Nationalpark - Auto oder zu Fuss?
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Hallo zusammen,
ich fahre Ende August mit Freunden 2,5 Wochen in den Westen USA. Bisher gibt es nur den Grobplan: LA - Grand Canyon - Monument Valley - Las Vegas - San Francisco und Küste runter wieder nach LA.
Wollen aber auch noch Nationparks ansehen. Wissen nur noch nicht genau welche. Evtl Bryce, Zion, Arches (wobei das dann wohl zu weit wird), Yosemite.
Wer kann mir zu diesen vier NPs sagen, inwie weit man da mit Auto reinfahren kann und zu irgendwelchen Aussichtspunkten fahren kann? Oder muss man um schöne Ausblicke zu haben eher die NPs durchwandern oder mit Bussen (geführte Touren) durchfahren? Kennt jemand gute Internetseiten zu den Nationalpark mit Karten (hier dann auch evtl. Wanderkarten)?Wäre toll, wenn mir jemand weiterhelfen könnte. Im Reiseführer den ich hab sind die NPs ja nur kurz beschrieben und auf den Karten die ich hab, sind die NPs auch nur keine Punkte drauf.
Liebe Grüße Jule
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Hallo Jule,
das was Ihr Euch da für 2,5 Wochen vorgenommen habt bedeutet heftig Kilometerfresserei. Je nachdem wie viele Tage ihr noch in LA, Las Vegas und Frisco verbringen wollt solltet Ihr Euch gut überlegen, welche Nationalparks ihr ansteueren wollt. Ich denke Arches liegt, wie Ihr schon vermutet habt, zu weit abseits von einer sinvollen Tour. In die meisten NP's könnt Ihr mit dem Wagen rein bzw. durchfahren (Ausnahmen sind Grand Canyon und Yosemite, da müsst Ihr teilweise dann die Park-Busse benutzen, Monument Vally liegt im Navajo Land und kann nicht selber befahren werden. Wandern kann man eigendlich in jedem Park (vom "Spaziergang" bis zur MehrTageswanderung), in Teilen braucht Ihr dazu ein Permit von den Rangern.
Sehr gute Informationen zu den National- und State Parks findet Ihr hier www.nps.gov .
Wenn Ihr schon wisst wie viele Tage Ihr in den Städten verbringen wollt wäre es dann einfacher Euch eine Route vorzuschlagen.LG
4Traveller -
Hallo Jule,
also grundsätzlich denke ich, dass für euch das Death Valley und der Yosemite NP sehr gut sein würden. Im August ist der Tioga Pass offen und daher kommt ihr gut von Las Vegas über das Death Valley zum Yosemite NP (mit einer Übernachtung). Das geht sich also auf alle Fälle rein. Dass man einen Parkbus im Yosemite NP wäre mir neu, wir sind vor drei Jahren alles mit dem Auto durchgefahren.
Bei eurer Route würde ich mir einen Zwischenstopp in Page überlegen, denn dort gibt es rund um den Lake Powell wirklich viel zu sehen. Vom Grand Canyon fahrt ihr etwa 2,5 Stunden nach Page.
Bei Monument Valley kann ich mich 4Traveller nur anschließen!
LG, Dani -
Hallo,
da kennst du die Amis schlecht: Dort kannst du an so ziemlich jeden Punkt entweder mit dem Auto oder mit einem Shuttlebus heranfahren, soweit es technisch irgend möglich ist

Also:
Im Bryce NP kannst du mit dem Auto Aussichtspunkte abfahren. Es bietet sich aber an, in den Canyon hineinzuwandern (etwa 2 Stunden), weil er sich dann aus ganz anderen Perspektiven zeigt.
Im Zion gibt es einen Shuttlebus zu den interessanten Stellen, bestimmte Aussichtspunkte kann man dort auch nur mittels einer Wanderung erreichen, sodass der Shuttle dich zu den Ausgangspunkten bestimmter Wanderungen bringen wird.
