Erfahrungen im Europapark, typisch Deutschland?
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Ist ein bißchen off topic,
aber - naja - die Schnellküche ist mancher Orts schon auf dem Vormarsch. Ich habe mich z.B. voriges Jahr am Königsee geärgert. Mein Mann und ich haben eine richtig "geile" Bergwanderung gemacht und wollten uns danach mit einem schönen Essen in dem Ort Königsee belohnen. Mehr oder weniger ist dort alles Fastfood. So eine richtige "bayrische Wirtschaft" - Fehlanzeige.
Wenn "du dein" Auto auf einem entfernten Parkplatz abgestellt hast, dann fährst du nicht in der Gegend rum. Und so ähnlich ist es doch auf diesem Europapark auch - du musst nehmen, was sie dir anbieten und das ist fast food.
Logisch gibt es sehr gute Restaurants in Deutschland, aber zuerst mal nimmt man das Angebot an, das am Zielort vorfindet.

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Stimmt, Brigitte, aber wenn ich hohe kulinarische Ansprüche habe, muss ich eben den Zielort oder die aufgesuchten Lokalitäten etnsprechend sorgfältig auswählen.
Oder mir halt vorher klar machen, dass es in manchen Attraktionen mit Massenzulauf und entsprechender Verpflegung keine sternewürdige Küche geben wird. -
Um mal nur mal eben auf die Frage im Threadtitel zu antworten
NEIN, das ist nicht typisch Deutschland, denn der Europark ist nicht Deutschland, sondern ein Freizeitpark.
Und wenn mir das Gratis-Frühstück nicht geschmeckt hätte, wäre ich in eines der zahlreichen Restaurants oder in ein Hotel gegangen, die es im Resort gibt.
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Herrlich.

Man besucht einen Freizeitpark und schließt aus diesen Erlebnissen auf ein ganzes Land.
Ich war mal an einem österreichischen Autohof, das Essen war katastrophal und die Toiletten alles andere als sauber. Soll ich jetzt ganz Österreich für schmutzig und katastrophal halten? Nach der Theorie von bitzi7 muß ich es wohl. :?bitzi7, reise einmal in eine deutsche Stadt und gehe dort essen und frühstücken, flaniere mal durch die Gassen und erlebe ein wenig mal die für Dich ungewohnte Umgebung. Danach kannst Du vielleicht ansatzweise ein Urteil fällen, wie auch immer dieses aussehen mag.
Ich habe mir auch ein Bild von Österreich und anderen Ländern gemacht, allerdings nicht nach nur einem Kurzaufenthalt in einem "Ghetto" oder Rastplatz.
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@Mausebaer, nur noch ein Satz

Zitat_abholl:Stimmt, Brigitte, aber wenn ich hohe kulinarische Ansprüche habe, ..Zitat_Endedamit habe ich damals auch nicht gerechnet, dass sich keine einzige typisch bayrische Wirtschaft "rechnet" oder was auch immer der Grund dafür ist.

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Möglicherweise ist der Grund, dass das Publikum, darunter auch viele ausländische Tagesgäste, an den "Hauptstrassen" eher solche Lokale bevorzugt und auch viele deutsche Touristen das typisch bayerische nicht unbedingt ganz oben auf ihrer Liste haben.
Ich bin sicher, dass es in der Gegend durchaus bayrische Wirtshäuser gibt, nur in den teuren zentralen Lagen werden die für hohe Pacht und gute Küche nötigen Preise vom Gros der Touristen nicht unbedingt bezahlt werden. Ein gutes Wirtshaus ist auch in Oberbayern nicht an jeder Strassenecke zu finden, da gibts genügend schlechte Beispiele auch auf den Dörfern.Ähnliches Phänomen wie die ewig gleichen Filialisten in den Fussgängerzonen der Innenstädte, wo höherwertige Qualitätsbekleidung eher weniger repräsentiert ist.
Aber Du warts mit den "kulinarischen Ansprüchen" eigentlich gar nicht gemeint, sondern die Erwartung der TE, bitte also nicht falsch verstehen.
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Ich finde die Debatte ausgesprochen lustig.Da ich Bürgerin beider Länder, also D + A bin, muss ich mal kurz mein erstes Österreich-Anekdötchen zum Besten geben:
Nach langer Anfahrt hatte ich Hunger und hab ein halbwegs passabel aussehendes Gasthaus an der B178 in Tirol angesteuert und es gelüstete mich nach einer Currywurst
. Ihhhhhhhhh, ich hab noch nie sowas grauenvolles gegessen!!! Nun gut, man kann ja schonmal daneben greifen.
Nächsten Tag im anderen Lokal ein Wiener Schnitzel bestellt (Wiener Art also vom *******, aber muss ja nicht schlecht schmecken). Ihhhhhhhhh, da kam so ein Teil Pressfleisch aus der Tüte (soviel dann zum Thema Eierpampe aus der Packung im Europapark).Nach diesen herben kulinarischen Rückschlägen wollte ich dann eigentlich von einer Übersiedlung nach Tirol absehen..........

