Flüge - Rückbestätigen
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Hallo Flieger,
Ich haben meine Flugtickets Bln-BKK (via Zürich) -HKT und retour direkt bei der Airline gebucht, und wollte einmal wissen wie es in Bangkok mit der Rückbestätigung ist. Bei der Swiss sagte man mir, einfach in BKK in eines der vielen kleinen Reisebüros gehen, dito in Phuket und einen Tag vor Rückflug die Flüge bestätigen lassen. Ist das wirklich so easy und gibts genug Büros, geht das evtl. auch von der Hotelreception aus ?
Wer hat da Erfahrungen?
Ist zwar erst im März soweit, aber ich habe gerne vorher alle Infos zusammen.
Grüsse - Candy -
"bph" wrote:
Hallo Flieger,
...Ist das wirklich so easy und gibts genug Büros, geht das evtl. auch von der Hotelreception aus ?
Wer hat da Erfahrungen?Hallo,
ja, ist wirklich easy. Den Reisebüro, gibt´s fast an jeder Ecke, einen "Reconfirm" Auftrag geben, dann passt das. Ich könnte mir aber auch vorstellen, das es das Rezeptionspersonal auch erledigt.
Beste Grüße, Der_Gast
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Es gibt Fluggesellschaften, die eine Rückbestätigung verlangen, andere wieder nicht.
Malaysia Airlines zum Beispiel verzichtet auf Rückbestätigungen, weil man angeblich grundsätzlich nicht überbucht.
Frage: Warum überbucht die eine Gesellschaft und die andere nicht? Wer weiß das?
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Ist uns dieses Jahr auch passiert, München nach Bangkok. Es waren ca. 40 Leute, die nicht mehr mitfliegen konnten, also die zum Schluß zum Einchecken kamen. Sie konnten entweder in der Firstclass fliegen oder bekamen 400 Euro und Übernachtung in München. Wir waren Gott sei Dank nicht dabei, aber sie bekamen wenigstens eine Entschädigung. Warum überbucht war (Thai-Air) keine Ahnung, da bin ich überfragt. Wenn man aber jetzt eine Pauschalreise gebucht hat, wie ist es dann mit Hotel, kommt ja einen Tag später an, vielleicht auch 2 Tage. Dies kommt wahrscheinlich bei jeder Airline mal vor.
Zur Frage Rückflugbestätigung. Wir rufen oder lassen 2 bis 3 Tage vorher bei Thai-Air in Bangkok anrufen und Flug bestätigen. Wenn man aber im Hotel ist wird es an der Rezeption auch gerne übernommen. No problem.Gruß Lilo
Gruß Lilo -
"emdebo" wrote:
Es ist nicht nur die Überbuchung, auch geänderte Abflugzeiten können zum Problem werden. Gerade bei Individualreisen. Wenn die
Maschine bereits abgeflogen ist, wird es teuer.@ emdebo
Uns wurde in Gesprächen mit Mitarbeitern von Airlines mehrmals bestätigt, daß es zumindest nicht in erster Linie um evtl. geänderte Flugzeiten geht.
Wir haben es in den letzten Jahren mehrfach erlebt, daß z.B. die TAP Änderungen der Abflugzeiten (ab Brasilien) gerade erst in den letzten Stunden vor Abflug, also lange nach der Flug-Rückbestätigung, vornahm.
Es ist wohl wirklich so, daß es in erster Linie um das Problem Überbuchung geht.
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@Salvamor: "Frage: Warum überbucht die eine Gesellschaft und die andere nicht? Wer weiß das?
Die erste Antwort ist ganz einfach: Überbucht wird, weil immer einige Gäste nicht zum Flug erscheinen und keine Airline gerne leere Sitze fliegt
Die zweite Antwort ist ein wenig komplexer: Ob und wieviel überbucht wird, hängt maßgeblich von der Struktur der Nachfrage, den bedienten Strecken, dem Preiskonzept und nicht zuletzt auch von den Revenuemanagement-Tools der Airlines ab:
- Struktur der Nachfrage: Charter-Carier überbuchen wenn überhaupt nur wenig, denn Pauschalreisende kommen so gut wie immer zum Flug. Anders Einzelplatzgäste: wer ein 29 Euro Ticket hat, läßt es auch schon mal verfallen. Ergo: je höher der Einzelplatzanteil, desto höher die Wahrscheinlichkeit der Überbuchung.
