Tourismus in der Krise...?
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Hallo
Nun ja, nicht nur die grossen RV schauen sich nach neuen Einnahmen und einer Steigerung der Produktivität um, auch andere verfahren neuerdings so:
- das Grundarrangement in den Hotels werden laufend günstiger, dafür steigen die Nebenkosten und für jede Handbewegung werden Zusatzkosten fällig. Das AI-Angebot ist bei einigen Hotels wirklich ein "ALLES inklusive", Zuzahlrestaurants oder eine Eingeschränkte Nutzung der Restaurants und Bars ist immer mehr üblich.
- die Kreuzfahrtgesellschaften buhlen mit immer tieferen Preisen um die Kundschaft, dafür sind immer weniger Leistungen inbegriffen. Dass die Preise - obwohl an Bord Tax Free gilt- in den Bars schon mal teurer sind, als in einer Bar in der Stadt, bestätigen das Bild.
- bei Fluggesellschaften die Leute mit unmöglichen Billigangeboten geködert werden und während dem Buchungsprozess mit Zusatzgebühren abgezockt werden. Dass die Leute dann während dem Buchen immer noch denken es sei billig bei einem Billigflieger zu fliegen, ist wohl der guten Werbung zu verdanken. Billig ist doch hier nur die *******.
In der jetzigen Zeit ist für mich nicht so wichtig, ob ich nur 20, 25 oder gar 50% anzahlen muss, nein wichtig ist mir dass der Reiseveranstalter auch noch tätig ist, wenn ich dann reisen werde. Eine nur 10%ige Anzahlung ist viel zu viel, wenn der RV bankrott ist...
Wieso nur über die RV geschnödet wird bleibt ein Rätsel. Auch der Supermarkt um die Ecke oder jeder Handwerker will Gewinn machen. Dies ist doch das Geschäft,oder? RV sind ja keine wohltätigen Vereine, welche mit Null-profit und aus reiner Nächstenliebe das Reisen ermöglichen wollen.
Gruss Markus
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@mawota Genau so ist es Markus.
Zahlreiche Kleinst-Reiseveranstalter sind im Markt tätig. Einige haben nur eine kurze Halbwertzeit und verschwinden wieder vom Markt. Neue kommen wieder dazu.Aber über welche Reiseveranstalter gibt es denn hier bei HC "in Summe" die meisten Unsicherheiten, Beschwerden, Mängel usw ? Über die zahlreichen Kleinst-Anbieter. Jedenfalls in der Relation zu den beförderten Reisegästen.
Damit unterstelle ich keinesfalls das "Kleinstanbieter" gleichzusetzen ist mit reduzierten Leistungen oder sogar Mängel. Natürlich gibt es auch kleine Qualitäts-Veranstalter. Nur wenn die Nr.1 im Markt (TUI) zusammen mit der Nr. 2 im Markt (Thomas Cook) im Verhältnis zum Umsatz und zur Anzahl der Gäste, so viele negative Berichte hier bei HC hätte wie die zahlreichen kleinen RV, wären hier zahlreiche Seiten mehr gefüllt.
Das Reisebüros in diversen Segmenten eine andere Betrachtungsweise haben und das deren Anforderungsprofil z.T. anders ist als das der Reisegäste, ist nachzuvollziehen. Nicht nur RV wollen den bestmöglichen Ertrag erzielen, Reisebüros auch !
Gruß
Hans
Gruß
Hans
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Nun, wenn ich richtig gelesen habe, meldet die TUI zur Zeit 22% minus für die bevorstehende Wintersaison. Ob man damit "ganz gut" über die Runden kommt wage ich zu bezweifeln.
Was die Pleite von RV angeht, es gibt doch den Reisesicherungsschein. Da hätte ich weniger Bedenken.
Ansonsten kann man von den Plänen der Marktführer -sollten sie denn in der Form realisiert werden- verbesserte Marktchancen für Nischenanbieter oder auch kleineren Veranstaltern erwarten. Nichts wird so heiss gegessen wie es gekocht wird.
Es wird spannend nächstes Jahr.
Gruss Gabriela
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@gabriela maier
Hallo.
