Kreditkartenzuschlag
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Also ich würde jemanden als ( verantwortlichen ) Unternehmer bezeichnen, der seine Unternehmensziele realistisch den Umständen anpasst. Hans, sei mir nicht böse, aber Gewinnmaximierung in den heutigen Zeiten geht völlig fehl. Ich halte es eher für richtig, in der jetzigen wirtschaftlichen Lage u.U. gewisse Gewinneinbussungen in Kauf zu nehmen, um Umsatzziele nicht zu verfehlen. Maximierungen sind aktuell ein völlig falsches Wort. Und das noch auf Kosten seiner Kunden zu tun halte ich in dieser direkten Form schon ein bischen für pervers. Erinnert mich an die Billig-Airlines mit ihren abenteuerlichen Zuschlägen !
Wenn aber schon airlines keine Gebühren für Kreditkartenzahlungen erheben dürfen, warum sollen das das Reiseveranstalter ? Verstehe ich wirklich nicht. Völlig klar, die Kosten dafür gehen zu ihren Lasten, war aber schon immer so.
Wer wie ich -eine Kreditkarte benutzen muss, um gewisse Vorteile bei Benutzung zu erhalten, wird diese Wünsche der RV nicht akzeptieren. Warten wir mal ab, was wirklich kommt. Und wie immer aus Aktionen der Grossen wird es Kleine geben, die sich davon unterscheiden wollen und werden.
Gruss Gabriela
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Ich verstehe die ganze Diskussion nicht.
Ich buche bei einem Reisebüro, bei dem ich 3% Rabatt, sozusagen als Provisionsbeteiligung bekomme. Und es ist wurscht, wie ich bezahle, natürlich auch mit KK. Sollte es Veranstalter geben, die KK-Zahlung nicht akzeptieren, buche ich eben bei einem anderen Veranstalter.
Ändert mein Reisebüro die Bedingungen, gehe ich woanders hin.
Der Kunde ist König ! So einfach ist das.Gruss JörgR
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**Ich benutze meine VISA nur, wenn es gar nicht anders geht.**Ansonsten habe ich sie mehr oder weniger, weil ich durch sie eine Reiserücktrittsversicherung und eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung für mich und meinen Mann habe und das für lau.
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Also ich bekomme meine 3-5% Rabatt im RB nur wenn ich nicht mit KK bezahle.

Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, da war es allen KK-Akzeptanzstelle untersagt zusätzliche Gebühren für die KK-Zahlung zu erheben.
Werbung: "Bezahlen Sie mit ihrem guten Namen"
Es hat sich allerdings schon vor ein paar Jahren der Wandel abgezeichnet, als das 1. KK-Unternehmen dieses Gebührenverbot aufhob.Alle die, die sich jetzt aufregen, dass die KK-Provision auf sie umgelegt wird, sollten sich fragen, ob es fairer wäre, wenn die anderen Kunden diese Kosten mittragen müßten. Dies wäre der Fall, wenn die Firmen die KK-Kosten in die Gesamtkalkulation einfließen ließen.
VG unbekannter
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hugoonline wrote:
Warum funktioniert das Ganze dann wunderbar an Tankstellen, wo die Gewinnmargen für die Pächter noch kleiner sind als in der Reisebranche ?Würde jetzt nicht behaupten, dass Tankstellen eine kleinere Marge haben. Das Gegenteil dürfte der Fall sein.
gabriela_maier wrote:
Wenn aber schon airlines keine Gebühren für Kreditkartenzahlungen erheben dürfen, warum sollen das das Reiseveranstalter ? Verstehe ich wirklich nicht.Gabi hat - wie immer - mal wieder keine Ahnung. Nicht von Marktwirtschaft ( Auf Gewinne verzichten, die Firma zumachen ... das wird unsere Volkswirtschaft sicher wieder auf die Beine stellen. Tolle These! ) und auch nicht von Rest den sie postet.
