Gedichte, Geschichten und Gedanken
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Hallo!
Hier könnt ihr all eure Gedichte, Geschichten und Gedanken schreiben.
Gedanken zum heutigen Morgen:
Es ist noch dunkel. Ich sitze im Wohnzimmer gemütlich bei einer Tasse Kaffee. Es ist still, meine beiden schlafen noch, nur der Fernseher läuft leise. Mein Sohn hat Grippe und bleibt einpaar Tage zu Hause, mein Schatzi muß gleich los zur Arbeit. Ich höre die Nachrichten in denen sie nochmal erwähnen das Dirk Bach gestorben ist. Gestern Abend habe ich davon schon in den Nachrichten erfahren. Es tut mir leid das er gestorben ist, ich mochte ihn und habe seine Sendungen immer sehr gerne gesehen. Ruhe in Frieden Dirk Bach!Ich wünsche euch Allen einen schönen Tag!!!
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Der Herbst ist da, es ist kühl geworden. Die Blätter haben sich verfärbt und fallen langsam von den Bäumen. Auf den Straßen tummeln sich die Menschen um pünktlich an ihrem Arbeitsplatz zu sein. Ich gehe beim Teich spatzieren der nur einige Gehminuten von mir entfernt ist und beobachte die Natur. Nur eine leichte Brise Wind kann man spühren. Es sind einige ältere Menschen da die die wenigen Enten am Teich mit Brotstückchen füttern. Auch einpaar Kinder spielen schon unbeschwert auf den Wiesen. Ich gehe den Weg der den Teich entlang führt und höre auf meinem I-Pod In the Air Tonight von Phil Collins, eines meiner Lieblingslieder. In einem abgezeunten Bereich befindet sich eine Hundewiese auf der sich eine Frau mit ihrem Hund aufhält. Einige Minuten schaue ich ihr zu wie liebevoll sie mit ihrem Hund spielt, dann gehe ich weiter. Ich komme zu einer kleinen Holzbrücke auf der ein alter Mann steht, nachdenklich beobachte ich ihn ein Weilchen. Traurig denke ich dabei an meinen Opa der sehr krank ist und leidend im Krankenhaus liegt. Mir ist kalt geworden und ich stecke meine Hände in die Jackentaschen um sie einwenig zu wärmen. Mit großen Schritten begebe ich mich wieder auf den Weg nach Hause von meinem kurzen morgendlichen Spatziergang. Zu Hause angekommen mache ich es mir bei Kerzenschein und einer Tasse Tee gemütlich. Während ich euch hier schreibe bekomme ich einen Anruf von meiner Oma. Sie weint sehr am Telefon und sagt mir das es Opa schlecht geht und er nur mehr nach Luft ringt. Mir fehlen die Worte, für einige Sekunden bleibe ich still, weiß nicht was ich ihr sagen soll. Ich mag meinen Opa sehr gerne, er war immer für mich da. Als ich ein kleines Kind war hat er mir das Leben gerettet. Ich bin sehr traurig darüber das er so leiden muß und manchmal denke ich mir das es vielleicht besser währe wenn er Ruhig und Friedlich einschlafen könnte.
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"Dies" habe ich gerade beim "stöbern" gefunden
Das perfekte Herz
Eines Tages stand ein junger Mann mitten in der Stadt und erklärte, dass er das
schönste Herz im ganzen Tal habe.
Eine große Menschenmenge versammelte sich, und sie alle bewunderten sein Herz,
denn es war perfekt. Es gab keinen Fleck oder Fehler in ihm.
Ja, sie alle gaben ihm Recht, es war wirklich das schönste Herz, was sie je gesehen hatten. Der junge Mann war sehr stolz und prahlte noch lauter über sein schönes Herz.Plötzlich tauchte ein alter Mann vor der Menge auf und sagte: "Nun, Dein Herz ist
nicht mal annähernd so schön, wie meines."
Die Menschenmenge und der junge Mann schauten das Herz des alten Mannes an.Es schlug kräftig, aber es war voller Narben, es hatte Stellen, wo Stücke entfernt
und durch andere ersetzt worden waren. Aber sie passten nicht richtig, und es gab
einige ausgefranste Ecken.....genauer... an einigen Stellen waren tiefe Furchen,
wo ganze Teile fehlten.Die Leute starrten ihn an. Wie kann er behaupten, sein Herz sei schöner, dachten sie?
