Panik!
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Halte dir einfach mal vor Augen, dass allein in Frankfurt pro Minute ca. 1 Flugzeug startet und landet. Jeden Tag, wie gesagt allein in Frankfurt!!!
Vielleicht hilft es dir ein wenig...Fliegst du eigentlich zum 1. mal?
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enzipleung wrote:
...Mir wär die Boeing nur lieber weil ich gestern eine Liste mit den sichersten Flugzeugen (... Abstürze pro 1 Mio. Flüge) gelesen hab ...Hallo enzipleung,
bist Du bitte so nett und sagst mir, welche Liste Du wo gesehen hast ?
Ich würde gern mal einen Blick in diese Liste werfen.LG Hardy
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such-such-such
TommyA wrote:
Stimmt ganz und gar nicht, schau mal hier -ist zwar nicht mehr so ganz aktuell, aber das widerlegt Deine These !Auf der HP steht, dass die Liste aus dem Jahr 2000 ist aber die A330 gibts doch schon seit 1992 oder?
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Danke schön !
Diese Liste sagt nichts, aber auch rein gar nichts aus. Es fehlen die Angaben über den Unfallgrund (Technikausfall ? Menschliches Versagen am Boden oder bei der Besatzung ? Versagen des Controllers ?), die Eigner-Airline und der Ort des Unfalls.
Ich würde mir diese Liste nicht zu sehr zu Herzen nehmen. Mit Statistiken kann man fast alles beweisen.
LG Hardy
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Hallo,
sooooo riesengroß ist die Angst dann noch nicht dass ich mir nur noch Urlaubsziele aussuche die mit dem Auto erreichbar sind. Vor zwei Jahren waren wir mit zwei kleinen Kindern mit dem Auto am Gardasee, knapp 1000 km, einmal und nicht unbedingt wieder. Da ziehe ich doch den Flieger vor, denn insgeheim weiß ich ja nun mal das es das sicherste Verkehrsmittel ist (habe ich mir lange genug eingeredet).
Ich bin wahrscheinlich auch unbewusst schon oft mit dem Airbus 330 geflogen, da wir schon viele Fernreisen unternommen haben. Es ist ganz einfach so dass ich diese Flugzeugabstürze und -unglücke immer persönlich als "Warnung" nehme, weil vor jedem Flug den ich machen "muss" immer was passiert.
Wenn ich dann auch noch lese, das den Piloten empfohlen wird, diesen Airbus nicht mehr zu fliegen, wird mir nun mal ganz anders.Grüße
Silke -
Wer Angst vor dem Fliegen hat, sollte auch nicht autofahren und mit der Bahn schon gar nicht. Am Besten im Bett bleiben. Das Leben ist nun mal gefährlich und wenn Du dran bist, bist Du dran. Mit und ohne Flugzeug usw.
Wie viele Flugzeuge sind den in den letzten Jahren nicht abgestürzt, darüber berichtet keine ***. Bringt ja auch keine Schlagzeilen. -
Fakt ist, daß ein Teil der User ein unsicheres Gefühl beim Fliegen hat - und sicher egal, mit welchem Typ !
Und darunter leidet meiner Meinung nach die Freude auf Urlaub, zumindest ist es bei meiner Frau so.
Statistiken hin oder her - wer vorm Fliegen Angst hat, kann eigentlich nur zwischen zwei Varianten wählen :- man akzeptiert seine Angst, lebt damit und hat natürlich mental keine echte Urlaubsstimmung drauf,
oder
- man richtet seine Urlaubsziele so ein, daß man nicht auf´s Flugzeug angewiesen ist und kommt damit sicher wirklich erholt aus dem Urlaub zurück.
Wie ich schrieb, bin ich das ganze Gegenteil meiner Frau, liebe Fliegen über alles - wollte in jungen (und schlanken
) Jahren sogar mal Kampfpilot werden (was aber der Staat nicht wollte
), aber ich akzeptiere halt meinen Partner und stecke da zurück.Und nochmal zur Sicherheit des Fliegens : Es muß einem natürlich klar sein, daß bei Fliegen im "Fall der Fälle" eigentlich "0-Chancen" bestehen. Bei einer normalen Auto- oder Bahnfahrt im "Fall der Fälle" aber deutlich mehr - zumal ich beim Autofahren meine Fahrbedingungen selbst bestimmen kann - ich habe keinen Fahrplan, muß kein Keosin sparen und bei schweren Gewitter mache ich halt irgendwo an einer Raststätte halt und sitze noch deutlich bequemer - zumindest in unserem Auto.
