Was kauft ihr in der Türkei Teil I
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PS
Für mich hat die Überzeugung von der gekauften tatsächlichen Qualität nichts mit der (zu 99% unrichtigen!) Behauptung gemein, es handle sich um "Überproduktion" oder ähnliche Fantasien mit dem Nimbus, Marke zu extrem günstigen Preisen zu verkaufen! -
Abgesehen davon, dass nicht nur hier sondern überall im Forum das Murmeltier täglich grüßt ... :
Hütchenspieler sollte man mit der gebotenen Skepsis "empfehlen" - vielleicht als Bagatellbedupper mit immerhin qualitativ überzeugenden Produkten, die die Farce mit dem rausgesäbelten Etikett gar nicht bräuchten und sich damit armseliger machen als nötig?

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@MAN Mann
Hallo Heiner,
lass dich nicht verunsichern, auch wir haben dieses Jahr wieder in Evrenseki unsere Klamotten gekauft und waren wie jedes Jahr mit der Qualität zufrieden!
Dazu hat sich ja auch die Verkaufskultur in den Läden gebessert, gerade im Stone Center ist das ein richtig schönes Einkaufen, hat natürlich mit den alten Ständen der Bazaare wie Colakli nichts mehr zu tun, wirkt sich natürlich auch auf die Preise aus, bei den Mieten....
Aber auch dort gibt es jetzt einige Läden mit Festpreisen ohne Handeln und ohne zu aufdringliche Verkäufer.
Übrigens, Hütchenspieler habe ich persönlich dort nicht gesehen
.Schönen Urlaub und guten Einkauf,
Carsten, der Eismann.
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Doch, Carsten, hast du. An jeder Ecke in Side mindestens zwei
. Nur hast du nicht bemerkt, dass sie von Hütchen auf Etiketten umgestiegen sind
. Anscheinend gilt nach wie vor der Satz, den Sebastian Brant bereits im 16. Jahrhundert geprägt hat: mundus vult decipi, ergo decipiatur - die Welt will betrogen werden, also soll sie betrogen werden. Weiteres habe ich nicht (mehr) hinzuzufügen. :? -
Zumal granini doch eindeutig nach Originalware gefragt hat... :?
Ich persönlich würde eher dem Adventskalender bestimmter Online-Shops oder der Z...Lounge vertrauen, als einem Laden, der Fummel mit herausgetrenntem Etikett vertickt...
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"Überproduktion" ist vollkommen unsinnig bei den bekannteren Labels.
Einkaufstricks sind hingegen im Trend:
Das funktioniert- geschickt gemacht--so, dass irgendein offizieller Händler eben "kräftig mehr einkauft" und die Überhang-Ware dann an weitere Läden zum Abverkauf schickt- Meist läuft so etwas innerhalb von Familien-Clans.. Bei den gewaltigen Margen auf den bekannten Marken-Labels- profitieren von diesem System zwei:
Der Einkäufer und der Secundär-Händler.
Beim "zweiten Händler" können dann durchaus die Etiketten weggeschnitten sein.Manche lassen sie aber auch entspannt dran.
Und ja-- natürlich lassen auch sehr bekannte Marken in der Türkei fertigen.
Die einfachen Imitationen werden nach wie vor in Hinterhof-Fabriken hergestellt.
Aus bestimmten Gründen
werden inzwischen die Labels --oder besondere Zutaten später "anderswo" hinzugefügt/-genäht, gestanzt usw.. -
Hallo,
ich hätte eigentlich nur Interesse an Fabriken , die einen Werksverkauf anbieten , diese sollen Originale nähen , aber es soll ja 2. Wahl sein,
es läuft ja so ab : es werden z. b. 5000 Shrits genäht, bei denen stellt man bei der Endkontrolle fest es wurde falsche Knöpfe eingenäht , oder ein falscher Reißverschluß, oder die Nahtbreite stimmt nicht, oder eine falsche Einlage verwendet, wo kommen diese Teile dann hin? das sind dann eben 2. Wahl , denn nach Deutschland werden die nicht geschickt , diese werden nicht angenommen , wo landen de Teile , und glaubt mir dies passiert sehr oft ,
aber wo finde ich solche Fabriken, denn die Sachen sind ja Originale mit kl. Schönheitsfehlern.