Der junge Mann schaute auf des alten Mannes Herz, sah dessen Zustand und lachte:
"Du musst scherzen", sagte er, "Dein Herz mit meinem zu vergleichen. Meines ist perfekt
und Deines ist ein Durcheinander aus Narben und Tränen.""Ja", sagte der alte Mann, "Deines sieht perfekt aus, aber ich würde niemals mit Dir
tauschen. Jede Narbe steht für einen Menschen, dem ich meine Liebe gegeben habe.
Ich reiße ein Stück meines Herzens heraus und reiche es ihnen, und oft geben sie mir ein Stück ihres Herzens, das in die leere Stelle meines Herzens passt.
Aber weil die Stücke nicht genau sind, habe ich einige rauhe Kanten, die ich sehr schätze, denn sie erinnern mich an die Liebe, die wir teilten.
Manchmal habe ich auch ein Stück meines Herzens gegeben, ohne dass mir der andere ein Stück seines Herzens zurückgegeben hat. Das sind die leeren Furchen.
Liebe geben heißt manchmal auch ein Risiko einzugehen.Auch wenn diese Furchen schmerzhaft sind, bleiben sie offen und auch sie erinnern mich
an die Liebe, die ich für diese Menschen empfinde und ich hoffe, dass sie eines Tages zurückkehren und den Platz ausfüllen werden.
Erkennst du jetzt, was wahre Schönheit ist?"Der junge Mann stand still da und Tränen rannen über seine Wangen.
Er ging auf den alten Mann zu, griff nach seinem perfekten jungen und schönen Herzen
und riss ein Stück heraus. Er bot es dem alten Mann mit zitternden Händen an.
Der alte Mann nahm das Angebot an, setzte es in sein Herz.
Er nahm dann ein Stück seines alten vernarbten Herzens und füllte damit die Wunde des jungen Mannes Herzen. Es passte nicht perfekt, da es einige ausgefranste Ränder hatte.
Der junge Mann sah sein Herz an, nicht mehr perfekt, aber schöner als je zuvor, denn er spürte die Liebe des alten Mannes in sein Herz fließen.
Sie umarmten sich und gingen weg, Seite an Seite.Narben auf dem Körper bedeuten, dass man gelebt hat....
Narben auf der Seele bedeuten, dass man geliebt hat....
Dani, Dir wünsche ich, daß es Deinem Opi bald etwas erträglicher geht und daß Du
und Deine Familie die Kraft habt, das "Gegebene" zu aktzeptieren und jetzt einfach noch
für ihn da seid. Ganz liebe Grüße von Chris
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@sunshine48: Vielen Dank für diese schöne Geschichte und deine lieben
Worte
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Herbstwaldgeflüster
Heftig hatten die ersten Herbststürme über dem Land getobt.
Auch Regen hatten sie mitgebracht und kühle Luft.“Nun ist der Herbst da”, sagten die Menschen. Sie seufzten ein
bisschen und dachten an die warmen Sommertage zurück.Auch die Waldfrüchte, die Eicheln, Bucheckern, Nüsse und Kastanien
grämten sich. **Fast alle hatte der Sturm von den Bäumen gerüttelt
und zu Boden geworfen.**Und da lagen sie nun zwischen Herbstlaub und
Gräsern - nackt und schutzlos,´denn ihre warmen Hüllen hatten sie
beim Aufprall verloren.Was für ein Schreck! Überall im Wald hörte man, wenn man ganz still
war und lauschte, ein leises Schluchzen.
“Meine schöne grüne Haut”, jammerte eine Nuss. “Braun ist sie in
den letzten Wochen geworden und nun habe ich sie verloren.”
“Ich vermisse mein schickes braunes Hütchen”, rief eine Eichel.
“Und ich meinen braunen Fruchtbecher”, klagte die Buchecker.
“Meinen Zwilling habe ich****auch verloren. Wir sind nämlich immer
zu zweit und nichts kann uns trennen.”
“Nur der Herbststurm”, heulte die Kastanie. “Er hat euch getrennt.
Doch was soll ich sagen? Mein grün-gelber Stachelmantel ist verschwunden.
Der Herbstwind hat ihn mir geraubt.”
“Unsinn”, sagte die Nuss. “Unsere Kleider liegen wie wir hier irgendwo
auf dem Waldboden****und dort werden sie nun verfaulen.”
“Nein, oh nein”, rief die Eichel. “Das darf nicht sein.”
“Du lügst”, schrie die Buchecker, und die Kastanie sagte empört
“Du dumme Nuss!” zur Nuss.
