Trinkgelder, wie macht Ihr das?
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Hallo!
Ich habe hier noch keine Box zu diesem Thema gefunden, ansonsten verschiebt mich bitte einfach

Mir ist etwas aufgefallen, warum ich hier jetzt poste.
Wie macht Ihr das mit dem Trinkgeld, wenn Ihr in Kenia seid? Wir selber besitzen ja ein Haus am Galu Beach und beschäftigen natürlich auch Angestellte.
Wir bezahlen denen einen angemessenen Monatslohn, etwas höher als der normale Durchschnitt. Wir wissen auch, was Safarifahrer, normale Arbeiter, Kellner etc. ungefähr im Monat verdienen.Nun also zum meinem eigentlichen "Problem"...
Da wir unser Haus auch vermieten an Feriengäste, bekommen wir immer wieder zu hören, dass diese unseren Angestellten und auch den Safarifahrern hohe Geldsummen als Trinkgeld geben. Nun war es schon einmal so, dass wir dann auch gefragt wurden, ob wir nicht mehr Geld geben könnten.
Nur mal als Beispiel, die letzten Gäste haben dem Safarifahrer jeweils 50,-- Euro in die Hand gedrückt. Bei 2 Paaren waren das mal locker 100,-- Euro! Nur so!
Und bei unseren Angestellten auch nochmal.Das ist doch Wahnsinn, bei uns in Deutschland käme doch keiner auf die Idee, einem Kellner mal eben so 500,-- Euro Trinkgeld zu geben...
Wo führt das hin?
Lieben Gruss
Viola
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tja, und dann wundert man sich, daß die preise explodieren! in der türkei haben damals die osteuropäischen touristen mit den extremst hohen tips angefangen. was daraus geworden ist, konnte man ein paar jahre später schön beobachten.
ganz am anfang meiner kenia-zeit habe ich immer trinkgeld gegeben. sei es dem zimmermädchen jeden tag 1 DM aufs bett gelegt, nach jedem getränk dem kellner ein paar schillinge, etc. heute halte ich es prinzipiell so, daß nur der einen tip von mir bekommt, der auch die entsprechende leistung vorher erbracht hat. mag sich sicher für manch einen hart oder sonstwie anhören. stört mich aber nicht. nur weil es sich um einen "armen" kenianer handelt, hat er sich noch lange nicht mein schwer erschuftetes geld verdient. ein schöner nebeneffekt hat das "nicht trinkgeld geben auch noch: man merkt sehr schnell, wer nur auf den tip aus ist und man wird auch schon mal dumm von der seite angemacht. da geh ich dann ganz besonders gern wieder hin und hoffe auf einen lernprozess des/der jeweiligen angestellten
.
was die tips generell angeht: ich runde meistens auf den nächst höheren betrag auf, je nachdem was wir "gekauft" haben, kommen noch 50 oder 100 ksh drauf. bei safaris bekommt der fahrer am ende der tour von uns geld. meist sind es 20 euro, kommt drauf an. wir haben auch schon mal nix gegeben, weil der fahrer dermaßen unfreundlich und lustlos war. ihm habe ich als "tip" den rat mit auf den weg gegeben, daß nächste mal etwas mehr engagement zu zeigen, dann würds auch mit dem trinkgeld klappen! -
Da muß ich showgirl recht geben, gerade bei den Kellnern im Hotel merkt man es oft ob man schon Trinkgeld gegeben hat oder nicht.
Wir handhaben es auch so, wer sich Mühe gibt die ersten paar Tage, der bekommt dann auch Trinkgeld.
Zimmermädchen so pro Woche 5,- ( aber nicht gleich am 1. Tag).
Safarifahrer wenn er freundlich und bemüht war, zwischen 10,- + 20,-.
