Griechenland Urlaub trotz Pleite?
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Überflüssiges Zitat entfernt
Nun scheint mir zunächst einmal der Urlaub in Gr. billiger geworden zu sein. 1 Wo. 4Sterne Samos für unter 14 für 2 ist nicht gerade viel. Wenn dann im Hotel der Frappe 50Cent mehr kostet, so what.
Sollte es Staatsbankrott geben, müsste Gr. einen Neustart machen mit Drachme statt Euro. Es könnte griech. Banken erwischen, es käme zu einem sehr niedrigen Wert dieser neuen Drachme gegenüber Euro/Dollar etc. Das hieße: Evtl. Probleme mit Geld an Automaten. Hoteliers/Gastronomen etc. würden gerne in Euro statt Drachme abrechnen, kennt man noch aus der Türkei um 2000. Importwaren und Benzin würden sehr teuer (in Drachmen), einheimische Produkte sehr billig. Für den Giechen auf der Strasse ergäben sich bittere Zeiten, noch bitterer als jetzt, aber wenn Du ganz unten neu beginnst, gehts nur noch bergauf. -
carsten.sauerberg wrote:
aber wenn Du ganz unten neu beginnst, gehts nur noch bergauf.Genau auf so einen (d) Kommentar haben die Griechen (und auch wir) gewartet.

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carsten.sauerberg wrote:
1 Wo. 4Sterne Samos für unter 14 für 2 ist nicht gerade viel.
Was soll das bedeuten? 1400 € oder was? Naja, kommt auf die Reisezeit an. In der Nebensaison durchaus kein ungewöhnlicher Preis.carsten.sauerberg wrote:
...Das hieße: Evtl. Probleme mit Geld an Automaten.
Wie kommst du zu dieser These? Ich denke schon, dass man dem Land genügend Zeit geben wird, die INfrastruktur einer neuen Währung aufzubauen, bevor man sie einführt.carsten.sauerberg wrote:
Hoteliers/Gastronomen etc. würden gerne in Euro statt Drachme abrechnen, kennt man noch aus der Türkei um 2000.
Kennt man auch aus anderen Ländern und auch aus der Türkei aus Jahren weit nach 2000. Übrigens gab es 2000 noch keinen Euro.carsten.sauerberg wrote:
Importwaren und Benzin würden sehr teuer (in Drachmen), einheimische Produkte sehr billig.Warst du in den letzten Jahren mal in einem griechischen Supermarkt? Auch die einheimischen Produkte waren teils recht teuer, z.B. Mythos-Bier. Aber z.B. auch viele Milchprodukte und Reinigungsutensilien. Daher bin ich mal gespannt, ob sich deine These bewahrheiten wird.
Und an alle diejenigen, die immer über mögliche Streiks bei den Griechen schimpfen: Verfolgt ihr die Schlagzeilen? Fluglotsenstreik in Portugal, Pilotenstreik in Frankreich, drohender Streik in FRA durch Kontrolleure des Vorfelds usw. -
An meine Vorredner:
Nun-wollen wir uns hier jetzt über Grundregeln der Ökononomie streiten? Fakt ist doch, dass Gr. sich am Euro verschluckt hat. Harter Außenwert, billiges Geld mit niedrigen Zinsen trifft auf eine Öknonmie, die wenig produziert und exportiert und viel importiert. Da das Importierte bezahlt werden muss, im Land aber nicht erwirtschaftet wurde, wurde es geliehen. Geldmenge hoch, hohe Preise, wenn in D. der Euro schon zum Teuro mutierte, na dann in Gr. wohl erst recht.
Probleme an Geldautomaten: Bezieht sich darauf, dass evtl. Banken vom Markt verschwinden im Falle eines Bankrottes. Und die betreibe und bestücken die automaten ja mit geld.
Türkei 2000: ist doch egal, ob es euro oder DM waren, jedenfalls, bezahlte man in Side nicht in Lira. Als tourist jedenfalls nicht. Selbst im Dolmus nicht.
Ja, ich war noch 2009 (letzter urlaub in Gr.) in gr. Supermärkten und habe schon 09 über das Preisniveau gestaunt und gedacht: Na, wie bezahlen die das bloß?
zum Thema Neustart: Ja, ob mit Euro oder mit Drachme: Das Land steht vor einem Neustart. Das ist so. Was denn sonst? Und wer das Land mag, wie ich, fährt gerade darum hin und gibt da Geld aus. Denn der Tourismussektor ist einer der Garanten dafür, dass der Neustart klappt. -
Zur Staatsinsolvenz (vom 6.2.2012) "Was wäre, wenn Griechenland pleite ginge"
- das Interessanteste befindet sich unter "Alles ausklappen" :Klick hier
(Das Video dort ist älteren Datums - Nov. 2011)
- das Interessanteste befindet sich unter "Alles ausklappen" :Klick hier
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@wilma
Auch was diesen Punkt betrifft, mache ich mir keine Sorgen.