Soweit meine Meinung - muß aber jeder Betroffene für sich entscheiden !
Erwin
P.S. und keinesfalls sollte man diese Menschen belächeln, die beim Fliegen Angst haben !
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pursche wrote:
@enzipleungHalte dir einfach mal vor Augen, dass allein in Frankfurt pro Minute ca. 1 Flugzeug startet und landet. Jeden Tag, wie gesagt allein in Frankfurt!!!
Vielleicht hilft es dir ein wenig...Fliegst du eigentlich zum 1. mal?
OK, das hilft mir! Das mach ich zu meinem Mantra falls mich die Panik so richtig überkommt
Danke!Nein ist nicht das erste Mal, aber ich bin noch nie mit einem so großen Flugzeug geflogen und auch nicht so weit (fliege heuer in die Dom. Rep.) - bis jetzt war das weiteste 3 1/2 bis 4 Stunden nach Ägypten und auf die Kanaren!
@ Hardy01: Gerade weil die Liste alle Airlines zusammenfasst hat mich ja schockiert, dass der A330 nicht mit drauf ist... aber mit der Ursache hast du sicher recht. Es geht ja zB auch nicht hervor ob diese Abstürze sich bei Testflügen oder im "richtigen" Flugverkehr ereignet haben
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Hallo Silke,
habe für Deine Flugangst Verständnis, obwohl ich persönlich in jedes Flugzeug einsteige .
Aber warum fahrt Ihr eigentlich von Köln nicht mit der Bahn nach Berlin?
Mit all dem Drum und Dran vor und nach dem Flug und der Anreise vom Flughafen Schönefeld ins Zentrum Berlins kommt man zeitlich sogar noch günstiger weg und der ICE ist zwar auch nicht 100 % sicher, aber sehr schön und bequem und die Bahn hat gute Angebote.
Ok, Mallorca ist schon schwieriger und somit auch die Entscheidung für welche Art der Anreise.
Zwei Tage nach dem Unglück mit der AF wollte eine Bekannte von mir nach Berlin fliegen, nicht mit einer A 330, sondern Boeing, sie ist mit Ihrem Mann und einigen Freunden eingestiegen, hat nach kurzer Zeit Atemprobleme bekommen , Platzangst usw. und konnte, obwohl die Treppe bereits abgeschoben war, wieder aussteigen. Hatte sie Glück ,denn sie stand kurz vor einem Nervenzusammenbruch. Im Januar war sie noch ohne Probleme geflogen und jetzt ist sie in Behandlung.
Also vieles spielt sich bestimmt in unseren Köpfen ab, besonders die Ängste, die uns plagen, aber jeder muss eben auch seine persönliche Entscheidung treffen, zu fliegen oder es besser sein zu lassen.
Vielleicht kannst Du deine Ängste noch überwinden.
Dies wünscht DirRenata
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Die Angst vor dem Fliegen ist vermutlich eine Sorge vor Kontrollverlust. Ich habe damit keine Probleme. Eher damit, das andere Probleme damit haben. Nicht aus Unverständnis für die Nöte und Sorgen anderer, sondern auf Grund der daraus resultierenden Folgeerscheinungen.
Ängste sind etwas völlig natürliches, normales. Dem muß man sich bewusst sein. Ängste sind ein Schutzmechanismus, den Mutter Natur im Laufe der Evolution uns einprogrammiert hat.
Nur wer die Angst und ihre Mechanismen versteht, wird sie beherrschen können.
Vor ein paar Tagen bin ich mit AirBerlin von TXL via PMI nach IBZ geflogen. AirBerlin kennt bisher keine generelle Anschnallpflicht. Was ich bedauere, sie sollte Standard werden. Warum? Wir hatten einige Turbulenzen, was dazu führte, das ständig mal wieder die Anschnallzeichen erleuchteten, der Pilot Durchsagen machte, den Leuten die Ursachen der Turbulenzen sogar erklärte. Die Kontrollgänge der Purser taten ein übriges. Ob das ganze Verfahren so geschickt war? Es produzierte eher Sorge, als das sie sie reduzierte. Einfach sagen, ok, es wedelt. Erklärungen: sehr gut. Ansonsten Gurte dran und nicht zuviel und nicht zu wenig beruhigen. Der Stimme nach und der hervorragenden Qualität der Landung auf PMI muß es ein älterer Pilot gewesen sein, mit sehr viel Erfahrung.
