Tourismus in der Krise...?
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Hier ein interessanter Artikel..
http://www.aktuell.ru/russland/panorama/reiselust_der_russen_trotz_krise_weiterhin_hoch_2793.html
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Da Du die Quelle nicht angegeben hast, müssen wir den Beitrag ggf löschen! Bist so nett und schreibst ihn nachfolgend neu -mit Quelle- , dann nehmen wir den alten Beitrag raus ? Ich denk, ich weiss, woher er kommt.
Allerdings machen Zahlen so aus dem Zusammenhang gerissen grundsätzlich wenig Sinn--
Anmerkung... -
Claudia+Nils wrote:
Reisebürospiegel mit über 2600 Reisebüro´s deutschlandweit... bevor jetzt wieder die bösen Admins schimpfen, ich würde interne Reisebürodaten herausgeben... Ich arbeite gar nicht in der Reisebranche, und die Daten sind aus einer öffentlich zugänglichen Seite.. Stand 06.08.09
Im Monat Juli weist der Gesamtumsatz der
2.600 im Reisebürospiegel erfassten
Reisebüros gegenüber dem Vorjahresmonat
ein Umsatzminus von 12,0% aus. Die touristischen
Vorgänge sind um 1,9% gefallen. Der
fakturierte Touristikumsatz ist im Juli um 9,3%
gefallen. Auch der Flugverkehr bleibt mit
15,3% weiter im Minus, wenn auch etwas
geringer als im Juni. Dort lag er mit 18,6% im
Minus. Laut Reisebürospiegel liegt die
Anzahl der Tickets mit Minus 0,7% auf Vorjahresniveau.
Setzt man diese Zahl ins Verhältnis
zum Umsatz, lässt dies einen Preisverfall im
Flugbereich erkennen. Die Umsätze der Servicegebühren
sind im Monatsvergleich um
7,0% und die sonstigen Umsätze um 11,5%
gefallen.
Kumuliert betrachtet weist der Reisebüroumsatz
für die Monate Januar bis Juli 2009 im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum der Gesamtbetrachtung
ein Minus von 12,2% aus.
Dabei entfällt auf den Flugverkehr ein Minus
von 17,2%, auf die Anzahl der Tickets ein
Minus von 5,1% und auf die Touristik ein Minus
von 6,8%. Die Umsätze der Servicegebühren
sind um 9,5% und die sonstigen Umsätze
um 7,0% gefallen.
Auch der Auftragsbestand in der Touristik liegt
im Monatvergleich mit 5,5% im Minus. Im Gesamtjahresvergleich
liegt er bei Minus 4,4%.
Der touristische Auftragsbestand nach Reisedatum
inklusive aller Vorausbuchungen bis
Oktober 09 liegt mit 2,4% im Minus. Einzig die
Anzahl der Reisenden (Vorgänge) liegen im Gesamtjahresvergleich mit 0,7% im Plus.
http://www.ta-ts.de/download/kirbspiegel_08_2009.pdfSorry, Günther, wie mans macht isses verkehrt.... ich hab extra die Quelle weggemacht, damit ich nicht unerlaubt Werbung mache.....

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Hallo Günter,
die Zahlen zeigen aber einen unstrittigen Trend auf, den andere Analysen und Veröffentlichungen (leider) bestätigen.
Siehe hierzu auch meine Beiträge im Airlines Forum:
"Fluggastzahlen gehen runter, wird der Urlaub dadurch billiger ?"
GrußHans
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@Claudia & Nils
Nee da m u s s t Du die sogar angeben!
Kann sonst ziemlichen Ärger für Dich geben! Mit Werbung hat das nichts zu tun...
Ist ohnehin schon -weil aus dem Zusammenhang gerissen- grenzwertig, aber ok,lassen wir es mal stehen!
(Es gibt andere Analysen dazu, die anders -positiver- beleuchten..)
Es gibt ja zudem Veranstalter- und da liegen einige auch im Plus... -
Hallo Günter. Es gibt immer andere Analysen**. ;)**Hierbei muss man aber immer beleuchten, welche Interessen der Auftraggeber für eine Untersuchung hat und welche Interessen das Meduim hat, das solche Analysen pupliziert
Der Kölner sagt (fragt) dazu: "Wer hätt disch denn jeschickt ?"