QUATSCH!!! Ich wollte damit nur ausdrücken, das ich beim besten Willen nicht verstehen kann, wie man ein Land an einem einzigen Frühstücksei aus der Tüte festmachen kann. (ist übrigens in vielen, vielen Hotels üblich, auch in A
!!) Wie gut, das die meisten Leute über den "Tellerrand hinaussehen können", im wahrsten Sinne des Wortes.
Mittlerweile hab ich mich eingelebt und esse immer gut, allerdings nicht in einem Freizeitpark.
Allein diese Mehlspeisen haben mich schon so manches Diät-Wochenende gekostet.LG
P.S.: Es gibt in Österreich übrigens tatsächlich nirgends Curryketchup zu kaufen. Ich finde das skandalös und unzivilisiert!!

Für alle die, so wie ich, so ca. alle 2 Wochen einen unstillbaren Jeeper auf Currywurst haben, habe ich in Tirol mittlerweile 2 Adressen aufgetan: Elke`s Grillhütte in Going/beim Möbelhaus Lutz und "Die Wurstkuchl", Oberer Stadtplatz/Kufstein.Weiterhin guten Apettit in beiden Ländern wünscht dobabba
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Rust ist in Länder aufgeteilt.Würde auch nicht bei den Ösis essen!Soll aus Tube kommen
.Bei Holland kommt Essen von Lokaldecke und nicht aus Tube.Denke hier bei HC werden keine Holländerwitze mehr gemacht.Neue(Alte)Zielgruppe macht alle EHRE. 
Gruß Jup -
@abhol, schätze ich auch, dass das der Hauptgrund ist. Ich habe das nur mal ein bißchen aus Sicht des "Einheimischen" miteingebracht.
Mit der Fussgängerzone hast Du auch zu 100% recht. Es wird halt alles erst auffällig, wenn man lust auf lokale Küche hat. Dann merkt man erst, wie schwierig es ist, eine gute Wirtschaft zu finden. Sieht man auch am Beispiel von dobabba.
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Mal ganz ehrlich:
Es gibt wohl in Deutschland eine Menge berühmter Starköche,aaaber
Ein wichtiges Kriterium für Deutsche, in Österreich Urlaub zu machen, ist das überwiegend gute Essen.
Wer aber macht Urlaub in Deutschland, weil dort das Essen so gut ist?