Also: Ggf. auch mal ein Training seitens der Gesellschaften nutzen, ev. auch zu Medikamenten greifen und einfach sich sagen: Wenn ich über die Teppichkante stolpere, kann ich mir auch das Genick brechen.
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enzipleung wrote:
...@ Hardy01: Gerade weil die Liste alle Airlines zusammenfasst hat mich ja schockiert, dass der A330 nicht mit drauf ist... aber mit der Ursache hast du sicher recht. Es geht ja zB auch nicht hervor ob diese Abstürze sich bei Testflügen oder im "richtigen" Flugverkehr ereignet haben@Enzipleung
Es gibt Statistiken, in denen Airlines mit der Anzahl ihrer Unfälle vermerkt sind. Wenn überhaupt - hat eine solche Liste noch die größte Aussagekraft, lässt sie nämlich Rückschlüsse entweder auf die Wartung oder/und auf die Ausbildung der Piloten zu.Aber eine Liste, in der lediglich die Häufigkeit von Unfällen der verschiedenen Flugzeugtypen ohne Angabe der Unfallursachen, der Airline und des Unfallortes aufgelistet ist, hat keinen Aussagewert.
Um es an einem ganz deutlichen Beispiel aufzuzeigen: Es gab einen Unfall über dem Bodensee zwischen zwei Flugzeugen. Beide Flugzeugtypen sind sicherlich in der Liste enthalten - aber die Ursache war nicht der Flugzeugtyp, sondern menschliches Versagen sowohl beim Controller in der Schweiz, als auch bei den Piloten einer Maschine, weil der Pilot den klaren Weisungen seines TCAS nicht gefolgt ist. TCAS ist ein Gerät, dass den Luftraum nach weiteren Flugzeugen überprüft und bei Annäherung eines Flugzeuges eine klare Aussage macht, was jetzt zu tun ist. Die Piloten haben diese TCAS-Anweisung nicht befolgt, sondern haben die Empfehlungen des schweizer Controllers übernommen und ausgeführt. Nur dadurch kam es zu dem Unfall.
Hat nichts, aber auch gar nichts mit dem Flugzeug zu tun.Bei LH ist es übrigens so, dass die Piloten von je her darauf gedrillt werden, dass das TCAS immer recht hat ! Und bisher gab es auch noch keinen Unfall, weil ein TCAS sich vielleicht geirrt hätte. Bei LH ist es auch so, dass das TCAS nicht abgeschaltet werden darf.
Bei einem Unfall in Brasilien kam es ebenfalls zu einem Crash zwischen zwei Flugzeugen. Eins hatte kein TCAS (es war ein Kleinflugzeug), im anderen Flugzeug war das TCAS abgeschaltet.Darum - solche Listen taugen absolut nichts, wenn sie nicht die Hintergründe des Unfalls beinhalten.
LG Hardy
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Meine Güte ist hier ein krawall.... tztztztz
Das Flugzeug ist bis dato das SICHERSTE VERKEHRSMITTEL!!! Die A330 ist ein TOP-Flieger wie auch die anderen Airbusse. Ich hätte vorm Auto bzw. Busfahren mehr Angst als in einem Flieger....
Wenn man bedenkt wieviele Flieger im Jahr abstürzen und wieviele Autos täglich Unfälle haben (Auf der ganzen Welt wohlgemerkt) könnte man dann dieses Panikthread ersparen....
In dem Sinne....
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Adson_Berlin wrote:
... und der hervorragenden Qualität der Landung auf PMI muß es ein älterer Pilot gewesen sein, mit sehr viel Erfahrung.Was die Qualität einer Landung anbelangt, haben Piloten und Passagiere meist eine unterschiedliche Meinung.
Wenn der Pilot das Flugzeug butterweich auf die Bahn setzt, dann sagen die Passagiere in der Regel: Es war eine gute Landung.
