Reisebüro will nur 50% des neugekauften Rücktickets zahlen
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Vor Gericht und auf hoher See ...
Aber mal im Ernst: Von Weltenbummlern und Vielfliegern darf man eine
gewisse Eigenverantwortung erwarten.Weniger Verständnis habe ich da für überdimensionierte Stornogebühren
- aber das ist bekanntlich ein anderes, wenn auch immer wieder akutes Thema.
Gute Nacht, Gruß privacy
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"CJ" wrote:
Das ist bis jetzt mit Abstand das bekloppteste Posting der Woche. TUSCHVielleicht sogar des Monats.
Der Hinweis mit der Versicherung bringt aber doch auch nichts. Selbst wenn eine vorhanden sein sollte, ich denke kaum, dass die hier einspringen würde. Warum auch? Das RB hat "korrekt" gehandelt und dem Kunden keinen Schaden zugefügt. Leider meinen ja viele, eine Versicherung sei ein Selbstbedienungsladen. Dass dadurch aber auch die Prämien steigen müßte auch klar sein.
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Wenn dieses Problem bei einer Internetbuchung aufgetreten wäre, hätten die hier vertretenen Reisebürofachkräfte sofort ihren Reigen von "das wäre bei einer guten Beratung im Reisebüro nicht passiert" erhoben.
Leider ist es aber jetzt genau in einem RB passiert. Und schon wird ein Rückzieher gemacht und nach Entschuldigungen gesucht. Ja zuallererst sogar der TE als Schuldiger ausgemacht (er hätte ja wahrscheinlich dem RB nicht mittgeteilt, dass er Indonesier ist).
Ich bin bekennender Reisebüro-Bucher.
In meinem Stammreisebüro.
Ich bin überzeugt, dass mir soetwas dort nicht passiert wär.Gesetz hin oder her: Ein RB, welches eine (in meinen Augen) derartige Nachlässigkeit begeht (nicht Hinweis auf evt. Visumspflicht bei Transitaufenthalt > 24h) sollte man meiden.
Dort steht "Gute Beratung" auch nur auf dem Werbeplakat und wird als Wortblase herumgereicht.Dies ist genau so ein Fall, wo sich Kompetenz zeigt.
Oder der Mangel an solcher. -
@ Unbekannter:
du hast ja sowas von Recht. Die Reisebürofraktion ( ich finde auch, dass das kein schönes Wort ist ) wird sich aber von jeder Schuld freisprechen, siehe die entsprechenden Beiträge. Obwohl sie sich selbst "umfassende Kompetenz" zuschreibt. Kann man hier immer wieder lesen.
Probleme haben nur einen Namen: den Reisenden selbst. Visum ? Musst du selbst wissen. Hohe Stornogebühren ? Musst du dich vorher schlau machen. Flugzeitenänderung ? Steht doch ganz klar das sie unverbindlich sind. Überbuchte Hotels ? Kommt leider vor in der Hauptsaison. Falschen Reisepreis ausgedruckt ? Haben wir uns leider geirrt, schau im Gesetzbuch nach.
Gruss Gabriela
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Es geht hier aber doch nicht darum, ob der TE in einem "guten" oder "schlechtem" RB war (das dürfte ausser Frage stehen) sondern ob er mit mehr als 50% Rückzahlung rechnen kann. Und das kann er nicht. Punktum und Schluß.
Außerdem läge der Fall auch wieder ganz anders, hätte er eine Pauschalreise gebucht anstatt nur Flugtickets. Da kann man wirklich erwarten, dass vom RB umfassende Aufklärung kommt. Aber wenn ich heute in ein RB ginge (ich tu es aber nicht) um Flugtickets nach Cairo zu ordern und dort würde man mich darauf hinweisen, dass ich für Ägypten ein Visum brauche, bekämen die von mir zu hören: "Denken Sie ich bin blöd?" -
wenn er schlau ist, holt er sich seine 50 % und versucht dann bein Anwalt, ob noch mehr gibt. Damit dieser RB-Bandit, der Ihn besch.. hat,, richtig zahlen muss.
Die RB-Leute wollen doch nur maximale Provision mit minimalstem Aufwand und mit so wenig Verantwortung und Pflichten.
Neulich war ich im RB und wollte mal einen Vergleich zu meiner online geb. Reise:
Da geht die Tante in Internet, ruf HC auf und zeigt mir die Reiseangebote und will mir dann ein Angebot aus der Mitte andrehen ,weil das einer Ihrer RV´s war. -
klingel01 wrote:
..., mit der Begründung, dass der Transit in Doha über 24 Stunden liegt und ich müsste ein Visum für Katar benötigen.