Wenn dann bei den Einzelplatzgästen noch viele sogenannte "Netzpassagiere" sind, also Gäste, die z.B. in Russland in einem IATA-Büro ein Flug ab Deutschland buchen, dann erhöht sich die Anzahl der sog. "No-Shows", Also der Gäste, die nicht zum Flug erscheinen. Außerdem gilt: je höher der Anteil von Geschäftsreisenden, desto höher die No-Shows.
Dabei spielt eine Rolle, dass Gäste und Reisebüros in vielen Vertriebssystemen Buchungen machen können ohne sofort ein Ticket ausstellen zu müssen - die Buchung bleibt unverbindlich, wird vergessen oder abhängig von der Tarifart (z.B. Business Class-Tarif) einfach umgebucht...
2)Bediente Strecken: Da unterschiedliche Strecken, unterschiedliche Nachfragestrukturen aufweisen, gilt das unter 1) Gesagte: Innerdeutsche Strecken = viele Geschäftsreisende = viele NoShows = hohe Überbuchung! - Tools: Je besser die Prognosequalität ist - also je besser eine Airline voraussagen kann, wieviele NoShows es geben wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Airline überbuchen wird!
So, Schluß mit der kleinen Reise in die Welt der Überbuchung...das Thema ist sehr komplex. Hier ein link, der kurz erklärt, um was es geht und welche Rechte der Fluggast hat:
http://www.europarl.eu.int/highlights/de/804.html
Gruß
Highflyer
- Struktur der Nachfrage: Charter-Carier überbuchen wenn überhaupt nur wenig, denn Pauschalreisende kommen so gut wie immer zum Flug. Anders Einzelplatzgäste: wer ein 29 Euro Ticket hat, läßt es auch schon mal verfallen. Ergo: je höher der Einzelplatzanteil, desto höher die Wahrscheinlichkeit der Überbuchung.
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Danke für die Antworten.
Sehr beruhigend. daß das mit der Rückbestätigung so einfach geht.
Es war halt bisher kein Thema, da wir Flüge und Hotel mit transfer immer zusammen gebucht hatten. Diesmal aber Flüge und Hotels seperat gebucht haben.
Grüsse - Candy -
Hallo highflyer,
besten Dank für Deinen aufschlußreichen Beitrag. Ich habe 'was dazu gelernt! Das ist es, was das HolidayCheck-Forum so interessant und abwechslungsreich macht!
User wie Dich und Lutz, die fachlich versiert und auch bereit sind, ihr Wissen zu vermitteln, brauchen wir hier im Forum.
Es wäre sehr begrüßenswert, wenn Du dich weiter hier aktiv an den Diskussionen beteiligen würdest.
Gruß salvamor
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Also Air Berlin bucht nicht über! Jedenfalls hat man bei meinen Rückbestätigungen nicht weiter gefragt, man hat nur die Uhrzeit abgecheckt. Das ist der Grund, warum man 48 Stunden vor Abflug nochmals anfragen soll, denn bei Individualbuchern weiß die Airline ja nicht, in welchem Hotel man untergebracht ist und wie man dann die geänderten Abflugzeiten mitteilen kann. Das ist der Grund, nichts anderes. Sonst müsste man ja, wenn es immer um Überbuchung geht, auch vor dem Hinflug bestätigen lassen müssen. Das muss man nicht, weil die Airline ja Deine Daten hat, wo sie Dich zuhause erreichen kann. Ich habe immer einen Brief von Air Berlin bekommen, wenn sich was bei Abflug geändert hatte.
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@melbelle: Glaub mir, Air Berlin bucht über! Sogar auf zwei Arten und Weisen:
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Überkontingentierung von Flügen: das heißt, dass zu bestimmten Zeiten mehr Plätze an Veranstalter verkauft werden, als physisch vorhanden sind, weil man weiß, dass nicht alle Veranstalter alle Plätze verkaufen werden und die Plätze zurückgegeben werden.
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Klassische Überbuchung, weil man eben weiß, dass auf den Shuttlestrecken (z.B. Wien) viele "Noshows" unterwegs sind.
Air Berlin ist eine gute Airline, und gute Airlines überbuchen!
In einem gebe ich Dir aber recht: Flugzeitenrückbestätigungen haben nichts mit Überbuchungen zu tun....