Wenn der Pilot das Flugzeug hart aufsetzt, sagen die Passagiere in der Regel: Es war eine schlechte Landung.Piloten sehen das häufig umgekehrt. Piloten etablierter Airlines werden darauf gedrillt, das Flugzeug an einem bestimmten Punkt auf der Landebahn aufzusetzen. Das hat auch was damit zu tun, dass noch genügend Bremsweg vorhanden sein soll, aber auch, dass noch genügend Strecke zum Durchstarten vorhanden ist. Es hat aber auch etwas mit der Wetterlage zu tun, ob man weich oder hart aufsetzt. LH-Piloten werden darauf gedrillt, z.B. bei starkem Regen etwas härter aufzusetzen. Das hat zwei Gründe, einmal will man verhindern, dass die Reifen auf dem Wasserfilm "schwimmen", und zum anderen hat es z.B. beim Airbus damit zu tun, dass der Airbus ein automatisches Bremssystem hat, das aktiviert wird, sobald die Reifen "Kontakt" mit dem Boden melden.
So kann es für einen Piloten durchaus frustierend sein, wenn er eine butterweiche Landung hingelegt hat. Für ihn war es vielleicht eine schlechte Landung, weil er nämlich wahrscheinlich den optimalen Aufsetzpunkt verpasst hat und bis zum tatsächlichen Bodenkontakt noch zu lange in der Luft war.
Noch ein Satz zur Erfahrung der älteren Piloten.
Es gibt die völlig normale Situation, dass der erste Offizier, also der so genannte Co-Pilot, mit dem Flugzeugtyp wesentlich mehr Erfahrung hat, als ein bereits viele Jahre länger dienende Flugzeug-Kapitän. Das hat was mit der Laufbahn eines Piloten zu tun. Ein Pilot fängt bei einer etablierten Airline zunächst als First Officer an, bleibt dies einige Jahre und fliegt in dieser Zeit z.B. die Kurz- und Mittelstrecke. Dann kommt er auf die Langstrecke und damit auch auf einen anderen Flugzeugtyp. Er muss für den neuen Flugzeugtyp ein neue Schulung machen und bekommt dann die Lizenz für diesen Flugzeugtyp. Er ist immer noch First Officer. Je nach Airline kann er dann nach einigen Jahren in die Kapitänsschulung gehen. (Bei LH sind es derzeit insgesamt 10 bis 12 Jahre). Wenn er dann Kapitän wird, kommt er zunächst wieder zurück auf die Kurz- bzw. Mittelstrecke und damit wieder auf einen neuen Flugzeugtyp. Und dann trifft er im Cockpit auf einen First Officer, der das Ding vielleicht schon drei oder vier Jahre fliegt und hat auch kein Problem damit, wenn der First Officer das Flugzeug viel routinierter fliegt. Der Kapitän hat dann vielleicht insgesamt gesehen mehr Flugstunden, aber sicherlich nicht mehr Erfahrung auf diesem Flugzeugtyp als der Co. Später kann dann der Kapitän wieder auf die Langstrecke gehen.LG Hardy
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Nur am Rande - ich lese Deine Beiträge unheimlich gerne, Hardy01. Sie sind sachlich und geben (mir persönlich) echt ein Gefühl von Sicherheit und Ruhe. Mach weiter so

Ich selber habe auch "Flugangst", allerdings nicht so schlimm, dass ich nicht fliege. Es wurde schon mehrfach geschrieben...Man will trotz der Angst nicht verzichten oder "nur" nach Österreich fahren. Wobei wir auch oft Urlaub an der Ostsee gemacht haben. Mit 3 Kindern im Auto und 1000km einfacher Fahrt echt entspannend

Es ist keine Angst, die mich schon Wochen vorher in den Wahnsinn treibt, das kommt erst am Tag vor dem Flug. Ich habe ein Medikament zur Beruhigung. Komisch ist dabei, dass ich es beim Rückflug zwar in der Tasche habe, es aber nicht brauche. Das wird sicherlich am Abstand zwischen den Flügen/Reisen liegen, vermute ich...
Meine Angst ist beim Start am größten, wenn der Flieger beschleunigt und abhebt, da bin ich dann sehr ängstlich. Nach 10 Minuten aber lache ich über mich selbst. Ich weiß nicht, woher das kommt und warum es so ist - aber es ist für mich persönlich, sehr tröstlich, dass es doch recht vielen so ergeht....
