Verspätung
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Hallo,
mein Flug am 3.3.06 von FRA nach TXL mit dba hatte sage und schreibe 6 Stunden Verspätung. Diese 6 Stunden haben wir im Flieger auf dem Vorfeld verbracht und auf das Fahrzeug zum enteisen gewartet.
Kann man eine Entschädigung von dba erwarten?Viele Grüße
Christina -
Nein!
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ich muss mal wieder theoretisieren - natürlich kann man jede Verspätung einklagen - schließlich wurde der Beförderungsauftrag nicht oder schlecht erfüllt.
Aber es ist halt immer die Frage, ob sich im Dschungel der Ausnahmen nicht doch etwas von seiten der Fluglinie nachweisen lässt, dass sie außer obligo ist...
Dann hatte man Anwaltskosten, vielleicht sogar eigene Reisespesen zur Verhandlung und es schaut nix raus.
Und schaut was raus, dann sind es vielleicht 10 - 20 - 30 % vom Flugpreis ohne Steuern...
Winter ist halt Winter, daran wird auch die modernste Technik nichts ändern und das sollten sich eigentlich moderne Reisende immer vor Augen halten.
Es gibt da ein deutsches Magazin, dass das ganz deutlich ihren Lesern mit ihrem Titel immer und immer wieder sagt: abenteuer und reisen...
Gruß
Peter -
hi,
wir hatten in unserem letzten urlaub ein ähnliches problem. ursache für eine 5 stündige verspätung war ein defektes vorderrad. am flughafen in punta cana hatten sie leider keins für unseren condor-flieger vorrätig. es mußte ersatz von puerto plata eingeflogen werden, das sich wegen einem gewitter noch weiter verzögerte.
als fluggast hat man in solchen fällen jedoch einige rechte, wie z.b. eine kostenlose versorgung mit essen und trinken, ein kostenloses telefonat nach hause, und ggfl. kostenlose übernachtung falls der flieger nicht mehr starten kann.
das ganze lief bei uns sehr chaotisch und unorganisiert ab. rein ins flugzeug, raus aus dem flugzeug, rein in die wartehalle, keine anlaufstelle für auskünfte, keine zeitangeben oder treffpunkte. ob man einen essenscheck erhalten hat war glückssache, ebenso mußte man selbst durch ständigen blickkontakt aufs flugzeug eigenständig in erfahrung bringen, ob der flieger wieder startet. dies bedeutete stunden in der alten wartehalle ohne klima, statt in der neuen mit klima.
wir haben uns bei condor beschwert und aus toleranz einen reisegutschein von 50 eur erhalten.
mehr kann man leider nicht erwarten.
naja, und besser noch so, als wenn etwas passiert.
grüße -
Condor könnte schon auf allen Flughäfen, die sie anfliegt, entsprechende Ersatzteile lagern. Aber das ist alles eine Sache der Kosten, die auf die Tickets umgelegt werden müssen. Und das gibt der Markt im Moment nicht mehr her.
Ich möchte mal kurz zusammenfassen:
Kunde hat Anspruch auf gebuchte Beförderungsleistung.
Fluggastverordnung kennt klare Ausnahmen, in denen Fluglinien nicht zahlen müssen.
Nachweis kann der Kunde meist nicht bringen, muss sich an die Schlichtungsstelle wenden.Die Denkweise des modernen Menschens des 21. Jh. stösst auf das machbar-zahlbare in der Realität.
Organisation am Frankfurter Flughafen kann nicht jener von Punta Cana sein, weil hier zu große menschliche Mentalitätsunterschiede sind.Naturgewalten stehen Mensch und Technik noch sehr oft machtlos gegenüber (Tsunami, Schlammlawinen, extreme Wintereinbrüche, Hurrikans usw.).
Der in seinen Terminkalender, Konsum[...zwang], Geldverdien-Mechanismus eingezwängte Mensch kann oder will nicht akzeptieren, dass er, wofür er bezahlt hat, nicht seine Leistung erhält.Alles Argumente, die von der jeweiligen Seite her, durchaus verständlich sind, ja manchmal auch in der Tat berechtigte Forderungen darstellen.
Ich frage mich aber trotz aller Argumente immer und immer wieder, ob nicht eine gewisse Hinnahmehaltung dem einzelnen in der jeweiligen Situation mehr Entspannung brächte, als ein Aufschäumen und Aufbäumen mit dem Ergebnis, doch den kürzeren zu ziehen?
Gruß
Peter -
So ein Reifenproblem hatten wir auch schon vor dem Rückflug von Tunesien mit ner LTU Maschine.Allerdings war der Plattfuß am hinteren Fahrwerk.Wir saßen jedenfalls alle Mann schon angeschnallt drin,die Flugbegleiter hatten auch schon Platz genommen,dann kam plötzlich vom Pilot die Durchsage dass der Start verschoben werden muß.Eben wegen dem Platten.Wir durften den Flieger zwar wieder verlassen,aber nicht wieder in die Halle zurück.Entweder man blieb drinnen im Flugzeug oder vor dem Flieger.Und das geschlagene 3 Std.Man konnte sich weder was zu trinken besorgen,noch auf die Toilette,geschweige kurz eine rauchen.Viele Passagiere wurden auch etwas ausfällig und gifteten nur rum.Man hätte uns wenigstens wieder in die Halle zurücklassen können.Normal müßten die Piloten ja wissen,wielange ungefähr so ein Reifenwechsel dauert.