Das ist sicher die Teile landen nicht im Müll. Normalerweise werden solche Sachen in den Fabriken verkauft. Und glaubt mir das pasiert immer wieder , denn hier sitzen ja auch Menschen an den Maschinen und es gibt immer Fehler in der Produkton.
Nochmal ein Beispiel, ein Lederwarenhersteller produktiert sehr teure Taschen der Zuschneider schneidet ein paar tausen Riemen (Henkel Schulterreimen ) um 1-2 cm kürzer zu was meint Ihr, was wird mit den Taschen gemacht ? Das wird als 2. Wahl verkauft. Hier wird eben keine laufende Nummer mehr reingestanzt. Solche Fehler werden meistens sehr spät erkannt , und die Sachen sind da ja schon fast fertig.Also sind das dann Originale oder gefälschte Sachen ?
Wo finde ich die Produktionsstätten , sprich Fabriken.
Viele Grüße an alle. -
Jedenfalls sitzen diese Firmen alle tief,z.T Hunderte KM weit entfernt, im Hinterland, alleine schon wegen der dort tiefen Lohnkosten-- die Fahrtkosten ab Riviera wären hier höher als der Spar-Effekt.
Ob das weggeworfen wird, wovon ich eher ausgehe*- oder irgendwo über trübe Kanäle verschachert wird, vermag ich nicht final zu beurteilen.. Wenn ja, dann aber ohne Original-Label-fehlerhafte Ware und Markenlabel passt nicht so ganz.
Fabrikverkauf wäre mir neu, was aber nicht bedeutet dass es sowas nicht gibt. -
Ich für meinen Teil glaube nicht, dass die Qualitätskontrolle bei wirklich hochwertigen Teilen erst beim fertigen Pordukt ansetzt. Das sind die Ausreden der Händler und die Argumente der Sparbrötchen mit denen sie sich selbst betuppen.
Da wird schon beim Zuschnitt und in allen anderen Herstellungsschritten extrem aufgepasst. Denn hochwertige Teile (und das sind nicht alle teuren Dinge) bestehen aus hochwertigen, nicht grade günstigen Materialien und bedeuten auch spezialisierte Arbeitskräfte, da sind Fehler beim Zuschnitt oder beim Zusammennähen teuer, deshalb wird man diese vermeiden, wo es nur geht.
Etliche tausend falsch zugeschnittene Henkel? Bei teuren Taschen werden gar nicht so viele Stücke hergestellt, dass man da gleich derart viele Henkel auf einen Sitz zuschneidet.
Eine hochwertige Marke mit besonderem Qualitätsanspruch wird keine 2. Wahl auf den Markt geben, egal ob mit oder ohne Etikett.Und die Dinge, die erst durch das Etikett "teuer" oder erstrebenswert werden, nicht durch die Qualität des Materials und der Verarbeitung, die sind auch den Preis der 2. und 4. Wahl nicht wert.
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Sie würden das ja auch nicht selbst auf den Markt geben, darum gings ja nicht---
Allerdings sind die Qualitätskontrollen für Markenlabels in der Türkei hart, gleiches gilt für die Aufsicht der beauftragenden, ausländischen Firmen.Das würde ggf. hohe Konventionalstrafen im Gefolge haben. -
... und der Auftraggeber wäre vom einen auf den anderen Tag weg.
Niemand geht ein solches Risiko ein für angebliche Markenartikel zum Schleuderpreis.
Natürlich gibt es Werksverkäufe - in Bursa beispielsweise oder in Ostanatolien.
