Tipps zur Reiseroute Südafrika (nördliche Region)
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Hallo!
Hat jemand Tipps zur Reiseroute in der nördlichen Region Südafrikas, einschließlich Krüger Nationalpark? Und kennt jemand Anbieter von Tiersafaris vorort? In den Nationalparks möchten wir mit einem Guide unterwegs sein.
Unsere Reise soll 2-3 Wochen dauern und im Feb./Mrz. 2010 stattfinden.Danke & Gruß
Greta -
Hallo Greta und herzlich Willkommen auch hier im Forum!
Für den Reisezeitraum würde ich eher den März vorziehen, der Februar ist of sehr heiß und es gibt gewittrige Niederschläge. Anfang März schiene mir hier optimal.
Da Südafrika ein gutes Land für selbständiges, nicht vorgeplantes Reisen ist, stelle ich Euch erst einmal eine Selbstfahrerrundreise zusammen. Touren mit Guides könnt Ihr vor Ort problemlos dazubuchen, wenn ich Euch auch besonders im KNP tagsüber zum selber fahren raten würde.
Generell wäre dafür ein höheres Fahrzeug besser, allerdings würde z.B. ein Toyota XTrail Euer Budget wahrscheinlich sprengen. Daher rate ich zu einem Polo als Automatikwagen. Ein Automatikfahrzeug hat gerade beim langsamen Fahren mit häufigen Stopps im NP deutlich Vorteile, auch ermöglicht er ein konzentrierteres Fahren beim am Anfang ungewohnten Linksverkehr.Wenn Ihr es ermöglichen könnt, sind drei Wochen natürlich deutlich zu bevorzugen. Bei meinem ersten Routenvorschlag gehe ich einmal von 15 Übernachtungen vor Ort aus.
Wählt möglichst einen Flug aus, mit dem Ihr morgens in JNB landet, um diese Stadt umgehend zu verlassen. Solltet Ihr erst abends ankommen, geht am besten in ein Flughafenhotel und verlasst am nächsten Morgen JNB.
- Ankunft erster Tag morgens, Zollformalitäten, Geld am Geldautomaten holen, Auto entgegennehmen, Fahrt zur Panoramaroute. Zwei Übernachtungen im Gebiet zwischen Lydenburg und Blyde River Canyon.
- Am nächsten Tag die Acht der Panoramaroute fahren, mit vielen Stopps für diverse schöne Ausblicke und kleinere Wanderungen / Spaziergänge.
- Nach der zweiten Übernachtung kurze Fahrt in die Nähe von Hoedspruit. Dort würde ich im Moholoholo Mountain View übernachten und unbedingt das Rehab Centre zu einer Führung besuchen.
- Nach dieser Übernachtung, Fahrt über Phalaborwa (dort Lebensmittel kaufen) ins Mopani Restcamp. (Eine Übernachtung)
- Weiterfahrt nach Letaba (zwei Übernachtungen)
- Weiterfahrt nach Lower Sabie (zwei Übernachtungen)
- Weiterfahrt nach Berg en Dal (eine Übernachtung)
- Weiterfahrt durch Swasiland (eventuell eine ÜN) zum Hluhluwe PP. Dort zwei ÜN im Hilltop Camp.
- Weiterfahrt nach St. Lucia. Dort ist baden möglich. Besuch des iSimangaliso NP. (zwei ÜN)
- Weiterfahrt zum Ithala Game Reserve (zwei ÜN)
- Rückfahrt nach JNB.
So viel als erste Antwort. Bei weiteren Fragen stehe ich natürlich gerne zur Verfügung. Konkrete Unterkunfttipps wegen des bestehenden Werbeverbots im Forum nur über PN.
Gruß und viel Spaß beim Planen.
karlkraus
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Hallo Greta und ein freundliches moin, moin aus dem Norden!
Auch ich möchte dich zunächst bei uns im Afrika-Forum begrüßen und dir viele interessante und hilfreiche Tipps/Anregungen wünschen.
Wie schon von meinem "Vorredner" erwähnt, würde ich dir/euch ebenfalls unbedingt zu einer Individualtour raten; Südafrika bietet sich für derartige Touren einfach an. Wenn ihr keine Zeit verlieren wollt, dann solltet ihr in der Tat unbedingt zu einem Nachtflug buchen und so schnell wie möglich Johannesburg den Rücken kehren.
