Haben die Deutschen zu viel Urlaub?
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Monira wrote:
Hallo,seit 7 Jahren wohne ich in der Schweiz. Die Umstellung von 29 Urlaubstagen + ziemlich vielen Feiertagen in Bayern auf 4 Wochen Ferien + ziemlich wenige Feiertage im Kanton Zürich habe ich immer noch nicht ganz verkraftet.
...@monira
da bist du aber auch aus dem "feiertagsparadies" bayern gezogen.
wärst du von anderen bundesländern aus dort hin gezogen, wäre die umstellung nicht so extrem gewesen.
denn kein anderes bundesland hat so viele feiertage, wie bayern.
ich wohne in einem bundesland mit den wenigsten feiertagen.
ich lebe auch noch
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hat sich allerhöchstens ein wenig drastisch ausgedrückt mehr nicht.

das lässt sich nicht ändern. :?
keiner fragt wie lassen sich 6 Wochen Urlaub und eine 35 Stunden Woche bezahlen ,ich als Selbständiger in der Schweiz auf jeden Fall könnte es nicht ,dass würde bedeuten ich müsste noch eine weitere Person fix anstellen und soviel wirft meine Bude nicht mehr ab.
Auch von meinen Deutschen Freunden die zt. Arbeitgeber sind höre ich genug Klagen, nicht nur das die Gewinne einer hohen Steuer unterworfen sind sondern auch über die Urlaub/Arbeitszeit/Feiertage Reglung die für klein und mittel Betriebe einfach nur teuer sind.
Wie sieht das in der Praxis aus, mein Lieferant mit dem ich vor 28 Jahren angefangen habe hat einen Lederverarbeitung Betrieb ,jedes Jahr erhielt ich 1 Woche vor August den ganzen August und erst ab mitte/ ende September wieder Ware , 2 Monate die für uns beide Hochsaison wären konnte zumindest mein Freund nichts produzieren /ausliefern ,ich hatte es etwas einfacher kaufte ich halt in dieser Zeit woanders ein.
Als Importeur dieses Produkt durfte ich alle meine Abnehmer in der CH brav aufklären warum in dieser Zeitspanne nix geht,begriffen haben es alle ,verstehen konnte es aber keiner.
Was mir aber sofort auffiel ,dass die Summe von Urlaub/Feiertage/Vorschriften/Regelungen etc einige meiner Kollegen in Deutschland dazu ermunterte sich Gedanken zu machen wie man den sauer erkämpften Gewinn, wen man dem noch so sagen kann zur Firma rauszieht und retten kann.
So von mir als Schweitzer von aussen gesehen habe ich das Gefühl ,dass die Arbeitnehmer in D schon ein wenig kitzklein egoistisch denken

LG -
Helmut & Ulla wrote:
Dynamo wrote:
Ich denke 21/22 Tage sind genug.Sind wir déutschen nur noch ein Volk von Weicheiern? In den meisten (Industrie-)Ländern der Erde gibt viel weniger Urlaub und die kommen auch zurecht.Jawoll Dynamo !! Hart wie Kruppstahl und übrigens: Arbeit macht frei, oda???
Selten so einen Blödsinn glesen.
bist Du auch Schweitzer!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
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Warum andere Länder mit weniger Urlaub auskommen hängt aber mit vielen Faktoren zusammen.
Man kann nicht Deutschland mit Italien, Frankreich oder nicht-EU Ländern vergleichen.
Aus der Verwandtschaft aus der Türkei höre ich, dass sie ~25 Urlaubstage haben, manche arbeiten auch Wochenende durch.
Aber das kann man nicht vergleichen, weil der eine Verwandte z.B. arbeitet in Izmir, er sieht jeden Sonntag das Meer, er kann das Meer auch jeden Tag nach Feierabend besuchen, weswegen er schon ab Monat Mai oder Juni voll braun gebrannt aussieht als ob er Dauerkunde beim Solarium wäre.
