Schwere Hai-Attacken in Sharm el Sheik/Ägypten
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Ich bin mal so frei, auch wenn ich nicht Coraya bin, und gebe sozusagen meinen Senf dazu
Vielleicht ist ja was Informatives bei meinem Geschreibsel dabei.Geht man davon aus, dass die Angriffe von einem Weißspitzen Hochseehai bzw Longimanus ausgingen, muss man dazu sagen, dass diese Haiart weithin als frech, neugierig und, in weiterer Folge, manchmal auch aggressiv bekannt ist. Ich habe sie als wunderschöne Tiere kennengelernt, sie können allerdings lästig sein, in ihrer Neugierde und ihrem Verhalten alles zu umkreisen und zu inspizieren.
Als Taucher ist man bei Haien, auch beim Longimanus im Vorteil der ruhigen Bewegung, der Tatsache kein "Objekt an der Oberfläche" zu sein und die Tatsache, dass man über den Atemregler Luftblasen ausstößt.
Es ist nicht ihr Instinkt jemanden zu attackieren, weder durch fehlerhafte Identifizierung noch durch protektives Verhalten ihren Kindern gegenüber.
Allerdings sind sie eben sehr neugierig und interessieren sich u.a. auch für Treibgut an der Oberfläche etc. UND reagieren nervös auf Zappeln oder schnelle Bewegung. Das führt dann auch zu der Tatsache, dass Schnorchler um sie herum, evtl. auch mit Kameras bewaffnet um sie zu fotografieren, aggressives Verhalten im Sinne von (aus Sicht des Hais) Selbstschutz hervorrufen können.
Es ist sehr ungewöhnlich, dass ein Hochseehai so nahe an die Küste kommt und dort verweilt.
Ich kann da keine Expertenmeinung abgeben, die eine Erklärung die abgegeben wurde lautete auf Überfischung des Roten Meeres und Futtersuche in Küstennäheren Regionen, die andere betraf das Über-Bord-Werfen von Schafskadavern irgendwo vor der Straße von Tiran.
Außerdem beruft man sich auf das (zurecht verbotene) Füttern jeglicher Meerestiere. Was mich hier jedoch wundert, ist, dass dies ja wie man weiß, obwohl untersagt, bei manchen Betreibern von Schnorchel/Tauchbooten und auch an Hotels Gang und Gäbe ist, und trotzdem passiert erst jetzt diese Kette von Haiunfällen?
Außerdem wäre interessant zu wissen, ob der Hai, wenn wie berichtet mehrere Extremitäten "abgebissen" wurden, dies in einem Biss geschehen konnte oder er mehrfach zubiss (siehe "Probebiss"?).
Und wieviele andere Badegäste sich im Umkreis befanden, ob sie etwas mitbekamen etc.Ich bin jedenfalls gespannt auf die weiteren Berichterstattungen, und auch darauf Sharm im Jänner und Februar, mit oder ohne Hai, wiederzuhaben.
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Hai-Attacken in der Na´ama Bay
Leider ein leidiges Thema, aber nicht vermeidbar. Durch Überfischung im Roten Meer durch die Anrainer, das Entsorgen von Schafskadavern ins Rote Meer, der Nahrungsmangel der Meeresbewohner und das Eingreifen der Natur rechtfertigen das Verhalten der Tiere. Es ist reiner Instinkt.
Darum sollte jeder Badeurlauber auf die Sicherheit seiner Person und die der anderen Gäste immer bedacht sein. Erhöhte Vorsicht und ein öfterer Blick auf die Wasseroberfläche sind hilfreich.
Aber wenn Badegäste abgesperrte Kleinriffe am Strand trotz Absperrung betreten und zerstören, kein Respekt vor der Natur haben, müssen sie sich nicht wundern, das sie mal eine Retourkutsche erhalten.
Bedenken wir, wir sind auch nur Gäste, und nicht das Höchste der Schöpfung. Respektieren wir nicht die Natur, wird sie uns zum Verhängnis! -
Neuste Nachricht,
05. Dezember 2010, 18:55 Hai tötet deutsche Urlauberin in ÄgyptenEin Hai hat eine deutsche Urlauberin am Strand der ägyptischen Touristenhochburg Scharm al-Scheich angegriffen und getötet. Das Tier riss der 70-Jährigen am Sonntag im Roten Meer den rechten Arm und ein Bein ab.Und ich habe mich schon so auf das Schnorcheln auf unserer roten Meer Kreuzfahrt gefreut.(Start am Donnerstag)
Werner -
Die Haie gab es dort schon immer und die Unvernunft einiger Urlauber oder Guides (die Tiere anfüttern zu wollen) auch. Du kannst es doch jetzt nicht verallgemeinern und darauf hin nicht mehr im roten Meer schnorcheln/schwimmen.
Es wir wohl Bereiche geben die jetzt gesperrt sind, aber auch solche Regionen in denen die Urlauber weiterhin ins Meer gehen können.
