Verluste durch All inclusive auf Fuerteventura
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Habe das soeben im Wochenblatt der Kanaren online gelesen.
Soviel zum Für und Wieder des in anderen Treads dikutierten Themas.
Verluste durch All-inclusive:
Wenn den Urlaubern, die noch dazu in der Vielzahl all-inclusive-Gäste sind, das Geld nicht mehr so locker in der Tasche sitzt wie früher, dann kann man nicht viel machen. Ganz untätig bleiben sollte man aber auch nicht, scheint sich der Stadtrat von Pájara gedacht zu haben und arbeitet an einem Plan zur Ankurbelung des lokalen Geschäftssektors.
Fuerteventura - Durch gezielte Maßnahmen wie das Label „Touristische Qualität“ soll der Umsatz gesteigert und dem negativen Effekt des All-inclusive-Angebots entgegengewirkt werden.
Knapp 40% der Hotels in der Gemeinde Pájara, die das Urlaubsgebiet entlang des Strandes von Jandía von Costa Calma bis Morro Jable ein-schließt, sind All-inclusive-Anlagen. Aufgrund ihrer Bettenzahl machen sie fast 60% des gesamten Hotelbettenangebots der Gemeinde aus. Nach Schätzungen des Wirtschaftsamtes der Gemeinde gehen den lokalen Geschäftsleuten dadurch jährliche Einnahmen in Höhe von 11 Millionen Euro verloren.
„Wenn die Gäste, die heute all-inclusive buchen, nur Halbpension buchen würden, könnten wir mit zusätzlichen täglichen Ausgaben am Zielort von rund 30.000 Euro rechnen, was sich am Jahresende auf über 11 Millionen Euro belaufen würde“, heißt es im städtischen Handelsreport.
Besonders vom All-inclusive-Angebot betroffen ist das Gebiet von Solana Matorral, wo 50% der Hotels (68% der gesamten Bettenzahl) all-inclusive sind. Dabei bietet die gleichnamige Einkaufsmeile unzählige Bars, Cafés, Restaurants, Discos, Boutiquen, Bazars, Supermärkte, etc.
Den negativen Auswirkungen des All-inclusive werden viele Geschäftsschließungen zugeschrieben. In Morro Jable sollen aufgrund ausbleibender Kundschaft 42 Geschäfte (20%) geschlossen worden sein. Besonders betroffen ist das Gastronomiegewerbe. In Solana Matorral haben weitere 15 Geschäfte ihre Türen geschlossen.Was meint Ihr User dazu?
dieganzewelt
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Also ich meine dazu
! 1 Woche H10 Tindaya im Januar mit AI! und das ganze ohne schlechtes Gewissen. In Deutschland muß auch ich mich dem Markt stellen und ob ich das immer wieder schaffe oder nicht ist einzig mein Problem. Sorry, aber das ist meine ehrliche Meinung. LG Marcel -
Ich denke, AI kann man nicht so einfach regulieren. Wenn das in Fuerte tlw. gemacht wird, wird sich die AI-Gemeinde von dem Urlaubsziel eher abwenden. Und andere Urlauber werden diesen Urlaubsverlust in dem schönem Fuerte nicht ausgleichen.
AI ist halt (ob man es gut oder schlecht findet) modern und wird in fast allen Urlaubsdestinationen der Welt immer beliebter.
Hab vor längerer Zeit mal im GC-Forum was zu AI geschrieben. Grundsätzlich gilt das noch immer. Wir (meine Frau und ich) wären vor einigen Jahren nie auf die Idee gekommen AI-Urlaub zu machen. Aber dann haben wir Kinder bekommen und zum ersten Mal AI-Urlaub auf (ich glaube Kreta) gemacht. War und ist für uns als Familie perfekt. Allerdings sieht bei uns der AI-Urlaub so aus, dass wir trotzdem viel außerhalb der AI-Anlage unternehmen und auch häufiger außwärts essen und trinken. Beispiel: Waren über Ostern 2010 für 13 Tage AI auf Fuerte (Iberostar Furteventura Gaviotas Park) und haben allein in Moro Jable 4 mal Abends sehr lecker außerhalb der AI-Anlage gegessen.
Ich denke, wenn man außer dem AI im Hotel auch die Restaurants und Lokale in Anspruch nimmt, hat man einen viel abwechslungsreicheren und schöneren Urlaub. Und hifft dabei auch noch der lokalen Gastwirtschaft.
Nur AI ist langweilig. Eine gesunde Kombination zwischen AI und Nutzung der lokalen Angebote ist bestimmt besser als AI zu verteufeln. -
Für den Urlauber ist AI von Vorteil weil er kein Geld im Hotel oder in der Hotelanlage benötigt. Ist die Hotelanlage weit auserhalb von Ortschaften, also in der Prärie ist AI angebracht.