Warum sollten Airlines keine Gebühren für Kreditkartenzahlungen nehmen dürfen? a) darf das jede und b) macht´s auch fast jede! Die Airlines ohne KK-Gebühr kannst Du an einer Hand abzählen, es sind so wenige, dass mir spontan keine einfällt.Ich möchte nicht falsch verstanden werden. Mir geht´s auch auf den Keks, dass KK-Gebühren bei Veranstalterbuchungen in vielen Fällen separat ausgewiesen und nicht per Mischkalkulation auf alle Reisenden umgelegt werden, aber letztlich ist´s doch dem Wunsch des Kunden nach Preistransparenz geschuldet. Und diese Freiheit ( mit allen damit verbundenen Konsequenzen die der Markt dann regelt ) muss man Unternehmern schon zugestehen.
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@CaptainJarek
Hallo.Genau so ist. Nicht nur einzelne Verbraucher, sondern gerade die Verbraucherorganisationen fordern immer wieder mehr Preistransparenz. Und genau diese Transparenz ist damit gegeben.
Wir müssen auch mal Veränderungen im Dienstleistungbereich akzeptieren. Diese erfolgen aber nicht nur in der Touristik-Szene.Nochmal, besonders für**@gabriela maier.** Die Zusammenarbeit mit wirtschaftlich gesunden Unternehmen ist fast immer vorteilhafter, als mit "schwachen Kandidaten" deren Bonität täglich beobachtet wird. Unternehmen die eine gute Leistung und ein gutes Produkt anbieten, sollen auch gutes Geld verdienen. Egal ob RV oder RB. Warum ? Damit es diese Unternehmen auch morgen noch in unserem Lande gibt !!
Gruß
Hans
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Hallo,
das Unternehmen mit gutem Service und guten Produkten auch gutes Geld verdienen sollen steht für mich vollkommen außer Frage. Schließlich soll sich Qualität auch lohnen. Wir haben auch ein Reisebüro an der Hand, bei dem ich die 3% wiederbekommen könnte. Aber wir buchen in einem anderen Reisebüro, wo es nichts wiedergibt. Denn dort bekomme ich den Service, den ich mir wünsche, da fühle ich mich als Kunde noch als Person mit individuellen Wünschen, auf die auch eingegangen wird. Dann überlasse ich diesem Reisebüro gerne die Provision der Reiseveranstalter. Auch wenn ich "nur" eine ganz normale Pauschalreise aus dem Katalog buche.
Zurück zum Thema Kreditkarte: wir nutzen diese, da die RRV inkludiert ist und ich damit Meilen sammle. Das ist dann in Zukunft eine ganz einfache Rechnung: was kostet mehr: die RRV separat abzuschließen oder die Gebühren für die Zahlung per Kreditkarte. Ob die neue Verfahrensweise unbedingt mit Transparenz zu tun hat - ich weiß es nicht. Dann müsste es auch detaillierte Angaben darüber geben, wieviel die Lastschrift oder EC-Kartennutzung die Unternehmen kostet, wieviel mehr es die Unternehmen kostet, die Provisionen an die Reisebüros zu zahlen etc. Schließlich kommt es die Reiseveranstalter ja auch günstiger, wenn man direkt bei denen bucht, so brauchen sie ja dann keine Provision mehr zu bezahlen.Lg Dania
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Dania1 wrote:
Schließlich kommt es die Reiseveranstalter ja auch günstiger, wenn man direkt bei denen bucht, so brauchen sie ja dann keine Provision mehr zu bezahlen.Das ist ein Irrglaube.
Frag doch mal z.B. die TUI was höhere Vertriebskosten produziert. Eigenvertrieb oder Reisebürovertrieb. Die Antwort ist: Eigenvertrieb! ( Die Sendung mit der Maus würde jetzt sagen: "Klingt komisch, ist aber so!" ).
Warum wird denn z.B. bei der TUI in jeden Endkundenkatalog dafür geworben im Reisebüro statt auf TUI.com zu buchen? Nicht weil die TUI ein Gönner ist, sondern weil bei einer über´s Reisebüro verkauften Reise für die TUI mehr Ertrag übrig bleibt.VG.
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Na, was wieder mal tolle Experten so von sich geben, die von sich glauben, die Weisheit allein gepachtet zu haben. Nun gut !
Gute Firmen mit guten Produkten sollen auch viel Geld verdienen wird hier gesagt. Ich habe nichts dagegen, wenn sich das am Markt realisieren lässt. Premiummarken der Automobilbranche z.B. haben in früheren Krisenjahren die Preise erhöht, um Mindermengen damit auszugleichen. Was sich heute in dem Bereich abspielt brauche ich nicht zu erläutern. Auch in Häusern mit dem Stern ist die Frage nach dem Preis längst kein Tabuthema mehr.
