• Tails
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    geschrieben 1371916442000

    Am besten in Kenia Schilling - das erspart das Umwechseln ;)

    Euro in Scheinen geht natürlich auch.

    Wir hinterlassen nicht Spuren sondern Eindruck ...
  • Stueppi
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    geschrieben 1371918672000

    Deswegen hatte ich danach gefragt, wenn jeder dem Rat der Reiseleitung nachgeht und zwischen 3 und 5 Euro pro Tag gibt, könnte das m.M.n. schon etwas ausarten. Die deutschen Veranstalter besetzen ihre Busse nicht selten mit 7 Personen. Bei 5 Tagen und 5 Euro am Tag wären das 150 Euro Trinkgeld.

    Bei einem voll besetzten Fahrzeug ist es ratsam sich abzusprechen und das Geld komplett zu übergeben.

    Alles was ich mir wünschte war nach Afrika zurück zu kommen. Wir hatten es noch nicht einmal verlassen, und doch war ich wenn ich nachts wach lag und lauschte schon heimwehkrank - E.Hemingway-
  • Safari-Experte
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    geschrieben 1372030373000

    Die Höhe des Trinkgeldes ist immer ein heikles Thema.

    Ich finde zwei Aspekte wichtig:

    1. Trinkgeld gibt es, wenn man mit der Leistung zufrieden war, nicht weil es erwartet wird - ich denke, damit gehen die meisten konform mit mir.

    2. Es muss in guter Relation stehen:

    Wenn ich also einem Kofferträger, der mir vielleicht 5 Minuten zur Hand geht, 1 Euro oder 100 KES gebe, was müsste dann ein Safarifahrer bekommen, der tagelang an meiner Seite steht?

    Für Kofferträger finde ich 20-50 KES je nach Schwere des Gepäcks und Transportweg ok.

    Für die Person, die das Zimmer sauber hält, 50 KES am Tag, ebenso ein Kellner, der einem regelmäßig im Hotel bedient.

    Bei Safarifahrer sind die 3-5 Euro (300-500 KES) pro Person und Tag meiner Meinung nach durchaus vertretbar, sofern Punkt 1 erfüllt ist.

    Bedenkt, ihr vertraut ihm euer LEBEN an, denn kenianische Straßen sind GEFÄHRLICH, das weiß jeder, der schon Mal auf Safari war. Dazu kommt, dass der Job mehr ist, als nur Gäste von A nach B zu fahren. Ein guter Fahrer spricht die Sprache der Gäste (musste er z. T. auch erst in einer Schule gegen Gebühr erlernen), hat ein Zertifikat (kostet auch) oder noch besser hat eine touristische Ausbildung (z. B. in einem Kurs vom KWS - richtig, kostet), bei der er sich Wissen zu Land, Natur und Tieren angeeignet hat. Er kann mit unterschiedlichsten Gästetypen umgehen, bleibt immer freundlich, kann auch kleinere Reparaturen am Fahrzeug vornehmen und sorgt dafür, dass das Fahrzeug immer sauber vor den Gästen steht. Er weiß Rat, wenn z. B. ein Gast krank ist und kümmert sich um alles, damit die Gäste ihre Safari genießen können. Er ist oft schon vor Sonnenaufgang auf den Beinen und setzt sich abends nach einem 8-12 Stundentag noch gerne zu seinen Gästen, sofern sie das schätzen.

    Das interessante an der Debatte ist meist, dass man das Gefühl bekommt, manche Menschen gönnen den Fahrern dieses hart erarbeitete "2. Gehalt" nicht. Sollen doch die Arbeitgeber einen ordentlichen Lohn bezahlen, dann wäre das nicht nötig!

    Meist sind es die gleichen Leute, die sich über die hohen Preise für Safaris aufregen. Höherer Lohn würde die Preise aber noch stärker ansteigen lassen und das kann sich im harten Konkurrenzkampf (fast) keiner leisten und das will schon gar nicht der Tourist!

    Deshalb verdient ein Safarifahrer im Durchschnitt ca. 150 Euro im Monat. Teilweise gelten die Verträge sogar nur für die Hauptsaison, so dass die Fahrer 2-5 Monate kein Gehalt beziehen und natürlich erst recht kein Trinkgeld. 

