Habt ihr Bedenken euren Urlaub in arabischen Ländern zu buchen?
-
Glückwunsch, aber was das jetzt mit Urlaub in arabischen Ländern zu tun?
-
Also ich denke einfach, dass man heutzutage niergends von 100%-iger Sicherheit sprechen kann. Sicher momentan liegt schon ein Hauptaugenmerk in den arabischen Ländern, zur Zeit speziell Tunesien. Denke aber auch in Ägypten könnte ähnliches passieren, wenn man die Medien verfolgt.
Wie aber Metrostar in seinem Beitrag recht angemerkt hat, wer hätte 2001 damit gerechnet, dass es in den USA (WTC) passiert. Oder aber auch der Anschlag in der U-Bahn von London, Madrid, etc.
Ende letzten Jahres gab es auch schließlich Terrorwarnungen in Deutschland. Sollten wir deswegen nciht mehr die großen Städte besuchen??Allein wg. der Unruhen in Tunesien aber von "Bedenken in arabischen Ländern", zu reden, halte ich für verkehrt.
-
Hallo,
nur weil es in Tunesien zu Unruhen gekommen ist sollte es nicht von einer Reise nach Marokko oder Ägypten abhalten. Marokko ist ein so verzauberndes Land, man muss einmal mindestens dort gewesen sein!
Man sollte jetzt nicht alle Länder im Norden Afrikas gleich stellen!Und mal so zum Vergleich, in Paris gibts auch manchmal Unruhen, aber dennoch reisen die Leute weiter dahin, das selbe ist mit Thailand!
-
Wie vergesslich diese Welt doch ist oder gibt es hier einen aktuellen Thread, der vor Reisen nach London warnt? Keiner kann sagen, ob da morgen nicht wieder mal Bomben in der U-Bahn oder unter einem Bandstand im Hyde-Park hochgehen. Wozu also der Hype über Tunesien, Nordafrika im allgemeinen oder streng islamistischen Ländern wie die Türkei
im besonderen? -
Unabhängig von der Definition "arabischer" und "islamistischer" Staaten und der Einschätzung/Bewertung deren Staatsformen sollte sich jeder Urlaubs-Boykotteur d ieser Länder im klaren darüber sein, was ein ausbleiben der Touristen in diesen Staaten bewirkt.
In den genannten Ländern Ägypten, Tunesien, Marrokko ist Tourismus mit an der Spitze der Wirtschaftsfaktoren. Ein ausbleiben der Touris sorgt für eine weitere Verarmung der Bevölkerung...und somit zu einer Stärkung extremistischer Bewegungen.
Selbstverständlich kann niemand zu einem Urlaub in einem dieser Staaten gezwungen werden...mögliche Konsequenzen, auch und gerade langfristig, sollten aber jedem bewußt sein.
Das Forum ist voll von unsinnigen und sinnfreien threads z,B, über das "veränderte Ägypten" nach den Anschlägen und den damit verbundenen damaligen Urlaubsboykotten. -
Wer allzu große Bedenken hat, sollte dann doch dem Tourismus im ständig und zunehmend verarmenden Hochsauerland unter die Arme greifen

Ansonsten auf den Punkt getroffen, Holginho
-
Am besten ist es die Webseite des Auswärtigen Amtes zu besuchen, wenn keine Reisewarnung besteht gibt es auch keinen Grund nicht dahin zureisen.
http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Startseite_node.html
Obwohl vielleicht eine Reiseversicherung zu empfehlen ist, wobei diese nicht greift wenn eine Reisewarnung herrausgeben wurde. -
Ich war Nov.2010 im Jemen . Vorher gab es ne Reisewarnung wegen der Pakatbomben .Einiges an Reisefreude hatte ja in den Jahren vorher auch schon durch Entführungen usw. dramatisch abgenommen . Ganz viele Menschen leben dort vom Tourismus und sind froh über jeden , der noch kommt . Z.Zt. reisen nur noch 25% von vor Jahren dorthin . Diesen Schwund hat dieses Land nicht verdient. Man muß trennen zwischen Radikalen und Leuten , die einfach nur leben wollen . Die werden doch genauso verheizt. Und wenn`s passiert , kann das überall sein - siehe heute Moskauer Flughafen.
-
In Cairo und anderen Städten fanden die angekündigten Demos statt, die Polizei soll Tränengas und Wasserwerfer eingesetzt haben. Zeit online
-
Das passiert auch in Deutschland, siehe Stuttgart 21. Warnt Ihr deshalb ausländische Freunde vor einem Deutschlandbesuch?
-
Ob man in Krisengebiete, Spannungsregionen oder wie man das immer nennen will fahren möchte oder nicht, muss man im Einzelfall abwägen. Die Lage in der Maghreb-Region kann sich täglich ändern. Generell bin ich kein ängstlicher Mensch, heuer wird's uns nach Rajastan und Myanmar verschlagen, auch nicht gerade Gebiete, die für ihre politische Stabilität berühmt sind.