Heute versucht man viel eher, die Produktmengen hochzuhalten. Nicht nur, aber auch um Arbeitsplätze zu sichern. Geht das nicht, flüchtet man in die Kurzarbeit.
Ich habe bisher in keinem Wirtschaftsteil meiner beiden überregionalen Tageszeitungen einen trend von Firmen zu Massnahmen zur Gewinnmaximierung gelesen. Nur soviel zu meinem Wissensstand, der ja angeblich nicht besonders hoch sein soll ( hier nach Meinung eines Einzelnen ).
Ich kann mich manchmal auch irren ( wenn das auch andere mal zugeben könnten ), aber ich meine gerade jüngst gelesen zu haben, das die airlines keine Kosten für Kreditkartenzahlungen vom Kunden verlangen dürfen. Und genau so habe ich es geschrieben, das ich dafür auch bei RV kein Verständnis haben würde.
Meine Kreditkarte ( Goldkarte ADAC ) deckt bei Zahlung mit dieser Karte einen super Service mit ab, u.a. auch 2% Nachlass für Tankungen, im Versicherungsbereich und bei Sitzplatzreservierungen.
Die Kreditkarte ist ein weltweit anerkanntes Zahlungsmittel. Die in den USA damit verbundenen Probleme stehen hier nicht zur Diskussion. Aber der Handel weiss, das die Kreditkarte die Kauflust eher fördert als behindert.
Gruss Gabriela
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gabriela_maier wrote:
Ich kann mich manchmal auch irren, aber ich meine gerade jüngst gelesen zu haben, das die airlines keine Kosten für Kreditkartenzahlungen vom Kunden verlangen dürfen.Das ist je eines Deiner Probleme! Du irrst im Grunde mit jedem einzelnen Deiner Beiträge!
Selbstverständlich dürfen Airlines die Kosten für Kreditkartenzahlungen von Ihren Kunden verlangen. Warum auch nicht? Mit welchem Recht sollte z.B. ein Gericht solches Gebahren untersagen dürfen?! Das ist Marktwirtschaft, ich kann es mir als Kaufmann verdammt nochmal aussuchen ob, wie, warum und zu welchem Preis etc. ich etwas verkaufe ( Kartellpreise, Wucher etc. mal außen vor gelassen ). Und wenn ich als Airline sage: Mir entstehen Kosten wenn mein Kunde mit Kreditkarte zahlt ... und ich möchte diese Kosten nicht für ihn und seinen Wunsch nach Bequemlichkeit bei der Zahlung übernehmen ... dann ist es mein gutes Recht dafür einen Aufschlag zu verlangen. Und wie gesagt: Fast jede Airline nimmt diesen Aufschlag.
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@gabriela maier
Hallo.
Natürlich wirst du in den "deinen " beiden überregionalen Tageszeitungen (vermutlich die Süddeutsche und die FAZ) kaum Artikel finden, in denen Konzerne und andere Unternehmen über ihre Ziele der Gewinnmaximierung berichten. Das wird wohl auch kaum ein Vorstand, GF oder Gesellschafter einem Journalisten "auf die Nase binden". Solche Aussagen sind politisch unklug. Würde es gemacht, könnte die PR/Presse+Öffentlichkeits/Kommunikation - Abteilung sich aber umgehend verabschieden.
Wer den Umgang mit der Presse nicht gelernt, hat kann viel verlieren. Versteht man aber dieses Geschäft, ist die Presse oft "Gold" wert. Keine Werbung ist günstiger.
Was glaubst wie viele Presseartikel entstehen.
Gruß
Hans
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Na, dann muss ich wohl recherchieren. Gebe zu, die Info -weil für mich persönlich nicht besonders wichtig- nur gelesen und gedanklich registriert zu haben. Aber ich bin 100% pro, das es in der Richtung was gab. Müssten doch auch noch andere gelesen haben ??!!!
zu 50% richtig ! Stehe aber, was die Planungen für Gewinnmaximierungen angeht, zu meiner Meinung. Die Ansicht des aktiven Fussballers lasse ich mal aussen vor.