Was die Reisezeit betrifft, so kann man sicher geteilter Meinung sein. Ich habe auch schon optimales Wetter Mitte Februar in dieser Region erlebt; aber tendentiell hat karlkraus - wie so oft
- sicher Recht.Für ein Zeitfenster von 2 Wochen ist die vorgeschlagene Tour schon optimal; bei 3 Wochen würde ich persönlich allerdings noch einen Abstecher an die Garden Route einplanen und von Durban oder Port Elizabeth, eventuell sogar von Kapstadt aus nach Johannesburg zurück fliegen (das hängt natürlich auch davon ab, wie die Angebote für einen Mietwagen aussehen; oft werden hohe Einwegmieten verlangt).
Für weitere Details - bei der konkreten Planung derartiger Touren tauchen häufig noch Fragen auf - melde dich bitte einfach wieder hier im Forum. Unabhängig davon würde ich dir empfehlen, in einer ruhigen "Minute" 'mal einen Blick in die diversen Threads zu werfen, in denen vergleichbare Rundreisen bereits ausführlich besprochen wurden.
Viel Spaß bei den weiteren Planungen für eine tolle Reise!

Grüße von der heute wieder sonnigen Nordseeküste
Andreas
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Hallo nochmal Greta,
auch wenn es inzwischen durchaus Vermieter ohne Einweggebühren in Südafrika gibt, würde ich selbst bei drei Wochen nicht die Garden Route mit in das Programm nehmen, das wird zwar von vielen Anbietern so gemacht, wird aber weder dem Land noch einem gewissen Erholungsfaktor im Urlaub gerecht.
Wenn Ihr tatsächlich drei Wochen in SA verbrigt, würde ich die Drakensberge mit in den Verlauf nehmen und die Tour dann umdrehen, also JNB - Drakensberge mit z.B. Golden Gate und Giants Castle, dann Spionskop Reserve, St. Lucia usw. in umgekehrter Reihenfolge zu meinem ersten Vorschlag.Du siehst, Antworten im Forum sind vielschichtiger als einzelne PNs.

Gruß,
karlkraus
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Reiseroute Südafrika
Hallo alle zusammen,
ich möchte im März 2011 mit meinem Mann ca. 30 Tage durch Südafrika reisen. Ungefähr vom 8. März 2011 bis 5. April 2011.
Abflug nach Kapstadt
4 Nächte Kapstadt
1 Nacht Sewllendam
2 Nächte Oudtshoorn
2 Nächte Knysna (wegen Zugfahrt)
1 Nacht Tsisikama
1 Nacht Addo NP
2 Nächte Graaff-Reinet
1 Nacht Bethlehelm
1 Nacht Giant's Castle
2 Nächte Underberg
2 Nächte St.Lucia
2 Nächte Hluhluwe
1 Nacht Swaziland
3 Nächte Krüger NP
2 Nächte Graskop
danach Abflug ab Johannesburg
meine Frage nun: ist das so machbar oder irgendwo was weglassen oder was?
Für Euere Hilfe wäre ich sehr dankbar.Gruß
Ulrike -
Hallo Ulrike,
warum hast Du denn den Thread gewechselt?
Was möchtest Du in Oudtshoorn machen? Diese Stadt lohnt keinen zweitägigen Aufenthalt bei Deiner engen Route.
Knysna möchtest Du wegen der Zugfahrt besuchen. Ich nehme an, Du meinst den Outeniqua Choo Tjoe. Die Zugstrecke ist vor einigen Jahren unbefahrbar geworden, ein sehr kleiner Teil ist inzwischen wieder renoviert, der größere und schönere Teil der Strecke wird aber nicht mehr befahren. Befahren wird nur die Strecke von George bis Mossel Bay. Genaueres findest Du hier.
Wenn Dir diese Strecke ausreicht, würde ich die zwei Übernachtungen in Wilderness machen und von dort mit dem Auto nach George (schöne Strecke mit super Aussicht auf die Strände in Wilderness) und dann mit dem Zug hin und zurück nach Mossel Bay.Tsitsikamma ist eher ein Ort für zwei Nächte, da man auch die Anfahrt bedenken sollte und ja auch Zeit zum Wandern oder Delphine sichten haben möchte.
Addo ist für Reisende, die sich auf die Garden Route beschränken ein Muss. Dann empfehle ich sogar eher 2 als 3 Nächte dort zu bleiben. Wenn man aber auf der gleichen Reise noch Hluhluwe und Krüger besucht, kann man Addo dem engen Zeitplan opfern.