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bitzi7:
Ich glaube, es gab 3 Dinge zur Auswahl und für uns als Vegetarierinnen war das einzig Essbare eine Eierspeise. Jedoch: wir haben den "Koch" beobachtet, wie er einfach aus einer Falsche den "Eierteig" in die Pfanne geschüttet und dort angebraten hat....da ist es uns gleich wieder vergangen....auch die Pommes und Burger und das andere Essen waren lange nicht so gut wie in Österreich..schon klar, schmeckt überall anders, aber ist diese "Eierteig-Aktion" typisch für Deutschland? Wieso schmeckt das Essen so lasch und hat eben wenig Geschmack? Generell glaube ich, man kann auf urlaub in Deutschland verzichten, die Athmosphäre ist auch irgendwie so "kalt"...........Eine "kalte" Atmosphäre wird eher dem Ort geschuldet sein! Ich meine im Europapark würde ich halt keinen Urlaub verbringen und dann ist dies sicherlich auch Massenabfertigung... in Hotel oder Pensionen kann man auch in Deutschland mit viel Herzlichkeit aufgenommen werden, und die Unterschiede zwischen Süd- und Norddeutschland gut kennenlernen!
Zum "Eierteig"... du meinst sicherlich "Vollei". Das mag befremdlich aussehen, allerdings kannst du damit weitgehend sicher sein, keine Salmonellen zu bekommen, da es behandelt wurde! Auch ist dies in einer Massenküche - und Österreich wird da keine rühmliche Ausnahme bilden - nicht unüblich, da es kaum PErsonal gibt, um zig tausend Eier täglich aufzuschlagen!
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War das jetzt ein leichter Anflug von Ironie?

Gibt bestimmt bessere Gründe warum man in Österreich einen Urlaub verbringen kann. Ohne Deinen netten Hinweis wäre ich aber kaum auf das Essen gekommen.
Den ganzen Tag Nockerln, Kaiserschmarrn oder Sacher wäre für mich schon recht gewöhnungsbedürftig.

Na klar, auch ich weiß das die Wirklichkeit anders ist.

Wilfried
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@bitzi7: Ich war zwar noch nie im Europapark, glaube aber nicht, daß er Deutschland richtig abbildet.
Deutschland ist nämlich sehr groß und vielfältig. Sowohl Landschaften und Städte als auch das Essen sind je nach Gegend sehr unterschiedlich.
Um sich ein richtiges Bild zu machen, sollte man mehre Orte besuchen und sich in Ruhe umschauen.
Und: Auch Deutsche können herzlich sein. Wenn Du den Eindruck hattest, wir Deutsche seien "kalt" hast Du vielleicht welche erwischt, die gerade einen schlechten Tag hatten.
Ich wäre auch nie auf die Idee gekommen, des Essens wegen in Österreich Urlaub zu machen und habe auch nicht beobachtet, daß es besser wäre als in Deutschland, wohl anders und auch kalorienreicher. Auf die Dauer bekäme ich Probleme mit meiner Figur.
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Wow, da habe ich ja eine regelrechte Debatte ausgelöst.....:O
Hmpf, bin froh, dass das mit dem Angegriffenfühlen wieder abgeklungen ist, also, dass mir jetzt (hoffentlich) keiner (mehr) böse ist! Ich denke mir halt einfach, dass schon was Wahres dran sein wird, dass "die Deutsche Küche" nicht so gut ist, unabhängig vom Europapark an sich....das mit der "kalten Athmosphäre" meinte ich übrigens nicht personenbezogen, Deutsche und Österreicher sind beide relativ gleich kalt würde ich mal sagen
Ich meinte die Stimmung so, aber es wird schon stimmen, lag sicher an der Freizeitpark-Athmosphäre.Finde es toll, dass man mit euch so konstruktiv diskutieren kann, in anderen Foren wird da schnell mal geschimpft. Danke!
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Ich wage sogar zu bezweifeln, daß es "die" deutsche Küche überhaupt gibt. Von der See bis zu den Alpen gibt es doch erhebliche Unterschiede. Ich würde Dir wirklich raten, Dich mal "durchzufuttern". Es gibt übrigens allerorten auch vegetarische Gerichte. Man muss nur mal drauf achten. Wahrscheinlich war nur das "Gratis-Frühstück" in Rust ein negativer Ausrutscher. Ich mag zum Frühstück auch noch kein Fleisch und hatte im Urlaub in verschiedenen deutschen Gegenden noch nie Probleme. Es gab immer Müsli, Ei, Marmelade, z. T. Kuchen, Tomaten, Gurken usw....
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Bei uns in Deutschland ist es genau wie bei euch in Österreich. Es gibt Fastfood ( für mich ein schreckliches Essen) in Deutschland, Beispiel auch Europapark, und es gibt doch auch Fastfood-Restaurants in Österreich. Wer macht denn schon im Europapark mit Fastfood Urlaub?? Wir auf jeden Fall nicht.
Ehrlich gesagt, die Küche bei uns in Deutschland hat viel regionale Facetten. Und die regionale Küche ist sehr gut. Man sucht sich halt ein Restaurant nach der Küchenleistung aus. Glaub also ja nicht, daß die deutsche Küche sehr schlecht ist. Ganz im Gegenteil und wahrscheinlich hast Du uns mit England verwechselt. Auf die englische Küche kann ich verzichten, habe ein Jahr dort gelebt, und weiß, wovon ich rede.
Nun zu eurer so tollen österreichischen Küche. Nicht jeder mag sie, vor allen nicht die defftigen und üppigen Speisen mit sehr viel Kalorien. Nicht jeder mag eure Süßspeisen, denn die sind auch nicht gesund. Überall gibt es gute und eine nicht empfehlenswerte Küche. Ich finde, Du jubelst deine österreichische Küche viel zu hoch. Ich fahre nach Östereich , um die Landschaft zu genießen und Sport zu treiben.
Da steht das Essen erst an zweiter Stelle. Vegeratische Kost bekommt man da auch nicht überall. Rühreier aus der Tube würde ich weder in Deutschland noch in Österreich zu mir nehmen.
Wenn Du wirklich mit der Deutschen Küche so unzufrieden bist ( im Europapark!?!) dann bleibst Du am besten zuhause. Bei uns gibt es einen guten Spruch: "Was der Bauer nicht kennt, das (fr)isst er nicht! -
Eigentlich dachte ich das Du inzwischen etwas gelernt hast. War wohl nix.