Den Firmen stand ( und steht noch ) in den meisten Fällen das Wasser bis zum Hals. Da gab es keine strategischen Planungen auf Gewinnmaximierung. Die hatten -und haben- ganz andere Probleme. Nur bei den Banken, ja, da könntest du Recht haben, gibt es schon wieder solche Bestrebungen. Und wie war das noch mit dem Biedermann und den Brandstiftern ?
Zum Thema zurück:
ich glaube nicht, das RV auf Dauer eine Gebühr für Kreditkartenzahlungen durchsetzen werden. Was meine Zahlungen angeht: ich verlange von meinem Reisebüro eine Direktbelastung von dem RV, zahle sowohl die Anzahlung als auch den Restbetrag per KK, und bekomme später von meinem RB auch meine Vergütung von 3%. Eine Belastung über die Zahlung per KK habe ich bisher nicht bekommen. Wäre für mich -aus Prinzip- ein Grund, den RV nicht mehr zu buchen.
Gruss Gabriela
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Wenn ich mich jetzt richtig erinnere war das mit den "verbotenen" Kreditkartengebühren ein Urteil in Verbindung mit Rayanair. Hier ging es aber wieder mal um Preistranparenz und das die Airline einen "normal gebräuchlichen" Weg des bezahlens anbieten muß der kostenfrei ist. Rayanair hatte nur Bezahlunge über eine sehr exotische Karte (oder so ähnlich) kostenfrei angeboten welche kaum jemand besitzt. Dies wurde durch ein Gerichtsurteil angemahnt, wenn jetzt also z.B. das Lastschriftverfahren oder Überweisung kostenfrei sind können Gbühren für Bezahlung mit Kreditkarte genommen werden.
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Zwischenfrage:
Dass Veranstalter aller Lager derzeit bzw. in Kürze Gebühren für die Bezahlung per Kreditkarte erheben, ist mir durchaus bekannt. Was mich wundert ist, dass hier im Forum der Eindruck geweckt wird, der Buchende müsse diese Kosten tragen. Das kenne ich so gar nicht. Gehen diese Prozente nicht immer zu Lasten des Reisevermittlers? -
Hallo,
ich hätte auch noch eine Zwischenfrage: der Kreditkartenzuschlag ist ja - nach Aussage der Veranstalter - nur eine Weitergabe der Kosten, die den RV gegenüber der Kreditkartenfirma entstehen. Sind diese Kosten einheitlich? Muss jeder Vertragspartner einer Kreditkartenfirma dieselben Kosten zahlen? Dann müsste der Kreditkartenzuschlag doch bei allen Veranstaltern gleich sein, sofern sie überhaupt einen erheben, oder?
Lg Dania
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Dania1 wrote:
Sind diese Kosten einheitlich? Muss jeder Vertragspartner einer Kreditkartenfirma dieselben Kosten zahlen?Die Kosten müssen nicht zwangsläufig gleich sein. Bei den Umsatzvolumen dürften die meisten Reiseveranstalter Sonderbedingungen ausgehandelt haben. Manche zahlen vielleicht 1% andere vielleicht 2% der Gesamtsumme usw.
AntoniaW wrote:
Gehen diese Prozente nicht immer zu Lasten des Reisevermittlers?Das wäre ja noch schöner. Der Reisevermittler soll für die Kosten der Kreditkartenzahlung einer Reise eines Reiseveranstalters bezahlen nur weil es der Kunde gerne per KK zahlen möchte. Na also bitte.
Übrigens: Die Reiseveranstalter versuchen tatsächlich diese Kosten zu weiten Teilen auf die Reisebüros abzuwälzen. Dazu sind meines Wissens nach bereits mehrere Prozesse anhängig. Dürfte auch eigentlich positiv für die Rechtsposition der Reisevermittler laufen, denn mir scheint, dass dieses Vorgehen im Zusammenhang mit dem Handelsvertreterstatus rechtlich unhaltbar ist.
Aber vor Gericht weiß man ja nie. Sollten die Reiseveranstalter damit doch Recht bekommen, dann werden statt der Reiseveranstalter halt die Onlineportale und Reisebüros diese Kosten auf den Kunden überwälzen.VG.