Haben die Deutschen zu viel Urlaub?
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Ich sehe es auch so wie Chriwi. In diesem Zusammenhang frage ich mich auch, wer ist eigentlich "die Wirtschaft". Was ist mit der Tourismus"wirtschaft"?

Ich komme gerade aus einem anderen Thread. Die Gefahr dass man vom hundersten ins Tausendste kommt, könnte auch hier passieren.

Urlaubs
-gepäck
-kleidung
-versicherungReisebüro
Reiseunternehmen
Hotels/ Pensionen
Geschäfte mit den Städtereisen ganz allgemein
Szeneparks
usw ...
Viele profitieren resp. machen ihre Geschäfte mit den Urlaubern.
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Sachdienlicher was den wirtschaftlichen Aufschwung betrifft wäre ein Aufruf, den Urlaub vermehrt im eigenen Land (oder zumind. innerhalb der EU) zu verbringen.
Aber auch dieser Appell würde bei mir beim einen Ohr rein und beim anderen wieder raus gehen, und sicher nicht deshalb weil dazwischen nichts ist, was ihn aufhalten könnte.
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@ Brigitte
Frage lautet:
Haben die Deutschen zu viel Urlaub ??
In bestimmten Bereichen haben Menschen mehr Urlaub als der Standard, aber das wir zuviel Urlaub haben würde ich verneinen.Urlaub sollte reichlich gewährt werden, weil der Akku (Arbeitskraft) wieder neu aufgeladen werden kann.
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chriwi schrieb: ... den Urlaub vermehrt im eigenen Land (oder zumind. innerhalb der EU) zu verbringen
Das wird zum Teil dadurch ausgeglichen, dass ja auch ausländische Touristen nach Deutschland reisen.
In vielen Staaten steht bei vielen Leuten Deutschland auf der Liste der "Muss"-Reiseziele.
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Mein Mann Arbeitet in Vollzeit (45 Stunden pro Woche) und hat pro Jahr 20 Tage Urlaub. Das ist auf jedenfall zu wenig, vorallem weil er eine Körperlich sehr schwere Arbeit hat.
fg sidekumköyfan
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@marcel
Unterschied ist klar Arbeitnehmer/Arbeitgeber jeder stöhnt und möchte mehr haben.
Als Frührentner ist es bei mir genau umgekehrt:
viel Freizeit (Urlaub) nur das Geld ist nicht ausreichend da um all meine "Urlaubsträume" zu verwirklichen
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Mal ein ganz anderer Aspekt: Zu den Berfufstätigen gehören ja auch viele Arbeitnehmer mit Kindern. Wenn die alle nur noch 4 Wochen Urlaubsanspruch hätten, gäbe es riesige Probleme bei der Kinderbetreuung. Es sind immerhin 6 Wochen Sommerferien, dazu die Oster- Weihnachts- und Herbstferien abzudecken. Es müssten noch mehr Betreuungseinrichtungen geschaffen werden, die auch finanziert werden müssten. Ebenso würde es nochmehr Schwierigkeiten geben, mit Kollegen die Urlaubstermine abzusprechen, da man bei nur noch 4 Wochen nicht mehr so flexibel wäre.
Grund für die Überlegungen ist ja angeblich, dass die vollen Auftragsbücher nicht abgearbeitet werden können, weil Personal fehlt. Warum stellt man dann keine Leute ein? Es gibt Arbeitslose, die sich über einen neuen Job freuen würden. -
Fakt ist doch: Wir sollen nicht auf den Urlaub verzichten damit die Wrtschaft wieder Aufschwung bekommt, sondern weildie Wirtschaft wieder Aufschwung bekommt und daher im Moment alle Fachkräfte gebraucht werden.
Liebe Volksvertreter: Wäre es vielleicht auch eine Alternative Personal einzustellen? Ach nein, das müsste ja das Unternehmen bezahlen. Mit Urlaubskürzung geht natürlich wieder alles auf Kosten der Arbeiter.
In Zeiten der Krise mussten die Beschäftigten die Milliarden für Unternehmen und Banken in Form von Sparpaketen finanzieren. Jetzt sollen wir also auch noch für den Aufschwung bezahlen? -
@ Reiselady,
das ist ja das perfide an dieser Forderung. Gewinnmaximierung.
Mit den bestehenden Personal die Mehrarbeit zu leisten ( ist ja nichts neues, siehe Überstundenstatistik ) und eben keine neuen Arbeitsplätze zu schaffen.
Neue sozalversicherungspflichtige, wohlgemerkt.
Unsere Unternehmenslandschaft, Politiker eingeschlossen ist zum Teil so verlogen ( oder verschlagen ) das muß doch mal jemand merken. Die " Alten" sollen länger arbeiten, Junge braucht man dann ja keine einstellen und was kommt letztendlich dabei raus ? Das kann sich jeder selber denken. Fachkräftemangel
Ich glaub ich spinne, dann hätten sie mal in den vergangenen Jahren entsprechend ausgebildet und weitergebildet, aber nein, das Geld muß zum Aktionär oder in die eigene Tasche Richtung Schweiz und Liechtenstein ), was für ein verlogenes Gejammer. Und unsere Politiker oder sollte ich Lobbyisten sagen, keines Deut besser.
Nichts für ungut -
Ich könnt mich kringeln vor lachen. Ich kenne niemanden mit 30 Tagen Urlaubsanspruch im Jahr. Ich selbst hab 20 Tage aber dafür ne Menge Überstunden. Das ist doch auch Altersabhängig. Je älter ein Arbeitnehmer ist umso höher ist sein Urlaubsanspruch. Naja da müsst ich vielleicht bis 80 arbeiten um 30 Tage zu bekommen aber bei der Regierung ist alles möglich zum Beispiel auch die Rente mit 100. -
vossi wrote:
Ich könnt mich kringeln vor lachen. Ich kenne niemanden mit 30 Tagen Urlaubsanspruch im Jahr.Warum kringeln ? Schau mal hier, das ist ein Auszug aus dem BAT nach dem ich z.B. eingestellt bin :
Danach erhalten Beschäftigte bis zum 30. Lebensjahr 26 Arbeitstage, bis zum 40. Lebensjahr 29 Arbeitstage und ab dem 40. Lebensjahr 30 Arbeitstage.
Grundsätzlich habe ich als 29 Tage, ich bin 32, dazu kommen 4 Nachtdienststundentage und 1 Extratag wenn man 8 mal im Jahr die volle Schichtzulage erhalten hat. Sind insgesamt 34 Tage Urlaubsanspruch. Wäre ich Nichtraucher würde ich noch einen Tag mehr bekommen da das mein Arbeitgeber fördert. Bin ich aber nicht