Warten wir es ab. Die Zahlen, Daten und Fakten werden sich immer mehr verdichten, je näher das Ende des "touristischen Jahres" und des Kalenderjahres erfolgt. Es wird für die gesamte Branche kein gutes Jahr werden. Weder im Umsatz noch im Ertrag. Positive Ausnahmen gibt, aber das ist immer so. Auch wenn einige Veranstalter Umsatzzuwachs melden, es geht um die Gesamtentwicklung des Marktes. Und Umsatzzuwachs ist nur ein Teil der Entwicklung eines Unternehmens. Wichtiger ist zunächst der Ertrag, damit man auch morgen noch im Wettbewerb mitspielen kann.
Gruß
Hans
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Man muss Hans zustimmen, alle Prognosen, alles Hoffen und Bangen, alle Befürchtungen finden ein Ende, wenn die realen Zahlen vorliegen. Und auch die ( ziemlich sicheren und wohl mittlerweile unstrittigen ) Minuszahlen müssen noch einmal beleuchtet werden, da die Branche selten so optimistisch in das touristische Jahr 2009 gegangen ist. Man möge sich nur an die entsprechenden Kommentare hier in diesem forum erinnern. Wenn es also rundrum ein Minus von ca. 5-10% geben sollte -im Vergleich zum letzten Jahr- müssen davon sogar noch die Erwartungen der Branche abgezogen werden, die mit beinahe zweistelligen Zuwachsraten gerechnet und entsprechen die Preise auch angehoben hatten.
Und noch eine Binsenwahrheit hat sich wieder bestätigt: in jeder Krise gibt es Krisengewinnler. Hier dürfte die Türkei mit ihren AI-Konzepten ganz vorne sein. Aber auch der flexible Urlauber durfte sich über Schnäppchen-Preise freuen.
Verlierer wie immer die Familien mit schulpflichtigen Kindern, und in diesem Jahr auch die Hoteliers. Man darf für das Wort "nachverhandeln" auch andere härtere Begriffe verwenden.
Gruss Gabriela
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gabriela_maier wrote:
Verlierer wie immer die Familien mit schulpflichtigen Kindern, und in diesem Jahr auch die Hoteliers.
...Blödsinn.
In diesem Jahr waren die Urlaube mit Kind noch günstiger als in den letzten Jahren und meines ist schulpflichtig und ich bin in den Schulferien mehrmals mit Kind verreist. Also bitte nicht einfach pauschal sagen, daß wir zu den "Verlierern" gehören, eher das Gegenteil ist hier der Fall... 
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die Hoteliers in der Schweiz haben keinen Grund zur Klage mit guten Angeboten haben sich viele Familien entschlossen den Urlaub hier zu verbringen,und die Rechnung geht auf auch wir werden in diesem Jahr zum zweiten mal in die Berge fahren(gezwungener weise).
schliesslich wollen wir nicht das die anderen sich über Baby Gebrüll im Flieger beklagen.
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curi:
freut mich für dich. Aber ich meinte die Familien, die immer bereits ganz früh buchen müssen, weil sie nun mal an die Ferien gebunden sind. Und im frühen November 2008 sah die Welt für 2009 noch ganz anders aus. Und wenn ich es richtig verfolgt habe, sind die Preise in den Sommerferien auch nicht unbedingt zurückgenommen worden. Zumindest, wenn ich die Beiträge im thread "Frühbucher ja oder nein" richtig gelesen habe.
Aber richtig: pauschal darf es nicht bewertet werden. Das gilt dann aber auch für dich mit deiner ( pauschalen ) gegenteiligen Meinung.
@ jordan26:
es gibt immer kluge Geschäftsleute, die die Zeichen der Zeit rechtzeitig erkennen. Das sind in der Regel die Gewinner. Gesundbeter haben es aber schwer.
Gruss Gabriela
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Natürlich haben die Veranstalter viele gute Preise auf den Markt geworfen, gerade bei Reisen mit Kindern wurde viel getan.
Das Abschluß Feuerwerk der Saison, preislich gesehn, fängt gerade so richtig an zu starten!
Die Hoteliers in so manchen Zielgebieten mussten erkennen, dass man nicht einfach ungestraft einen Schluck aus der Pulle verlangen kann.
Für Destinationen wie Malle und Griechenland eine bittere Erfahrung. OK, bei Malle kamen zuletzt leeider auch noch andere Einflussgrößen dazu!
Wer jetzt noch verreisen will, der sollte täglich die Preise beobachten und auch rasch zuschlagen. Hab selten so viele gute Top-Angebote auf einem Haufen gesehen!Das wird vielen Reisebüros um die Ecke noch einen gehörigen Push geben!
Klar wirds kein Plus,gemessen an den verkauften Reisen sondern ein Minus für 2009 bei vielen in der Branche (aber nicht bei allen) geben. -
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Die Frage ist auch, warum fliegen so viele Schweizer ab Deutschland? Gerade bei uns, in den Grenzgebieten zur Schweiz sind das sehr viele Pauschalreisende!