LG
Bine -
Rudi1 wrote:
Warum hört man in deutschen Medien nichts davon?
Sitze schon den ganzen Abend vorm Fernseher und nichts wird berichtet.
Aber Spiegel und ORF machen ein Drama daraus??
HmHallo,
in den deutschen Medien wird sehrwohl darüber berichtet.
RTL 2 hats gestern sogar mit Bildern in den 20.00 Nachrichten gebracht und im Radio kam alle szunde etwas. -
drea85 wrote:
Ich muss auch sagen, ich bin leicht verunsichert. Wir haben für Anfang Januar eine Reise nach Sharm el Sheik gebucht und ich habe mich sehr auf das Baden im Meer gefreut.
Weiß jemand von euch welche Maßnahmen konkret vor Ort jetzt ergriffen werden?
Wie steht es mit der Aufklärung der Hotelgäste über die Vorfälle? Wird das "totgeschwiegen" oder verharmlost? Oder gibt es schon ein konkretes Badeverbot?
Es wäre echt schön, wenn jemand mal die tatsächliche Lage schildern könnte.
Schon mal Danke
Ich bin seit 1 Woche in Sharm und muss sagen, das hier totale Panik herrscht. Die ersten Angriffe waren in der Naehe von der Sharks Bay. Der Angriff von gestern, wie bekannt ist, war in Naama Bay am Hayatt Hotel. Alle Tauch und Schnorchelausfluege wurden gestrichen und der Strandabschnitt von Sonesta Beach ist gesperrt. Trotzdem sind immer wieder Menschen im Wasser. Zwar nicht weit aber immerhin haben sie keine Bedenken, das Badeverbot nicht zu respektieren. Am Strand vom S.B. gibt es Security, die sofort pfeiffen, wenn eine Person meint, sie muesse unbedingt im Meer schwimmen. Der restliche Strandabschnitt in Richtung Naama Bay ist unbewacht. Die meisten Gaeste halten sich aber an das Badeverbot. In den Hotels gibt es Informationen von den Reiseveranstaltern in verschiedenen Sprachen ueber die derzeitige Situation. Fuer Taucher ist es natuerlich sehr schlimm, wenn ich aber nur schwimmen will, kann ich das Gott sei Dank auch im Pool.
Ich wuensche allen Menschen, die bald ihren Urlaub hier verbringen, eine schoene Zeit. -
Endlich mal ein klasse Beitrag!
@einige Andere,Wissende,Unwissende,Riffdachtrampler etc.
Verliert neben den ach so bösen Haifischlein(wer sagt eigentlich,dass für die Attacken ein Einzelner verantwortlich ist *denk) nicht die Steinfische,Drachenköpfe,Feuerfische und all das Andere hochgiftige Getier aus den Augen

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Ägypten: Die Haie schlagen zu
.........Sie sagt, das Problem sei, dass sich vor allem russische Touristen gerne mit Haien fotografieren lassen. In letzter Zeit habe sich daher eingebürgert, dass Touristenunternehmen mit ihren Booten rausfahren und die begehrten Fotoobjekte mit toten Schafen anlocken. Anscheinend haben sich die Haie dadurch daran gewöhnt, in die Nähe der Strände zu kommen und stellen jetzt einen direkten Zusammenhang zwischen Mensch und Futter her. ....... Quelle und mehr -
Überflüssiges Zitat lt. Forenregeln entfernt ! Ein @ + Name reicht vollkommen aus, wenn man auf einen Beitrag auf der gleichen Seite antwortet !
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Eigentlich nicht. In Sharks Bay gibt es nicht mehr oder weniger Haie als an anderen Plätzen an der Küste.
Der "Sinai Diving Guide" und einige Einheimische sagen der Name ist auf die Tatsache zurückzuführen dass dort früher gefangene Fische , auch Haie, ausgeladen wurden.
Die Angriffe waren meinen Informationen nach auch nicht in Sharks Bay sondern nördlich davon, bei Ras Nasrani.
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Hallo,
mein Mann und ich fliegen morgen nach Marsa Alam, dort waren wir auch schon zu der Zeit als in der Gegend die französische Schnorchlerin angegriffen wurde. Dies war aber glaub ich eine ganz andere Geschichte als was jetzt in Sharm passiert ist. Jetzt habe ich ein richtiges mulmigens Gefühl, vor allen Dingen weil wir nur Schnorchler sind und die ja bekanntlich am gefährtesten sind. Marsa Alam ist zwar ein gutes Stück von Sharm entfernt, aber es ist eben das gleiche Meer. Dieses Jahr werden wir eben nicht am Aussenriff schnorcheln, sonder nur am Innenriff (wir haben das Glück das es in unserem Hotel eins gibt) und das natürlich, wie übrigends immer, vorsichtig.