Auch Giant's Castle ist eigentlich nur für zwei Nächte zu empfehlen. Die An- und Abfahrt ist durch die Schlagloch übersäten Straßen etwas langwierig.
Ansonsten: Kann man so machen als Übersichtsreise mit viel Fahrerei, wie besprochen.
Gruß,
karlkraus
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Hallo karlkrauss,
war beim Lesen im Forum hier hängen geblieben. Herzlichen Dank für Deine schnelle Antwort. Ich will nicht unbedingt nach Oudtshoorn, wollte aber die Cango Caves sehen und die Pässe fahren.
Mit dem Wandern ist das so eine Sachen. Ich kann nur leichte einfache Wanderungen machen ohne größere Höhenunterschiede. Über die Wanderungen habe ich noch nicht genug gefunden.Im Internet steht nur, daß die Zugstrecke nicht ganz zu befahren ist, wegen eines Erdrutsches. Es hört sich so an, daß das sich auch wieder ändern könnte. Dann fahren wir halt nur das kleinere Stück mit dem Outeniqua Choo Tjoe.
Sollte ich außer in Kapstadt und im Krüger NP etwas vorbuchen? Nächstes Jahr ist Ostern erst Mitte/Ende April.
Gruß
Ulrike
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Hallo Ulrike,
die Hoffnung, dass der Choo Tjoe noch einmal die komplette Strecke fährt, halte ich für absolut unbegründet. Vieles ist verschüttet und zerstört, für den Wiederaufbau müsste viel Geld in die Hand genommen werden, das ist für eine rein touristisch genutzte Strecke absolut unwahrscheinlich.
Die Cango Caves halte ich für etwas überbewertet. Weltweit haben wir diverse Tropfsteinhöhlen gesehen. Die Cango Caves sind da nicht die überragende Ausnahme, als die sie gerne dargestellt werden. Dennoch sind sie natürlich eine Besonderheit für Südafrika.
Wanderungen, die nicht zu Klettertouren werden gibt es sowohl im Giant's Castle als auch im Tsitsikamma. Auch im Bontebok (bei Swellendam) gibt es zwei kleine flache Wanderungen.
Wenn Du nicht auf bestimmte Unerkünfte fixiert bist, halte ich ein Vorbuchen in Deiner Reisezeit nicht für nötig. Da im Tsitsi die schönsten Unterkünfte oft ausgebucht sind und man nicht mehr die freie Wahl hat, würde ich dort auch vorbuchen. Im Giant's Castle bekommt man eigentlich fast immer etwas, allerdings ist dort die Rezeption nur bis 16.30 Uhr besetzt, eine frühe Anreise recht wichtig.
Wenn die Planungen weiter fortgeschritten sind, kann ich mit einigen Unterkunfttipps gerne behilflich sein. Die Unterkünfte in den NPs kannst Du unter www.sanparks.org schon einmal einsehen. Hluhluwe und Giant's Castle wird von Kwa Zulu Natal direkt verwaltet. Du findest Unterkünfte und Infos hier .
Gruß,
karlkraus
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Hallo karlkraus,
nochmals ganz herzlichen Dank.
Werde jetzt weiter recherchieren und gucken, daß ich mal in einer Buchhandlung die beiden von Dir empfohlenen Reiseführer sehe zum Probelesen. Gefunden habe ich bisher nur den Baedecker.Gruß
Ulrike
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H allo karlkraus,
ich habe noch eine Frage zu der Beschaffenheit der Straßen, damit ich mal ausrechnen kann, wieviel km man pro Tag ungefähr fahren kann.Ist die Strecke von Graaff-Reinet wirklich an einem Tag zu schaffen?
Du und Tourleader habt aber wirklich Recht, die Strecken, die die Reiseveranstalter und selbst der ADAC bewältigen wollen, sind haarsträubend. Da sitzt man wirklich nur im Auto. Ich hatte eigentlich nur an ca. 250 km pro Tag gedacht mit viel aussteigen.
Gruß
Ulrike
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Hallo Ulrike,
die Begrenzung auf 250 km am Tag ändert die Beurteilung zu dieser Route deutlich.
Mit einer solchen Begrenzung würde ich die Route nicht machen, da Du dann oft an einer Station nur einmal übernachtest und wenn Du Dich dann noch jeden Tag auf Unterkunftssuche begibst, hat das in meinen Augen nicht mehr viel mit Urlaub zu tun.
