Ost-Kanada Rundreise Juni/Juli 2010
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Hallo Ihr Lieben!
Nachdem wir uns 2008 bei einer West-Kanada Reise offenbar mit dem bekannten Virus infiziert haben, geht es nun Mitte Juni los - im Wohnmobil ab/bis Toronto für 5 Wochen durch den Osten.
Die geplante grobe Route wäre:
Toronto - Niagara - Bruce Peninsula - Tobermory - Manitoulin Island - Sudbury - North Bay - Algonquin NP - Ottawa - Montreal - Quebec - Tadoussac - Forestville - Rimouski - Gaspé (an der Küste entlang) - Moncton - Cap Breton - Halifax - Saint John (evtl. Fähre) - Fundy NP - Fredericton - 1000 Islands - Kingston - Toronto
Laut Berechnung wären dies ca. 6.500 km. Dazu ist zu sagen, dass wir aufgrund Alter und körperl. Konstitution nicht die grossen Wanderer, Kanufahrer oder Outdoor-Sportler sind - wir geniessen eher die Landschaft und Natur entlang der Routen. Auch ausgedehnte Stadtbesichtigungen liegen uns nicht unbedingt.
Meine Frage: ist diese Tour machbar? Es wären ca. 180 km täglich.
Ursprünglich wollte ich noch den Saguenay und Lac Saint Jean sowie Prince Edward Island einbauen, aber ich denke, das wird zu viel?
Eure fachliche Meinung wäre mir sehr wertvoll, denn ich lese hier schon lange immer wieder mit (ohne angemeldet zu sein) und finde die Ratschläge äusserst professionell und hilfreich.
Vielen Dank im Voraus und ganz liebe Grüsse aus Salzburg
Margit -
Liebe Margit,
wir waren im letzten Jahr im Osten Kandas unterwegs und meiner Meinung nach sind 180 km täglich machbar. Ist halt mal mehr und mal weniger, aber das bedingt eine Rundfahrt in Kanada meiner Meinung nach ohnehin.
Wenn du Fragen hast, kann ich sie dir zu Toronto, Montreal, Ottawa, Niagara Fälle und 1000 Islands beantworten, an den anderen Destinationen war ich leider noch nicht,
lG, Dani -
Hallo Margit,
erst einmal willkommen im Forum.
Ich halte eure geplante Tour für durchaus machbar, durchschnittlich 180 km sind gut zu schaffen. Ich denke aber das ihr doch sicherlich den einen oder anderen Tag längere Etappen fahren wollt um dann auch mal mehr als nur eine Nacht ein einem Ort zu verbringen.
Ohne das ich jetzt grade die aktuelle Karte vor mir liegen habe, denke ich das nördlich von Tadoussac keine Fähre mehr über den St. Lorenz Strom verkehrt, so das ihr nach Riviére-du-Loup übersetzt. Saguenay kann man sich getrost sparen, der Lac Saint Jean ist sicherlich sehr schön, aber wenn ihr in die maritimen Provinzen wollt, dann liegt er doch zu weit ab.
Moncton habt ihr sicherlich nur als Ankerpunkt gesetzt, denn als Stadt macht es nicht viel her. Ich würde euch aber dringend empfehlen P.E.I. noch mit einzubauen, es ist dort traumhaft schön.
Zu den Provinzen Quebec (Gaspé) New Brunswick, P.E.I und Nova Scotia kann ich sicherlich noch einiges beitragen, nur nichts WoMo spezifisches.
LG Joe -
Hallo Margit und auch von mir Willkommen im Forum!
Schön, dass 'mal wieder jemand auch über Bruce Peninsula nachdenkt und nicht nur die üblichen Orte abklappert.

Auch ich halte die Strecke unter der Prämisse, dass Ihr viel vom Auto aus entdecken wollt für machbar und gehe wie Joe davon aus, dass Ihr auch einmal 500 km am Tag fahrt, um dann zwei Nächte an einerm Ort zu verbringen. Zum Beispiel Manitoullin Island - North Bay würde sich dafür anbieten. Sudbury ist nicht wirklich sehenswert.