Zu mir sagt er deswegen NATÜRLICH "soviel Urlaub brauche ich nicht, wir hocken in Izmir, am Meer schwimmen, picknick machen, am Strand pennen kann ich fast jeden Feierabend nach der Arbeit ab 17 Uhr und am Wochenende fahren wir zum Ferienhaus beim Ferienort 30km weg von Izmir und machen dort Meerurlaub deluxe aber halt nur ~48 Stunden weil nur Wochenende"
deswegen kommt er weniger dazu seinen eigentlichen Urlaub zu nehmen, weil das Meer sieht er x Mal die Woche, weswegen er vielleicht mit 20 Urlaubstagen gut auskommt weil er die nur für Verwandtenbesuche nimmt oder für größere Ausflüge innerhalb der Türkei.
Von daher: Deutschland mit anderen Ländern zu vergleichen ist falsch.
Ich bleibe dabei: 30 Tage sind OPTIMAL in Deutschland, ich wäre sogar für NOCH MEHR Urlaub ^^ zur Schulferienzeit damals war ich allein im Sommer 6 Wochen am Mittelmeer

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Ich schrieb ja reiner Egoismus eines Arbeitnehmers der sich einen deut darum kümmert ob sich das auch finanzieren lässt,rein von meinem Gefühl her hätte ich noch 3 Monate Urlaub aus den letzten 3 Jahren zu gute von meiner 60 Stunden Woche ganz zu schweigen ,lasse ich meinen Schuppen den Bach runter verlieren 2 Personen eine Stelle und weitere wie Buchhalter Webdesigner etc Einnahmen auf die sie sich seit xx Jahren darauf verlassen.
Der Pate meines Sohn war Direktor des Roche Konzern in Mexico mit bis zu 3500 Angestellten daher weiss ich auch etwa wie sich der eine oder andere Konzern Chef schwer tut ,einerseits Gewinne zu machen anderseits ist man aber auf die anwesenheit der Arbeitnehmer angewiesen.
Ja und wen nun beides nicht geht Gewinne zu erwirtschaften und alle im Urlaub
was dann .!!!!!!!!!!
Das Werk Mexico wurde nach Indien verkauft ,alles Personal inclusive Direktor wurden entlassen oder zu Bedinungen eingestellt die um einiges härter ausfielen.
Das wäre ja zb ua.mit Opel auch beinahe passiert,ich denke zu spühren die **solange wie möglich Urlaub Mentalität ist hier Favorit,**vor 50 Jahren wäre das noch ein unding gewesen von daher liegt @Dynamo mit seiner Einschätzung nicht ganz so falsch.
LG -
Albertineblau wrote:
@ barriga
War 35 Jahre selbstständig mit locker 60 Stunden in der Woche und 14 Tagen Urlaub im Jahr, aber es hat mir trotzdem viel Spaß gemacht, und jetzt kann ich Urlaub machen wie und wann ich will, ach und Familie klappte auch prima. Alles eine Frage des Zusammenhaltes und der Organisation. Vor unseren Generationen haben die Leute noch viel länger gearbeitet und hatten riesige Familien und das ging auch.
du hast dir die selbstständigkeit ausgesucht, du wusstest das du nicht viel zeit hast also war es wohl deine freie entscheidung
ich gehe nicht den weg der selbstständigkeit, und gebe mich daher nicht mit der aussage zufrieden wir deutsche hätten zu viel urlaub, das höchste was ich hatte waren 4 wochen, von 6 träum ich.und achja in den generationen vor uns sind die frauen auch so gut wie nie arbeiten gegangen und haben sich um haushalt und familie gekümmert
wenn ich jetzt ein kind bekommen würde, würde ich es ja nie sehen, bin ja arbeiten! -
@barriga
Du vergisst da was
Leute die sich selbständig gemacht haben ,Firmen gegründet und es bis zu einem Imperium gebracht bilden die Grundlage für Arbeit und Wohlstand ,die die Menschen heute haben das war früher so und ist noch heute der Fall.
Der Wirt mit der Gaststube ,die Garage und wie sie alle heissen im kleinen andere im grossen bieten einen Arbeitsplatz ,für uns klingt es wie nackter Hohn wenn jemand sagt ihr seit ja selber schuld :? denn nurch durch uns gibt es solchen Urlaub.
LG -
"denn nur durch uns gibt es solchen Urlaub"...
Meinst du damit, wir verdanken den Arbeitgebern den Urlaub ???
