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Heute vor 20 Jahren - wie habt`s Ihr erlebt ?

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  • HolzmichelH Offline
    HolzmichelH Offline
    Holzmichel
    schrieb am zuletzt editiert von
    #1

    Hallo Ihr Ossis, Wessis, Südis und Nordis !
    hallo Freunde !

    genau heute, vor 20 Jahren, hat auf einer Pressekonferenz der Berliner SED-Chef und Politbüromitglied und ehemaliger ND-Chefredakteur Günter Schabowski eine Notiz verlesen, die Weltgeschichte schrieb (und veränderte).
    🙌 🍻
    Natürlich war das kein "Verleser", es war knallhart und klug geplant - aber das ist eine andere "Geschichte" und heute sowieso egal!

    Ich kann mich noch gut erinnern, hatten wir doch gerade an diesem Tag eine Brigadefeier (was eine Brigade war, kann man überall nachlesen) .
    Und da der Alkohol - wie oft bei solchen Anlässen damals - reichlich geflossen war und weiter floss, haben wirs garnicht so für ernst genommen. Erst am anderen Morgen überzeugten uns die Warteschlangen der Trabis, Wartburgs, Skodas, Moskwitschs, Ladas, Dacias und ein paar "Exoten" aus dem Genex-Katalog vor den Tankstellen !

    Es dauerte noch etliche Tage, bis auch unser Trabi - als "Benzinbombe" geladen - mit uns Dreien gen Süden rollte !
    Zuerst in Weiden, dann in Erlangen und schliesslich in Lichtenfels wurden wir auf unserer Tour von ganz lieben Menschen begrüsst - noch heute sagen wir danke für Alles !! 💏 👋

    Und wie war`s bei Euch - wie habt Ihr diesen Tag erlebt und empfunden ??

    Erwin,
    der nichts vergessen wird, aber froh ist, in dem Deutschland von Heute leben zu dürfen !! 👍

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    • HolginhoH Offline
      HolginhoH Offline
      Holginho
      schrieb am zuletzt editiert von
      #2

      Ich gehöre zu den (mittlerweile peinlich berührten) jenigen, die zwar genau wissen, wo sie am 11.9. waren, die gleiches aber leider nicht für den 9.11. für sich rekonstruieren können - und erst nach und nach die Bedeutung und Tragweite dieser Vorgänge begriffen und verstanden haben.

      Holger (der schon vorher das Glück hatte, auf der "richtigen" Seite zu leben und hofft, das alles weiter "zusammenwächst")

      “Mit dummen Menschen streiten ist wie mit einer Taube Schach zu spielen...“ Rest bei Bedarf googeln!

      1 Antwort Letzte Antwort
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      • Dirk-1708D Offline
        Dirk-1708D Offline
        Dirk-1708
        schrieb am zuletzt editiert von
        #3

        Ich muss mich da Holger anschließen. Wo ich am 9.11. war oder was ich gerade gemacht habe kann ich nicht mehr sagen.
        Mir fehlt da komplett die Erinnerung und ich glaube so wichtig war mir das als "Wessi" damals auch nicht.

        Mit einem leeren Kopf nickt es sich leichter.

        1 Antwort Letzte Antwort
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        • meinungsfreiheitM Offline
          meinungsfreiheitM Offline
          meinungsfreiheit
          schrieb am zuletzt editiert von
          #4

          ich hab mir kurz überlegt, ob ich posten soll oder nicht, denn:

          zuerst mal Fazit: Mauer musste weg und das ist gut so, obwohl:

          wir Wessis immer wieder mal flachsten: zieht das Ding wieder hoch 😉

          Wo ich am 09.11. war? k.A.

          Denk immer noch an den Solizuschlag. Fragte meinen Chef mal: "Das Ding heißt doch Zuschlag" Warum wird dann da immer was abgezogen? :-? 😄

          Die Einheit war teuer, ist teuer und wird immer noch teuer sein. Städte im Osten blühen, ganze Landstriche verkommen :-?

          Wir hatten damals einen Mieter aus Dresden. Ein junger patenter Kerl, mit dem wir gut auskamen. Er wohnte 12 Jahre bei uns, bis er mit der Dame seines Herzens eine größere Wohnung bezog. Wir haben heute noch Kontakt und das war die pos. Erfahrung.