Hotelanlagen und Hotels mit AI, die in oder an nahen Ortschaften liegen haben durch Ihr AI den Umsatz in den einzelnen Regionen schon drastisch reduziert.
Nicht nur der Umsatz in den Ortschaften wure reduziert sondern auch der Kontakt zur Bevölkerung vor Ort wird eingeschränkt.
AI- Urlauber bleiben zu ca.70% abends im Hotel und gehen nicht in Restaurants Gaststätten oder Pubs.Beim Shopping sieht es fast ähnlich aus.
Geschäftsbetreiber die für die Saison in Touristengebieten ein Geschäft eröffnet haben, müssen mit Einahmeneinbußen vermehrt rechnen und aufgrund von mangelnden Umsatz sind Sie in der nächsten Saison nicht mehr vorhanden.
Mietausfälle etc. sind dann Standard, man findet immer mehr leerstehende Geschäfte, die Infrastruktur eines Ortes kann durch AI schon eingeschränkt werden. -
Natürlich müssen manche hart kalkulieren um überhaupt Urlaub machen zu können.
Durch das Angebot von Büffets brauch ich Mittags außer einer Banane oder einen Apfel und Nachmittags eine Tasse Kaffee, nichts. Ab 17:30 gibts ja schon wieder Abendessen. Die Getränke, die wir konsumieren sind da auch noch locker drin. Vor allem beschweren sich dann wieder viele, daß man als Al Inklusiv Gast 2.Wahl ist. Und der hick hack: wann beginnt im Hotel wirklich All in
und wie lange? Bis 24:00? Dann wieder das Ärgernis, daß die Bar schon um 23:00 wegen gähnenter Leere schloss und die All in Leistung (eigentlich bis 24:00) ist Pfutsch
. Dann die Beschwerden:
in der Lobby-Bar gilt das All in nicht, usw.
Ich finde, daß sich jedes Hotel qualitätsmäßig verschlechtert, und außerdem das Niveau des Publikums sinkt. wenn es auf All In umdisboniert.
Ich kenne einige Hotels auf Fuerteventura, die mit diesem Konzept ganz schön abgesackt sind.
Namentlich genannt das H 10 Playa Esmeralda (jetzt auch wieder mit HP buchbar und wieder bessere Bewertungen), das Costa Calma Beach, das Fuerteventura Playa (ehemals ein wunderbares RIU), alle zur Zeit, als nur HP angeboten wurde, sehr gute 4 * Hotels und jetzt tümpeln sie bei 3 1/2 und das Publikum wird immer niveauloser, was nicht heißen soll, daß Gäste, die All in buchen, niveaulos sind. Aber diese Form von Rund-um Verköstigung/ + Getränke zieht eben auch ein Klientel an,
daß besser in ein 3 * Hotel paßt. Bitte nicht mißverstehen.
Überlassen wir das All In den Clubs, wie Robinson, Magic Life und Aldiana, die verlangen dafür einen entsprechenden Preis und werden auch von dementsprechenden Publikum gebucht.
Fuerteventura sollte wieder exclusiver werden, vor allem in Jandia und der Costa Calma. Billigtourismus gibt es genug in Caleta de Fuste und Corralejo. Angefangen hatte man ja in Hotels wo die Lage nicht so gut war um genug Gäste ranzubekommen, aber vom Niveau her haben viele dann nachgelassen, wie man beim
Fuerteventura Playa gut sehen konnte. -
Sehe das ganze hier eher wie Gastwirt und freue mich auf nächste Jahr Playa Gaviotas mit AI.
Zum Thema Klientel kann ich nur sagen Schubladendenken, ein gewisses Klientel kann ich mit AI auf Malle oder Ibiza in gewissen Orten antreffen oder sonstigen Feierhochburgen. Nur der feine Unterschied ist, dies weiss man voher. Ansonsten ist es heut zu Tage einfach totaler Bulllshit das HP Gäste andere Gäste sind als AI. Jemand der sich zu nicht AI Zeiten kein 4 Sterne Hotel leisten konnte, wird es heut zu Tage noch viel weniger können.
Und wem es doch stören sollte, kann sich doch ein 4 o. 5 Sternebunker mit HP buchen und muss sich dann keine Gedanken um ein gewisses Klientel machen!!!
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Mensch Marcel, was hab ich da wieder angerichtet.

Ich wollte niemandem zu nahe treten.
Ich habe ja gesagt:
und das Publikum wird immer niveauloser, was nicht heißen soll, daß Gäste, die All in buchen, niveaulos sind. Aber diese Form von Rund-um Verköstigung/ + Getränke zieht eben auch ein Klientel an, daß besser in ein 3 * Hotel paßt. Bitte nicht mißverstehen.