**“Phh!” Die Nuss schwieg beleidigt, während die Waldfrüchte ihr Schicksal beklagten.**Und jede wusste etwas anderes zu dem, was ihnen widerfahren
war, zu sagen.“Streitet euch nicht!”, mischte sich ein Waldpilz ein. “Ihr solltet euch
besser im Gras oder unter einem Blatt verstecken. Grabt euch in die
Erde hinein, bildet Wurzeln und wachst zu neuen Bäumen heran!
Oder wollt ihr, dass euch die Tiere, die Mäuse, Hamster, Wildschweine
und Eichhörnchen, auffuttern? Auch bei den Menschen seid ihr sehr
beliebt.”
“Die Menschen?”, kreischte die Kastanie. “Wollen die uns etwa auch
aufessen?”
“Sie lieben euch über alles”, sagte der Pilz leise. “So wie uns Pilze auch.”
**“Oje oje oje!” Noch lauter hallte das Wehklagen der Waldfrüchte durch
den Wald.**Und vor lauter Klagen vergaßen sie ganz, den Rat des Pilzes
zu befolgen und sich zu verbergen.“Warum weint ihr?”, hörten sie da plötzlich ein Kind fragen.
Und ehe sich die Waldfrüchte versahen, lagen sie in einer warmen
Kinderhand.
Vor Schreck waren sie ganz stumm geworden.
“Schön seht ihr aus!”, sagte das Kind fröhlich. “Schon viele von euch
habe ich heute gesammelt. Sammeln macht Spaß und Herbst ist toll, oder?
Ein Kinderfinger streichelte über die Früchte. “Bäume sollt ihr werden.
Große starke Bäume mit vielen Früchten. Klar?”
Die Waldfrüchte schwiegen, nur die Nuss sagte leise: “Klar!”
Das Kind lachte. Dann warf es die Eichel, die Buchecker, die Kastanie
und die Nuss mit Schwung auf die Waldlichtung.
“Viel Glück!”, rief es ihnen hinterher.
Viel Glück! Ja, das konnten sie brauchen, die Vier.
Doch wer braucht das nicht?- Elke Bräunling -Und auch diese kleine Geschichte zeigt, dass es gut ist, alles im positiven Licht zu sehen

Es war einmal ein Buchenblatt. Den Sommer über hatte es den Baum
mit seinem kräftigen Grün geschmückt. Doch nun war es immer
trockener und unansehnlicher geworden.Als es zur Erde fiel, war sein letzter Gedanke: "Ach, nun bin ich zu
gar nichts mehr nütze!"Doch da kam ein kleiner Käfer vorbei.
Er sah das Buchenblatt und schnappte es sich, um darunter seinen
Winterschlaf zu halten.Und beim Einschlummern dachte das Käferchen: "Ein schöneres Dach
könnte ich mir nicht wünschen!"
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Das ist eine sehr schöne Geschichte!!! Danke @Chris !!!
Am Waldessaume träumt Föhre,
Am Himmel weiße Wölkchen nur,
Es ist so still das ich sie höre,
Die tiefe stille der Natur.Rings Sonnenschein auf Wiesn und Wegen,
Die Wipfel stumm, kein Lüftchen wach,
Und doch, es klingt als ström ein Regen
leis tönend auf das Blätterdach.
(Theodor Fontane) -
Lächeln...
Wir sollten Lächelnd durchs Leben gehen.
Es wäre einfacher,
und auch wieder schön.
Doch wirft man uns Steine in den Weg,
dann sollten wir nicht vergessen,
wie das mit dem Lächeln geht.
Das Leben ist zu kurz
für Zank und Streit,
ein Lächeln sollte man haben, immer bereit.
Auch wenn uns das Leben überhäuft
mit Kummer und Leid.
Ein Lachen lenkt uns in die richtige Spur.
Mit Lachen erträgt man das Leben nur.
Lass alle laufen mit vergrämten Gesicht.
Du aber Lache,
ein Lächeln kostet nichts.
Mit Lächeln und Lachen
treibt man Tränen fort,
und Freude und Frieden
nehmen ein den Ort.
Drum sei zum Lächeln immer bereit,
wer weiß wann kommt die Ewigkeit.
