Haben die Deutschen zu viel Urlaub?
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Das glauben zumindest zwei Verbände der mittelständischen Wirtschaft und fordern, den Arbeitnehmern zwei Wochen Urlaub im Jahr zu streichen.
Sechs Wochen sind zu viel, vier Wochen würden völlig ausreichen.
Eure Meinung? -
Ich glaube ja nicht, dass auf diese Frage in einem Reiseforum ein differenziertes Meinungsbild entstehen kann, aber ich lasse mich da gerne ueberraschen

Immerhin gibt es genuegend Industrielaender mit weniger Urlaubsanspruch als Deutschland, und erstaunlicher Weise geht es den Leuten da meist auch recht gut.
LG Donatella -
6 Wochen sind 30 Tage. Ist doch normal.
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Nein. Aber er muss den Urlaub seiner Arbeitnehmer finanzieren ...

Uebrigens sind, wenn ich das noch richtig weiss, in D lediglich unter 30 Millionen Menschen (von ueber 80 Millionen Einwhnenr) Arbeitnehmer mit bezahltem Urlaubsanspruch - genau genommen sprechen wir hier von einer Minderheitenproblematik!
LG Donatella -
Minderheitenproblematik ....haha
All diese Minderheiten buchen Jahr für Jahr ihren Urlaub
und sorgen in der
Tourismuswirtschaft für schwarze Zahlen. -
...wie unterschiedlich die Daten präsentiert und daraus die "Schlußfolgerungen" gezogen werden kann man gut hier erkennen:
Gestzlicher Urlaubsanspruch: Deutschland in Europa Schlußlich
Arbeitnehmer in Deutschland - Vize-Europameister im Urlaub
Ein interessanter Vergleich...
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Die USA sind ja auch nicht gerade für eine arbeitnehmerfreundliche gesetzliche Urlaubsregelung bekannt.
Irgendwas schwebt mir vor von einer Woche Urlaub bei einer Betriebszugehörigkeit von bis zu 10 Jahren, wer länger als 10 Jahre in einem Betrieb arbeitet, hat einen Urlaubsanspruch von 2 Wochen.
Verliert man seinen Arbeitsplatz und beginnt in einer neuen Firma, fängt man wieder bei einer Woche an.
Ich glaube, dass es in den USA wirklich so ist, bin mir aber nicht ganz sicher.
Geht es der Wirtschaft in den USA nun besser als der Wirtschaft in Staaten mit einem höheren gesetzlichen Urlaubsanspruch ? Nein, geht es nicht.
In Deutschland wird der gesetzliche Urlaubsanspruch durch betriebliche Regelungen meist überschritten. Ich kenne eigentlich keinen, der nicht 30 Arbeitstage oder 30 Werktage Urlaub hat. Es gibt sogar Berufe, bei denen durch tarfiliche Regelungen ein Urlaubsanspruch von 42 Tagen besteht. Klingt gut, aber berechnet werden pro Woche 7 Tage ...
Und Deutschland hat in Sachen Wirtschaft in der Welt einen Spitzenplatz. -
Im Vergleich zur Welt haben wir sicher zu viel Urlaub, in meinem eigenen Leben möchte ich aber auf keinen einzigen Tag davon verzichten. Ich als Krankenschwester bekomme " sogar " noch Zusatzurlaub für geleistete Nachtdienststunden. Das staffelt sich in der Anzahl von Stunden.
Ab 350 Stunden gibt es 1 Tag, ab 450 Std. 2 Tage, ab 550 Std. 3 und ab 650 Std. gibt es 4 Tage zusätzlich dann ist aber Schluß. Eine Regelung die ich begrüße denn Schichtarbeit zehrt am Körper mich ärgert es aber das nach 650 Std. Schluß ist. Mein Nachtdienststundenkonto steht zu Ende des Jahres bei gut 1000 Stunden
Aber wie gesagt, man will ja nicht meckern, andere Länder müssen mit 10 Tagen im Jahr auskommen also ...ppsssssttttt
LG
Sandra
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maran-08 wrote:
Und Deutschland hat in Sachen Wirtschaft in der Welt einen Spitzenplatz....nach China und USA
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Hallo an Alle,
so einfach pauschal kann man nicht 30 Tage Urlaub sagen.
Ich arbeite in der Personalabrechnung und bei den Tariverträgen schwankt es je nach Gebiet zwischen 25 und 30 Tagen. Ich selbst habe 28 Tage. Es gibt aber auch Firmen die " nur "den gesetzlichen Mindestanspruch ( 24 Tage bei eine 5 Tagewoche )an Urlaub gewähren.
Der Urlaubsanspruch richtet sich natürlich noch nach der Arbeitszeit und dann gibt es noch den zusätzlichen Behindertenurlaub mit dem der normale Angestellte / Arbeiter
auf max. 35 Tage kommt.
Ich bin der Meinung das ich soviel für die Firma leiste, das ich mir meine 28 Tage Urlaub verdient habe. Natürlich würde ich auch 30 Tage nehmen, keine Frage.
Aber wer uns Arbeitnehmern jetzt noch an den Urlaub will, nur um wiedermal eine Gewinnmaximierung heraus zu holen ist für mich eindeutig ******* und beweist wiedermal deutlich wie hierzulande Arbeitnehmer geschätzt werden.
So langsam aber sicher sollten sich diese Herrschaften mal richtig schämen, das M...l halten und Ihre Arbeit tun.
Nichts für ungut, aber langsam stinkst im Land. -
Im Vergleich zur Welt haben wir sicher zu viel Urlaub, in meinem eigenen Leben möchte ich aber auf keinen einzigen Tag davon verzichten. Ich als Krankenschwester bekomme " sogar " noch Zusatzurlaub für geleistete Nachtdienststunden. Das staffelt sich in der Anzahl von Stunden.
Ab 350 Stunden gibt es 1 Tag, ab 450 Std. 2 Tage, ab 550 Std. 3 und ab 650 Std. gibt es 4 Tage zusätzlich dann ist aber Schluß. Eine Regelung die ich begrüße denn Schichtarbeit zehrt am Körper mich ärgert es aber das nach 650 Std. Schluß ist. Mein Nachtdienststundenkonto steht zu Ende des Jahres bei gut 1000 Stunden
Aber wie gesagt, man will ja nicht meckern, andere Länder müssen mit 10 Tagen im Jahr auskommen und ich habe insgesamt 35 Tage also ...ppsssssttttt
LG
Sandra
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Modiho wrote:
Nichts für ungut, aber langsam stinkst im Land.Finde ich auch, aber außer zu einer sinnfreien "Loveparade" zu latschen kann man die Massen hier in diesem Lande zu nichts mobilisieren