Im Arches NP siehst du vieles vom Auto aus oder mit leichten Wanderungen, die eher den Namen "Spaziergang" verdienen. Vor den Genuss der richtig interessanten Arches (z. B. Delicate Arch) ist aber die Anstrengung eines Fußmarsches gesetzt.
Im Yosemite kann man ebenfalls bestimmte Viewpoints anfahren. Ich glaube, auch dort gibt es einen Shuttle. Anderes hingegen (z. B. die Wasserfälle, die viele dazu bringen den Yosemite zu besuchen) ist nur zu Fuß zu erreichen. Die Wasserfälle werden im August aber mit großer Wahrscheinlichkeit ohnehin ausgetrocknet sein.
Du bekommst in den Nationalparks bei der Einfahrt Info-Material (eine Karte vom Park mit eingezeichneten Trails und Viewpoints). Auf der Internetseite des Nationalparkservices kannst du dir normalerweise dieses Infomaterial und viele weitere Infos ansehen:
Der Grand Canyon ist übrigens auch ein Nationalpark, Monument Valley hingegen nicht (nur damit du dich nicht wunderst, wenn du es auf der NPS-Site nicht findest).
Überlege dir, ob ihr die Parks einzeln zahlen wollt oder ob sich der Nationalpark-Pass lohnt. Den kann man ein Jahr lang nutzen, und zwar in allen Nationalparks, aber auch National Monuments. Ab 4 NPs sollte er sich lohnen, aber das wirst du dir schon selbst ausrechnen

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sunflower76 wrote:
Hallo Jule,
also grundsätzlich denke ich, dass für euch das Death Valley und der Yosemite NP sehr gut sein würden. Im August ist der Tioga Pass offen und daher kommt ihr gut von Las Vegas über das Death Valley zum Yosemite NP (mit einer Übernachtung). Das geht sich also auf alle Fälle rein. Dass man einen Parkbus im Yosemite NP wäre mir neu, wir sind vor drei Jahren alles mit dem Auto durchgefahren.
Bei eurer Route würde ich mir einen Zwischenstopp in Page überlegen, denn dort gibt es rund um den Lake Powell wirklich viel zu sehen. Vom Grand Canyon fahrt ihr etwa 2,5 Stunden nach Page.
Bei Monument Valley kann ich mich 4Traveller nur anschließen!
LG, DaniHallo ! welche möglichkeiten hätte ich wenn der tiogapass zb im mai noch gesperrt ist von vegas , death valley zm josemite zu gelangen ?mfg mathias
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Hallo Matthias,
das ist relativ einfach: Drumrum fahren!
Je nachdem ob Du nördlich oder südlich um den Park herumfährst sind es dann ca. 230 oder ca. 90 Meilen Umweg.
Grüße,
Dirk -
@ 4Traveller:
Ich kann also nicht ins Monument Valley selbt reinfahren. Ist das ganze Gebiet dann abgesperrt?! Man sieht die Berge aber auch schon von weitem, oder? Lohnt es sich mit Shuttlebussen reinzufahren?
In vier Wochen ist es soweit

LG Jule
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Hi Jule!
Du kannst ins Monument Valley fahren, es gibt den
Valley Loop den man selbst fahren kann. Achtet drauf,
dass Eure Mietwagenfirma es auch freigibt auf solchen
Straßen zu fahren, ist oft verboten. Wir haben uns
dieses Jahr dagegen entschieden und haben eine Tour
der Navajos mitgemacht. Ist nicht billig, hat sich aber
wirklich gelohnt. So kommst Du auch an viele Ecken,
an die Du mit dem Privatauto nicht hinkommen würdest,
damit musst Du auf dem Loop bleiben und darfst ihn
nicht verlassen.Sollte das alles nicht in Frage kommen, fahrt einfach
zum Visitor Center, von dort hast Du einen tollen
Blick auf die Mittens. Auf der Terasse vom View
Hotel oder vorm Visitor Center kann man den
Sonnenuntergang wunderbar genießen.Auch ich kann Dir Page als Zwischenstopp mit mind.