    Nicht nur die Lebenshaltungskosten sind in Kenia stark angestiegen (z. B. 1 kg Zucker, 1,20 EUR, 1 Liter Milch 0,65 EUR, 400 g Toastbrot 0,40 EUR, 2 kg Maismehl 1,10 EUR, 1 l Speiseöl 1,50 EUR), wer seinen Kindern eine gute Zukunft ermöglichen will, schickt sie nicht in die kostenlose staatliche Grundschule (mit Klassengrößen von 40-120! Kindern), sondern auf eine Privatschule. Hier kommen dann mal schnell Kosten in Höhe von 250-300 Euro im Jahr pro Kind zusammen, bei den weiterführenden Schulen geht es z. T. in die Tausende, Euro wohlgemerkt.

    Man kann es wie Chrissy "Entwicklungshilfe" nennen, wenn man ein gutes Trinkgeld gibt, denn oft profitiert von dem Geld nicht nur die Kernfamilie, sondern es werden neben den Eltern auch Geschwister oder gute Freunde unterstützt, wenn diese in eine finanzielle Notlage geraten. Z. B. sterben in Kenia prozentual mehr Menschen als in Deutschland und eine Beerdigung kostet mit allem drum und dran auch leicht 100 Euro und mehr.

    Wer 1.500 Euro und mehr für eine Reise ausgibt, sollte eigentlich auch noch das Trinkgeld aufbringen können.

    Olaf

    *** Begib dich auf deine eigene Safari des Lebens - Komm' nach Ostafrika ***
  • Tails
    Dabei seit: 1235433600000
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    geschrieben 1372065330000

    Liebe Güte - ich glaube nicht, dass hier jemand einem guten Fahrer das 2. Gehalt mißgönnt.

    Aber ich bin nach wie vor - trotz Deines interessantes Beitrages - anderer Meinung.

    Auch der Koch im Hotel, auch der Kellner, auch die Zimmermädchen und -Jungs unterstützen sicherlich ihre Familien nebenbei.

    Ich kann und will aber nicht jedem das "2. Gehalt" finanzieren, auch wenn das Deiner Meinung nach bei dem Reisepreis auch noch drin sein sollte ;)

    Dessen ungeachtet soll ein Fahrer, mit dem ich zufrieden war, auch ein gutes Trinkgeld erhalten.

    Aber wenn ich das Beispiel 5 Tage Safari mit 4 Gästen nehme, dann sind das 100 Euro Trinkgeld. Gehe ich davon aus, der Fahrer hat im Monat nur 4 Touren, dann ist das sicher mehr als ein doppeltes Gehalt, auch wenn die Regenzeit keine Einnahmen bringt.

    Das Unternehmen, mit dem ich auf Safari gehe, zahlt den Fahrer übrigens auch während der Low Season, so dass zumindest das Gehalt weitergeht.

    Meine Guide nimmt gar kein Trinkgeld :laughing:

    Allerdings ist das auch eine andere Geschichte ;)

    Wir hinterlassen nicht Spuren sondern Eindruck ...
  • Dubhe
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    geschrieben 1372075712000

    Jambo,

    dieses Thema ist nach wie vor ein Schwanz ohne Ende.... hier werden Vorschläge gemacht... es heißt ja nicht, dass man diese auf Biegen und Brechen befolgen muss....

    Oft genug bekommen die Safari Fahrer gar kein Trinkgeld, weil sie z.B. die "geforderten Tiere nicht gefunden" haben! ICH möchte deren Job und Verantwortung nicht tragen!

    Letztendlich muss doch jeder selbst entscheiden welchen "Service" man wie belohnen möchte.

    LG Dubhe **** "Die schnellste Verbindung zwischen 2 Menschen ist ein Lächeln" ****
  • mona36
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    geschrieben 1372446372000

    Jambo,

    keine Ahnung, ob ich hier richtig bin. Es geht aber um das Thema Trinkgeld:

    Wie macht ihr das mit dem Kleingeld wechseln? Um die Relationen zu wahren, der Kofferträger soll ja nicht gleich ein kleines Vermögen verdienen, wenn er die Tasche von A nach B trägt. Die kleinsten Scheine sind ja die 100er.

