Kofferträger am Flughafen Bali
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Hallo,
sind gerade aus unseren Urlaub von der Insel der Götter wiedergekommen. War alles perfekt, bis auf eine Sache:
"Die ******* der Urlauber durch die Kofferträger am Flughafen"
Bedingt durch die Visa-Ausstellung und Passkontrolle benötigt man eine bestimmte Zeit, bis man beim Gepäckband angekommen ist. Dort sind bereits alle Koffer von den Kofferträger von Band genommen wurden und man hat keine Chance sich dagegen zu wehren. In vielen Reiseführern steht, dass man pro Gepäckstück 5.000 - 10.000 Rupiah bezahlen soll, also ungefähr 0,50 - 0,80 Cent. Bedingt durch die lange Anreise von fast 30 Stunden und der Müdigkeit haben wir uns dafür entschieden.
Nach einen kurzen Weg von nicht einmal 20 Metern ist man schon raus aus dem Flughafen und wird vom Reiseveranstallter abgeholt. Der Weg der Träger endet damit und verlangen Ihr Geld. 100.000 Rupiah (= € 7,50) pro Träger. Der Durchschnittsbalinese verdient 85,- US-$ im Monat. Nach kurzem Protest hat man dann doch das Geld bezahlt, bedingt durch eine Rudelbildung der anderen Kofferträger.
Viele Urlauber im Hotel haben die gleichen Erfahrung gemacht. Für diesen kurzen Weg braucht man keine Träger und wenn doch, voher die Preise aushandeln.
Das war aber auch unsere einzige negative Erfahrung mit Bali. Die freundlichkeit Menschen ist unbeschreiblich und man wird wirklich überall mit einem Lächelm empfangen - bis auf am Flughafen:-).
Gruß
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Und aus diesem Grund nehme ich nie, nie, nie, egal wo auf dieser Welt einen Kofferträger!
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Hallo,
wir waren im April auf Bali und die Kofferträger hatten auch schon unsere Koffer in der Hand.
Wir haben einfach freundlich THANK YOU gesagt und unseren Koffer in Empfang genommen.
Man ist schliesslich nicht verpflichtet, die "Hilfsbereitschaft" der Kofferträger warzunehmen.
LG Ulrike

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Hallo,
also für Bali würde ich sagen, einfach nichts bezahlen. Ich hab vor den Wechselstuben einfach mein Gepäck genommen und bin gegangen. Die wollten dann das ich Geld tausche, das hab ich abgelehnt. Dann bin ich wegegangen und die haben blöd dagestanden und sind dann wieder ans Kofferband gelaufen. Für diese Frechheit, die schon an Nötigung grenzt sollte man nichts bezahlen.
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Auch wir haben mit den Kofferträgern schlechte erfahrungen gemacht. Nach dem langen Flug ist man ja ziemlich kaputt. Wir kamen fast als letzte durch den Zoll, da standen schon 2 Männer mit unseren Koffern neben dem Band und stellten sich vor als Mitarbeiter unseres Veranstalters, war ja auf den Anhängern ersichtlich. Freundlich geleiteten sie uns zum Geldschalter und wollten dann vom umgetauschten Geld jeder einen 100.000 Rupiah-Schein. Da merkten wir natürlich was Sache war. Mein Mann gab dann jedem einen 1 Dollar-Schein, was natürlich für die zwei viel zu wenig war. Wir haben dann unsere Koffer genommen und die beiden zeternden Kerle einfach stehengelassen. Auch wir nehmen sonst nie Kofferträger, brauchen wir mit den Rollkoffern auch nicht. Aber da hatten wir wahrscheinlich einen Aussetzer! - Selber schuld!
Außer diesem "kleinen Erlebnis" hatten wir einen traumhaften Urlaub auf Bali. -
Hallo.
Auch mir ist das so passiert.
Ich habe meinen Koffer vom Band genommen, wollte ihn mir gleich einer aus der Hand nehmen.
Ich musste darum rangeln, das er mir den Koffer nicht aus der Hand gerissen hat.
Erst nach einem sehr lauten NO hatte ich Ruhe.Nikolaus
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Mir ging es auch so ähnlich, die übereifrigen Kofferträger blieben vor einer Wechselstube stehen, nach dem Motto "jetzt mach' schon". Ich bot denen 2 malaysische Ringgit an. Die lehnten ziehmlich widerwertig ab. Ich zuckte mit den Schultern, "sorry guy's, no money" nahm meine Koffer und ging zum Ausgang. Wechselkurs am Flughafen ist zwar nicht schlecht, aber die Vorgehensweise kotzte mich schon an...