          Im Geschäft hatte ich 93 eine neue Sekretärin zugeteilt bekommen, mit der ich und die anderen Kollegen nie zurechtkamen. Frech, vorlaut, besserwisserisch, keine Umgangsformen.
          Es war eine solche, die öfters entgegnete: Bei uns war alles besser! (und wenn ich diesen Satz hörte und den habt ihr bestimmt auch immer wieder mal gehört, da könnt ich 🤮

          Man kann verstehen, dass wenn man in einem solchen regime groß wurde, das prägt und man hungrig ist auf dass, was man nicht hatte. Doch dass auch im Westen das Geld nicht auf den Bäumen wächst und man was dafür tun muss, das kapierten Einige nicht.

          Mein Cousin arbeit beim Forstamt als Waldarbeiter und er erzählte uns an Feiern regelmäßig von neuen Arbeitern, die mittags die Motorsäge auf die Seite legten und Feierabend machen wollten, da sie es so gewohnt waren.

          Ich will auch nicht weiter ausholen, doch muß es an solch einem Tag auch erlaubt sein, etwas Kritik zu üben.

          In diesem Sinne auf ein weiteres Zusammenwachsen eines Landes.

          @Erwin

          Dein letzter Satz gefällt mir und drückt auch die Dankbarkeit aus, in dem Deutschland von Heute leben zu dürfen.

          Wenn Du das Ziel nicht kennst, ist kein Weg der Richtige!

          1 Antwort Letzte Antwort
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          • brujeraB Offline
            brujeraB Offline
            brujera
            schrieb am zuletzt editiert von
            #5

            Ich muss gestehen, dass ich auch keine Ahnung mehr habe wo ich damals war oder was ich gerade gemacht habe.
            Ich bekam das erst am nächsten Morgen mit als ich die Nachrichten hörte und konnte es kaum fassen. Die nächsten Tage verfolgten wir eifrig die Berichterstattungen.

            Die Gefühle waren auch gemischt. Wir freuten uns mit den Leuten im Osten für die neu gewonnene Freiheit, hatten aber auch ein bißchen Angst vor dem was kommt. Manche Befürchtungen wurden leider wahr und ich glaube auch mancher aus dem Osten hat sich die Zukunft anders vorgestellt.

            Trotzdem ist es an der Zeit, dass wir zusammenwachsen auch wenn das nicht immer einfach ist (für keine Seite).

            Fange jetzt an zu leben und zähle jeden Tag als ein Leben für sich
            (Seneca, römischer Philosoph)

            1 Antwort Letzte Antwort
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            • riuloserR Offline
              riuloserR Offline
              riuloser
              schrieb am zuletzt editiert von
              #6

              Mein erster Gedanke war:
              Das wird teuer!
              Und ich hatte recht.
              Leider bekam ich als Wessi keine D Mark für das alte DDR Geld meiner Großeltern, welches sie noch in bar hatten.

              1 Antwort Letzte Antwort
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              • DylanD Offline
                DylanD Offline
                Dylan
                schrieb am zuletzt editiert von
                #7

                Wir Arbeitskollegen saßen auch an jenem verheißungsvollen Abend in der Kneipe. Von der Pressekonferenz des Schabowskis haben wir in den Nachrichten an diesem Abend nichts mitbekommen.

                (Lieber Erwin, ich bin der Meinung, der Schabowski wusste nicht so genau auf der Pressekonferenz, was er da sagte bzw. was er da sagen sollte.)

                Pflichtbewusst wie wir Ossis nun halt mal sind, waren wir am nächsten Tag (Freitag, 10.11.1989) früh um Sechs an der Arbeit. Der große Chef kam und sagte: "Wir arbeiten heute nur bis Mittag! Scheißegal! Ich will mit der Familie in den Westen fahren!" Wir haben uns daraufhin fast kaputt gelacht und dem Chef nur noch einen Vogel gezeigt. Der ist total bedeppert von dannen gegangen.

                Erst in der Mittagspause haben wir dann im Radio von Schabowski gehört. Und unser Fahrer berichtete uns, was auf der Autobahn in Richtung Grenzübergang Wartha los ist: "Autos über Autos!!!, die sich da stauen und über die Grenze in den Westen wollen."

                Nun haben wir es auch gewusst und geglaubt!
                ...und der Chef war schon fort in Richtung Westen mit der Familie.

                Also: Maschinen aus, bissel sauber machen, schnell nach Hause um den Personalausweis zu holen und versuchen, irgendwie zu Bekannten nach Kassel-Wilhelmshöhe zu trampen.