einer Übernachtung nur ans Herz legen. Zumindest
die Antelope Canyons (ich bevorzuge den Lower) und
Horseshoe Bend sollte man sich ansehen. Aber in
Page kann man auch locker eine Woche verbringen,
die Gegend um den Lake Powell ist einfach zu schön.Lg
Stüppi -
Hallo Jule,
Stüppi liegt mit seinen Aussagen völlig richtig, auch was Page mit Horseshoe Bend und Antelope Canyon betrifft. Die Hoodoos sind natürlich auch noch sehr schön, aber nee, das geht bei 2,5 Wo. leider nicht.
Allerdings würde ich auf eine Tour mit den Navajo wegen der knappen Zeit verzichten und nur den Loop durchfahren. Dies ist bei vorsichtiger Fahrweise für normale Pkw kein Problem.
Gruß
Frank -
Horseshoe Bend liegt unmittelbar bei Page, den Parkplatz kann man von der Straße aus sehen. Dann mußt du für den Weg zu Fuß (one way) etwa 20 Minuten rechnen und du stehst am Abgrund. Google mal, ob du die Schleife sehen möchtest.
Gleiches gilt natürlich auch für Antelope. Liegt direkt auf dem Weg von Page ins Monument Valley am Kraftwerk. Beim Upper ist immer mehr los und man muß evt. etwas länger warten. Da gilt für die Tour mit den Navajo auf dem Pickup dann eine 1-stündige Zeitbegrenzung für die Tour, die sie sich auch teuer beahlen lassen. Weitere Infos kannst du direkt auf der Homepage der Navajo ziehen.
Wegen der Farben gefällt mir persönlich der Upper besser, auch wenn er so Überlaufen ist.
Gruß
Frank -
Hallo
Das Befahren von nicht "paved" Roads verbieten ja allen Vermieter, da solltest Du das Risiko selber einschätzen. Bei Pannen, wirst Du dann zünftig zur Kasse gebeten.
Zeitaufwand Antelope/Horseshoe:
Antelope: wenn Du am Start nicht warten musst, Ca. 2 Std.
Horseshoe: ca. 1 Std.
Gruss
Yukonhampi
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Du kannst auch eine zusätzliche Versicherung
für die Dirt Roads abschließen, dann wird
diese Klausel rausgenommen. Wir wurden
dieses dieses Jahr auch gefragt, haben das
aber abgelehnt. Eine Freundin hat es im April
gemacht, muss jeder selbst wissen...
Weiss auch nicht, ob das alle Vermieter machen... -
Hallo Stueppi,
welcher Vermieter war das denn? Hab ich selbst nämlich noch nie erlebt (miete meist bei Hertz, hatte aber auch schon Autos fast aller anderen Vermietfirmen) und man kommt ja im Südwesten immer wieder in die Verlegenheit, dass man die ein oder andere nicht asphaltierte Straße befahren möchte, und das sollte ja dann möglichst durch den Vertrag auch erlaubt sein. -
Ja, das würde mich auch interessieren welches Mietwagenunternehmen - wenn auch gegen Extrazahlung - die Dirt Roads zulässt. Ich habe schon mehrere Vermittler hierzulande angefragt, und die waren alle übereinstimmend der Meinung, das sei grundsätzlich nicht möglich. Obwohl, alles wissen die auch nicht.
Ich weiß allerdings, dass es Autovermieter gibt die speziell Autos vermieten um z.B. bestimmte Dirt Roads zu befahren, ich glaube auch den Moki Dugway, das ist dann aber stundenweise und meistens Jeeps oder so in entsprechendem Zustand. Oder z.B. die "Rent a wrecks" oder so. Aber für ganz normale Autos, auch Jeeps, wäre mir ein solche Zulassung eben nicht geläufig.