Die Preise sind sicher ein Grund, ist oft deutlich billiger, ab Deutschland. Ein Punkt zum Nachdenken? -
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Ich meinte nicht, Buchungen über die deutsche Buchungsstrecke ab ZRH.
Mein Beitrag bezog sich auf die Buchungen bei schweizer Veranstaltern.
Das mit den Zuschlägen , wenn jemand in Deutschland bucht, aber ab ZRH fliegt, ist auch nicht immer so. Kommt schon auf den Veranstalter an. -
Das der Tourismus in der Krise steckt, kann man jetzt kaum noch in Frage stellen. Die aktuellen Zahlen, die die beiden größten Reiseveranstalter TUI und Thomas Cook/Neckermann in dieser Woche veröffentlicht haben, machen deutlich wie der Markt sich entwickelt hat.
Buchungsrückgang in Deutschland, Sommersaison 2009:
TUI, Minus 9%
Thomas Cook/Neckermann, Minus 12 %.
Quelle dpa v. 29.09.2009 bzw. v. 30.09.2009Natürlich sagen diese Zahlen zunächst nichts aus über die Ertragslage der beiden Reisekonzerne. Die Prognosen für die Wintersaison 2009/2010 sind leider ebenfalls negativ. Aktuell fehlen der TUI im Vergleich zum Vorjahreszeitraum noch 22% der Buchungen (Markt Deutschland).
Gruß
Hans
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UteEberhard wrote:
Natürlich sagen diese Zahlen zunächst nichts aus über die Ertragslage der beiden Reisekonzerne.Du sagst es! Der Ertrag ist das was zählt. Und da werden die Konzerne nicht heulen.
Beispiel TUI: Trotz vorhandener Nachfrage ist die TUI in den letzten Wochen des Geschäftsjahres ( bis Ende Okt. ) kaum buchbar. Grund: Findige Controller haben ausgerechnet, dass man statt mit Reisen für den Rest des Jahres mehr daran verdient, wenn man keine mehr verkauft. Denn logischerweise sind viele Vertriebstellen der TUI wie z.B. Onlineportale und Reisebüros zumindest beim Verkauf von TUI Produkten ebenfalls leicht im Minus. Dafür kassiert die TUI allerdings am Ende des Geschäftsjahres von seinen Geschäfts"partnern" einen "Malus", eine Art Schadenersatz dafür, dass man nicht mindestens auf dem Niveau des Vorjahres Produkte der TUI verkauft hat. Und irgendjemand hat in Hannover ausgerechnet, dass dieser Malus höher ausfällt als der Ertrag aus verkauften Reisen in den letzten vier Wochen des Jahres. Also werden keine neuen Reisen mehr aufgelegt und die Kasse klingelt. Und wo die Kohle herkommt interessiert den Shareholder doch nun wirklich nicht.
Solche Methoden sind pervers, ich weiß, aber so arg geht´s halt in dieser Branche zu.
Den anstehenden Winter wird man auch noch ganz gut überstehen. Der Sommer 2010 scheint mir ein bißchen verzwickter zu werden, da werden die üblichen Langzeitnachwirkungen einer Krise deutlicher auf die Touristik einprasseln. Unser Geschäft hat ja deutlich längere Reaktionszeiten als andere Branchen.
Aber auch da stellen sich die Reiseriesen bereits entsprechend auf, um den Aktionär auch im nächsten Geschäftsjahr mit ordentlichen Ertragszahlen bei Laune zu halten. Und wenn´s nicht mehr so gut mit Reisen gehen sollte, dann halt über einen erhöhten Fluss liquider Mittel welche am Kapitalmarkt eingesetzt werden dürften. Es lebe der Ertrag.

Die gemeinen Urlauber wissen noch gar nichts von Ihrem Glück, aber ich verrate es euch trotzdem. Auch hier mal als Beispiel einige Maßnahmen der TUI für alle Buchungen der Sommersaison 2010 um die eigenen Liquidität zu steigern:
- Erhöhung der Anzahlung in allen Produktbereichen von 20% auf 25%
- Änderung der Stornostaffelung ( in welche Richtung dürfte klar sein )
- Erhöhung der Gebühren für simple Änderungen wie z.B. kleine Umbuchungen, Namensänderung etc. von 25,- EUR auf 50,- EUR u.v.m.
Auf den Sommer 2010 darf man also sehr gespannt sein, da wird noch einiges passieren.
VG.