte man das nicht immer machen, egal wo oder was soll so toll am "Rumtrompeten" am Tisch sein?Gehoert fuer mich zum Benehmen dazu, dass man in so einem Fall den Tisch verlaesst Richtung Rest Room.
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Trieli wrote:
Vielleicht kennen sie auch einfach den DDR-Hintergrund dazu nicht.
Für mich sind es einfach nur Menschen wie Du und ich...
...und ich kenne Dich noch nicht einmal!Trieli wrote:
Unter Kubanern ist es übrigens auch üblich und nicht unhöflich sich bei der Hautfarbe anzusprechen.
Hat man früher (vor zwanzig Jahren) nicht gemacht bzw. ernsthaft und wirklich/ehrlich nicht gesagt...
...waren damals alles beleidigende Schimpfworte...
...nicht nur in der DDR...! -
Hat jemand von Euch schon mal einen kubanischen Personalausweis gesehen?
Trieli sicher

Da steht u.a. "Piel" und dafür gibt es 3 Möglichkeiten: Blanco, Negro und Mulato.
Sicher haben manche auch schon mal den weichen Rum mit der karibischen Schönheit auf dem Etikett getrunken.
Was steht noch mal für ein Name drauf?
In Kuba werden viele als negro, mulato, trigueño, chino, blanco bezeichnet.
Je mas blanco je höher ist die Stellung.
Nenne nie eine Mulata- Negra!
Oder eine Trigueña- Mulata!Beide werden es als Erniedrigung auffassen.
Fidel sagte einmal: Todos somos cubanos - todos somos mulatos!
Also Mulato/a ist kein Schimpfname, sondern in Kuba normal.
Aber eine "natürlich gebräunte Schönheit" mit glatten Haaren, genannt pelo chino, legt Wert darauf eine Trigueña zu sein.
Und ein Weiße will natürlich Blanca genannt werden und nicht Mulata.Es ist nicht so einfach in Kuba, daher erst lernen, dann sprechen.
Es gibt natürlich noch weitere feine Unterschiede, erspare ich euch hier aber.
N.B.
Hotelchefs sind meist?
Casavermieter ebenfalls!
Habe bisher nur 1 schwarzen casavermieter kennen gelernt.
+++++Hat jemand gesagt es gäbe Rassismus in Kuba??
Aber nein!

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Wenn die Hautfarbe im Personalausweis steht, gilt das wahrscheinlich als Identitätshinweis wie bei uns beispielsweise die Augenfarbe.
Dass die Hautfarbe allerdings auch als Zugangskriterium für bestimmte berufliche Positionen eine Rolle spielt, ist weniger verständlich. Aber vielleicht hat sich da ein Vorurteil gebildet, das etwa lauten könnte: El Tourist und la Tourista fürchten sich vor´m schwarzen Mann!
Doro
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@doro12
du siehst dich ja sicher nicht als Touri, oder?
Touris sind doch nur die anderen :?