Ginus
PS: für Pannen gibts ja auch noch den AAA nur um das mal ins Gespräch zu bringen. ADAC Mitglieder sind auf jeden Fall berechtigt die AAA Leistungen in den USA in Anspruch zu nehmen. Auch wenn das beim ADAC in Deutschland offenbar nicht bekannt ist. -
@ ginus: Was meinst du mit AAA?!
@ alle: Ich darf den Loop also eigentlich nicht mit Mietwagen fahren, aber theoretisch ist es schon möglich, oder? Wie muss ich mir die Strecke vorstellen? Sand-/Schotterpiste mit großen Schlaglöchern?
Hab irgendwo gelesen, dass der Loop ca 13 Meilen lange ist und dass man 2 bis 4 Stunden braucht um die Strecke abzufahren. Könnt ihr das bestätigen?
Ist schon mal jemand die Strecke gefahren mit Mietwagen, obwohl es die Versicherung nicht abdeckt?LG Julia
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Hallo Julia,
AAA, auch Triple A genannt ist: American Automobile Association, Inc., also das Pendant zum deutschen ADAC. ADAC Mitglieder sind berechtigt diverse Mitgliedervorteile die AAA seinen Mitgliedern also den US-Bürgern gewährt ebenfalls in Anspruch zu nehmen. Unter anderem bedeutet dies auch in einem bestimmten Umfange auch Pannenhilfe. Das kann man entweder auf der dortigen Online-Seite nachlesen, oder aber ggf. telefonisch oder aber spätestens vor Ort in einem AAA-Büro nachfragen. Da es schon wieder ne Weile her ist, möchte ich mich jetzt mit genauen Angaben zurückhalten um dir nichts falsches zu suggerieren.
Also, falls du oder jemand anderer aus eurer Truppe ADAC Mitglieder seid, könnt ihr euch dort einiger Leistungen (auch Kartenmaterial und Vergünstigungen für Hotelzimmer) erfreuen, so ihr sie denn braucht.
Wie schon mitgeteilt, beim ADAC in Deutschland ist hier - telefonisch nachgefragt - kein/kaum Wissen darüber vorhanden. Die haben die Pannenhilfe verneint. Gute Auskunft hingegen habe ich bei der ADAC Auslandsstelle in Florida telefonisch erhalten.
Ginus
PS: Zu Monument Valley kann ich dir über den Straßen- oder nennen wir es mal lieber Wegezustand nichts sagen, da dieser Programpunkt bei uns - kurz vorm Ziel - aufgrund starkem Sandsturms ausfallen musste. Wir hatten jedoch vor uns den Zustand vor Ort anzuschauen und je nachdem eben reinzufahren mit unserem Mietwagen oder auch nicht. -
Gefühlt würde ich sagen, haben den Loop mindestens 2/3 von allen mit normalen Pkw befahrenund es waren wirklich nicht wenige. So haben wir es auch gemacht. Wie schon mehrfach gesagt, muss jeder selbst wissen.
Teilweise ist die Strecke über kurze Stücke recht steil. Man muss halt langsam fahren, aber der Weg ist auch das Ziel. Hinter jeder Kurve kommt ein neues Panorama. Je nachdem wie lange man sich an den Viewpoints aufhält, sind 2 Stunden schon realistisch.
Wir konnten ein Gewitter mit einem kompletten Regenbogen über dem Tal von Visitorcenter aus geniessen. -
Die Fahrt durch das Monument Valley war einfach der Hammer, Western-Feeling pur! Mit einem Ford Escort war der sehr staubige Weg kein Problem, nur außen und vor allem innen sah das Auto schlimm aus, überall roter Staub. Dauer etwa zwei bis drei Stunden.
Ich war allerdings vor etlichen Jahren da und habe gehört, dass man nicht mehr allein durchfahren kann. Auf der Homepage der Navajos ist es nicht so eindeutig zu finden.
Hat vielleicht jemand Erfahrungen, die aktuell sind, ob man überhaupt noch allein durch das Monument Valley fahren darf?