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Hallo,
es ist mit Sicherheit auch Angst vor Kontrollverlust dabei, ich bin eh ein Mensch der nicht gerne den Überblick verliert.
Mich hätte das alles auch nicht so bekloppt gemacht wenn der Flieger nicht auf ganz so optimale Weise runtergekommen wäre, dann hätte ich an die mir bevorstehenden Flüge gar keinen Gedanken verloren. Ich fliege ja, schon viele viele Jahre, aber immer mit einem mulmigen Gefühl und kann den Urlaub erst beginnen, wenn der Flieger gelandet ist. Soweit so gut, wenn nicht immer wieder vor meinem Urlaub solche traurigen Schlagzeilen kommen würden.
Mit der Bahn nach Berlin fahren käme mir nie in den Sinn, wir haben den Kölner Flughafen quasi vor der Haustür, und Dank den Billigfliegern geht es nicht schneller und nicht billiger.
Es ist auch das ganze Drum und Dran, was mich aufregt wie schon geschrieben die Empfehlung der Pilotenvereinigung, keine Maschinen mehr diesen Types zu fliegen usw. usw. Da kommen mir dann die Gedanken wie sicher ist das eigentlich alles. Wir gehen davon aus das alles ok ist, aber ist es das wirklich, was passiert sonst noch alles wo wir überhaupt nichts von mitkriegen. Hat der Pilot vielleicht am Abend vor seinem Flug gesoffen, auch wenn er es nicht darf, hat er vielleicht Streit mit seiner Frau oder sonstwem gehabt usw. usw. Das führt jetzt hier natürlich so weit aber solche Gedanken sind das dann.Man könnte sicher noch ewig viel zu dem Thema schreiben, jeder hat da ein anderes Empfinden, bei dem einen ist die Flugangst richtig heftig, bei dem anderen weniger. Bei mir noch nicht oder vielmehr Gott sei Dank noch nicht ausgeprägt genug um auf einen Urlaub mit dem Flugzeug im sonnigen Süden zu verzichten.
Meine Sorgen sind sehr viel mehr das drumherum. -
Einige Jahre her.................................................................................
Am Abend in einem Hotel in New York. Touristen aus Europa und USA, Business-Gäste und welche Menschen auch immer, trinken fröhlich in der Hotelbar. Manche etwas mehr, andere etwas weniger. Darunter auch die Crew einer nicht ganz unbekannten europäischen Linien-Gesellschaft. Die Herren der Crew genehmigen sich diverse Bierchen, die Damen sind "gut drauf" halten sich aber scheinbar mit dem Konsum von Alkohol zurück.
Wir die Deutschen kommen mit der Crew aus dem Nachbarland ins Gespräch. Tiefgeistige Gespräche, nein eher fröhlich und unterhaltsam. Wir erfahren das die Besatzung am anderen Tag um 09:00 Uhr Ortszeit den Rückflug antritt. Nach einigen weiteren netten Gesprächen verlassen die Crewmitglieder die Bar, in Richtung Aufzug, sicherlich weiter ins Zimmer. Es ist Mitternacht.
Wir trinken noch 1-2 Bierchen und stellen fest, dass die Herren sicherlich nur noch 4-5 Stunden schlafen können, dann aufstehen, zum JFK Airport fahren werden und in 9 Stunden den Flieger über den Atlantik fliegen. Ich glaube es war damals noch eine B 707 oder doch schon eine DC 10.
Was uns blieb war nur ein leichtes zucken mit den Schultern. Was solls, mach Dir keine Gedanken, sonst kommst Du auf Gedanken.In den nachfolgenden Jahren habe ich sehr häufig in Hotels gewohnt, die auch von unterschiedlichsten Besatzungsmitgliedern, unterschiedlicher Airlines genutzt wurden. Ein so denkwürdiges Erlebnis wie an dem Abend in New York habe ich nie mehr gehabt. Gut so, sonst hätte ich mir vielleicht doch noch Gedanken gemacht.
Ausnahmen wird es immer geben, auch wenn die Regel uns zeigt, dass es "tausendmal" geklappt hat.
Gruß
Hans
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Gut, dass Deutschland (BRD) damals schon 9 Nachbarn hatte.

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oh dann tut es mir leid,dass ich was falsches erzählt hab