Auch die Griechen wissen
, dass Entscheidungen auf staatlicher Ebene getroffen wurden / werden und dass - jetzt mal im allgemeinen gesehen und nicht auf die Krise bezogen - sowohl dt. als auch gr. Bürger oft nicht mit auf dieser Ebene getroffenen Entscheidungen einverstanden sind.
Aus Diskussionen Ende Oktober 11 ging außerdem hervor, dass man eher dem eigenen Staat, der eigenen Regierung kritisch gegenübersteht.
Dass es auch andere Stimmen geben mag, will ich nicht bestreiten. Das ist eher normal in einem solchen Fall und wundert nicht wirklich.
Dass aber ein dt. Tourist aus diesem Grunde angefeindet werden könnte, bezweifle ich stark. -
Ich sehe da auch kein Problem.
Der "normale" Grieche weiß sehr wohl, was er an den Touristen hat, ist der Tourismus doch eine der größten, wenn nicht die größte Einnahmequelle dieses Landes. Und gerade Deutsche waren in Griechenland immer herzlichst willkommen. Nach 21 Griechenlandaufenthalten (ohne rosa Brille) glaube ich dies behaupten zu dürfen.
LG
Bernd -
abgelutscht würde ich nicht sagen.
für diejenigen, die schon länger an der diskussion teilnehmen, ist alles gesagt.
aber es kommen ja immer neue user.
das wird sich wohl - je näher die neue sasion rückt - wohl auch verstärken.
interesssant fände ich, wenn diejenigen, die dieses jahr wieder hin reisen, aktuelles berichten würden bzw. vergleiche zu den vorjahren posten können.
schön wäre es, wenn das preisniveau bwz. die stimmung im land beleuchtet werden könnte. -
Hallo*,
hach, - ist das hier interessant.
Wir haben auch bereits schon im Dezember für dieses Jahr September gebucht. Es geht nach Zakynthos.
Und ich persönlich habe keine Bedenken. Ganz im Gegenteil. Denn ich bin ganz fest davon überzeugt, dass wir einen schönen und unbesorgten Urlaub dort verbringen werden.
Dass die Preise ein wenig steigen werden, - na ja, das ist jetzt nichts aussergewöhnliches. (Das ist doch in Deutschland schon Normaität)
Und wenn sich die Griechen Sorgen machen, ist ja mehr als verständlich. Aber ich glaube nicht, dass sie ihre Sorgen den Touristen gegenüber anmerken lassen. Ich behaupte mal, die Mehrheit der Griechen sind sowas von Gastfreundlich und dankbar für jeden Gast (da kann sich manch Deutscher eine Scheibe abschneiden :? ), dass sie ihre Sorgen oder Probleme nicht in die Nähe der Touristen bringen würden.
Das einzige was ich bisher mitbekommen habe, waren die Menschen in Athen - die nicht gerade Deutschland - Fans sind. Aber die Insel-Bewohner - neee, die haben doch eine ganz andere Mentalität.
Wir freuen uns auf Griechenland - und wir bleiben nach wievor Griechenland - Fans
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Mir kommen auch ein wenig Bedenken - ich habe bis jetzt noch nicht gebucht.
Generell geht man ja kein Risiko ein, wenn man übers Reisebüro bucht. Aber was
passiert mit denjenigen, die jeden Flug, jede Fähre und jedes Hotel (z.B. auf 3 Inseln)
selbst buchen? Was passiert, wenn ich meine Fähre erst einen Tag später erreichen kann - aus obigen Gründen. Muss ich dann das Zimmer ab dem Tag bezahlen, zu dem ich es gebucht habe, oder erst ab dem Tag an dem ich tatsächlich angekommen bin?