Was ich aus diesem Thread mitnehme ist, dass man ein Visum benötigt, obwohl man den Transit-Bereich gar nicht verlässt. Das war mir neu. -
chepri wrote:
Aber wenn ich heute in ein RB ginge (ich tu es aber nicht) um Flugtickets nach Cairo zu ordern und dort würde man mich darauf hinweisen, dass ich für Ägypten ein Visum brauche, bekämen die von mir zu hören: "Denken Sie ich bin blöd?"Es geht hier aber um Transitvisum. Da ist die Gesetzeslage für einen Laien schon sehr undurchsichtig.
@gabriela_maier
Du hast absolut recht. Es gibt somit keinen Grund mehr ein örtliches Reisebüro aufzusuchen.
Wir sind ja alle nicht blöd, müssen uns selber über alles schlau machen - dann sollten wir die Online Buchung auch noch schaffen

LG Birgit
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CJ hat ja ein ähnliches posting dieser Art von dir als das "bis jetzt mit Abstand das bekloppteste Posting der Woche" bezeichnet, fast möchte ich deinen neuesten literarischen Erguss zum Unsinn des Jahres erklären.
1.) Du schickst den guten TE zum Anwalt um noch mehr Rückerstattzung zu holen. Meinst Du, der Anwalt macht das umsonst?
2.) Bisher bleibst du jede Begründung schuldig, warum das RB mehr als 50% zurückzahlen soll, wobei ich die 50% für sehr kulant halte.
3.) Wie kommst du dazu, von "RB-Bandit" und "Besch.." zu schreiben? Möglicherweise hat der RB-Mitarbeiter schlecht gearbeitet, aber bereichert hat er sich an dem bedauernswerten TE nicht.
Zum Rest der Vorwürfe gegen die RB´s will ich jetzt nichts sagen, man soll ja nicht übertreiben. Am Ende werde ich noch zur "anderen Seite" gerechnet
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Man muß wohl hier zwischen Pflicht und Kür unterscheiden. Das es nicht zur Pflicht
gehört, einen Reisenden auf bestehende Visabestimmungen zu verweisen, wurde hinlänglich begründet. Aber ich habe hier auch schon sehr oft lesen müssen, das man in bestimmten Fällen (um den es sich hier sehr wohl handelt), an der Kompetenz eines Reisebüros nicht vorbeikommt. Ein Hinweis an den Reisenden über das Visaproblem wäre wohl nicht zuviel verlangt! Aber Kunst kommt bekanntlich von können, wenn es vom wollen käme, hieße es Wunst! Das spezifische Wissen des betreffenden Büros ist zumindest anzuzweifeln! Dieser Hinweis hätte nicht mal Kosten verursacht. Ansonsten die 50% nehmen, mehr wirst Du nicht bekommen. Gruß Marcel -
@ Birgit:
oha, wie komme ich da nur wieder raus aus der Geschichte ? Das war kein Plädoyer von mir gegen die RB`s. Und für online !
Ich bin seit mehr als 30 Jahren sehr zufrieden mit meinem Reisebüro. Sie kennen meine bw. unsere Vorlieben, und ich erwarte ( und bekomme ) ohne mein Zutun die Informationen vorab, die mir helfen, meine Urlaubsentscheidungen zu treffen.
Ich wollte nur was sagen zu dem "sich aus der Verantwortung schleichen" der RB`s. Ich bezeichne die Tourismusbranche ja als System, welches alles dazu tut, an den bestehenden Fakten nichts zu ändern ( AGB, Gesetze, praktizierte Realität der letzten Jahre, Gerichte etc. ).
Und dazu gehören auch die RB
s, ob sie es nun gerne hören oder nicht. Dies ist ein Fall ( zugegeben ein Einzelfall ! ), der eben kein gutes Licht auf die RBs wirft. Nicht mehr und nicht weniger !Mich nerven nur die hier gelieferten "Begründungen" ( und vor allem auch der Ton ), die letztendlich sich immer wieder auf geltendes Recht berufen.
Kann es denn auch sein, das dieses Recht mal auf den Prüfstand gehört ?
Gruss Gabriela
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gabriela_maier wrote:
Kann es denn auch sein, das dieses Recht mal auf den Prüfstand gehört ?Das mag sein, ist aber mE nicht Gegenstand eines Reiserechtsforums, wo es letztlich nur um die Frage geht: "was kann man machen".
Die Frage, was könnte man unter Umständen bei veränderter Gesetzeslage eventuell besser machen, mag ja ganz interessant sein, bringt dem TE aber letztlich wenig. Der will idR nur wissen, was er in seiner Situation jetzt machen kann.
Ein Hinweis auf die Visumspflicht wäre sicherlich wünschenswert gewesen, ist aber eben normalerweise nicht Pflicht. Die ganz nüchterne rechtliche Konsequenz (vollkommen egal, ob einen das persönlich gefällt oder nicht) kann also nur sein, dass dem TE nichts zusteht und er mit den 50% gut bedient ist.