Die Strecke Graaff-Reinet ==> Bethlehem benötigt einen ganzen Tag Fahrzeit und ist nur für Leute zu empfehlen, die gerne viel fahren. Hier siehst Du einen Routenplaner dazu. Die angegebene Fahrzeit ist auf optimale Verhältnisse ausgerichtet, mehr ist wahrscheinlicher.
Insgesamt ist diese Route unter einer solchen Begrenzung nicht zu machen. Grob gerechnet sind das mind. 4000 km. Da Du an mehreren Orten mehr als einen Tag verbringst, bleiben Dir dafür etwa 15 "Fahr"tage. 4000 km : 15 Tage = 266 km. Da Du auch in den Orten und z.B. im Krüger fahren wirst, kannst Du von minimum 400 km ausgehen.
Es gibt zwei (drei) Möglichkeiten. Entweder Du lebst mit den Kilometern (etwas Optimierungspotential ist vielleicht noch) oder Du teilst das auf zwei Reisen oder wie zuerst geplant mit Zwischenflug aber ohne nördliche bzw. westliche Drakensberge.
Grundsätzlich sind die Straßen in Südafrika sehr gut, für die WM noch einmal verbessert worden und man kommt oft zügig voran.
Gruß,
karlkraus
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Hallo karlkraus,
herzlichen Dank für Deine Bemühungen.
Ich habe wieder den ganzen Nachmittag mit lesen und rechnen verbracht. Bin aber nicht viel schlauer geworden. Werde noch einmal von Neuem anfangen. Zum Glück habe ich noch bis ca. September Zeit, bevor ich die Flüge und den Krüger NP buchen muß.Gruß
Ulrike
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Hallo karlkraus,
Du hast vollkommen Recht, die Strecke von Graaff-Reinet bis Bethlehelm ist zu lang. Sa habe ich keine Lust zu und so lange kann ich auch nicht sitzen.Gruß
Ulrike
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willi winzig wrote:
Zum Glück habe ich noch bis ca. September Zeit, bevor ich die Flüge und den Krüger NP buchen muß.Hallo Ulrike,
das sehe ich ein wenig entspannter.
Wenn Ihr nicht bestimmte Hütten oder Bushcamps im Krüger wollt, werden ein bis drei Monate im Vorraus mit hoher Wahrscheinlichkeit reichen. Außerdem haben deutsche Reiseveranstalter über ihren südafrikanischen Partner immer noch Kontingente, wenn sanparks schon ausverkauft meldet. Der März ist im Krüger Nebensaison (NS heisst in dem Falle: die Camps sind nicht schon 6-12 Monate vorher ausgebucht)
Auch Flüge werden eher im Bereich 1 Monat bis drei Monate vor Abflug am günstigsten sein, daher ist der Druck nicht so groß (außerdem ist auch September noch ein wenig hin...).
Hier einmal unsere nächste SA-Reise als Beispiel. Erstmals haben wir alles vorgebucht. Wir wissen genau, wo wir hinwollen, kennen alle Orte und Unterkünfte und kennen die Entfernungen und sogar die meisten Strecken. Da wir (wieder einmal) Wale sehen wollen, haben wir auch einiges an Kilometern vor uns.
Hinflug nach CPT
2N Simons Town (Pinguine)
2N De Kelder (Wale weniger touristisch als in Hermanus)
2N De Hoop (Renovierungen der Unterkünfte ansehen, Wale und Ruhe)
2N Simons Town mit Besuch des Kirstenbosch BG
Flug CPT - Durban
2N St. Lucia (Schildkröten)
2N Mpila Camp in (Hluhluwe)-Imfolozi
3N Ithala
1N Swasiland
1N Crocodile Bridge Camp im Krüger
2N Lower Sabie Camp
2N Biyamiti
2N Satara
2N PretoriuskopHeimflug von JNBAuf Grund der geringen Zeit, die uns zur Verfügung steht und der unterschiedlichen gewünschten Highlights haben wir uns für eine Route mit (für uns) viel Fahrerei entschieden, gehen aber davon aus, dass dadurch dass wir größtenteils 2 Nächte pro Ort verbringen und den Weg zu unseren Unterkünften kennen, die Reise dennoch entspannt wird.
Vielleicht hilft Dir dieses Beispiel.
Gruß,
karlkraus