Sollte du es so gemeint haben, darf ich hier mal anführen, ab wann so etwa Betriebe ihren Angestellten Urlaub einräumten:
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- Jahrhundert: 60 - 70 Stunden-Woche, Feiertage (kirchliche und weltliche) werden gestrichen oder auf den Sonntag verlegt. Erst spät wird die "Sonntagsruhe" eingerichtet.
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1896 Zeiss-Werke: 12 Tage Urlaub, 6 werden bezahlt
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andere Betriebe sagen dazu: "dass die Arbeiter oft genug arbeitslos waren, um sich zu erholen und deshalb keine weiteren Ferien benötigten."
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1916 erhält ein Arbeiter bei der AEG seinen ersten Urlaub von 4 Tagen nach 20jähriger Tätigkeit
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1929 setzten die Gewerkschaften bei ca. 8000 Tarifverträgen durch, dass Urlaub gewährt werden muss. Dauer dieses Urlaubes: 3 Tage oder weniger; nur 6% der Arbeitnehmer hatten 1 Woche und mehr.
nach 1945: die ersten Länderurlaubsgesetze (12 Arbeitstage Urlaub) -
1963: das erste Bundesurlaubsgesetz tritt in Kraft (18 Tage Mindesturlaub).
Leider muss ich mich hier auf "Ausschnitte" beschränken...
Gibt dazu / zu den Arbeitgebern interessante Geschichten.
Sollte ich dich falsch verstanden haben, sorry.
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Darf ich hier mal anführen, die Voraussetzung für bezahlte Urlaubstage sind Arbeitgeber!
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Völlig falsch ! Die Vorraussetzung für bezahlten Urlaub sind Tarifverträge bzw. als Minimum der gesetzliche Urlaub. Tarifverträge werden zwischen den Verbänden der Arbeitgeber und den Gewerkschaften ausgehandelt. Der gesetzliche Mindesturlaub ist eine politische Entscheidung.
Das Urlaub überhaupt bezahlt werden kann beruht auf Erträgen der Tätigkeit von Mitarbeitern unter den strategischen Vorgaben der Arbeitgeber bzw. des bezahlten Managements. Es ist eine Erlösvariante wie Direktlohn oder andere Vergütungen im sozialen Bereich. Dafür braucht sich kein Arbeitnehmer zu bedanken !
Es sollte aber jedem klar sein, das die Möglichkeiten der Deutschen Bank u.a. sich erheblich unterscheiden von denen eines Inhabers einer Metzgerei mit 3 oder 4 Mitarbeitern. Über 80% aller Arbeitsplätze stellt der Mittelstand. Und da gibt es eben sehr unterschiedliche Betriebsstärken, die nicht immer 30 bezahlte Urlaubstage ermöglichen können.
Eigentlich sollte es jedem hier klar sein, das es kein Wunchkonzert gibt. Ob wir den erreichten Wohlstand in aller Konsequenz halten können ist nicht sicher, eher unwahrscheinlich. Und dazu gehört auch der "erkämpfte" Urlaubsanspruch.
Gruss Gabriela
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@gabriele maier
Mit wem möchte die Gerwekschaft denn Tarifvertäge aushandeln, wenn es keine Arbeitgeber gibt???Bernhard 707 hat mit seiner Ausage 100% recht.
Wenn ein Arbeitgeber keine Lust mehr hat sich dem Stress mit den Gewerkschaften / Arbeitnehmern zustellen, macht er den Betrieb zu und der Arbeitnehmer steht auf der Strasse !!!
(natürlich vorausgesetzt der Arbeitgeber hat seine Schäfchen im Trockenen.) -
OT
Kein Stress mannige, bei g_m ist der Protest Programm, auch ohne nachzudenken
Übrigens, für Arbeitgeber gibt es eine Reihe anderer Möglichkeiten auch ohne Tarifverträge den Laden nicht dicht zu machen.
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jordan26 wrote:
@barriga
Du vergisst da was
Leute die sich selbständig gemacht haben ,Firmen gegründet und es bis zu einem Imperium gebracht bilden die Grundlage für Arbeit und Wohlstand ,die die Menschen heute haben das war früher so und ist noch heute der Fall.
Der Wirt mit der Gaststube ,die Garage und wie sie alle heissen im kleinen andere im grossen bieten einen Arbeitsplatz ,für uns klingt es wie nackter Hohn wenn jemand sagt ihr seit ja selber schuld :? denn nurch durch uns gibt es solchen Urlaub.