Aber das Geld was deine Feriengäste geben, finde ich auch übertrieben.....wo soll das hinführen?Beachmaus1208
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Jambo Violam,
ja mit dem Trinkgeld das ist schon ein Problem, unser Safari Fahrer bekommt für eine 4 Tagestour mit dem Jeep besetzt mit 4 Personen mindestens pro Person 20 Euro, macht 80 Euro, da unser Anbieter sehr gut zu tun hat kann, man von mindestens 5 Touren im Monat ausgehen, macht 400 Euro!!!! meißt aber mehr da viele Gäste auf Grund seiner Freundlichkeit/Fahrweise/Adlerauge beim Tier suchen auch schon mal 50 Euro geben.
Im Hotel hatten wir immer 1 Dollar Noten dabei und haben dem Roomboy pro Nacht 1-2 Dollar aufs Bett gelegt, ebenfalls unserem Kellner wenn wir zufrieden waren. Eigendlich wäre es am einfachsten wenn im Hotel eine Tip Box stehen würde das auch die Küche/Gärtner/Animateure usw. etwas abbekommen monatliche Verteilung, aber da weiß man eben nicht ob es auch da ankommt. Wir waren im November auf dem Nil. das Schiff hatte 72 Kabinen und jeder Gast sollte beim Reiseleiter 25 Euro Trinkgeld abliefern macht für 1 Woche knapp 2000 Euro x 4 = 8000 Euro, die Mannschaft verdient ca 70 Euro im Monat, das heißt die würden mehr Trinkgeld als Lohn bekommen das glaubt dem Veranstalter kein Mensch, wir haben gefragt die Matrosen bekommen 20- 30 Euro wo ist wohl der Rest.
Über dieses Thema könnte man stundenlang schreiben und kommt zu keiner Lösung.
LG Gabi 2001 ( Franz ) -
Jambo,
tja, die Frage ist ja eher (oder auch) ob Trinkegeld oder "Entwicklungshilfe". Jeder macht es anders und bei den Wiederholungstätern ist es ja auch oft der Fall, dass die einige Leute schon kennen und man da etwas großzügiger ist.
Für viele ist das Trinkgeld geben wirklich dazu gedacht, um sich gewisse Annehmlichkeiten zu sichern. Aber von einigen hört man auch, dass es einfach das "schlechte" Gewissen ist bzw. die Tatsache, dass man den armen Menschen ja helfen will.Dass dabei die Relation oft auf der Strecke bleibt und man die Einheimischen selber "verzogen" hat, das ist die Normalität, wird aber oft nicht gerne gehört.
Trinkgeld, wenn es angebracht ist okay, wenn man unzufrieden ist, gibt man doch hier auch kein Trinkgeld, oder?
Viele Grüsse
Chrissy -
Also ich mach mir da relativ wenig Gedanken ob es zuviel oder zuwenig Trinkgeld ist was ich gebe. Simmt der Service gibts was und zwar immer im Rahmen meiner Möglichkeiten.
Leute die mit Unsummen an Trinkgeld Einfluß auf den Service nehmen und die Angestellten "versauen" gibts nun mal und das wird der normale Urlauber nicht ändern können.
Fazit: Trinkgeld gibts aus dem Bauch heraus ! -
Jambo,
jetzt bin ich ein wenig verunsichert. Wir fliegen am 26.2. los (Juhuuu!!!!). Haben zu viert eine Safari für 8 Tage gebucht. Ich habe gedacht, dass wir am Ende der Safari dem Fahrer 100 Euro geben. Ist das jetzt zuviel oder eher zu wenig?
Bei Servicepersonal tu ich mir schon leichter, je nachdem wie zufrieden ich war gibt es entweder nichts, oder ein paar cent oder aber 1 Dollar.
Nach der Safari haben wir auch ein Haus mit Personal gemietet. Wieviel ist angemessen, jedem einzelnen (Koch, Gärtner und Hausmädchen) zu geben? Möchte die Leute nicht verderben aber auch nicht durch vermeintlichen Geiz vor den Kopf stossen. -
jambo,
obwohl es schon viele threads über das thema "trinkgeld geben" hier gibt, bin ich jetzt schon etwas erstaunt über die ansicht von dave2001.
du schreibst, daß die touristen das trinkgeld versauen, das sehe ich nicht so.