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Merkwürdig!
Ich fliege pro Jahr 3-4mal nach Bali und hatte bis dato nie solche Erlebnisse am Flughafen in Denpasar. Weder bei Ankunft noch bei Abreise!
Im Gegenteil: Dank zig Gepäckstücke mußte ich schon nach einem Kofferträger "suchen".
Und der Wechselkurs am Flughafen ist doch gar nicht so schlecht! Bei Ankuft werden dort 50€ gewechselt und ich bin finanziell erstmal unabhängig...
Ich habe die Kofferträger bislang durchaus als freundlich und hilfsbereit empfunden, aber vielleicht sollten wir Reisenden uns an den Spruch erinnern:
"Wie es in den Wald hineinschallt ..."Lieben Gruß Heike
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Gut, es ist zwar schon ein paar Jahre her, aber ich kann Heike nur Recht geben. Bei Ankunft eine freundliche und stressfreie Hilfe bis zum Taxi beim Ausgang für ein paar Rupies.
Bei Abflug noch mehr, denn die Jungs sind mitsamt Koffern über die Waage gelaufen und haben sie dahinter abgestellt. Flugs war auch das Label nach FRA um den Griff.
Der Tip für die Kofferboys war bei dem Übergewicht des Gepäcks schlicht ein Schnäppchen.
Es ist schon eigenartig, wenn bei manchen auf "Fernreise" der völlige "Geiz ist geil Effekt" eintritt!
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Hat mit dem "geiz ist geil" absolut nichts zu tun. Wie ich schon geschrieben habe, die Vorgehensweise hat es ausgemacht. Klar, wenn man 3-4 mal im Jahr nach Bali fliegt, weiß man ganz genau was einen dort erwartet und wie man sich verhält. Ein paar Wörter in Indonesisch sind einem auch ganz hilfreich und vom Vorteil. Einer, der zum ersten mal dort ist, hat weder das Gefühl für die Mentalität, noch für die Währung, noch für die Zeit
Und genau diese Touris werden mit geschultem Auge aus der Menge herausgepickst. Ist natürlich meine persönliche Meinung und ich täusche mich oft genug. Zumindest habe ich so oder so ähnliches Verhalten gegenüber Touristen weder in Tulamben noch in Candidasa beobachten können. -
Hahaha, das kommt mir sowas von bekannt vor. September 2009...wir kommen in Denpassar an, gehen durch die Paßkontrolle und werden sofort von Kofferträgern angesprochen mit der Bitte unseren Koffer nehmen zu dürfen.
Wir waren geschafft von der Anreise also ok, sind dann noch zum Geld wechseln gegangen (zumindest erstmal einen Grundbetrag) und wollten raus, als die beiden schon ihre Hände aufhielten und dort auch schon passend einen 100 000 Rupien Schein in der Hand hatten um uns zu zeigen was sie denn haben wollten. ich hab sie dann kurz ausgelacht und gefragt ob sie das nicht für etwas überzogen halten. Wir haben dann jedem 20 000 gegeben...eigentlich halte ich für die 2 Minuten Arbeit 10 000 für eher angebracht aber 100 000...never ever.
Ich denke es ist reine ******* die dort betrieben wird am Flughafen. 100 000 Rupien sind völlig unrealistisch dafür, dass man einen Koffer vom Gepäckband zum Außenbereich bringt. Die Leute dort nutzen das aber auch hemmungslos aus, klar man kennt die Währung noch nicht so genau und durch die vielen großen Scheine die man plötzlich in der Hand hält muss man sich auch erstmal fix an das umrechnen gewöhnen.
Sollten wir jemals nochmals nach bali kommen werden wir aber auch überhaupt keinen Gepäckträger mehr in Anspruch nehmen...******* muss ich mir nicht antun, also gibt es von uns am Flughafen überhaupt kein Geld mehr.
Wir wurden dann anschließend auch im Außenbereiech direkt von unserem Transferreiseleiter gefragt was mand enn verlangt und was wir bezahlt hätten....die ******* dort diesbezüglich ist also auch hinlänglich bekannt.Mein Tipp...einfach 20 000 geben und wenn es denen nicht paßt können sie die Koffer ja wieder ans Band stellen...die 50 Meter kann man auch wieder zurück laufen.
In diesem Sinne....