LGAlso das ist sowas von Arbeitgeber-Geschwafel.Klar durch den Arbeitgeber bekommen wir Lohn und Urlaub.Der Arbeitgeber macht vielleicht weniger Urlaub,dafür ist seine Geldbörse dicker,desweitern sag ich,der Arbeitgeber sorgt vielleicht für unser Brot,aber seine Häuser und seinen Wohlstand haben wir Angestellen doch wohl grösstenteils mit erarbeitet.
Gruß Birgit -
dafür vergisst du das die (meisten) selbstständigen deutlich mehr geld haben als die einfachen arbeitnehmer
wie es meine vorrednerin auch schon sagte
und wenn ich denke das ich mich selbstständig mache, muss ich einfach damit rechnen das ich nicht 4 wochen oder länger urlaub machen kann, und da dies sowieso einschränkungen im leben hat, ausser man hat eine sehr gute vertretung, ist ja allg. bekannt
als selber schuld würd ich es nicht bezeichnen, aber das man weiss worauf man sich eingelassen hat, dadurch aber wiederum andere vorteile hat, mehr geld zb
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@Brigit2401
Du hast das klassische Feindbild von einem Arbeitgeber !!schade
Hast Du schon mal etwas von Risiko gehört wenn sich einer in die Selbstständikeit begibt das er eingeht,fällt man auf die Schnauze ist es vorbei mit Urlaub die Gläubiger werden dafür sorgen das es nur noch bella Balkonia gibt.
Und einen neuen Job , bei uns in der CH ist kein Arbeitgeber scharf jemanden einzustellen dessen Gehalt ende des Monats per Gesetz gepfändet wird ,die Arbeitgeber die Du meinst sind die absolute Minderheit :? und richtig diese Spitzbuben kommen auch noch im TV oder in den Printmedien.
@barriga
deutlich mehr Geld haben muss man auch schliesslich gilt es auch immer wieder zu investieren ,renovationen im Ladenlockal in neue Produkte und und und..auch mal eine Wirtschaftskrise zu überstehen die Angestellten weiter zu beschäftigen auch wen es mal härter zur Sache geht ,meine Leute mussten sich nie einen Kopf machen wenn es um Urlaub ging die hatten immer die 5 Tage Woche und 4 Wochen Urlaub und ihre obligatorischen 6-10 Tage krank.
In den 700 Jahren meiner Selbstständikeit war ich genau 3 Tage wirklich krank, abgesehen von meinen 4 Biker Crash mit Spital Aufenthalt und anschliessender Kur in meiner Bude. :?
Komischerweise haben doch einige Leute ein gutes Gespühr die mich kennen ,den tauschen will keiner mit mir.
eben unter anderem wegen dem sorgenfreien Urlaub den sie geniessen dürfen/können
LG -
Ne mein lieber,nix klassisches Feindbild .Natürlich trägt der Arbeitgeber ein Risiko,wie jeder Angestellte im Leben auch.Der Arbeitgeber haftet ja meist auch nur mit einer Einlage GmbH etc. dann kommt die Insolvenz,als Arbeitgeber bau ich mir ein Haus,wo auch vieles vom Job abhängt.
Ich finde es einfach nur zum ko... das man jetzt noch Mitleid mit jedem Arbeitgeber haben soll.
im Zuge der Wirtschaftskrise ist so mancher zu Unrecht auf den Zug aufgesprungen,jetzt fehlt nur noch doch Spruch: Sei dankbar das du einen Job hast.
Ich mag meinen Job und komm auch mit meinen Chef super klar.Er weiß das er sich auf mich verlassen kann und ich arbeite auch so,und genauso möchte ich dafür mei nen Lohn und meinen Urlaub bekommem -
insgesamt dürfen wir wohl alle mit unseren urlaubstagen nicht meckern.
wenn man dann noch die feiertage und - wenn man ganz geschickt ist - die brückentage richtig nutzt, hat man schon ganz schön lange frei.
es ist ja so:
hat der chef mehr urlaub, als der angestellte, heißt es: na klar, der nimmt sich das recht raus. ist ja der chef.
hat der chef weniger urlaub, als der angestellte, heißt es: ist auch richtig so, schließlich hat der die dicke kohle.
wie man es macht, macht man es verkehrt.