Habt ihr Bedenken euren Urlaub in arabischen Ländern zu buchen?
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Auf die "Gutmenschen" bzw. Moralapostel warte ich schon seit Seite 1 - spätestens aber seit Holginhos Beitrag auf Seite 3. :?
Musste ja kommen. Schade, dass es manchem nicht gegeben ist, ein Problem von allen Seiten anschauen zu können bzw. zumindest ein wenig Verständnis für das eine oder andere aufzubringen. -
Ich warte auch darauf, aber im Vergleich zur "Tunesienfraktion" ist es hier noch sehr zivilisiert.
Ich möchte auch zu Bedenken geben, dass hohe Einnahmen aus dem Tourismus nicht zwangsläufig zu einer Verbesserung der Lebenssituation allerEinwohner führt.@curiosus
Auf dem Papier mag das so sein, aber Kemal Atatürk würden die heutigen Zustände sicher nicht gefallen. Wiki meint übrigens:
"Zumindest in der Türkei sollte man jedoch eher von einer „Unterordnung der Religion unter den Staat“ als von einer Trennung sprechen...."LG chepri
P.S. Hoffentlich liest Riviera_tr nicht im Allgemeinen Forum mit, sonst bin ich wieder fällig

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Ich will hier jetzt mein letztes Statement abgeben. (Gottseidank gelle!
)
Meine Frau war vor vielen Jahren mit drei Freundinnen in Ägypten. So toll und interessant sie das Land und die Kultur fand, so hatten doch alle ein "mulmiges" Gefühl wenn sie das Hotel verließen. Als sie damals von Hurghada einenAusflug zu dem Tal der Könige machten, wurden sie mitten in der Nacht abgeholt. (Ca 3.00 Uhr früh.) Dann fuhren vier Busse bei völliger Dunkelheit im Konvoi ohne Licht und mit einem Militär-Jeep vor und hinter dem Konvoi in halsbrecherischen Tempo in Richtung des Tales.
Das sagte damals schon vieles.
Weiß nicht, ob das heute noch so ist, aber meine Frau und ihre Freundinnen wollen
heute nie mehr in ein islamische Land, und dazu zählt auch die Türkei.
Auch ich mache einen Bogen um diese Länder.
Es tut mir leid, aber der abgedroschene Spruch "Nicht jeder Islamist ist ein Terrorist,
aber jeder Terrorist ist ein Islamist" hat immer noch Bedeutung.
Und deshalb werde ich mein Geld nicht in diese Länder investieren, solange ich genügend Alternativen dazu finde. Punkt. -
...zum einen ist es heutzutage nicht mehr so und zum anderen gibt es eben auch einige, die z.B. inzwischen einen Bogen um Griechenland machen. Jeder eben nach seiner Einschätzung und seinen Erfahrungen...