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Wir waren im Oktober (zum 3. Mal) auf Bali. Haben aber nichts von dieser ******* gemerkt. Unsere Koffer waren noch auf dem Band und anschliessend wurde uns auch kein Koffer aus der Hand "gerissen". Haben auch nicht gemerkt, das es Mitreisenden so ging.
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Haben im September ebenfalls die Abzock-Variante erlebt. Hatten sofort drum gebeten unsere Koffer selber zu "rollen" aber die wollten unbedingt ihren Service durchführen. Tja,haben dann am Ausgang unseren Koffer übernommen und erklärt das wir weder Kleingeld haben noch wechseln wollen und im Vorfeld ja bereits abgelehnt hatten.
Haben dann kurz versucht uns einzuschüchtern was ich aber garnicht Ernst genommen habe. Darauf hin sind se mit dummen Gesicht abgehauen.
Is ja "nett" wenn der Service dort angeboten wird,uns wurde er aber aufgezwungen und deswegen förder ich die ******* doch nicht auch noch.
Sowas hat weder etwas mit innen Wald rufen zu tun noch Geiz....... -
@bernhard707
Sorry, aber dein Kommentar scheint mir etwas fehl am Platze in dieser Diskussion. Aus vielen Gesprächen erfuhren wir im vorab das gleiche, auch unser lokaler Guide, mit dem wir vorher schon Kontakt aufgenommen hatten, war so nett uns vor diesen hilfsbereiten Kofferträgern zu warnen. Vieleicht ist zu Deinem Reisezeitpunkt dieses Problem nicht existent gewesen, aber in den letzten Jahren stürzen sich doch die meisten auf die Unwissenden Touris. Man sollte auf alle Fälle vieleicht gleich am Gepäckband den Preis für diese Dienstleistung erfragen um so späteren Ärger zu umgehen.Das ganze hat weniger mit Geiz zu tun als mit Anstand!!! -
Sicher richtig sich nicht ausnehmen zu lassen und so viel Selbstbewusstsein sollte man schon haben um konkret nach einem Preis zu fragen, dazu brauche ich keinen Guide. Wenn es einem zu teuer ist, kann man ja ablehnen, "Aufzwingen" etc. geht mal gar nicht, zumindest nicht bei mir.
Bei solchen Sprüchen
"...die übereifrigen Kofferträger blieben vor einer Wechselstube stehen,nach dem Motto "jetzt mach' schon". Ich bot denen 2 malaysische Ringgitan. Die lehnten ziehmlichwiderwertig ab. Ich zuckte mit den Schultern, "sorry guy's, no money"nahm meine Koffer und ging zum Ausgang..."
stellt sich allerdings auch die Frage nach Anstand ...oder Geiz.
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Hallo,
der ganze Thread ist aus meiner Sicht ein schönes Beispiel dafür, wasin einem Urlaubsland schief laufen kann und welchen Beitrag Urlauberleisten könnten, um Probleme zu vermeiden.
Auch ich habe die Kofferträger am Flughafen als aufdringlich empfunden.Aber auch das sind Menschen, die nur irgendwie einen Weg suchen, etwasGeld zu verdienen. Dass sie auf Bali keine andere - auch für sieangenehmere bzw. erfolgreichere - Form des Broterwerbs finden, istbedauerlich. Als Gast auf der Insel aber hat man das meiner Meinungnach zur Kenntnis zu nehmen - und sich danach zu richten bzw. darauf einzurichten.
Und damit bin ich schon bei dem, was Urlauber ihrerseits leistenkönnten - und für meinen Geschmack müssen: Sich auf das Gastlandvorbereiten. Wer das nicht kann oder will, sollte nach meinerÜberzeugung innerhalb des gewohnten Kulturkreises Urlaub machen - daswird für ihn/sie dann schon schwierig genug

Wer aber so weit fliegt, von dem ist es - da bin ich mir sicher - nichtzu viel verlangt, sich ein wenig auf das Reiseziel vorzubereiten (dann kann auch "Unwissenheit" nicht mehr als Ausrede herangezogen werden).Schließlich bringen es manche Urlauber fertig, im Vorfeld die Zahl derbereitstehenden Sonnenliegen zu erfragen oder andere Details. Das seija auch jedem zugestanden. Aber ist es dann wirklich zu viel verlangt,sich im gleichen Forum auch über viel grundlegendere Eigenheiten des Reiselandes schlauzu machen? Rudimentäre Sprachkenntnisse (ja, nein, danke, bitte) sinddazu in Zeiten von Tante G mit links zu recherchieren.