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Andere Länder interessieren mich überhaupt nicht. Ich wohne in Deutschland 
Was sollen da immer die Negativvergleiche mit anderen Ländern.
Dann kann ich mal kurz das Thema Rente ansprechen. Schweiz hat hier ein sehr gutes Modell, aber bei uns in Deutschland haben wir zum Teil sooo affektierte Politiker /innen und Unternehmer / innen die aus Geltungdrang und Machtgier immer
wieder daran gehen das Rad neu zu erfinden und das gilt jetzt nicht nur für Rente
echt lausig. Da kommt noch was auf uns zu, Mahlzeit
Nichts für ungut -
Ich hab die Wirtschafts- bzw. Bankenkrise nicht (mit-)verursacht, und seh deshalb nicht ein, warum ich auf einen Teil meines Urlaubsanspruches verzichten soll, um die Konjunktur anzukurbeln.
Das ist ein frommer Wunsch von Wirtschaftsvertretern. Wer ist eigentlich"Die Wirtschaft"?! Sind das die, die die Produktion nach Asien auslagern und das erwirtschaftete Geld dann in der Karibik parken?! Und ausgerechnet die wollen dann, dass wir auf unsere Urlaube in Asien und in der Karibik verzichten?!
Nach USA brauchen wir übrigens mmg. nach nicht schielen. Die USA sind doch nur ein Entwicklungsland (Arbeitslosigkeit, Analphabetismus, Obdachlosigkeit, mieses Sozialsystem,...) mit tollem Marketing.
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chriwi wrote:
Ich hab die Wirtschafts- bzw. Bankenkrise nicht (mit-)verursacht, und seh deshalb nicht ein, warum ich auf einen Teil meines Urlaubsanspruches verzichten soll, um die Konjunktur anzukurbeln.UndUrlaubsverzichtkurbelt nicht die Wirtschaft an, sondern eher das Gegenteil ist der Effekt.
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Ein guter Freund von mir ist Arzt, Gemeinschaftspraxis mit weiteren drei Kollegen. Alle vier Ärzte gönnen sich pro Quartal mindestens 2 Wochen Urlaub, Grund ist u. a. die Medikamentenbudgetierung. Ist das Budget ausgeschöpft, sie müssen aber weiterhin Medikamente verschreiben, arbeiten sie und zahlen drauf. Da ist Urlaub machen billiger und schöner.
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Bungalow2008 wrote:
...nach China und USADas weiß ich im Moment nicht, kann aber sein. Das betrifft dann aber sicherlich nur die Wirtschaftslage der Unternehmen, wenn es denn so ist.
Die Gesamt-Wirtschaftslage der Staaten einschließlich der sozialen Situation ist aber sicherlich schlechter als in Deutschland. Nicht selten findet man in den USA noch arbeitende Senioren oberhalb von 70 Jahren, und nicht etwa, weil es ihnen Spaß macht, sondern weil die soziale Absicherung dort katastrophal ist im Vergleich zu Deutschland.
Man kann die Frage stellen, ob sich ein Staat wie Deutschland diese soziale Absicherung künftig noch leisten kann, aber noch wird sie bezahlt. Und in den USA ist man weit davon entfernt, gleiche soziale Leistungen bezahlen zu können.