                Es war inzwischen 17 Uhr. Von der Autobahnauffahrt konnte man ca. 8 Kilometer in Richtung Osten schauen. Es war ein Lichtermeer von Autoscheinwerfern zu sehen. Der Polizist, der den Verkehr auf der Autobahn regulierte, sagten zu mir, ich sollen bloß nicht hier versuchen ein Auto anzuhalten – es währe alles viel zu chaotisch hier. Ich solle die Autobahn entlang bis zum Grenzübergang Wartha laufen und dort die Fahrer ansprechen.

                Nach ca. 2 Kilometern war ich dann am ersten Kontrollpunkt (Sperrgebiet). Dort bot mir ein Jenaer Trabifahrer an, mich mit bis nach Kassel zu nehmen. Am Hauptkontrollpunkt verteilten DDR-Grenzern Zettel, die man ausfüllen sollte, wenn man nicht mehr zurückkommen möchte. Ich lehnte den Zettel mit der Begründung ab, dass ich doch am Montag wieder an die Arbeit müsse.

                Am Kontrollpunkt der BRD, in Höhe Herleshausen, wurde ich dann als erstes von einem lachenden schwarzen US-Soldaten per Handschlag im Trabi begrüßt. Erst dann sah ich die ersten BRD-Grenzer.

                Am Freitagabend war ich nun gegen 22 Uhr in Kassel. Die Bekannten haben schon lange auf mich gewartet...

                Meine ganzen Emotionen kann ich nicht in kurze Worte fassen – dafür war es viel zu viel, was in mir vorging.

                Vergessen darf man...
                ...man sollte sich aber auch erinnern können!
                🇯🇵

                Dies ist mein persönlicher Eindruck oder meine persönliche Meinung oder meine persönliche Erfahrung und muss nicht mit den Eindrücken oder den Meinungen oder den Erfahrungen anderer Personen übereinstimmen oder entsprechen.

                1 Antwort Letzte Antwort
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                • bernhard707B Offline
                  bernhard707B Offline
                  bernhard707
                  schrieb am zuletzt editiert von
                  #8

                  Als Wessi-Kind bin ich mit der Teilung aufgewachsen, zu Weihnachten wurde für "unsere Brüder und Schwestern" jedes Mal eine Kerze ins Fenster gestellt, obwohl wir gar keine Verwandten "drüben" hatten.
                  In der Schule beim Geographie Unterricht bekam mein Lehrer bei der Bezeichnung "DDR" einen Anfall, es hiess "SBZ" oder "sogenannte DDR".
                  Beim Bau der Mauer war ich 8 Jahre alt, die Kuba-Krise, der Kalte Krieg sind mir noch sehr bewusst.

                  Natürlich habe ich im Herbst 89 die Ereignisse im Osten in den Nachrichten gespannt, aber auch skeptisch verfolgt. Der "Prager Frühling 1968" war mir nachhaltig in brutaler Erinnerung.

                  Am Abend des 09.11.89 kam ich spät mit meiner Frau aus einer Kneipe, im Autoradio hörten wir vom Fall der Mauer und schauten uns völlig verblüfft an. Zu Hause natürlich sofort den TV an, die Bilder, Reportagen etc. waren unglaublich. Irgendwann gegen 5h morgens am Freitag bin ich dann auf der Couch vor der Glotze eingeschlafen, die Uhrzeit und 2 Flaschen Cabernet Sauvignon hatten Wirkung gezeigt.

                  Erst im Frühjahr 90 bin ich dann aus geschäftlichen Gründen bei Herleshausen >mein Gott welch ein Unterschied zu früher! < "rüber" gefahren und dann auch monatelang fast jede Woche "drüben" unterwegs gewesen.