Die Minus 22% für die Wintersaison 2009/2010 ist der aktuelle Buchungsstand im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres. Natürlich noch nicht der Endstand, im Gegensatz zu den Zahlen der Sommersaison 2009, denn die ist bekanntlich vollzogen.
Gruß
Hans
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Also ich für meinen Teil würde mir - als Kunde - schon ein paar Gedanken um Insolvenzen machen. ( Als Touristiker mache ich mir die eh jeden Tag )
Viele der Buchungen von welchen die Kunden meinen sie seien durch Sicherungsscheine abgesichert, sind in Wahrheit gar nicht sicherungsscheinpflichtig und daher auch nicht versichert. Im Falle von Insolvenzen bei den touristischen Leistungsträgern sind die Zahlungen der Kunden dann nicht versichert. Und das bezieht sich nicht nur auf Reiseveranstalter, sondern auch und gerade auf Airlines. Da werden in den nächsten Monaten ganz sicher noch ein paar Mio. Kundengelder draufgehen, wenn die eine oder andere Airlines über die Wupper geht.Kleine Korrektur Hans:
Die Sommersaison geht bis Ende Oktober, es sind also noch gute vier Wochen Zeit, inkl. Herbstferien in einigen Bundesländern. Da wird´s wohl noch den einen oder anderen Pax in die Ferne ziehen.
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Hallo.
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Na klar ist mir bekannt das die Sommersaison noch einige Tage dauert. Aber für mich ist Anfang Oktober das Thema wirtschaftlich fast durch. Die Minus 9% der TUI und die Minus 12% von Thomas Cook werden sich durch einige "Spätherbstbucher" kaum noch verändern. Für dich als Reisebürobetreiber der täglich an der Basis ist, zählt natürlich noch das operative Geschäft bis zum letzten Tag der Saison - logisch !
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Bezüglich des Reisesicherungsschein sehe ich es genau wie du und nicht so einfach wie @gabriela maier. Neben den Risiken mit einer Airline, ist die Insolvenz eines Reiseveranstalters trotz Sicherungsschein oftmals trotzdem mit direkten Nachteilen für den Reisegast verbunden. Beispiele hat es in der Vergangenheit gegeben. Aktuell vor wenigen Wochen am CGN Airport. Die Touristen hatten ihre Reise vollständig gezahlt, der RV allerdings nicht die Airline. Und die verweigerte erst mal den Flug/Transport.
Gruß
Hans
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Nun macht beide mal halblang und redet den Reisesicherungsschein nicht klein. Das ist ein gutes Produkt, möglicherweise aber schon noch verbesserungswürdig. Will ich gar nicht in Abrede stellen.
Ansonsten würde ich die 22% minus aktuell -im Vergleich zum Buchungszeitpunkt im Vorjahr, hatte ich ja auch so geschrieben- durchaus ernst nehmen. Hans sieht es richtig, wenn er für die fehlenden 4 Wochen bis ultimo keinen Umsatzhammer zur positiven Veränderung der jetzt vorliegenden Zahlen erkennt. Aber parallel dazu muss man doch auch realisieren, dass das genau so wenig für die bevorstehende Wintersaison gilt.
Gruss Gabriela
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@gabriela meier
Hallo Gabriela,hier redet niemand den Sicherungschein klein. Ich habe nur zum Ausdruck gebracht, das trotz eines Reisesicherungsschein dem Touristen Nachteile bei einer Insolvenz des RV entstehen können (s. aktuelles Beispiel CGN).
Bezüglich der Wintersaison 2009/2010 sind diese TUI Zahlen zunächst nurdas bisherige, kumulierte Ergebnis. Bezogen auf die vollständige Wintersaison nur ein Trend ! Dein Vergleich hinkt allerdings vollständig. Ein Touristiker hat nur noch maximal 3-4 Wochen um "Sommerurlaube" zu verkaufen. Für den Verkauf von Reisen für die Wintersaison 2009/2010 stehen ihm noch mehr als 24 Wochen zur Verfügung. Zumindest ist dieser Vergleich fair, wenn man jetzt noch einige wenige Buchungen für die Sommerzeit kalkuliert.
Gruß
Hans
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ich streite doch gar nicht ab, das es eine Momentaufnahme ist. Fakt aber ist, das die Zahl einen trend aufzeigt. Und ich sehe zur Zeit weder im politischen noch im wirtschaftlichen Umfeld Signale, die diesen trend umkehren könnten.