Das würde mich wirklich mal interessieren. Dass die Pauschalurlaber keine Angst um ihr Geld haben müssen, ist mir schon klar. Ich habe jetzt aber explizit die Selbstbucher angesprochen. Würd mich mal interessieren. -
Hallo Barbara,
dieses Risiko hat man als Selbstbucher doch immer - wenn Du irgendwo zu spät eintriffst, wirst Du gegenüber dem Hotel, der Fährgesellschaft oder wem auch immer finanziell dafür geradestehen müssen. Ob das nun wegen eines Streiks, technischer Probleme oder Staatspleite geschieht, spielt keine Rolle. Ich selbst glaube zwar nicht daran, dass es dieses Jahr riskanter ist nach Griechenland zu reisen als bisher, aber wenn Dich die Sorgen umtreiben, kannst Du entweder ganz ins Blaue hineinfahren und Hotels und nachfolgende Fähren erst vor Ort buchen, oder Du nimmst Dir eine Liste mit den Telefonnummern Deiner Hotels und Fährgesellschaften mit, um sie im Fall des Falles rechtzeitig zu benachrichtigen und auf diese Weise vielleicht eine gütliche Einigung bezüglich der Ausfalltage zu erreichen.
Gruß,
Minerva -
Hallo Barbara, genau dort sehe ich auch Probleme. Ich würde derzeit überhaupt nichts im voraus buchen und alles erst vor Ort entscheiden.
Im letzten Jahr gab es schon reichlich Unsicherheiten bei den Fähren- von spontanen lokalen Arbeitsniederlegungen (die vorher nicht angekündigt wurden) bis hin zu Fährausfällen wegen unrechtmässig erworbener Sicherheitszertifikate. Bei Selbstbuchung zahlt man immer den Buchungszeitraum, wann dann die tatsächliche An-oder Abreise erfolgt, und aus welchem Grund, interessiert niemanden. Jedenfalls halte sich die meisten Vermieter an diese Richtlinien des EOT.
Freunde von uns hatten letztes Jahr ein Zimmer auf Serifos reserviert und im März 30% als Vorausleistung angezahlt. Als sie im Juni dort ankamen, war das Hotel geschlossen. Die hatten wegen der schlechten Buchungslage zum Saisonstart überhaupt nicht mehr eröffnet. Ähnliche solcher Geschichten gab es zahlreiche.Ich glaube man reist derzeit ohne große Planungen wesentlich entspannter. Dort passiert derzeit so viel und keiner kann sagen, was in ein paar Monaten ist. Ich denke die allgemeine Lage und die Stimmung auf den klassischen Ferieninseln kann man auch überhaupt nicht als Barometer für das ganze Land nehmen. Obwohl es heute wohl auch auf Kreta und Korfu Proteste gab...
LG Effi -
Danke Effi, für deine Einschätzung.
Leider plane ich soooo gerne alles im Voraus - das ist für mich die halbe Urlaubsfreude. Vielleicht buchen wir ja tatsächlich nur die Flüge, alles andere wird sich finden.
Oder wir buchen immer von Insel zu Insel. Schade, ist für mich nicht so schön...
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@Barbara56: Wir haben uns nicht wirklich beeindrucken lassen durch die derzeitige Situation. Wir haben Flüge gebucht und genauso schon unsere Unterkünfte für die drei Inseln, die wir behüpfen werden.
Sollte tatsächlich mal eine Fähre aufgrund eines Streiks o.ä. nicht fahren (was ja durchaus auch mal wetterbedingt passieren kann) und wir unser nächstes Ziel etwas später erreichen - dann ist es eben so.
Und wenn ich dann 40 € für eine nicht wahrgenommene Übernachtung zahlen muss ist mir das ehrlich gesagt auch egal. Dafür habe ich in den übrigen Nächten die Unterkunft, die ich auch wirklich haben wollte.
Wie ich oben schon mal schrieb - Streiks und ähnliche Probleme sind nun mal kein Griechenland-spezifisches Problem.
Wie du siehst, ich gehe ie Sache entspannt an. Dabei bin ich mir des Risikos durchaus bewusst, ich verkenne das nicht. Aber wir haben eben entschieden, die Sache auf diese Art und Weise anzugehen. -
Hallo Carsten,
vielleicht sollte ich diese Streiks auch etwas lockerer nehmen. Es kommt ja auch immer darauf an wohin man fährt. Unsere Flüge enden uns starten in Athen. Und da ist ja schon das Zentrum der Streiks. Wenn man natürlich mit einem Pausch.-Flieger nach Samos oder Kreta fliegt, merkt ein normaler Urlauber wohl von den Streiks recht wenig.
Leider bin ich mir nicht sicher, ob ich das auch so locker wegstecke.... wenn der Fall der Fälle eintritt. Von meinem Mann ganz zu schweigen. Er braucht den Urlaub wirklich zur Erholung.