Allerdings werden die von den Herstellern selbst geführt und bestückt, und zwar unter akribischer Beachtung der Preiswürdigkeit ihrer aktuellen Kollektionen.
Selbstverständlich wird derartige Ware auch nach D versandt - eben in die wie Pilze aus dem Boden wachsenden Outletcities, wo sie immer noch ein Vielfaches kosten wie die teils abenteuerlich zusammengeschossenen Plagiate.
Die Märchen von der falschen Nahtbreite oder dem Knopf stammen ebenfalls von den sattsam bekannten Erfindern des linken Hosenbeins. Bei einem etwas komplexeren Produkt wird jeder einzelne Schritt der Entstehung kontrolliert, Tausende "ein bisschen falsch" hergestellter sind reine Erfindung.Noch ein Satz zu dem ewigen Vorwurf der Verunsicherung:
Das Gegenteil ist der Fall - man nennt das Differenzieren.
Jedem sei gegönnt sich mit Textilien zu versorgen, von deren Preis/Leistung er überzeugt ist.
Differenzieren sollte man jedoch in Sachen "Originale" und den haarsträubenden Erfindungen bezüglich ihrer Herkunft. Darum und um nichts anderes geht es bei den kritischen Hinweisen zur Sache hier ...
:? -
granini:
(...) ein Lederwarenhersteller produktiert sehr teure Taschender Zuschneider schneidet ein paar tausen Riemen (Henkel Schulterreimen ) um 1-2 cm kürzer zu was meint Ihr, was wird mit den Taschen gemacht ?Erstens - und wie Mam62 schon schrieb - werden diese bei sehr teuren Taschen nicht in solchen Stückzahlen produziert und zweitens eben auch nicht in der Türkei...
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In- und um Istanbul gibt es unzählige Lederfabriken die u.a Markenlabel-Taschen herstellen--- keine Fakes

Und ---ein grosser Teil der Fabrikation ist Auftragsproduktion von grossen internationalen Labels..Aber auch für Günstigmarken,klar. -
Ja!
vor einiger Zeit beim Kramen fand ich meinen in Islamból vor Jahrzehnten gekauften Ledergürtel.
Echtes Leder und wechselnd mit LEWIS-WRANGLER-Lee Cooper eingeprägten Markennamen.

Original Türkisch.
Nur die Metallgürtelschnalle ist etwas angerostet. (Zu kalt und feucht in meiner Kellerwohnung?)
Lt. Granini Fehlerproduktion. Abgezweigtes Originalprodukt. lol -
Juanito--Hallo...ein Unikat
-- ---nur--mit dem Rost-Teil brauchst auch nicht mehr ans Tageslicht, ich meine raus aus der "feuchten Keller-Bude" 
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Ich find des ja spannend, welche Vermutungen und Behauptungen es bei der Produktion von teuren Lederwaren und Bekleidung immer wieder gibt und wie gerne und bereitwillig sie geglaubt werden.
Bei Autos, Fahrrädern, Kinderspielzeug, Klobrillen oder Bohrmaschinen (oder allen anderen Dingen, die industriell oder manufakturmäßig in großen oder kleineren Stückzahlen hergestellt werden) würde kein Mensch auf die Idee kommen, dass tausende von Einzelteilen versehentlich zu kurz oder zu breit produziert würden, dann dennoch verarbeitet und das daraus erzeugte Produkt deswegen um Bruchteile des Originalpreises irgendwo von irgendwem verkauft würde....
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Juanito....bitte...

@Malini ich stimm Dir natürlich zu --
Die Deutsche sind aber seit zwei,drei Jahren nicht mehr die stärkste Urlaubernation an der Riviera.
Es gibt also immer noch viel zu tun, für die Händler, die Ihre grossen Kartons mit der Aufschrift "Made in China" irgendwann ja mal entsorgen müssen.
Die gleichen Märchen wie zuvor- werden jetzt eben in anderen Sprachen erzählt.