                  Life is too short to limit your vision ... indeed

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                  • Rhodos-PeterR Offline
                    Rhodos-PeterR Offline
                    Rhodos-Peter
                    Verwarnt Gesperrt
                    schrieb am zuletzt editiert von
                    #9

                    Hallo zusammen,

                    ich weiß noch ganz genau, wo ich am Abend des 9.November 1989war! Wie schon in den Wochen zuvor, war ich jeden Donnerstag ab etwa 17 Uhr zur friedlichen Demonstration in meiner Heimatsstadt. Das ich damit meinen Arbeitsplatz riskierte, war mir inzwischen längst egal, ich hatte, wie viele andere auch, es mehr als satt, die Verlogenheit, Bonzen-u. Vetternwirtschaft und die Repressalien der Regierenden zu ertragen. Wir zogen alle friedlich an der Stasizentrale vorbei, stellten dort unsere Kerzen auf die Fensterbänke, obwohl wir wußten, dass wir dabei beobachtet wurden, was wir nicht wußten war, wer bewaffnet hinter den Fenstern saß, riefen gemeinsam unseren friedlichen Protest und gingen geschlossen nach Ende der Demonstration in die Kirche um verschiedenen Rednern zuzuhören. Es muss dann kurz nach 20 Uhr gewesen sein, als irgendjemand die Kirchentür aufriss und laut rief: "Was macht Ihr noch alle hier, die Grenze ist auf!". Die Stille danach, nur für Bruchteile einer Sekunde, kam mir wie eine Ewigkeit vor, dass werde ich nie vergessen und ich konnte es auch nicht richtig glauben. Plötzlich brach ein Jubel los, ein Durcheinander von Stimmen und die Meldung bestätigte sich immer mehr (es gab ja noch keine Handys o.ä.). Aufgewühlt und ungläubig ging ich nach Hause zu meiner Frau und meinem Kind, die ich bewußt wegen der Gefahren daheim gelassen hatte, wir sahen uns an und wußten, jetzt beginnt ein neues Leben in Freiheit. Nicht nur in Reisefreiheit, nein, viel wichtiger war die Freiheit der Gedanken und dass man endlich aussprechen durfte, was man dachte.

                    Wenige Tage später stand ich dann mit vielen anderen im Trabi im kilometerlangen Stau nach drüben, erst als ich die Grenze passiert hatte, habe ich es alles so richtig realisiert. Auch wenn nach 20 Jahren natürlich die Euphorie etwas verflogen ist, habe ich mir an keinem Tag die DDR zurück gewünscht...

                    Gruß Peter

                    edit: ach ja, fast hätte ich es vergessen, Danke David Hasselhoff, dass Du die Mauer hast einstürzen lassen...

                    1 Antwort Letzte Antwort
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                    • gastwirtG Offline
                      gastwirtG Offline
                      gastwirt
                      Gesperrt
                      schrieb am zuletzt editiert von
                      #10

                      Wir haben am 3.Oktober über die Prager Botschaft die DDR verlassen. Der 9.11. brachte uns die Sicherheit, das wir unsere Verwandten und Freunde entgegen der Befürchtung nicht für immer verlieren werden! Danke an alle Verantwortlichen!

                      1 Antwort Letzte Antwort
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                      • meinungsfreiheitM Offline
                        meinungsfreiheitM Offline
                        meinungsfreiheit
                        schrieb am zuletzt editiert von
                        #11

                        @Peter

                        dann hoffen wir mal, dass nur der Hasselhoff 20 Jahre später 😉

                        abgestürzt ist!

                        Wenn Du das Ziel nicht kennst, ist kein Weg der Richtige!

                        1 Antwort Letzte Antwort
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                        • sidekumköyfanS Offline
                          sidekumköyfanS Offline
                          sidekumköyfan
                          schrieb am zuletzt editiert von
                          #12

                          Also, was ich am 09.11.2009 gemacht habe, weiß ich nicht mehr so genau.

                          Ich denke mal der Tag lief wie folgt ab.

                          5:00 Uhr aufstehen
                          6:00 Uhr in der Schule angekommen (Früh-Hort, da meine Eltern beide voll Berufstätig waren, als Schichtarbeiter)
                          17:00 Uhr nach Hause
                          18:00 Uhr Abendbrot
                          18:50 Uhr Das Sandmännchen
                          19:00Uhr ab in Bett

                          Nicht wundern...... ich war damals 8 Jahre alt und ging in die zweite Klasse in einer Schule in der DDR.

                          1 Antwort Letzte Antwort
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                          • HolzmichelH Offline
                            HolzmichelH Offline
                            Holzmichel
                            schrieb am zuletzt editiert von
                            #13

                            Hallo Freunde,

                            danke für Eure tollen und bleibenden Erlebnisberichte, Eure Meinungen, Eure Kritiken!