weißt du was dort ein angestellter, egal vom gärtner, roomboy, poolmann oder auch ein kellner pro monat verdient ?
ich vertrete auch die meinung, bin ich gut und aufmerksam bedient worden, gebe ich trinkgeld, aber immer nur in landeswährung, denn auch in deutschland gebe ich nach diesem prinzip mein trinkgeld
also das mit aus "dem bauch heraus" kann ich persönlich nicht so ganz nachvollziehen - hoffentlich geht es deinem bauch gut in kenya!
ich habe immer viel 5 euro scheine dabei, weil die mädels und jungs ihre gegebenen euromünzen dann umtauschen können bei mir, da sie ja mit den münzen nichts anfangen können.
ich habe aber auch schon in einem guten hotel an der südküste münzen von 10 cent,20 cent, 50 cent und jetzt haltet euch fest kupfergeld gewechselt.
da meinen die sogenannten supertouris, die einheimischen kennen diese werte nicht, also ich würde mich da schämen, sorry
wenn ich schon dort urlaub mache, dann sollte auch nicht an ein bißchen trinkgeld gespart werden.ich plädiere dafür eindringlich, wechselt euer geld in kenianische schillinge und die gibt es ab 50 schillingnoten, wenn 100 schillingnoten zuviel trinkgeld sind.
@ pleitegeier
wenn ich meine unmaßgebliche meinung hier schreiben darf, dann sind für eine 8tägige safari und 4 personen 100 euro o.k. das sind 25 euro für eine person und für 8 tage.
ich habe mit meinem guide, den ich auch schon sehr lange kenne, gesprochen und die gehälter in den lodgen und camps sind auch nur grundgehälter, weil da schon mit dem tringeld von den touristen gerechnet wird.
meine guides bekommen, wenn sie sich engagiert haben, am ende einer 3tagesafari zwischen 15-20 euro. einmal hat ein fahrer kein trinkgeld bekommen, weil der meinte mich nur im kreis fahren zu müssen und pausenlos auf die uhr sah!!! Ich bezahle gutes geld für eine safari und daher will ich auch eine gute leistung (ob es viele tiersichtungen gibt, das hat auch ein driver nicht in der hand)so jetzt wünsche ich allen, die die nächsten tage nach kenya fliegen einen schönen, entspannten urlaub
lg
christa -
Hallo!
Wenn ich das mal so sagen darf, ich finde 100,-- Euro für ein "Trinkgeld" für völlig überhöht.
Wir sprechen hier von Trinkgeld und nicht von dem Bezahlen eines Monatsgehaltes. Das Gehalt bekommt der Fahrer von seiner Firma, und das meist gar nicht so knapp. Den Fahrern geht es im Gegensatz zu vielen anderen (Kellner etc.) sogar noch gut. Wir dürfen den Standard, den wir haben, nicht mit dem Standard in Afrika vergleichen.
Wir haben selber Angstellte, die ein Grundgehalt bekommen. Natürlich kriegen sie mal etwas dazu, oder auch mal Geschenke. Das ist aber nicht üblich!
Ein Safarifahrer macht einen Job, dafür ist er angstellt und dafür bekommt er sein Geld. Ihm dafür noch einmal extra ein ganzes Monatsgehalt zu geben, halte ich für utopisch. Angenommen, er macht so eine Fahrt 2 x im Monat und bekommt dann 200,-- Euro extra, das ist völlig unreal.
Trinkgeld sollte Trinkgeld bleiben und nicht ausarten, meine Meinung!
Liebe Grüsse
Viola
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jambo viola,
ich respektiere deine meinung, aber genau das ist "das thema" bei dem sich die geister scheiden.
ich handhabe das mit dem gegebenen trinkgeld schon seid vielen jahren so und sicherlich ist das trinkgeld für einen kenianer sehr viel geld, aber du weißt sicherlich auch, wieviele mitglieder in kenia hinter einem verdiener oft sind.
ich will sicherlich nicht die preise verderben, aber wenn ich eine safari in einem preissegment an die 600 - 700 euro machen, dann kommt es "mir" nicht auf ein trinkgeld von 20 euro an.
