Stornierung wg. schwerer Erkrankung eines Angehörigen
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Wir müssen wahrscheinlich unsere geplante Reise (vom 04.05.-18.05.09 nach Punta Cana) aufgrund einer schweren Erkrankung meines Vaters absagen. Eine Reiserücktrittskostenversicherung wurde abgeschlossen. Es sind zwar noch 4 Wochen bis zum Reiseantritt, aber wir können nicht abschätzen, wie es meinem Vater bis dahin geht.
Nun meine Frage: Sollten wir noch abwarten oder müssen wir sofort stornieren?
Muss ich die Reise im Reisebüro (wäre Holidaycheck) oder direkt beim Reiseveranstalter stornieren? Wenn wir bis zum 22. Tag vor Abreise stornieren, fallen 25 % Stornokosten an. 20 % (Selbstbehalt) sind sowieso weg.
Reicht es aus, wenn wir per Mail stornieren oder muss die Stornierung per Post eingehen? Zählt hier das Datum des Eingangs der Stornierung beim Reiseveranstalter oder der Poststempel? -
Hallo,
die Versicherungsbedingungnen schreiben vor, dass sofort storniert werden muss. Die Stornierung übernimmet dein Reisebüro, also HC und du bekommst dann vom Veranstalter die Stornorechnung, die du mit den weiteren erforderlichen Unterlagen beim Versicherer einreichst und das Geld dann (abzüglich eventueller SB) zurückbekommst.
Es sind aber nur 20 % von den Stornokosten "deine" SB. Das bedeutet, wenn die Stornokosten 500,- € betragen, beträgt dein SB 100,- €.
Grüße
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Man steht zumindest in der Pflicht der Versicherung sofort nach Bekanntwerden der Erkrankung Bescheid zu geben. Deuten später die medizinischen Dokumente auf das eigentliche Datum der Erkrankung hin, wird nicht oder nur für diesen Termin gezahlt.
Sehr empfehlenswert sind die Fachberatungen der Versicherer. Hier kann man die Erkrankung nicht nur mitteilen, sondern auch darüber beraten, ob und wann eine Stornierung sinnvoll ist.Die Stornierung kann im Reisebüro oder direkt beim Veranstalter erfolgen. Es zählt im Zweifelsfall der Eingang. Also lieber Email und Fax statt nur Post. Bestätigung einholen!
Übrigens, die 20% Selbstbehalt hätten nicht sein müssen. Bei 14 Tagen Karibik kommt da auch schon ein Sümmchen zusammen. Lieber ein paar Euro mehr in die Versicherung investieren.
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@karibu
Solange sich die Stornogebühren nicht erhöhen, kannst Du den zeitlichen Spielraum für Deine Stornierung innerhalb dieses Zeitfensters ausnutzen. So wurde es mir neulich erklärt. Zu einem späteren Zeitpunkt würde die Versicherung lediglich die zum Zeitpunkt der Erkrankung gültigen Stornokosten übernehmen.Von daher ist das "sofortige Storno" relativ. Sprich mit Deiner Versicherung.
Die merken das in ihren Unterlagen vor und warten dann auf die
entsprechende Stornierung. Der Versicherung und Dir entstehen kein
Schaden. Falls sich etwas positiv ändert, hast Du noch alle Möglichkeiten.Gruß privacy
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Ich schließe mich privacy an. Wir hatten im letzten Jahr einen ähnlichen Fall und unser Reisebüro hat damals beim RV zurück gefragt - dort kam die gleiche Antwort wie privacy schreibt:
Solange sich die Stornogebühren nicht erhöhen, kannst Du den zeitlichen Spielraum für Deine Stornierung innerhalb dieses Zeitfensters ausnutzen.
Frag doch einfach bei HC nach, dafür hast du doch den Reisenavigator.
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hallo
wir hatten vor zwei jahren das gleiche problem,
der vater meiner urlaubsbegleitung ist schwer krank geworden,
er war ca. 2-3 monate vor der reise krank geworden, wir haben aber mit der stornierung ca. 1 woche vor abflug gewartet, hatten halt die hoffnung das es berauf geht.
mit der stornierung gab es keine probleme, ist halt einiges an papierkram was man ausfüllen muss, attest vom arzt etc.
unser reisepreis lag bei ca. 1800 euro,
wir haben ca. 150 -200 euro verloren.lg
jimjo -
karibu wrote:
Reicht es aus, wenn wir per Mail stornieren oder muss die Stornierung per Post eingehen? Zählt hier das Datum des Eingangs der Stornierung beim Reiseveranstalter oder der Poststempel?Ob die Stornierung auch per Telefon angenommen werden kann, wird unterschiedlich gehandhabt. Oftmals wird zumindest um eine Email gebeten, um einen schriftlichen Beleg über den Stornierungswunsch des Kunden zu haben. Auch die RBs und RVs möchten sich schliesslich absichern.
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Jimjo wrote:
hallowir hatten vor zwei jahren das gleiche problem,
der vater meiner urlaubsbegleitung ist schwer krank geworden,
er war ca. 2-3 monate vor der reise krank geworden, wir haben aber mit der stornierung ca. 1 woche vor abflug gewartet, hatten halt die hoffnung das es berauf geht.
mit der stornierung gab es keine probleme, ist halt einiges an papierkram was man ausfüllen muss, attest vom arzt etc.
unser reisepreis lag bei ca. 1800 euro,
wir haben ca. 150 -200 euro verloren.lg
jimjoHallo Jimjo,
wir werden nun auch bis ca. 1 Woche vor Abflug mit der Stornierung warten. Was hat Euch der Arzt damals attestiert? Bei der Schadensanzeige meiner Versicherung ist anzugeben, wann die Krankheit aufgetreten ist und wann zu erkennen war, dass die Anwesenheit der Angehörigen angezeigt war. Ein Verlust von ca. 200 EUR wäre o.k., ich hoffe nur, dass ich bei so kurzfristiger Stornierung nicht auf den kompletten Stornierungskosten sitzen bleibe. Aber für solche Zwecke hat man ja eigentlich eine Reiserücktrittskostenversicherung. Was habt Ihr noch für Unterlagen einreichen müssen außer dem Attest vom Arzt?
lg
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hi,
wir haben das der versicherung gemeldet, und die haben uns dann ein schreiben geschickt was wir ausfüllen mussten,
dann brauchst du ein attest vom arzt und die versicherung schickt ein fragebogen, was der arzt ausfüllen muss.das wars eigentlich.
lg
jimjo -
@jimjo: welche Versicherung war denn da so großzügig??? Wir mussten vor 2 Jahren 3 Tage vor Abflug unseren Urlaub stornieren, weil es mit meinem Vater "zu Ende ging". Weil er aber schon 4 Wochen vorher schonmal im KH war (er hatte Krebs) hätten wir laut Vers. da schon stornieren müssen. Wir sind vor Gericht gegangen und haben den fast 2 Jahre andauernden Prozess vor 4 Wochen verloren....
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@Sandra: ich glaube es war die Würzburger Versicherung, bin mir aber nicht sicher.ich hab damals im internet gekuckt wer ist am günstigsten und hab die dann abgeschlossen.
anscheinend haben wir ja echt glück gehabt, meine freundin sagte mir, das der arzt von dem wir das attest hatten, geschrieben hat, das der angehörige schwer krank ist und die krankheit einen schwierigen und unvorhersebaren verlauf genommen hat.
Es war auch wirklich so, es hätte sein können das der angehörige von heute auf morgen übern berg ist und gesund wird, deswegen haben wir mit der stornierung so lange gewartet, leider ist das ganze negativ ausgefallen.
lg
jimjo