(Franz Jarek) -
Mondnacht
Es war alls hätt der Himmel
die Erde still geküsst,
dass sie im Blütenschimmer
von ihm noch träumen müßt.Die Luft ging durch die Felder
die Ähren wogten sacht,
es rauschten leis die Wälder
so sternenklar war die Nacht.Und meine Seele spannte
weit ihre Flügel aus,
flog durch die stillen Lande,
als flöge sie nach Hause. -
Leise rauscht der Wind durch die Krone der alten Pinie. Die Wellen schlagen sanft gegen das felsige Ufer. Der Mond glitzert auf dem Wasser, während die alten Lampen ihm das Licht streitig machen wollen. Ein Duft von wilden Kräutern, gemischt mit brennender Holzkohle zieht vom Land herüber. Leise klingen romantische Weisen aus uralten Lautsprechern gegen das Konzert der Wellen an. Der Wirt bringt zunächst für uns einen schmackhaften Bauernsalat, einfach aber gut, während eine kleine Katze um unsere Füße streicht. Kurz darauf weht der Duft frisch gegrillten Fisches zu uns herüber. Die alte
Wirtin bringt uns mit einem freundlichen Lächeln unsere nachbestellten Getränke, während in der Ferne auf dem Meer das Licht eines kleinen Fischerbootes aufleuchtet.
Die wenigen anderen Gäste sind in diesem Moment in die romantische Stimmung versunken. Der gegrillte Fisch mit Kartoffelscheiben und einer köstlichen Knoblauchsosse wird serviert.
Nach dem wohlschmeckenden Essen wird eine Runde köstlichen Landweines ausgegeben, während niemand darauf achtet, wie die Zeit dahin läuft. ZU späterer Stunde kommt der Wirt mit einem Musikinstrument aus seiner einfachen Taverne, das Musikinstrument ist eine Bouzouki, und spielt schwermütige aber wunderschöne griechische Melodien, zu denen er sich in der typischen Art alter griechischer Tänze bewegt. Ja, das ist Griechenland, ja, das haben wir vor Jahren live erlebt und genau das sind Momente, die wir bis heute nie vergessen haben. -
@Bernd, Eine sehr schöne Geschichte die du geschrieben hast
. Am schönsten sind ja doch die Geschichten die das Leben schreibt in deren Handlungen wir das beschreiben was wir erlebt haben. -
Jetzt sitz ich wieder dumm,
berieselt vor der Glotze rum.Dann schleich ich zum PC
und seh...
nur Stumpfsinn hier und dort!Am liebsten würd' ich gehn
die Welt erobern,
andres sehn.Doch starr, stattdessen.
bleib ich bravund denk' ich bin und bleib
ein Schaf! -
@Ronja, Danke!!! Auch eher lustige Gedichte, Geschichten und Gedanken sind hier Herzlich Willkommen !!!

Wunderbarer Morgen
Als der Tag noch nicht da,
in den Träumen und dazwischen
wach mit der Erinnerung
und wieder in den Traum gefallen. -
Der Freitag
Ein herrlicher Herbsttag ist heute, es ist schön warm und die Sonne lacht von den wenigen Wolken hervor. Nur ein ganz schwacher Wind ist zu spühren. Auf den Straßen geht es hektisch zu. Einige Leute gehen mit vollen Einkaufstaschen ihres Wochenendeinkaufs die Straßen entlang. Die Autos brausen durch die Gassen, die Freitagshektig hat sich eingestellt. Einige kleine Buben und Mädchen machen sich mit ihren vollgepackten Schultaschen sie sie am Rücken tragen auf den Weg nach Hause. Im 5Minuten Tackt fährt der Autobus in die Station ein. Grantik drängen sich einige Menschen mit grimmigen Gesichtern aus dem Bus. Andere laufen geschwind um noch einsteigen zu können. Freitag ist heute, Ende der Woche. Das Wochenende naht mit schnellen Schritten, nur noch ein paar Stunden. Die Sonne hat sich bereits angekündigt. Genießt das schöne Wochenende denn im nu ist es vorbei und die Hektig des Wochentages wieder da. Nehmt euch Zeit für die wirklich wichtigen Dínge im Leben und vorallem Zeit für die Menschen die euch wichtig sind.
Schönes Wochenende!!!

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@delgobbo99: lustig, du findest mein Gedicht lustig? Du verkennst eindeutig den Ernst der Lage
. -
@Ronja, Dein Gedicht ist sehr schön
. Ich nehme an, du hast es selbst Gedichtet, oder ? -
Es freud mich sehr das doch einige hier mitschreiben
. Als ich diesen Thread eröffnet habe wußte ich ja nicht wie das im Fun Forum ankommen würde. Es sind alle Herzlich Eingeladen hier mitzuschreiben. Ich freue mich über jede Geschichte, Gedichte oder Gedanken die ihr schreibt. -
Ode auf einen Flughafen:
Der Wind kommt auf sofern man dann
erdenkt was dort passieren kann:
Wird auf mein´ Kopp der Himmel fallen?