Willst mit „Ich denke mir halt einfach, dass schon was Wahres dran sein wird, dass "die Deutsche Küche" nicht so gut ist“ erneut auf Angriff setzen. :?
Peter Ustinov meinte einmal: Jeder Mensch macht Fehler. Das Kunststück liegt darin, sie dann zu machen, wenn keiner zuschaut.

Wilfried
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Gaukelei:
Ich wage sogar zu bezweifeln, daß es "die" deutsche Küche überhaupt gibt....Jawohl! Das trifft es auf den Punkt. Es gibt unzählige Regionalküchen, die zwar teilweise Ähnlichkeit haben und deren einzelne Gerichte manchmal auch überregional verbreitet sind, sich aber grundsätzlich teilweise sogar deutlich unterscheiden. Von Schwäbischen Linsen über Frankfurter Handkäs, Rheinischen Flönz bis zum Hamburger Pannfisch und noch weit darüber hinaus reicht da die Auswahl. Und dazwischen findet man natürlich überall auch das internationale, weltumspannende Fast-Food-Einerlei....
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ich glaube, die TE ist einfach noch sehr jung und hat bisher nicht wirklich was von der Welt gesehen. Ihre Urlaubserfahrungen scheinen aus der Kindheit zu stammen und wie viele Menschen, die in kleinen, überschaubaren Strukturen aufgewachsen sind, hält sie diese für das Maß aller Dinge.
Wer dann noch an eine Küche gewöhnt ist, die großenteils aus Varianten der gleichen zwei oder drei Themen besteht, hat dann oft Probleme, den völlig anderen Geschmack anderer Produkte, Zubereitungen etc. zu beurteilen und auch zu schätzen und anzunehmen und bleibt halt dann auf die "hervorragende" Küche der Heimatregion beschränkt.Möglicherweise wird sich die Einstellung ja mit zunehmender Reiseerfahrung von Bitzi ändern, wenn sie sich bemüht, auch mal die eingefahrenen Gleise zu verlassen und mal buchstäblich und im übertragenen Sinn über den Tellerrand sieht.
Dazu muss man allerdings die bereits jetzt liebevoll gepflegten Vorurteile über Bord werfen und lernen, sich auch mal auf Fremdes und Ungewohntes einzulassen.