es sollte jeder so handhaben, wie er es für richtig hält.übrigens habe ich schon oft beobachten können, daß gäste gar kein trinkgeld hergeben und sich mit einem warmen händedruck verabschieden. habe aber auch schon die enttäuschten gesichter der guides beobachten können.
ich erkenne mit diesem gegebenen trinkgeld die leistung des jeweiligen guides an.
ich kenne ein renomiertes safariunternehmen (mit denen habe ich auch schon eine safari gemacht), das sogar auf seiner website die höhe des trinkgeldes vorschreibt, ob es von den gästen gezahlt wird, ist natürlich eine andere frage
ich weiß auch nicht, was deine angestellten verdienen und welche kritierien du ansetzt beim "ausarten"
nichts für ungut und lg
christa -
Jambo,
auch ich möchte hier mal meinen "Senf" dazugeben.... ich sehe es so wie Christa und Pleitegeier - 100 Euro für eine 8 Tages Safari sind schon angemessen.
Viele Safari Fahrer bekommen ein "Gehalt", wenn eine Safari gebucht
wurde - schön, wenn er eine Safari nach der anderen hätte.... aber ist
keine Safari gebucht dann gibt es auch kein Geld und er muss mit den
Rücklagen rechnen.... Okay, es ist sein Job Touristen durch die Gegend
zu fahren, aber macht man sich auch darüber mal Gedanken, wie
anstrengend es für ihn ist? Viele von euch kennen die Straßen.... (die
armen Bandscheiben!), er muss Augen haben wie ein Adler, denn man will
ja ALLE Tiere sehn! Ich finde, wenn man auch mal über solche Dinge
nachdenkt hat der Fahrer sich sein Trinkgeld redlich verdient! Selbst
in den Reisekatalogen steht, dass ein Trinkgeld von 3 Euro pro
Tag/Person angemessen ist (nach oben ist natürlich keine Grenze
gesetzt) Es fahren sicher genügend Leute auf Safari und geben am Ende NICHTS, obwohl die Safari nicht besser hätte laufen können! -
Hallo!
Ich muss auch sagen, dass ich bei einer 8 tägigen
Safari zu viert hundert Euro angemessen finde,
wenn alles gepasst hat. Aber wie Christa schon
schreibt, hier scheiden sich die Geister und jeder
sieht das anders. Schließe mich hier aber an, Safaris
kosten ein Heidengeld, da kommt es mir dann auf
ein paar Euros mehr auch nicht mehr an.
Och, auch die deutschen Veranstalter können gute
Winks mit dem Zaunpfahl geben was das Trinkgeld
angeht, diese Erfahrung haben wir bei unserer ersten
Safari auch gemacht...grrr...Aber gut, letztendlich muss jeder selbst wissen was
er geben möchte oder nicht. Manchmal spielen auch
Faktoren eine Rolle - buche ich immer beim gleichen
Veranstalter? Kenne ich die Fahrer gut? Sind es immer
die gleichen? Da gibt man automatisch ein bißchen
mehr...Viele Grüße
Stüppi -
@ dubhe und stüppi
jeder hat dazu seine eigene meinung und wenn ich alles geschrieben hätte, was ich so im kopf habe, hätte ich das forum gesprengt.
du dubhe hast das treffend formuliert, mit den adleraugen, den fahrten auf holprigem gelände und, und, und.....
die wissen sicherlich auch abends was sie gemacht haben :?also ich klinke mich hier aus der "trinkgelddiskussion" aus und mache das weiter so, wie ich es für richtig halte

allen noch eine schönen abend
christa -
Danke vor allem an Christa und Stueppi. Ich denke auch, dass ein Trinkgeld von 100 Euro für 8 Tage nicht übertrieben ist, falls alles gepasst hat. Der Fahrer ist ja nicht der Tourist, für den alles aufregend ist. Ich denke, der hat wohl einen harten Job. Ausserdem ist er dauernd von seiner Familie getrennt. Verdienen wird er sicher auch nicht so viel und kenianische Familien sind sicher groß, da können alle das Geld brauchen. Beim Preis für eine 8-Tages Safari fallen wohl 25 Euro Pro Person nicht ins Gewicht. Meine Mitreisenden sehen das übrigens genau so.