Sicher müssen die Zahlen vom letzten Jahr noch unter der damaligen euphorischen Stimmung in der Branche ( und den Reisenden ) gesehen werden. Danach ging es erst bergab.
Glaube mir, sollte es einen "politischen Aschermittwoch" jetzt nach den Wahlen geben, könnte sich der trend sogar noch verstärken. Du kennst die Zahlen der TUI so gut wie ich. Es ist schon interessant, das sich der negative trend ausserhalb von Deutschland stärker bemerkbar gemacht hat. Wir geben unser liebstes Kind sehr ungern auf. Aber da wir Extreme lieben könnte das sich auch erst in der nahen Zukunft verstärkt auswirken.
Im Moment sollte man sich mit einer Prognose zurückhalten. Aber es ist richtig, das wir in gut 4 Wochen eine Bilanz des Reisejahres 2008/2009 ziehen können. Ich freue mich darauf.
Gruss Gabriela
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vielleicht mal was positives in der Schweiz jedenfalls sind die nächsten 3 Monate leichter Aufschwung zu erwarten,man geht davon aus das die Krise ausgestanden ist was sich also wieder auf die Buchungszahlen Sommer 2010 auswirken könnte,wie es in D im Moment aussieht weiss ich natürlich nicht.
LG
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Hallo,
ihr müsst euch einfach nur mal die Preisentwicklung anschauen. Daran sieht man ganz genau, dass die gesamte Reisebranche erhebliche Probleme hat und die Zahlen rückläufig sind. Davon sind die Reiseveranstalter, die Airlines, die Hoteliers und alle, die mit der Touristikbranche zu tun haben, betroffen. Da flattern über das Internet ein Sonderangebot nach dem anderen herein. Speziell bei den Fernreisen kann man im Moment super sparen. Für diejenigen, die keinen Terminstress haben und verreisen können, wann sie möchten, bieten sich z.Zt. ungeahnte Möglichkeiten. Das wird wohl noch eine ganze Weile so weitergehen, denn die eingekauften Kapazitäten muß man ja irgendwie auch loswerden.
Der Kunde ist König!!!
Gruß
Wolf-Dieter -
Das ein oder andere Schnäppchen kann man sicher machen, wie man z.B. in dem Forum "Schnäppchenzeit..." verfolgen kann. Was mich dabei nur wundert ist die Tatsache, daß die RV nun die prozentuale Anzahlung erhöhen (z.B. TUI von 20 auf 25%) und die Reiseunterlagen früher verschicken und damit eben mehr Vorauszahlung und früher den vollen Reisepreis dem Kunden abverlangen zu können.
Ob dabei wirklich der Kunde noch König ist?

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neues aus CH
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Mich wundert das nicht.... Die Reise- Pauschalpreise in der Schweiz sind wirklich sehr hoch!
Kein Wunder dass die grenznahen Flughäfen in Deutschland voll mit Menschen sind, die am Check In ein freundliches "Grüezi" rauslassen.
Oft erheblich billiger als vergleichbare Produkte in der Schweiz... Das war auch schon mal andersrum! -
Kuoni wrote:
Das Betriebsergebnis blieb mit 3,7 Millionen Franken knapp positiv.Nicht die Welt, aber immerhin betrieblichen Gewinn gemacht. Auch 2009 (!).
VG.
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Nun ist das eigentlich an der Zeit, eine Bilanz zu ziehen. Ich erinnere noch einmal an die heissen Diskussionen vor ziemlich genau einem Jahr. Die Branche war trotz der warnenden Anzeichen immer noch total optimistisch ( wirklich ehrlich ?? ) und hat vehement bestritten, das es eine Krise geben würde. Das Reisejahr 2009 sollte wohl nicht schon bevor es begonnen hatte krank geredet werden. Als die Probleme aber nicht mehr zu verheimlichen waren wurde z.B. ja auch dieser thread aufgemacht.