Wenn Ihr in Tobermory ankommt, bucht am Besten schon die Fähre für Euren Abfahrtstag vor, das erspart Euch Ansteherei am Abfahrtstag.
Weitere Tipps gerne, wenn Eure Reiseplanungen so weit fort geschritten sind, dass Dir spezifische Fragen einfallen.
Gruß,
karlkraus
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Guten Morgen!
Vielen Dank an Dani, Joe und karlkraus für Eure Tipps. Damit können wir die Streckenführung im Groben so lassen - individuell entscheiden wir ohnehin unterwegs. Natürlich werden wir auch mal längere Strecken zugunsten mehrtägiger Aufenthalte an besonders schönen Plätzen fahren - in Kanada ist dies ja kein Problem dank schnurgerader wenig befahrener Strassen ;-).
Eine meiner Fragen wurde von karlkraus schon fast beantwortet - nämlich die Vorbuchung von Fähren. Wir hatten in Vancouver die Fähre nach VI vorgebucht und eine zusätzliche Gebühr von $ 17,-- bezahlt und mussten feststellen, dass die Fähre (im Juli) kaum halbvoll war. Bei der Rückschiffung haben wir uns die Reservierung erspart und bekamen locker Platz. Deshalb dachte ich, mir diese Gebühren sparen zu können, aber wenn ein "Erfahrener" dies vorschlägt werden wir es so machen.
Gilt dies auch für die Übersetzung am St.Lorenz-Strom von Forestville nach Rimouski? Laut Reiseführer verkehrt die Fähre hier stündlich, also denke ich dass es kaum Probleme geben wird, oder? (Wartezeit ist im WoMo nicht so problematisch, man kann sich ja zurückziehen ;-)).
@ Joe: nach meinen Informationen gibt es nördlich von Tadoussac die von uns angepeilte Übersetzung von Forestville nach Rimouski und dann noch weiter nördlich eine von Baie-Comeau nach Matane. Welche würdet ihr vorschlagen?
Dankbar wäre ich für Tipps bezüglich Nova Scotia - hier ist meine Planung noch arg grob. Fest steht Cabot Trail, aber welche Strecke dann Richtung Halifax und weiter in den Süden. Ist es sinnvoll, die Küste abzufahren oder durchs Landesinnere? Macht es Sinn, die Fähre von Digby nach Saint John zu nehmen oder ist es besser, auf dem Landweg durch den Fundy NP zu fahren. Wir haben beim WoMo natürlich unbegrenzte Km - aber kein unbegrenztes Budget für Treibstoff
... andererseits sind die Fähren auch nicht wirklich billig, also gehts darum, wo man mehr sehen kann.
Dann mach ich mir noch Gedanken über den letzten Reiseabschnitt (von Saint John zurück nach Toronto). Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass hier nur 1000 Islands und Kingston wirkliche Highlights sein könnten und man die gut 1.700 km ziemlich "zügig" bewältigen könnte - liege ich da richtig oder gibt es lohnende Ziele auf der Strecke?
Vielen Dank für Eure Hilfe - das ist besser als jeder Reiseführer!
Grüsse
Margit -
@ Joe: nach meinen Informationen gibt es nördlich von Tadoussac die von uns angepeilte Übersetzung von Forestville nach Rimouski und dann noch weiter nördlich eine von Baie-Comeau nach Matane. Welche würdet ihr vorschlagen?
Dankbar wäre ich für Tipps bezüglich Nova Scotia - hier ist meine Planung noch arg grob. Fest steht Cabot Trail, aber welche Strecke dann Richtung Halifax und weiter in den Süden. Ist es sinnvoll, die Küste abzufahren oder durchs Landesinnere? Macht es Sinn, die Fähre von Digby nach Saint John zu nehmen oder ist es besser, auf dem Landweg durch den Fundy NP zu fahren. Wir haben beim WoMo natürlich unbegrenzte Km - aber kein unbegrenztes Budget für Treibstoff
... andererseits sind die Fähren auch nicht wirklich billig, also gehts darum, wo man mehr sehen kann.