Empfehlungen zum richtigen Verhalten im Reiseland finden sich ebenfallszuhauf im Internet. Und dabei die Spreu vom Weizen zu trennen (also dieKoloniaherren-Rambos von denjenigen zu unterscheiden, die sich bemühen,den Menschen im Gastland wirklich angemessen zu begegnen), scheint mirnicht so schwierig zu sein.
Wer bis hierher gelesen hat, dem sei in Erinnerung gerufen: Angenehm fand ich die Kofferträger auch nicht. Aber ich habe gelernt, freundlich - und deutlich - "nein, danke" zu sagen (war gar nicht schwierig). Also ist die Warnung vor dieser unangenehmen Situation sicher hilfreich. Was ich aber als absolut unpassend empfinde, ist der übertriebene Geifer, der mir aus dem einen oder anderen Beitrag in diesem Thread zu triefen scheint.
Wie es schon bernhard707 so schön schrieb: "Stellt sich allerdings auch die Frage nach Anstand ...oder Geiz."
In diesem Sinne schöne Urlaubserlebnisse
wünscht Euch allen auch im neuen Jahr
Peter Kaiser -
@ Peter Kaiser,
vielen Dank für deinen Beitrag. Du sprichst mir aus dem Herzen!!!
Diese Leute sind im Normalfall mit ein paar Euros im Monat zufrieden. Und wir? wieviel bezahlen wir allein für diese 2 Wochen in dem wunderschönen Land?Auch wir sind im April wieder für 2 Wochen auf Bali und ich freu mich schon riesig darauf.
LG Evelin
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.. es ändert sich aber nichts an dem Problem das für eine Dienstleistung von weniger als zehn Minuten ein überbordender Betrag in Rechnung gestellt wird.
100000 Rupien entspricht 7,50 Euro
wie groß ist eure Arbeitsleistung in Netto bis ihr 7,50 Euro erwirtschaftet habt?
wie groß ist diese Arbeitsleistung für einen Arbeiter in Indonesien bis er 100000 Rupien erwirtschaftet hat?
Das hat nichts mit Reich und Urlaub zu tun, dies ist eine Frage der Verhältnismäßigkeit!
MfG Rainer
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Hallo Rainer,
mit Deiner Reaktion gießt Du - sicher ungewollt
- Wasser auf meine Mühlen. Der Flughafen von Denpasar liegt nämlich nicht in Deutschland, sondern in Indonesien. Und in Indonesien sind die Wege der Preisfindung in aller Regel anders als hierzulande.Wer den zuerst geforderten Preis zahlt, ist selber schuld (und verliert zudem sein Gesicht). Als Gast in Indonesien sollte man sich besser eine ungefähre Vorstellung vom Wert einer Dienstleistung (oder auch Ware) verschafft haben - und dann auch dort nur einen angemessenen Preis bezahlen. Wer sich jetzt beklagt, dass ihm das zu viel Arbeit ist, der lebt im Urlaub halt teurer - und ermutigt gewissermaßen die Kofferträger auch, beim nächsten Urlauber besser gleich ein noch höheres Entgelt zu fordern. Man sieht, wohin das führt.
Aber selbst in Deutschland gibt es Beispiele dafür, wie jemand - rein rechnerisch zumindest - mit vergleichsweise wenig Aufwand sehr viel Geld verdient (ich weiß, jetzt begebe ich mich auf dünnes Eis - denn nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich
Nimm beispielsweise einen Immobilienmakler, dem auch dann die volle Courtage zusteht, wenn er ein Objekt gleich im ersten Anlauf vermittelt (wenn er nämlich ein anderes Objekt überhaupt nicht vermittelt, bekommt er auch nichts - alle seine Vorleistungen erbringt er auf eigenes Risiko).Um aber wieder den Bogen zurück nach Indonesien zu schlagen: Du hast natürlich Recht, wenn Du 100000 Idr als viel zu hoch kritisierst. Deshalb sollte man auch - wenn man die angebotene Dienstleistung überhaupt in Anspruch nehmen möchte -vorherEinigung über den Preis erzielen, wie sich das - nicht nur in Indonesien - ja grundsätzlich empfiehlt.
Mir persönlich war das alles - wie ich schon schrieb - zuviel Brimborium um ein paar Meter Kofferschleppen. Also habe ich dankend abgelehnt - freundlich, aber bestimmt. Immer dran denken: Das geht nämlich auch!
Viele Grüße
Peter