    Irgendjemand hat hier mal geschrieben, dass 20 Kenianische Schilling dafür angemessen wären, was auch meine Meinung ist. Aber wo bekomme ich das Kleingeld her, wenn die Safari nach Ankunft am Flughafen startet?

    Danke für eure Antworten.

    Lg. Monika

  • mayfieldfalls
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    geschrieben 1372448754000

    Gar nicht.

    Ich denke man sollte es nicht übertreiben und genau 20 Schilling geben. Das sind gerade mal 20 Cent.

    Also ich glaube da kann man ruhig 100 Schilling geben. Aber es gibt auch 50 Schilling Scheine.

    Wenn du dann irgendwo was kaufst bekommst du Kleingeld.

    LG Jasmin

    "Wer sich je von Afrika hat verführen lassen, der findet sein Lebtag kein Messer mehr, um die Fesseln zu zerschneiden, die ihn am das Land binden. Die Nase gibt den Duft von Afrika nicht mehr frei, die Ohren nicht seine Melodien."
  • Stueppi
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    geschrieben 1372449331000

    Die kleinsten Scheine sind nicht hundert, sondern 50 Schilling. Ich bin mir recht sicher, dass die Wechselstuben am Airport in Nairobi offen sind, Mombasa schafft das nachts um halb fünf auch, selbst wenn sie noch zu aussehen sollten, uns haben dieses Jahr 2 Mitarbeiter mitgeteilt, dass sie trotzdem geöffnet sind.

    Ihr müsst doch sowieso irgendwo Schillinge holen wenn Ihr ankommt, man könnte den Fahrer bitten bei einer Bank anzuhalten, das Problem werde alle Eure Mitfahrer haben und die Fahrer werden dies kennen. Ansonsten in den Unterkünften einfach mal nach kleinen Scheinen fragen, manchmal geht es.

    Es liegt mir fern hier wieder eine Diskussion auszulösen, aber ein Kofferträger der meine Koffer ein paar Meter trägt bekommt von mir keine 100 Schilling Trinkgeld, auch keine 20 Schilling, da gebe ich immer 50.

    Wenn ich auf Biegen und Brechen kein Geld gewechselt bekomme habe ich auch schonmal Angestellte angesprochen, die ihr Trinkgeld immer gerne gewechselt haben.

    Alles was ich mir wünschte war nach Afrika zurück zu kommen. Wir hatten es noch nicht einmal verlassen, und doch war ich wenn ich nachts wach lag und lauschte schon heimwehkrank - E.Hemingway-
  • mona36
    Dabei seit: 1220918400000
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    geschrieben 1372449775000

    Danke euch,

    ist ja auch OK, aber 100 Schilling sind ja auch knapp 1 Euro und im Schlaf verdiene ich mein Geld auch nicht. Ich muss auch dafür arbeiten. Aber wenn der Kofferträger schon 1 Euro für 2 Minuten bekommt, möchte ich, wenn ich es hoch rechne und dem Fahrer bei der Safari auch was geben will, nicht wissen, wo ich dann lande. Den Stundenlohn hätte ich dann auch gern :laughing:

    Es soll jeder was bekommen und ich will auch keine Diskussion lostreten, aber die Relationen sollten schon stimmen.

    Lg. Monika

  • Stueppi
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    geschrieben 1372450919000

    Diese Diskussion ist ganz schwierig, ich bin eine der letzten die mit Trinkgeld knausern, aber da hat Olaf oben dann recht, wenn man 100 Schilling für einen Kofferträger ins Verhältnis setzt zu einem Safarifahrer bei 300-500 KSH pro Tag, dann wird es schon wieder ganz schwierig...Die Relationen zu finden ist sicher nicht einfach, aber es wird schon.

    Aber es stimmt schon, insgesamt kommt da schon ein bisschen was zusammen, was ich allerdings immer gerne zahle.

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