Habe aber noch eine Frage: Im anschluss haben wir ein Haus an der Küste gemietet. Mit Koch, Hausmädchen und Gärtner. Wieviel Trinkgeld haltet ihr da für angemessen? Ist es in Ordnung das Personal auch mal zum Essen einzuladen? -
Jambo
Es ist immer schwierig sowas pauschal zu sagen.
Wir waren bisher auch immer im Hotel. Mmmh,
3 Angestellte im Haus wo 4 Personen drin wohnen?
Vielleicht ca. 250 Schilling pro Angesteller/Tag insgesamt?
Denke das ist in Ordnung? Wir haben meist pro Doppelzimmer
und Tag mal 100, mal 150 Schilling gegeben, je nachdem.Also ich finde es völlig ok, wenn man die Angestellten
auch mal zum essen einlädt, einfach nett fragen, ich
denke nein sagen werden sie nicht. Manchmal merkt
man an den Reaktionen, ob sie es aus Höflichkeit
machen oder vielleicht doch weil sie durch Euch ihre
Brötchen verdienen. Kommt immer auf das persönliche
Verhältnis an. Aber verkehrt kann es auf keinen Fall
sein sie zu fragen, warum nicht? Eine Bekannte hat
mal die Erfahrung gemacht, dass sie auch gefragt hat,
die Angestellten das aber nicht durften, aber sie haben
ihnen klipp und klar gesagt, dass Ihr Arbeitgeber ihnen
das verbietet. Gut, da kann man dann nichts machen,
auch wenn es ihre Freizeit ist....Laßt es einfach auf
Euch zukommen.Liebe Grüße
Stüppi -
Hallo!
Ich will mich ja nicht wirklich in Diskussionen einmischen, aber bitte bedenkt doch mal, dass die Angestellten in den Ferienhäusern ein festes Gehalt bekommen. Davon können sie sich und ihre Familien problemlos ernähren.
Dieses Gehalt bekommen sie nicht nur, wenn Gäste da sind, sondern monatlich fest.
Unsere Angestellten verdienen monatlich 45,-- Euro bzw. 60,-- Euro, je nach Arbeitszeit, das ist sogar etwas höher als das vorgeschriebene Festgehalt für Hausmädchen bzw. Gärtner.
Wenn Ihr jetzt 10 Tage da seid und dann noch extra 25,-- Euro gebt, der nächste wieder, das ist unreal. Wie sollen die Angestellten uns als Arbeitgeber noch ernst nehmen?
Ganz ehrlich, auch wir stecken den Angestellten mal etwas extra zu, wenn sie z.B. mal höhere Ausgaben haben oder wir lassen mal das eine oder andere Kleidungsstück da.
Aber, die Lebenshaltungskosten in Kenia sind für die Einheimischen, die Arbeit haben, durchaus in Ordnung.
Wenn Unterstützung, dann würde ich denen was geben, die wirklich etwas brauchen! Das sind die Leute ohne Arbeit, die auf der Strasse betteln müssen.
Wir selber finden es persönlich nicht gut, wenn unseren Angestellten immer wieder hohe Geldbeträge zugesteckt werden. Daher mussten wir schon 2 Arbeiter entlassen, weil diese glaubten, wir Weissen wären "reich" und würden ständig mit Geld um uns werfen. Die Forderungen wurden immer unverschämter. Nun sitzen sie eben wieder auf der Strasse! Wir sind da nicht kleinlich, aber lassen uns auch nicht ausnutzen! Wenn nach Wünschen sowas kommt wie z.B. Handy oder Fahrrad, dann kann ich es nicht so ganz glauben. Das ist so, als würden unsere Angestellten in Deutschland nach einem Kleinwagen fragen. Geht gar nicht!