Leider haben wir in den Jahren davor sehr oft erleben müssen wie gerade in der Gegend in Sharm die Touristen dort die Fische ohne Ende angefüttert haben, wenn wir sie darauf aufmerksam gemacht haben wurden wir meist noch dumm angemacht. Außerdem achten die Hotels dort nicht wirklich darauf das die Riffe nicht betreten werden dürfen. Ich habe gesehen wie Schnorchler hinter Fischen hergejagt sind, die als gefährlich gelten (auch wenn man es nicht glaubt, die gibt es auch direkt in der Nähe vom Strand) und diese so aufgescheucht haben, das ich lieber wieder ans Land ging.
In Mars alam haben wir erlebt, das dort doch viel mehr darauf geachtet wird, das die Fische nicht angefüttert werden oder das die Riffe nicht betreten werden dürfen. Hoffentlich bleibt dies auch dort so. Vieleicht mußte es einfach sein, das erst diese wirklich tragische Warnung von der Natur kam, um auch die letzten aufzuschrecken.Liebe Grüße, Sylvia
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Um 14 Uhr verkündet das CDWS (Chamber of Diving and Water Sports Egypt), wie nun weiter vorgegangen wird. Laut deren Bericht, hatten Touristen bei dem ersten Angriff gerade einen Hai mit Futter in der Hand angelockt, als dieser zubiss.
hier der ganze Bericht.
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es ist leider schon so ,dass sehr viele Russen in Ägypten bei Tauchgängen um`s Leben kommen ich mit einer Russin verheiratet weiss um die Risiko Bereitschaft dieser Urlauber,und das anfüttern ist ein alter Hut notfalls wird bei Ausflügen mit Dollars nach geholfen,darum mein Tipp achtet bei Buchungen von Ausflügen im Meer vorsichtshalber doch einmal darauf wer da alles im Boot sitzt.
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Ab Dienstag 7. Dezember, ist das Tauchen wieder gestattet. Dies gilt aber nur für CDWS Mitglieder und deren "Kunden". Für alle anderen gilt: Schnorchel- und Tauchverbot, keine Glasbodenboote erlaubt!
Hier die Mitteilung von 14.00 Uhr.
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Ahotep wrote:
Ab Dienstag 7. Dezember, ist das Tauchen wieder gestattet. Dies gilt aber nur für CDWS Mitglieder und deren "Kunden". Für alle anderen gilt: Schnorchel- und Tauchverbot, keine Glasbodenboote erlaubt!Hier die Mitteilung von 14.00 Uhr.
Dort steht "with the exception of glass bottom boat operations". Das heißt, Glasbodenbootstouren bilden eine Ausnahme und dürfen durchgeführt werden.

lg, Nicole
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Hast Recht Thalia
habe es gerade noch mal durchgelesen.Aber auch bei diesen Ausflügen wurden bisher extra Fische angelockt, damit die Touristen auch was sehen

Gruß Sabine
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**BusterX:
@ Sandro, nicht angeblich, die Schnorchlerin hat selbst gefüttert. Hühnchenschenkel vom Buffet in die Bikinihose um dann im Wasser zu füttern. Ein weiterer Hai kam von hinten und wollte eigentlich nur das Hühnerfleisch, was er schon wenige Minuten zuvor bekam und dabei wurde ihr in die Hüfte gebissen und sie ist verblutet. In dem Sinne eigentlich keine Haiattacke, sondern einfach nur ein unvorsichtiger Hai welcher nicht wusste was er anrichtet.** wrote:
Würde eher sagen, dass die Frau unvorsichtig war und nicht wusste, was sie da anrichtet... Bei einer solchen Dummheit kann man nur den Kopf schütteln, auch wenn man natürlich niemandem wünscht, dass er verletzt wird und ggf. sogar verblutet...
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Ich war erst vor 6 Wochen beim Schnorcheln in Sharm und muss sagen, ein echt mulmiges Gefühl im Nachhinein.
Was mir bei den Beiträgen nicht klar ist:
Der tödliche Angriff war laut Presse an der Naama Bay, andere Beiträge sprechen vom Hyatt Hotel. Dieses Hotel ist doch in Ras Nasrani und ein paar Kilometer von der Naama entfernt, oder täusche ich mich da?Ich muss mich leider einigen kritischen Usern anschließen, was das Verhalten der Touristen vor Ort anbelangt. In jedem meiner bislang 5 Urlauben am Roten Meer habe ich das unverantwortliche "Wüten" mitansehen müssen:
- Füttern der Fische
- Rumtrampeln auf den Riffdächern
- Abbrechen der Korallen
- Aufscheuchen und Jagen der Fische
- usw usw
Sollte der russischen Frau die Hand tatsächlich beim Füttern abgebissen worden sein, dann war es Herausforderung des Schicksals.
Bitter ist, wenn unschuldige, vernünftige Touristen die Folgen von oben genanntem Verhalten ausbaden müssen.Gruß Doris