@sasdu,
meine Erfahrung geht leider dahin: 4 - 5 * Service und Verpflegung erwarten
und 3* bezahlen wollen und 24 Stunden rund um die Uhr verpflegt werden möchte. Dem die Cocktails zu dünn sind und und und. Das ist ein haushoher Unterschied. Das habe ich gemeint bei niveauloses Klientel.
Der Gast, der All inclusiv bucht, hat entweder Familie oder sucht sich von Haus aus ein gutes 4 * Hotel, weil er eben ein Rundum-Paket haben möchte und nicht in erster Linie auf möglichst billig schaut.Genau so mache ich es, buche ein Hotel, daß HP bietet und gute 4 * und natürlich das Preis-Leistungsverhältnis stimmt.
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AI ist Pastikurlaub in Monokultur. Wer ein derartiges Angebot braucht soll es -genau wie die tägliche Bildzeitung- auch bekommen. Zunehmende AI-Angebote sollten die örtlichen Geschäftsleute anspornen, ihr Angebot qualitativ zu verbessern. Dieses hätte möglicherweise dann auch zur Folge, dass 1 Euroshops und zweifelhafte Billigelektronikläden z.B. in der Shoppingmeile von Jandia verschwinden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Fuerte zur Ramschurlaubsinsel verkommt.
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@dieganzewelt, aus der Sicht betrachtet passt das dann schon, aber diese Nörgler gibt es leider auch überall
denen kann man es einfach nicht recht machen
letztendlich entscheidet ja jeder selber was er für sein Geld bucht und dann auch bekommt, wer meint er kann 4 Sterne AI fü wenig Geld buchen, sollte sich nicht wundern wenn man ihm seinen A..... nicht hinterher trägt 
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@querenburg,
so pauschal und krass kann man das nicht darstellen. Das mit Jandia und der Shoppingmeile stimmt schon, aber hier geht es um Angebot und Nachfrage.
Und die Inder, die dort die Läden betreiben, halten sich ja auch nicht an die Ladenschlußzeiten, irgendwann ist auch hier Schluß mit lustig und Ramsch.
Ich und meinesgleichen betreten diese Läden einfach nicht. Deshalb ist das Quatsch,
das die Gefahr besteht, die Insel verkommt zur Ramsch-Urlaubsinsel. Die ansässigen Spanier haben sicher schon gemerkt, daß diese Art von Angebot nicht gut für sie ist.
Warte ab, da ändert sich noch was. Diese Art von Kommerz ist für Keinen gut.
Irgendwann, hoffentlich bald besinnen sich die Bewohner, welch einzigartiges
Potenzial vor allem Fuerteventura, Lanzarote, La Palma und La Gomera besitzt und das
dies für die nächsten Generationen erhalten werden muß. -
Es gibt ja nicht bloß die "fress&und saufwütigen"
Für mich ist es einfach nur Bequemlichkeit, AI zu buchen. Tue ich aber nur dann, wenn ich ausser relaxen ein paar Tage nichts anderes machen will. Wir buchen bei anderen reisen auch durchaus mal Ü/F. Halbpension eigentlich schon lange nicht mehr. Aber zum Glück steht es ja jedem frei, zu buchen, was er möchte. Meine Tochter hat im übrigen in einem Resort auf Fuerte eine zeitlang als Praktikantin gedient. Dort gab es kein AI, aber Villen mit eigenem Pool... 
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Also, zunächst einmal ist der "online Artikel" der hier von der T:E zitiert wird
über zwei Jahre alt. Er datiert vom 27.4.2008!
Nicht gerade ein aktueller Gesprächsstoff-
Die Kanaren kämpfen nun seit über drei Jahren mit rückläufigen Besucherzahlen aus Deutschland. In diesem Jahr siehts mal wieder etwas besser aus. Und mit rückläufig meine ich Werte von bis zu 12 % weniger.(Aus D)
In der Zwischenzeit etablieren sich, wenn wir von Fuerte reden -durchaus auch hochwertigere Läden. Ja und auch Cafes, Restaurants werden sich eben was einfallen lassen müssen.
Die AI Kultur insgesamt wird auch auf Fuerte nicht aufzuhalten sein. Waren es doch gerade die Reiseveranstalter, die den Hoteliers auf Malle und den Kanaren ins Gebetbuch geschrieben haben: Macht mehr AI- sie haben weiter gezögert und dafür die Quittung bekommen. Der Kunde will es---
Jetzt HP wieder zu glorifizieren, das erinnert stark an ähnliche Versuche, die auch in der Türkei nicht unbekannt sind. Da gabs vor einiger Zeit sogar eine echte Aktionsgemeinschaft "Pro HP" .Aber auch da verhallten die Rufe ungehört. Man würde sich damit den Markt kaputt machen.