Dann mach ich mir noch Gedanken über den letzten Reiseabschnitt (von Saint John zurück nach Toronto). Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass hier nur 1000 Islands und Kingston wirkliche Highlights sein könnten und man die gut 1.700 km ziemlich "zügig" bewältigen könnte - liege ich da richtig oder gibt es lohnende Ziele auf der Strecke?Hallo Margit,
Du hast recht die beiden nördlichen Fährverbindungen habe ich nicht mehr auf dem Radar gehabt.
Ich würde die Fähre von Forestville nach Rimouski nehmen, denn die fährt (lt. Internetseite der Fährgesellschaft) 3x täglich, die von Baie-Comeau nach Matane nur 1 oder 2x am Tag.
In Nova Scotia ist - wie Du ja schon eingeplant hast - der Cabot Trail ein absolutes Muss
. Die beste Fahrtrichtung ist von West (Chéticamp) nach Ost (Ingonish Beach). Mit allen Abstechern solltet ihr dafür mindestens einen Tag einplanen. Von dort aus könnt ihr über Sydney zur Fortress Louisbourg fahren. Ich würde aber eher die Route über Baddeck am Bras D'Or Lake entlang vorziehen. 
Über den Trans Canada Hwy weiter bis Antigonish und dann entweder über den Hwy 7 zur Küste weiter nach Halifax, was aber insbesondere für ein WoMo teilweise recht enge und schlechtere Straßen bedeutet. Sonst über Turo weiter dem Hwy entlang nach Halifax.
Weiter würde ich dann der Küste entlang über Peggys Cove bis Lunenburg (sehenswert) oder Brooklyn fahren und dann ins Landesinnere zum Kejimkujik N.P. und dann bis Digby.
Statt der 550 km Straße würde ich dann die Fähre Digby- St. John nehmen. Die verkehrt 2x täglich, einmal morgens gegen 8 Uhr und einmal am Nachmittag (Vorbuchen für größere Fahrzeuge insbesondere am Wochenende ratsam). Von hier aus sind es bis zum Fundy N.P. noch einmal gut 130 km. Ihr solltet es nicht versäumen auch die Hopewell Rocks zu besuchen.
Grade hier an der Bay of Fundy, aber auch an ein paar anderen Stellen, wie z.B. Percé, wenn ihr den Rock Percé zu Fuß besuchen wollt, ist es wichtig das ihr euch bei der nächsten Touristeninfo einen Gezeitenplan holt. Euer Tagesplan wird dann ein wenig von Ebbe und Flut bestimmt, je nach dem was ihr machen wollt.
Vom Fundy N.P. aus würde ich dann die Route nach Fredericton nehmen und dann über den Trans Canada Hwy 2 bis Grand Falls. Zwischendurch kann man noch einen Abstecher nach Kings Landing (ca. 40 km nördlich von Fredericton) machen. Über den dann folgenden Weg bis Rivière-du-Loup kann ich nichts sagen.
Von dort aus immer am St. Lorenz Strom entlang bis Québec und dann weiter Richtung Kingston.
So weit erst einmal
LG
Joe -
Hallo Margit,
ich habe im Moment nur eine sehr schlechte Verbindung, daher muss ich mich kurz fassen.
Joes Einschätzungen teile ich uneingeschränkt, würde allerdings das "MINDESTENS" in seiner Einschätzung zum Cabot Trail unterstreichen.Folgendes muss ich klar stellen: Die Fähre nach MI würde ich nicht von Deutschland vorbuchen, sondern vor Ort am Fährterminal am Tag vorher (Tobermory ist sehr klein!). Kostet nichts extra, dauert 5 Minuten und bringt Euch am Fahrttag in die beste Abfahrtslinie.
Gruß,
karlkraus
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Hallo zusammen,
nach viel Stress in den letzten Tagen geht es nun am Mittwoch (endlich) los!
Vielen Dank an Euch für die guten Tipps und Ratschläge! War mir eine wertvolle Hilfe beim Feinschliff der Reiseplanung!
Liebe Grüsse (noch aus Salzburg, bald schon aus Toronto
)
Margit