Wie fällt denn jetzt die Bilanz nach Vorlage der realen Zahlen aus ? Gab es die Krise, und wenn ja, wie schlimm war sie ? Ich las übrigens neulich eine Nachricht, wonach sich sogar in diesem Jahr das Sterben der Reisebüros verlangsamt haben sollte. Unter dem Motto: Appetit -sprich Informationen- darf man sicher ausserhalb holen ( via Internet ), aber gegessen -sprich gebucht- wird zuhause ( im konventionellen Reisebüro ).
Gruss Gabriela
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die Branche hat gut reagiert besser als ich es je gedacht hätte,man hat Flieger still gelegt Kapazitäten verknappt und den Markt nicht mit billig geflutet und die Rechnung geht auf wer in den Urlaub will muss sich sputen um einen Platz im Flieger und schlussendlich im Hotel zu erhalten,Bravo
LG
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ich stimme dir zu, das die Branche aus den wirtschaftlichen Zwangsläufigkeiten wohl spät aber nicht zu spät die Bremsfallschirme geöffnet hat, weil die Realität mit ihren Erwartungen aus der Planung im Spätjahr 2008 für das Reisejahr 2009 sicher nicht mehr zu realisieren war.
Aber um welche Zahlen reden wir dann ? In Krisen gibt es immer grosse Verlierer, kleine Verlierer, mit blauem Auge Davongekommene, kleine Gewinner aber -man höre und staune- durchaus auch Krisengewinnler. Nur die Experten wissen, wie sich das in Zahlen ausdrückt. Und um von vornherein mal Zahlenkreativitäten den Wind aus den Segeln zu nehmen ( analog von Politikern nach Wahlen, die selbst nach einem crash immer noch bessere Vergleichszahlen von anotobak hervorzaubern

waren z.B. die erwarteten Umsatzzahlen nach z.B. € 30 Milliarden vom letzten Jahr etwa rund € 33 Miliarden in diesem Jahr und es sind dann real etwa € 27 Milliarden d( ?? ) geworden gebietet es die Ehrlichkeit, die Bewertung von der Erwartung zur Realität vorzunehmen. Meine Zahlen sind lediglich Bezugsgrössen aus einem Rechenbeispiel, und dürfen daher durchaus nicht mit den wirklichen Zahlen übereinstimmen.
Was aber die Prognosen für 2009 anbetraf: da gab es hier sehr gewichtige ( keine Panik, nur mit der hier im forum vorhandenen vor Bedeutung gemessene ) user, die sich gaaanz gaaaanz weit aus dem Fester gelehnt haben. Einer wollte sogar von mir eine Entschuldigung einfordern, wenn meine Prognosen für ein sehr schwieriges Reisejahr 2009 sich als absoluter Schwachsinn erweisen würden.
Ich habe mir das damals gemerkt, und komme deswegen darauf gerne zurück. Heute ist Zahltag !!
Gruss Gabriela
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Da ich ja ein Teil Deiner "Reisemafia" bin, kenn ich mich mit "Zahltagen" gut aus!

Bis zu den exakten Zahlen werden noch einige Tage vergehen, aber ich gebe Dir einfach mal ein paar offizielle Erklärungen zum Lesen. Alle sind Ende der letzten Woche auf der Jahrestagung des DRV abgegeben worden.Ich werde Sie hier zunächst für Dich auch gar nicht kommentieren, mach Dir Dein eigenes Bild ... und leg Dir schonmal eine adäquate Entschuldigung zurecht!"Besonders gefragt waren 2008/09 bei den Reisebürokunden All-Inclusive-Reisen, Ziele in Deutschland und Kreuzfahrten. Die USA punktete aufgrund des günstigen Dollar-Wechselkurses sowie die Türkei und Ägypten aufgrund des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses und des großen All-Inclusive-Angebots."
"Die Preise für Urlaubsreisen und Flüge sind in diesem Jahr aus mehreren Gründen gesunken: Unternehmen sparen auf Grund der Finanzmarktkrise und kürzen beim Geschäftsreisebudget. Dementsprechend sind Flüge und Hotels besonders in den Großstädten weniger ausgelastet und zwingen Hoteliers und Fluggesellschaften häufig zu Preisnachlässen. Gesunkene Preise für das Flugbenzin – der Ölpreis und dementsprechend auch der Kerosinpreis sind weiter gefallen – werden ebenfalls von den Anbietern an die Kunden weitergegeben sowie die Preiszugeständnisse von Ferienhotels aufgrund der stark eingebrochenen Nachfrage aus anderen Ländern. So sind 2009 etwa britische, amerikanische und russische Urlauber viel weniger gereist als die Deutschen, so dass aus diesen Ländern weltweit ein stärkerer Nachfragerückgang zu verzeichnen ist."