Und nochmal OT zu den Kanaren:
Die Verantwortlichen in den Gemeinden habe nicht viel begriffen von der schwierigen Lage: Die Preise auf Fuerte für z.B. 2 Liegestühle und 1 Schirm drastisch zu erhöhen, nämlich von neun auf zwölf Euro, wenn es dabei bleibt- das macht Gäste nicht glücklicher. Das ist schon heftig...Also -- immer noch nichts dazu gelernt! Zumindest nicht viel. -
@dieganzewelt
Mag schon schon sein, dass mein Beitrag die Situation etwas krass darstellt. Trotzdem sind die Konsequenzen der zunehmenden AI-Angebote auf Fuerte sichtbar. Schliesst ein Geschäft, entstehen an gleicher Stelle nicht selten Ramschläden. Insofern sehe ich durch steigende AI-Angebote schon die Gefahr, dass die Insel zur Ramsch-Urlaubsinsel verkommt (was ich der Insel und ihren Bewohnern natürlich nicht wünsche). -
@Wolfgang
-es wird aber auf Dauer gar nicht anders gehen---nirgendwo in den touristischen Zielgebieten. Mehr AI und damit weniger "Infrastruktur"
-- soll heissen- Kneipen, Restaurants sterben, etc.Das ist nicht mehr aufzuhalten.
Familien wollen klare Kalkulationen und nicht nur die...Und genau das bietet eben AI...Der Reisende will es --und - wie bereits beschrieben: Die Hotels auf den Kanaren und auf Malle haben die Quittung dafür schon bekommen, dass sie das nicht beachtet haben..
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Nicht nur auf Fuerteventura. Auch auf Lanzarote. Bin oft in meinem Lieblingsclub, Albatros, Club Alltoura. Dann mit meiner Frau vor Jahren auch nebenan im Occidental Costa Teguise Playa. Damals HP, sehr gutes Essen (kostete auch 1000 € mehr für 2 Wo. als der Albatros mit AI). Heute AI und die Bewertungen fast alle schlecht.
Schaute im letzten Jahr rein, Essenbuffet, überhaupt kein Vergleich zu vorher.
Hatte mal irgendwo vor Jahren gelesen, daß sich auch Leute gedanken machten, wie man die AI Gäste in die einheimischen Lokale locken könnte. Gutscheine, irgendwie mit den AI Anlagen kombinieren. Nichts wieder davon gehört, weiß auch nicht wie das funktionieren könnte.
Gruß
Siegi -
Es gibt nur 2 Möglichkeiten. Entweder man befolgt die Direktiven, die Reiseveranstalter durchaus einseitig ihren Partnern vorgeben und begibt sich in die totale Abhängigkeit der weissen Industrie. Mit den Folgen, dass Urlaubs-landschaften entstehen, die für viele ein Graus sind. Letztlich geht es immer um Massen-Tourismus und deren Folgen. Nach einer gewissen Zeit zieht die Karawane weiter und zurück bleibt die Insel mit allen offensichtlichen Beschädigungen.
Oder man definiert einen eigenen Weg. Vermarktet sein Hotel, seine Landschaft und seine Insel nach eigenen Vorstellungen. Dass dies nicht der einfachere Weg ist, liegt auf der Hand. So bauen Hoteliers auf Fuerteventura derzeit einen eigenen Vertriebsweg auf.
Wünsche ihnen jedenfalls viel Erfolg, damit das erwirtschaftete Geld möglichst auf der Insel bleibt und mittelfristig zu nachhaltigem Wohlstand führt.
Gruß privacy
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@Günter/HolidayCheck
Ist mir schon klar, dass viele Familien (gerade in wirtschaftlich schwachen Zeiten) klare Kalkulationen auch im Urlaub wollen/brauchen. Ich bleibe trotzdem dabei. AI steht für Plastikurlaub, Monokultur und ist nicht selten qualitativ schlecht. Ich glaube auch nicht, dass der AI-Urlauber wirklich Geld spart, sondern sich vielmehr selbst etwas in die Tasche lügt. Früher oder später wird das jeder Urlauber erkennen. Aber sollte sich Fuerte weiter in Richtung AI-Kultur und 1 Euro-Shops bewegen, suche ich mir halt ein anderes (AI-freies) Urlaubsziel. Wie man diese Richtung verändern kann, vermag ich an dieser Stelle nicht in drei Sätzen darzulegen. Sicherlich ist der Insel eine Umkehr zu gönnen.
Ganz unrecht hast du allerdings nicht! LG Marcel