Gruß
Highflyer
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Was Melbelle und highflyer da sagen, daß die Flugrückbestätigungen nichts mit den Überbuchungen zu tuen habe, klingt für mich plausibel. Ich frage mich nur, wozu eine Rückbestätigung gut gewesen sein soll, wenn die Flugzeit sich innerhalb der letzten Stunden vor Abflug verändert hat und man das erst erfährt, wenn man am Flughafen erscheint. Ist uns mit TAP mehrfach passiert! Auf unsere entsprechende Frage hin erklärte man uns, daß die Rückbestätigung lediglich dazu da sei,
"No-Shows" festzustellen bzw. zu verhindern und Überbuchungen zu vermeiden. -
tja, da scheiden sich die Geister.
Was mich interessiert ist, wenn die Maschine überbucht ist und wirklich mehr mitfliegen wollen als möglich. Was passiert dann? Wer zuerst kommt, mahlt zuerst oder wie?
Das täte mich mal interessieren. Ich dachte, wenn ich den Flug bezahlt habe, das Ticket in den Händen halte, kann mir nichts passieren? -
Nee, melbelle, ich glaube, dann greifen wohl die im Februar '05 in Kraft getretenen neuen "EU-Verordnungen über Ausgleichs- und Betreuungsleistungen". Danach müssen die zuerst mal ermitteln, ob Reisende freiwillig, natürlich gegen Entschädigung, zurücktreten. Erst dann dürfen sie Fluggästen gegen deren Willen die Beförderung verweigern, natürlich auch gegen Entschädigung.
Da wäre zunächst mal eine Ausgleichszahlung zwischen € 250,00 und € 600,00 fällig, abhängig von der Flugentfernung. Dazu erhalten sie entweder einen kostenlosen Rückflug zu ihrem ersten Abflugort oder einen anderen Flug zu ihrem Zielort. Wenn ein zeitnaher (was immer das ist) Flug zum Zielort angeboten werden kann, verringern sich die Ausgleichsleistungen entsprechend (nach welchem Modus?). Nachzulesen ist das unter www.europarl.eu.int/highlights/de/804.html, highflyer machte mich darauf aufmerksam! -
Ich frage mich nur, wozu eine Rückbestätigung gut gewesen sein soll, wenn die Flugzeit sich innerhalb der letzten Stunden vor Abflug verändert hat und man das erst erfährt, wenn man am Flughafen erscheint.
@ Salvamor
Die Antwort ist ganz einfach:
Fall 1: Flug wurde vom Gast rückbestätigt; Flug hat sich dennoch geändert = Anrecht des Fluggastes auf Beförderung auf Kosten der AirlineFall 2: Flug wurde vom Gast nichtrückbestätigt = entfällt der Anspruch des Fluggast auf Beförderung bei Änderung der Abflugzeit.
Fall 1 = keine Kosten für den Kunden
Fall 2 = Rückflug geht zu Lasten des FluggastLG
Chiara -
"emdebo" wrote:
Tipp:
Immer Namen des Airline-Mitarbeiters bei Rückbestätigung notieren.Ser´s....
wozu denn? Ich glaub´ nicht daß das am Checkin viel hilft wenn der Flieger voll oder weg ist.Ich ruf´ wegen einer Rückbestätigung eigentlich nur bei "Carterflügen" an; auf diesem Sektor gibt´s am häufigsten Änderungen.
Während unseres Asientrips im Juli hab´ ich weder bei Thai (e-ticket), noch bei SIA , Garuda oder AUA reconfirmed und alles hat gepasst!
Auch hat man, wenn der Flieger voll ist und man "zu spät" eincheckt keine bessere Platzierung auf der Warteliste -> da zählt unterm Strich nur die Zeit wann man eingecheckt hat.
Was im Falle eines vollen Fliegers vielleicht noch hilft ist (sofern man es darf
) eine Sitzplatzreservierung...Die Idee des Rückbestätigen an und für sich wär´ ja nicht so schlecht, allerdings setzt sich bei den Fluglinien offensichtlich die Erkenntnis durch, daß dadurch der NoShow Faktor nicht nennenswert reduziert wird.
Solange sich die gegenwärtige Buchungspraxis nicht ändert wird´s immer Überbuchungen geben...´s würde ja eigentlich die gute Erziehung gebieten "abzusagen" wenn man seine Pläne nicht einhalten kann/will...
LG
Andy -
Linienflüge kann man unter www.checkmytrip.com kontrollieren.
Einfach Namen und Buchungsnummer eingeben...