Verbrennen mich die Feuerquallen?
Werd ich direkt schon einkassiert,
wenn´s mich bloß an den Händen friert?
Was werden die Behörden denken
falls meine Finger sich verschränken?
Das ist ein dämliches Gedicht
Applaus verdient es wahrlich nicht! -
Öde auf einem Flughafen
Es ist morgens 6:30 Uhr und mir ist kalt. Ich stehe am Flughafeneingang und warte darauf, dass mein Gepäck und ich zum ersten Mal durchleuchtet werden. Ich packe meinen Laptop aus und lege ihn in eine graue Kiste. Ich gehe durch die Schleuse, es piept, Fummelcheck. Bei mir piept es immer. Vermutlich würde es auch piepen, wenn ich nackt durch die Schleuse ginge, obwohl alle Körperteile (noch) Originale sind. Das bleibt dem geneigten Publikum aber erspart.
Der graue Kasten spuckt meine Besitztümer aus, keine Beanstandung. Doch. Das ist nicht mein Rechner. Was heißt Verwechslung auf Türkisch? Irgendwie mache ich mich verständlich, über die Bandaufzeichnung wird der Übeltäter ermittelt, er steht bei Turkish Airlines an. Ein paar verbindliche, entschuldigende Worte und schon ist der richtige Rechner beim jeweiligen Eigentümer.
Ich stelle mich am Corendon-Schalter an. Hier wird meine Geschichte bereits erzählt. Ein Türke hat versucht, einem Deutschen den Computer zu klauen. Was hätte er denn davon gehabt, frage ich mich, halte aber den Mund. Verschwörungstheoretiker soll man bekanntlich nicht aufhalten, es ist zwecklos.
Gepäck eingecheckt, Zwischenstopp an der Apotheke. Aspirin. Abschiedsabende können hart sein. Bordkartenkontrolle. Zweiter Check. Keiner scheint mehr Interesse an meinem Rechner zu haben. Gelangweilter Blick des Beamten auf meinen Pass. Ob er den Spruch von Ephraim Kishon kennt? "Wer anfängt, seinem Passbild ähnlich zu sehen, sollte in Urlaub fahren." Stempel. Wo war noch gleich die Raucherterrasse?
Mir ist wieder kalt, aber Sucht hat ihren Preis. Ein schwer bewaffneter Polizist, schwer korpulent, kommt auf die Terrasse. Er muss kurz vor der Rente stehen, in letzter Zeit schien er wenig Sport getrieben zu haben. Ob er im Ernstfall etwas treffen würde? Vermutlich seinen Oberschenkel.
Eine Cola, lütfen. 500 ml, 5,50 € am Kiosk. Immerhin gibt es einen Plastikbecher gratis. Ich will ins Flugzeug, schlafen. Am Gate drängelt sich alles. Sitz 3 D. Ich setze mich und warte, bis alle verschwunden sind, im Finger staut es sich sowieso noch einmal. Durchsage. "... wir uns freuen würden, Sie bald wieder in der Türkei begrüßen zu dürfen." Ja, dürft ihr. Euer Land ist wunderschön. Wenn nur der öde Flughafen nicht wäre.
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Ankommen
Kleine Nebel wirbeln durch die geöffnete Kabinentür herein und verheißen Wärme - endlich: Ich bin wieder da!
Wir krabbeln nach draußen, es wird geächzt und geklagt - ich schreite meinen innigsten Wünschen aufrecht und voller Freude entgegen. So - genau so! - sollte es sein.
Die Veränderung trifft mich nicht, sie durchflutet mich und richtet mich aus auf Wohlbefinden.Der Wind riecht nach Kerosin, ich rieche Meer. Der Schalter in meinem Kopf ist umgekippt und nimmt Fahrt auf in Richtung unbändigen Genusses. Ich bin wieder da. Endlich!
Ich genieße eilige Drängler da und dort, den Triumph ohne Drängeln nicht abgehängt zu werden und beschließe jeden Schritt auf diesem Boden voller Dankbarkeit allein für´s Hiersein auszuführen.
Ich wollte nur ankommen, und da bin ich!