Den Angestellten in den Häusern geht es nicht schlecht, sie bekommen das Geld wirklich monatlich, anders lässt es sich für die Vermieter nicht rechnen, bzw. ist auch nicht legal! Die Angestellten brauchen einen Vertrag und eine Erlaubnis, anders geht es nicht! Sie sind alle zusätzlich versichert und wir bezahlen deren Abgaben.
Mal ein Essen ist okay, auch ein "kleines" Dankeschön ist in Ordnung. Aber bitte nicht übertreiben.
Ich finde auch, dass man unterstützen muss, das tun wir, indem wir Arbeitsplätze schaffen und so den Familien eine Zukunft bieten. Unsere Hausmaid kann von ihrem Gehalt ihre Familie ernähren, sich noch nette Kleidung schneidern und sogar noch etwas sparen. Ihr müsst wissen, dass die Preise in Kenia für die Einheimischen ganz anders sind als für uns Touris. Geht doch mal auf einen einheimischen Markt und kauft mit denen zusammen ein!Die meisten von Euch leben in Hotels und bekommen davon gar nichts mit!
Fahrt lieber mal raus und gebt den Leuten etwas, die es wirklich brauchen. Rechnet Euch doch mal aus, was jeder Kellner oder Angestellte bekommt, wenn jeder Tourist Trinkgelder in immenser Höhe gibt! Klar, Hilfe ist nötig, aber an anderer Stelle!
Lieben Gruss
Viola
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jambio viola,
eigentlich wollte ich mich ja nicht mehr melden, aber dein letztes posting verstehe ich so ganz und gar nicht.
daß du dort unten mit deinem haus ein paar arbeistplätze schaffst ist ehrenwert aber gönne doch auch deinen angestellten das trinkgeld, das sie von zufriedenen bewohnern deines hauses bekommendu hast dort unten ein haus, das wenn du nicht vorort bist, vermietest.
bei deinen mieteinnahmen sind die 60 euro für deine hausmaid sicherlich abgedeckt.
wenn aber touristen, die ein haus mieten den angestellten trinkgeld zustecken, dann ist das meiner meinung nach in ordnung. die höhe des trinkgeldes richtet sich sicherlich auch nach den geldbörsen der gästedie lebenshaltungskosten sind für die einheimischen die letzte zeit geradezu explodiert, das weißt du auch und mit den gezahlten gehältern kommen sowohl privatangestellte als auch hotelangestellte so gerade mit ihren familien monatlich über die runden
das die hautfarbe "weiß" in kenya verbunden ist mit "reich" ist auch für dich sicherlich nichts neues.@ pleitegeier
ich habe einen vorschlag für euch. fahrt in das neue einkaufscentrum baharini, dort gibt es einen großen, gut sortierten supermarkt und kauft dort lebensmittel wie ugali, zucker, nudeln, öl, ein paar sweeties für die kinder und was euch sonst noch gefällt und gebt dies, wenn ihr zufrieden ward, dem personal.
leuchtende augen werden es euch danken !!!vg
christa -
...ich nochmal, habe etwas vergessen
ich gehe viel raus und habe dort unten auch noch zwei waisenhäuser, die ich unterstütze.........
vg
christa -
irgendwie verstehe ich violams argumentation sehr gut. wie soll man sich aber als touri verhalten, der gewöhnt ist, gute leistung mit trinkgeldern zu honorieren und sich dabei nicht als "********" vorzukommen? ich finde das unter dem aspekt, den violam genannt hat, gar nicht so einfach. ich hatte ja in meinem letzten post schon geschrieben, daß viele mittlerweile schon "versaut" sind und leistung nur noch erbringen, wenn der tip stimmt. wie könnte man denn einen "gesunden" mittelweg finden, ohne sich selber doof vorzukommen, ohne die arbeiter vor den kopf zu stoßen und ohne die preise ganz zu versauen bzw. die arbeitgeber unglaubwürdig zu machen? wenn man bedenkt, daß viele mit 100ksh pro tag mehr oder weniger gut auskommen können und wir pro tag zwischen 100 und 150 tip geben, stimmt ja nu wirklich was nicht. von safaris mal abgesehen, da ist der tagestip ja noch höher.