In arabische oder muslimische Länder zieht's mich generell nicht besonders. hat aber nix mit Xenophobie zu tun, ich geh gerne in Wien auf einen Markt in einem türkisch dominierten Bezirk, trink meinen türkischen Tee, ess ein Baklava, geh in den Süpermarket. Aber ich geh dann auch gerne wieder nach Hause.
-
Ich habe keine Bedenken, wo-auch-immer meinen Urlaub zu verbringen, solange ich mich in dem jeweiligen Land frei bewegen kann, heißt z. B. - Touren / Besichtigungen ohne jedwede Einschränkungen sind möglich.
Ist dies auf Grund der politischen Situation nicht gegeben, warte ich gerne, bis es sich wieder ermöglichen lässt.
-
Meine Eltern haben für März 2 Wochen Nielkreuzfahrt und Hotels an den Pyramide und in Kairo gebucht und haben jetzt Angst zu fliegen weil es in TUNESIEN einen Volksaufstand gab. Was zur Hölle hat das mit Ägypten zu tun sagte ich Ihnen.
Verstehe ich nicht.Genau in die gleiche Kategorie fällt für mich ein Bekannter, der gestern berichtete das er sich momentan nicht nach Thailand trauen würde, weil er Angst hätte, das falls der König während seines Urlaubs verstirbt, es dort einen Bürgerkrieg geben könnte.
Leute, überall kann immer was passieren, sogar in Russland wie man sieht. Das man persönlich dranm glauben muss ist aber doch sehr unwahrscheinlich. Mit diese Arbeit fahren dürfen oder im HBF auf meinen Zug warten dürfen.
Das hat zwar jetzt nicht direkt mit den arabischen Staaten zu tun, aber ausserhalb eines Landes wo nicht gerade jetzt ein Volksaufstand tobt - wie in Tunesien - ist es nicht gefährlicher als bei uns.
-
Eine Prognose für März abzugeben ist nicht einfach. Allerdings waren die gestrigen Demonstrationen doch schon von einem anderem Kaliber. Und wer als Tourist gestern das ägypt. Museum besuchen wollte, wird wohl seine Probleme gehabt haben durchzukommen (wenn überhaupt).
Ich würde also sagen, weiter informieren und dann entscheiden. -
@düren:
öhem...hüstel...
Du warst vermutlich gestern zu sehr mit dem Schreiben einiger Beiträge beschäftigt
und/oder hattest keinen Zugriff auf irgendwelche Medien...
Du weißt schon, was gestern/heute Nacht in Ägypten passiert ist, oder?
Ob das nun die regelmäßigen Unzufriedenheits-Demos waren oder diesmal irgendwelche weitreichendere Hintergründe a la Tunesien mit hineinspielen, wird sich vermutlich in den nächsten Stunden/Tagen zeigen.
Bemerkenswert ist jedenfalls, das sich diesmal weitaus mehr Menschen an den Demos beteiligt haben und die eigentlich untereinander zerstrittenen Oppositionsgruppen/-Parteien es z.Z. offensichtlich schaffen mehr Menschen zu mobilisieren und Kräfte gemeinsam zu bündeln.
Nochmal:
Ob jemand dorthin fährt oder nicht, sollte man jedem selbst überlassen...da eine wirkliche Empfehlung zu geben ist reichlich schwierig.
Jeder der zu einem Boykott aufruft sollte sich aber auch über die möglichen Folgen (siehe meinen post vom 24.01., 12:43 Uhr) im klaren sein! -
...dazu aktuell mal etwas zum nachlesen zur Situation in Ägypten:
Berliner Morgenpost: Tote bei Massenprotesten in Ägypten
Welt online: Massenprotest in Ägypten fordern Todesopfer
Mag jeder selber für sich die Lage einschätzen und bewerten...
-
Vielen Dank curi...
...ich war auch gerade dabei ein paar links reinzustellen um düren aufzuklären
Spaß beiseite:
Ich weiß noch nicht so wirklich, ob ich die Ereignisse (natürlich nur die Ereignisse an sich, keinesfalls die beidseitige Gewalt) gut finden soll, oder nicht.
Keine Frage, das auch dieses Volk mehr Freiheit, mehr soziale Gerechtigkeit u.v.m. "verdient"...die Frage ist aber auch, welchen Preis es auf dem Weg dorthin bezahlen muß.
Zusätzlich besteht in Ägypten (vielmehr als in Tunesien) die Gefahr das auf eine eventuelle "Ablösung" der Regierung Mubaraks ein extremistisches/fundamentalistisches Regime folgt. Die Oppositionsgruppen sind einfach viel zu uneinig und zerstritten, als das man eine wirklich sichere Prognose dahingehend stellen könnte, das nicht auf Dauer doch noch Gruppierungen die Oberhand gewinnen die niemand haben will...am wenigsten die großer Mehrheit der Ägypter selbst.
Im Moment haben sie anscheinend die Wahl zwischen Pest und Cholera!