Gruß,
soedergren
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carlosCB wrote:
wenn er schlau ist, holt er sich seine 50 % und versucht dann bein Anwalt, ob noch mehr gibt. Damit dieser RB-Bandit, der Ihn besch.. hat,, richtig zahlen muss.Ich erweitere meine Nominierung für Dich auf "Das bekloppteste Posting des Monats Februar"! Armselig, dass Du diesen Quark auch noch als "Schläue" verkaufen willst.
Wenn Du schlau wärest, dann würdest Du Dich mit solchen Äußerungen zurückhalten. Falls nämlich z.B. ganz zufällig der entsprechende RB-Mitarbeiter das hier liest ( soll ja so Zufälle geben ), dann ist es ein leichtes für ihn Dich wegen des Vorwurfs des "beschei..." und des Wortes "RB-Bandit" anzuzueigen und rechtskräftig verurteilen zu lassen. Und dann?Prinzipiell möchte ich dazu aufrufen, dass sich hier einige User nochmals genau das bereits von privacy erwähnte Urteil näher anschauen.
privacy wrote:
Keine Beratungspflicht des Reisebüros hinsichtlich Pass und Visum
Das Reisebüro schuldet in jedem Fall nur eine Beratung bei der Auswahl der Reise.Ich bleibe dabei: Es kann sein, dass der RB-MA nicht gut gearbeitet hat. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass der TE sich einfach ( wie wir ja jetzt wissen zu Unrecht und ohne Rechtsanspruch ) darauf verlassen hat, dass Visa-Fragen direkt vom RB-MA bedacht werden, gleich welche Länder/Staatsbürgerschaft/Flugstrecken-Kombination betroffen ist. Und das ist nunmal nicht der Fall.
Und wie ich schon sagte:
CaptainJarek wrote:
Aber mit dem Satz "Sie sind für Ihre Einreise- und Visaformalitäten selbst verantwortlich" vor Buchung der Flugreise dürfte dem auch Genüge getan sein. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass sowas nicht passiert ist ( ausschließen läßt´s sich aber nicht ), denn das wäre grob fahrlässig.Mehr darf man ganz einfach für einen Netto-Ertrag von vielleicht gerade mal 10,- EUR pro Flugticket nicht von einem Reisebüro erwarten.
Viele Grüße.
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@ soedergren:
das ist richtig. Die Frage wurde aber schon beantwortet: nimm die 50%, denn juristisch hast du nichts zu erwarten.
Kann man dann aber nicht andiskutieren, das es da Handlungsbedarf gibt ? Und nicht nur basierend auf den geschilderten Fakten, sondern auch in anderen Bereichen ?
Oder nur bedauernd zur Kenntnis nehmen und zur Tagesordnung übergehen ? Das System lebt weiter !!
Gruss Gabriela
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Das von privacy zitierte Urteil ( welches ja thematisch ganz gut passt ), ist doch noch ganz aktuelle höchstrichterliche Rechtsprechung. Das Ding kommt also quasi gerade von dem "Prüfstand", von welchem Du sprachst.
Viele Grüße.
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Hi,
selbstverständlich kann man darüber reden. Nur muss deshalb jeder zweite Thread hier mit genau diesen grundsätzlichen Überlegungen künstlich aufgebläht werden? Das trägt mE nicht unbedingt zur Übersichtlichkeit bei.
Streng genommen waren hier in diesem Thread bereits mit dem zweiten Posting - nämlich dem von CaptainJarek - alle Fragen beantwortet.
Ich bin im übrigen durchaus dafür, auch geltendes Recht immer wieder auf den Prüfstand zu stellten.
Nur wäre für die Grundsatzdiskussion, was alles eventuell besser, schöner, größer oder wie auch immer gemacht werden könnte, ein anderer, ggf. speziell dafür eröffneter Thread mE der bessere Platz.
Deshalb bleibe ich dabei, in der Sache ist hier alles gesagt.
Gruß,
soedergren
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@ soedergren:
da stimme ich dir zu 100% zu. Im Forum Recht wird das immer wieder auf Grundsatzdiskussionen rauslaufen. Die anstehende Frage des TE lässt sich eigentlich aus dem vorhandenen Erfahrungsschatz relativ rasch beantworten.
Ein eigener thread oder noch besser ein Grundsatzthread mit dem Thema ist -das sollte man wissen- eine "neverending story", und in meinen Augen darf das auch ruhig so sein.
Gruss Gabriela
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A) hat mein Anwalt mir noch nie Geld abgenommen, wenn ich zu Ihm gekommen bin und Ihn gefragt habe, ob er da etwas machen kann.
B) Weil, zu 90% der Schaden durch das nicht vollständige und korrekte Beraten des RB-MA entstanden ist.
C) doch schon ,indem er für das erhaltene Geld nicht die Leistung erbracht und die Arbeit gemacht hat, die er hätte für eine ehrliche Abwichkung erbringen müsse
Dann schreib doch das auch mal auf die Plakate in den Schaufenstern.