                            Ich bin gerade nach Hause gekommen, auch nicht mehr nüchtern.
                            Denn wir haben heute - so, wie damals vor 20 Jahren auf der Brigadefeier - etwas gefeiert.
                            Diesen Tag, eigentlich mehr uns selbst!
                            Denn Alle von unserer "Truppe" sind - irgendwie - angekommen in der Bundesrepublik Deutschland. Eben wegen diesem Tag, wegen dem Mut, den zigTausende von uns in vielen Städten montags gezeigt haben !
                            RESPEKT !! 🇯🇵

                            Sicher, wir hatten es uns etwas anders vorgestellt.
                            In unseren Ideen glaubten wir, einen anderen, frei von jeglichen Zwängen geformten, neuen Staat DDR aufzubauen. Christliche Ideale nebeneinander mit atheistischer Reinheit!!
                            Aber wir waren zu naiv, die damaligen Ideen unserer Bürgerrechtsbewegungen konnten zwar das totalitäre SED-Regime bezwingen, aber der "Macht des Geldes" waren wir letzlich unterlegen.

                            Der 9. November war das Ventil!

                            Und wie ich oben schon schrieb - heute gesehen, bin ich froh, das die geschichtliche Entwicklung so verlaufen ist!

                            Alles Gute und Danke ! 😊

                            Erwin

                            P.S. lieber Dylan, mag sein, dass der Schabowski in der Interpretation Fehler gemacht hat, aber ganz so unvorbereitet war man nicht........! 🤐
                            Aber es ist heute sowas von egal, nur das Ergebnis zählt.

                            1 Antwort Letzte Antwort
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                            • desasterD Offline
                              desasterD Offline
                              desaster
                              schrieb am zuletzt editiert von
                              #14

                              Holzmichel wrote:
                              ... Christliche Ideale nebeneinander mit atheistischer Reinheit!! ...
                                Wie meinst Du das? das macht mich neugierig.

                              guckguck

                              1 Antwort Letzte Antwort
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                              • BarpiB Offline
                                BarpiB Offline
                                Barpi
                                schrieb am zuletzt editiert von
                                #15

                                Ich wollte hier gerade meine Gedanken "zu Papier bringen"
                                nun hat mich aber der Begriff ATHEISTISCHE REINHEIT ziemlich aus der Fassung gebracht.
                                Lieber Holzmichel, wie hast Du das denn gemeint ❓

                                1 Antwort Letzte Antwort
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                                • desasterD Offline
                                  desasterD Offline
                                  desaster
                                  schrieb am zuletzt editiert von
                                  #16

                                  Perpol! Mich irritiert allerdings auch ... 'christliche Ideale'?

                                  guckguck

                                  1 Antwort Letzte Antwort
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                                    schrieb am zuletzt editiert von
                                    #17

                                    unterchristlichen Idealen kann ich mir aber wenigstens noch was vorstellen....

                                    mich irritiert die Reinheit

                                    1 Antwort Letzte Antwort
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                                      #18

                                      Ich denke, er meint damit den "Verzicht" auf die Verlogenheit der Kirche unter Nutzung der (positiven) Werte und Ideale.

                                      “Mit dummen Menschen streiten ist wie mit einer Taube Schach zu spielen...“ Rest bei Bedarf googeln!

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                                        schrieb am zuletzt editiert von
                                        #19

                                        Das kann man so sehen, aber Du musst auch zugeben, dass die zuletzt erfolgreiche Freiheitsbewegung nur mit Hilfe der Kirche so erfolgreich sein konnte, denn die hat sich getraut, die Montagsdemonstrationen zu unterstützen.

                                        1 Antwort Letzte Antwort
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                                          #20

                                          Sorry, falls ich hier unbewußt den Eindruck erweckt habe, die (alles andere als kleine oder unwichtige) Rolle der Kirche beim Fall der Mauer herunterspielen zu wollen, oder ich gar irgendjemanden in seinem Glauben "beleidigt" habe.

                                          Ich habe halt eine sehr "eigene" Einstellung zu "Kirche" (nicht zu verwechseln mit Religion - das sind für mich 2 völlig unterschiedliche Dinge!). Eine (funktionierende!) Kirche ist eine der wichtigsten Institutionen für die Vermittlung von Werten - gleichzeitig aber auch der größte Feind derselben...durch nichts und niemanden wurden und werden mehr Menschen unterdrückt, entwürdigt und/oder verletzt/getötet als durch die Kirche!

                                          “Mit dummen Menschen streiten ist wie mit einer Taube Schach zu spielen...“ Rest bei Bedarf googeln!

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