Das war schon nervig.LG
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Hallo, naduah,
deine Schilderung kommt mir bekannt vor! War das der Rückflug am 08.05.05? Klar war alles etwas unorganisiert dazu kam auch noch der Stromausfall und die Ansagen des Piloten per Megaphon waren schwierig zu verstehen, lag aber auch an den Passagieren, die alle unzufrieden und nur noch rumgemotzt haben. Als dann die Mitteilung kam wo das Essen stattfindet haben sich alle darauf gestürzt als ob es nie wieder was gibt.
Ich waren auch nicht begeistert aber das war mir 1000mal lieber als wenn das Rad bei der Landung den Geist aufgegben hätte. Vor allem da das Problem bekannt war.
Schönen Tag Elke
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hallo elke,
genau, das war der besagte tag
natürlich ist mir die reparatur VORHER auch lieber, als ein unfall bei der landung in deutschland.
doch als berufspilot einer gestandenen fluggesellschaft sollte man doch in der lage sein, einen infostand einzurichten, bei dem sich die gäste informieren können, als sich in der klimatisierten firstclass-lounge die zeit zu vertreiben. das gilt für die piloten, wie auch das bordpersonal.
mal davon abgesehen, das man wirklich die gängisten reserveteile vorrätig haben sollte. das gleiche gilt auch für die techniker, die ja direkt miteingeflogen werden mussten.das es etwas zu essen und zu trinken gab, haben wir nur zufällig mitbekommen, da sich die massen zusammenrotteten. später wurden wir nur durch andere fluggäste über den aktuellen stand der dinge informiert, die bekannte in der firstclass-lounge hatten, und dort vom bordpersonal auf dem laufenden gehalten wurden.
somit hab ich mehr über das desinteressierte verhalten geärgert, als über die verspätung.
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a) Piloten und Kabinenpersonal sind nicht für Auskunftsgebung zuständig
b) es gibt pro Maschinentyp mehrere Tausend Einzelteile - daher ist ein Ersatzteillager auf jedem Flughafen, den eine Fluglinien anfliegt, schlichtweg zu teuer.
c) jeder Maschinentyp benötigt eigens geschulte Techniker - müsste jeder Flughafen für jeden Typ einen Techniker bereit halten, gäbe es wahrscheinlich kein Flugticket unter € 1.000.--
übrigens, bei neuen VW-Lupo wurden Ersatzteile aus Brasilien nach Salzburg eingeflogen, weil sie in Deutschland nicht lagernd waren...
Gruß
Peter -
"doch als berufspilot einer gestandenen fluggesellschaft sollte man doch in der lage sein, einen infostand einzurichten, bei dem sich die gäste informieren können"
Sorry, nicht bös sein, aber deine Vorstellungen vom Berufsbild eines Piloten sind echt zu niedlich
Ich stell mir gerade vor, wie ein Flugkapitän im Terminal seinen Klapp-Infostand aufstellt, sich auf sein Klapphockerchen setzt und den nölenden Passagieren Auskünfte gibt.Sei ehrlich - wenn du es dir so vorstellst, ist´s echt witzig.
Aber ehrlich: sollte, müsste und könnte ist immer schnell gesagt, aber leider weicht die Realität oft sehr von unserer (auch meiner) laienhaften Vorstellung ab.
Manchmal muss man bestimmte Dinge einfach so hinnehmen wie sie sind

Viele Grüße!
Ganesha -
@ mosaik
Hallo Peter, genauso ist es! Ich weiß, wovon ich spreche!
Am liebsten ein Ticket für 100€ - aber den Service eines First Class Fluges beanspruchen. Traum und Tatsachen - wie immer weit voneinander entfernt.Du sprichst mir aus der Seele.
Mehr ist dazu nicht zu sagen.Viele Grüße Issi
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kopfschüttel
interessant wie krampfhaft manche versuchen, andere misszuverstehen, um dumme und bissige sprüche loszuwerden!die theroie des klapptisches ist wirklich lustig, aber nicht das was ich erwartet hatte

eine feste uhrzeit mit einem festen treffpunkt, um neue infos zu bekommen hätte vollkommen ausgereicht.eine lagerung von 1000 ersatzteilen ist natürlich nicht sinnvoll, aber die gängisten wären vielleicht nicht schlecht....und dazu zähle ich reifen.
issi, zum denken den kopf zu benutzen, ist oft sehr hilfreich. mehr ist dazu nicht zu sagen!
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Bitte begreift doch endlich einmal, dass die Karibik nicht hochtechnologisiertes Mitteleuropa ist! Das ist nach wie vor und trotz allem Tourismus Entwicklungsland. Da gehen die Uhren einfach anders.
Dort zu erwarten, dass jemand ausruft: Um 10 Uhr am Schalter 12 werden den Expertengutachten verlautbart - ist schlichtweg eine falscher Erwartungshaltung.
Und selbst wenn man nur die gängigsten Ersatzteile aller dorthin fliegenden Maschinen lagern würde - es ist einfach zu viel. Nicht umsonst gibt es beispielsweise auch nicht auf jedem Flughafen Wartungshallen für Maschinen. Salzburg z. B. hat KEINE - technische Reparaturen können nur in Wien oder München durchgeführt werden.
So ist es eben und das sollte man einfach im Kopf haben, wenn man fast am anderen Ende der Welt Urlaub macht.
Das hat nichts mit Unverständnis unsererseits bzgl. des Problems zu tun.
Gruß
Peter