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@Bernd/PapaX
Dein Beitrag kommt mir irgendwie so vor, als ob du dein Wissen aus Vorurteilen bezogen hast. Das meine ich nicht abwertend und will dich ganz sicher nicht überreden, irgendwo Urlaub zu machen, wo du dich nicht wohlfühlst. Aber zu der Sache mit der Fahrt nach Luxor folgendes:-
In der Nacht ohne Licht zu fahren ist ganz normal, schließlich halten dadurch die Lampen länger. Hat also überhaupt nichts mit Terrorismus zu tun
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Gerast wird immer und überall, am meisten zwischen Assuan und Abu Simbel, wo kein Terrorist eine Chance hätte, sich irgendwo zu verkriechen. In den Konvois fanden ja regelhafte Rennen statt mit gegenseitigen wahnsinnigen Überholmanövern, die absolut sinnlos waren, weil man ja im Konvoi bleiben mußte. Also auch nichts mit "Schnell fahren, damit uns der Terrorist nicht sieht"
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Die Miltärbegleitung war ein Vortäuschen von "Beschützertum" und Einlullen der Touristen. Böse Zungen sagen auch, sie dienten der Beschäftigungstherapie und Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Terroristen abhalten hätten sie sicher nicht gekonnt.
Und der Satz "Nicht jeder....." ist ebenso unsinnig wie wahr.
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Ok Curi
Wollte hier ja nicht mehr posten, aber manchmal muß man eben über seinen eigenen Schatten springen.
Bedingt gebe ich dir recht. Ich weiß daß du Ägypten-Experte bist und deshalb auch dieses Land vertrittst.
Aber in Griechenland, Spanien, Italien gibt es eine (wenn auch lausige
)Demokratie und einigermassen Menschenrechte.
Gibt es die in deinen befürworteten Länder auch ?
Ich weiss nur dass in islamischenLändern die Menschenrechte mit Füssen getreten werden und nicht nur das..
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Bernd, ich "vertrete" kein Land, auch Ägypten nicht. Ich vertrete meine Ansichten. Ein jeder soll für sich entscheiden und seine Meinung haben.
Bzgl. Demokratie und Menschenrechte könnte man nunmehr tagelang diskutieren und dennoch auf keinen, für alle akzeptablen Kompromiss kommen. Von daher versuche ich es nicht einmal.
Fakt ist, daß eben nicht nur die Sichtweise von uns für die Bewertung von Staatsformen und mehr ausschlaggebend ist bzw. sein sollte, sondern vor allem und im Prinzip alleinig, die der Bevölkerung. Von daher schaue ich mit Bewunderung und natürlich auch mit Sorge auf die Menschen in Tunesien, Ägypten und Jemen, gleichwohl aber eben auch auf die aus Griechenland und anderen Staaten. -
chriwi wrote:
Lasst mal den Begriff "Gutmensch" sein, der stammt aus der NS-Propaganda, vielleicht sogar von Göbbels selbst.Ganz so schlimm ist es nicht, oder hast du Beweise dafür? Ich hab auf die schnelle nur bei wiki nachgelesen, wo es heißt:
"In einem Memorandum des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV) wird behauptet, das Wort sei als politischer Kampfbegriff bereits 1941 benutzt worden. Strittig sei lediglich, ob Joseph Goebbels persönlich das Wort ersonnen habe, oder ob ein Redakteur der Zeitschrift Der Stürmer der Urheber dieses Wortes war"
Aus dem gesamten Artikel geht aber keinesfalls hervor, dass dieses Wort nicht gesellschaftsfähig wäre. -
curiosus wrote:
Von daher schaue ich mit Bewunderung und natürlich auch mit Sorge auch auf Griechenland und anderen Staaten.Super
Ja wir haben in "Europa" genügend Probleme.Richtig.
Aber das "islamistische" Problem haben wir hier eigentlich gottseidank noch nicht. Es sei denn, es wird
hier herübergetragen. Hoffentlich nicht !!! -
Bernd / Papa X wrote:
Aber in Griechenland, Spanien, Italien gibt es eine (wenn auch lausige
)Demokratie und einigermassen Menschenrechte.Welche Menschenrechtsverletzungen sind denn aus Spanien bekannt? Und warum ist dort die Demokratie lausig? Diese Fragen gelten auch für die beiden anderen Staaten.
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Hey Cury
Lass mal MEIN Land aussen vor !
Du wirst doch nicht sicherheitstechnisch Ägypten mit Griechenland vergleichen
wollen...
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Die Etymologie des Wortes "Gutmensch" ist umstritten, aber hier auch nicht relevant. Die "Mir-ist Alles-Wurscht-Hauptsache-ich-habe meinen-Spaß" Mentalität eines Siegfrieds ist auch nicht eines Buchstabens der Diskussion wert. Ich schließe mich da den Worten von Curiosus an und füge hinzu, dass wir im Urlaub außerhal unseres Heimatlandes Gäste sind. Wenn ich irgendwo Gast bin, habe ich auch eine gewisse Sym- und Empathie für den Gastgeber (oder sollte ich zumindest haben). Um es metaphorisch auszudrücken, wenn es so einem Gastgeber schlecht geht, trete ich leise auf, oder bleibe erst mal weg und besuche ihn, wenn es ihm (wieder) besser geht, wenn ich ihm nicht unmittelbar helfen kann. Das kann man auch momentan auf Tunesien übertragen. Das hat nichts mit Gutmenschtum zu tun, Siegfied und Gesinnungsgenossen, sondern mit Menschlichkeit. Punkt.
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@chepri: Du kannst das Wort bei dem lt. Wiki-Artikel nur die Frage ist, ob es von Goebbels selbst oder bloß von einem NS-Propagandablatt stammt, eh weiter verwenden. Ich will sicher keine Diskussion anzetteln.

Ob und wo die Menschenrechte verletzt werden, kann natürlich für den Einzelnen ein Kriterium sein, in en Land zu fahren oder es zu lassen. Mein Kriterium ist es nicht. Ich flieg heuer nach Myanmar, aber ich besuche nicht die Militärregierung, sondern das Land und seine Menschen.