"Das Reisebüro bleibt trotz zunehmender Konkurrenz durch mehr Vertriebswege bei den Kunden der dominierende Kanal für die Buchung ihrer Urlaubsreisen. Der ohnehin geringe Anteil des Absatzes über die alternativen Vertriebswege der Discounter oder Direktanbieter ist in diesem Jahr gesunken. Der Onlineabsatz verzeichnet nach dem zweistelligen prozentualen Zuwachs in den vergangenen Jahren nur noch ein geringes einstelliges Plus."( Anmerkung: Freut mich natürlich ganz besonders! )
"Deutschland bleibt auch 2009 Reiseweltmeister, denn die Reiselust der Bundesbürger ist trotz der unsicheren wirtschaftlichen Lage auch in diesem Jahr nur wenig getrübt. Die Reiseveranstalter haben nach vorläufigen Hochrechnungen des Deutschen ReiseVerbands (DRV) im gerade beendeten Touristikjahr 2008/09 (Stichtag 31. Oktober 2009) keine nennenswerten Rückgänge bei den Teilnehmern zu verzeichnen. „Es sind fast genauso viele Urlauber mit Reiseveranstaltern verreist wie im Vorjahr, jedoch zu niedrigeren Preisen“, fasst DRV-Präsident Klaus Laepple die Ergebnisse des Reisejahrs 2009 anlässlich der 59. DRV-Jahrestagung im ägyptischen Ferienresort Port Ghalib zusammen.
"Trotz stagnierender Teilnehmerzahlen ist der Umsatz der Veranstalter nach vorläufigen Berechnungen um insgesamt rund drei bis vier Prozent auf rund 20,7 Milliarden Euro gesunken. „Dies ist das Ergebnis der bereits in diesem Sommer weitergegebenen Preissenkungen, die auf verbesserte Einkaufskonditionen für Hotel- und Flugkontingente sowie günstigere Preise für Flugbenzin zurückzuführen sind. Zudem buchen die Kunden vornehmlich günstige Reisen und nutzen verstärkt die Preisabschläge der Frühbucherrabatte“, erläutert Laepple.**"Das Touristikjahr 2008/09 ist allerdings von äußerst unterschiedlichen Entwicklungen bei den jeweiligen Veranstaltern sowie einzelner Urlaubsziele und Reisearten gekennzeichnet. In die Branchenstatistik fließen die Ergebnisse der gesamten Angebotspalette im Reisemarkt ein – von der Flugpauschalreise über Kreuzfahrten, Studienreisen bis hin zu Bus-, Bahn- und Städtereisen."
"So verzeichnet die Flugpauschalreise im Nah- und Fernstreckenbereich zusammengerechnet ein Umsatzminus von rund sechs bis sieben Prozent, die sogenannten erdgebundenen Reisen (also per Auto, Bahn oder Bus) für Nahziele – vor allem in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Benelux-Ländern – ein gegenüber dem Vorjahr leicht verbessertes Ergebnis und die Kreuzfahrt ein überragendes Umsatzplus von zehn Prozent. Die Passagierzahl der deutschen Kreuzfahrtanbieter stieg sogar noch deutlich stärker als der Umsatz.""Besonders positiv entwickelte sich laut der Auswertungen des DRV-Expertenkreises Marktforschung und Statistik bei den Reiseveranstaltern die Nachfrage nach Deutschlandurlaub. Der Umsatz für über Veranstalter und Reisebüros organisierten Urlaub in heimischen Gefilden stieg demnach um rund drei Prozent."
"Nahziele in Europa waren ebenfalls stärker gefragt als im Vorjahr, Fernreiseziele und das Mittelmeer hingegen etwas weniger. Bei den Mittelmeerzielen schnitten die Türkei und Ägypten am besten ab."
"Für das nächste Jahr erwartet der Verband bei einer weiterhin unveränderten Nachfrage eine Stabilisierung des Umsatzes, aber noch kein Wachstum."