LG
Sandra -
mabysc wrote:
Sandra78 wrote:
Im Vergleich zur Welt haben wir sicher zu viel Urlaub,Ich finde, dass man das als Gesamtpaket sehen sollte.
Wenn Du mal so eine Art "Lebensarbeitszeit" betrachten würdest, haben wir gar nicht mehr so viel Urlaub.
Ich sage nur Rente mit 67
Wie gesagt, was soll immer der Vergleich mit dem Rest der Welt

Hallo, wir leben in Deutschland, arbeiten jede Menge Überstunden und das noch für einen feuchten Händedruck und oder die Steuer, aufwachen, wir haben nicht zuviel Urlaub.
Nichts für ungut -
**Hammysund:
Liebe Volksvertreter: Wäre es vielleicht auch eine Alternative Personal einzustellen? Ach nein, das müsste ja das Unternehmen bezahlen. ** wrote:
Jetzt sollen wir also auch noch für den Aufschwung bezahlen?Viele Unternehmen würden im Moment sehr gerne bezahlen, Stellenmarktanzeigen gibt es soviel, wie lange nicht! Leider ist es trotz ca 3Mio Arbeitslosen nicht möglich, viele Stellen zu besetzen. Hat schon mal jemand dran gedacht, das außer Urlaub auch noch ca.10 Feiertage bezahlt werden?
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Vor allen die Argumentation ist schwachsinnig wegen des sich verschärfenden Fachkräftemangels zum Urlaubsverzicht der Arbeitnehmer aufzurufen.
Was nicht gesät wird, kann nicht geerntet werden... -
Arbeitgeber und Arbeitnehmer werden diese Dinge immer unterschiedlich sehen. Das ist logisch. Man sollte aber auch dran denken, dass die meisten ihren Job ernst nehmen und hart arbeiten. Wenn dann der Urlaub naht, ist man urlaubsreif und braucht die freien Tage zur Erholung. Und ein gut erholter Arbeitnehmer ist doch für eine Firma mehr wert als jemand, der sich mühsam durch den Arbeitstag schleppt und nicht seine volle Leistung erbringen kann.
Und ich bin nun erstmal weg, um meinem Arbeitgeber meine Arbeitskraft zur Verfügung zu stellen.

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Anscheinend bin ich einer der wenigen die mit 24 Tagen Urlaub pro Jahr auskommen müssen.
Sicher hätte ich gerne ein paar Tage mehr, aber die Welt dreht sich tatsächlich weiter wenn man nicht 30 Tage Urlaub zur Verfügung hat.Ich bin zufrieden, verdiene ein ordentliches Gehalt und auch sonst kann ich über meinen Arbeitgeber nicht meckern. Also warum sollte ich dann auf 30 Tage bestehen, die im übrigen ein freiwilliges Entgegenkommen der Arbeitgeber sind.
Soweit ich weiß sind gesetzlich 24 Tage Urlaub bei einer 6-Tage Woche (also 4 Wochen) vorgeschrieben.

