Vollformat-DSLR
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Hat einer von euch Erfahrungen mit einer Vollformat-DSLR? Falls ja, welche Kamera mit welchen Objektiven für welche Zwecke und Fotosituationen benutzt ihr?
Und bitte keine, in vielen Foto-Foren leider üblichen, Schw...vergleiche zwischen Nikonianern und Canonieren.
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Vorab: Nein, keine Eigenerfahrung. Überlegst Du einen Umstieg? Teurer Spaß, weil Du wahrscheinlich auch neue Objektive brauchst und da langen die Hersteller (Canon und Nikon gleichermaßen) ganz schön zu.
Ich hab unlängst einen schönen Verleich zw. APS-C u. Vollformat bei Vimeo (ist sowas wie youtube nur besser) gesehen: http://vimeo.com/10115339
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Danke für den link...sehr interessant...spricht genau die Fragen an, die ich mir stelle!
Ja, ich würde auch neue Optiken benötigen und ja, ich stelle mir natürlich auch die Frage, ob sich das auch wirklich lohnt. Ich suche einfach nach Möglichkeiten in den Bereichen Landschafts-, Architektur-, by-Night- und People-Fotografie noch bessere Ergebnisse zu erzielen. Neben der Tatsache, daß zwar letztlich immer noch der Mann hinter der Cam die Bilder macht, interessiert es mich ohne Crop (also in den "wirklichen" Brennweiten der Objektive) und mit potentiell besserer Schärfe (wenn man es richtig macht) und v.a. größerer selektiver Schärfe (auch hier, wenn man es richtig macht) zu fotografieren.
Zur Info und vielleicht auch Deiner Einschätzung:
Aktuell fotografiere ich mit einer Sony Alpha 77 und würde diese auch v.a. für die Bereiche Sport-, Tier- und Streetfotografie auf jeden Fall behalten. -
Wie gesagt, mir fehlt die Eigenerfahrung. Aber im DSLR-Forum hat unlängst jemand geschrieben: "Ich hab eine Vollformat- und eine Crop-DSLR und mach mit beiden gute und schlechte Fotos." Eine sehr entspannte Betrachtung des Themas.
Bei uns gibt's Fotoläden, wo man sich div. Kameras gegen Gebühr ausleihen kann, vielleicht findest Du so etwas auch in Deiner Nähe. Dann könntest Du einen ganzen Tag lang intensiv ausprobieren.
Zur selektiven Schärfe: Mir gelingt das (natürlich auch nur, wenn ich es richtig mache ) auch mit der Crop-Kamera sehr gut. Hab ein 50mm 1.8, und bald auch ein 35mm 1.8, die sind beide sauscharf und haben bei offener Blende eine sehr geringe Schärfentiefe.
http://www.flickr.com/photos/nodurians/7863021582/in/set-72157631250068434
http://www.flickr.com/photos/nodurians/7863017738/in/set-72157631250068434 -
Yep, unabhängig von der Kamera ist letztlich derjenige der den Auslöser drückt und die Einstellungen vorgenommen hat der entscheidende Faktor - der Rest ist v.a. Physik...und genau da stellt sich mir die Frage, ob ich da wirklich (unbestritten, das es auch mit APS-C Cams Möglichkeiten gibt) für mich sichtbare (entscheidende!) Vorteile und "Mehrwerte" erziele.
PS:
2 tolle Fotos! -
Eben, die Kosten sind enorm und 3.500 Euro eher noch die untere Grenze.
Ausprobieren konnte ich es (allerdings im Messe-"Stress" ) auf der "photokina" vor kurzem sowohl am Canon-, alsauch am Nikon- und Sony-Stand - war toll!
Ja, ich werde mal versuchen über die hier ansässigen Foto-"Dealer" an eine oder mehrere "Leih"-Cams zu kommen...alternativ über Canon oder Nikon direkt.
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Hallo Holger,
ich habe seit meheren Jahren eine 5D mit einem Sigma 12-24mm, Canon 24-70 2.8L, Canon 70-200 2.8L, Sigma 150mm Makro, Canon 85mm 1.8 und einem Canon 100-400L.
Ich habe auch noch eine 350D im Schrank liegen, die ich aber nicht mehr nutze. Ich muss sagen, dass der Sprung zw. den beiden DSLR schon gewaltig war.
Hauptsächlich fotografiere ich Landschaft, Tiere und Architektur. Manchmal auch etwas Sport, aber eher selten, da meine 5D dafür weniger geeignet ist. Die beiden Mark II und III-Nachfolger meiner Kamera wären schon was, aber ich bin nach wie vor mit meiner alten 5D sehr zufrieden und auch nicht dem Pixelwahn verfallen, 12,8 Mio. genügen mir. Von Crop auf Vollformat ist schon ein riesen Unterschied. Allein mit meinem Standartojektiv 24-70 bekomme ich schon tierisch viel in der Breite aufs Bild.
Ich würde mir nur noch einen Vollformat-Kamera holen, auch wenn die Anschaffung nicht ganz billig ist.
Gruß
Frank -
für unten habe ich doch noch mein 12-24 (echt)

aber dies ist mir nicht so wichtig, denn die 122 Grad Bildwinkel sind schon oft schwierig von den Lichtverhältnissen in der Breite.
oben herum hätte ich gern noch noch etwas mehr als die 400mm, ist aber leider nicht bezahlbar -
Die Bildqualität der Vollformat-DSLR's ist natürlich unbestritten, aber man sollte sich schon im Klaren sein, dass
-) auch jeder Objektivkauf gewaltig ins Geld geht
-) man bei den Vollformat-DSLR's auf praktische Einsteigerfeatures wie z.B. ein schwenk- und klappbares Display verzichten muss und
-) die Dinger viel schwerer und unhandlicher sind als die Consumermodelle.Interessant finde ich die Brennweitenfrage. Ich hab "nach oben" 85 mm (entspricht ca. 130 mm KB-Format) und mache gerade mal 3% meiner Fotos mit der vollen Brennweite. Für mich sind preiswerte und qualitativ hochwertige Festbrennweiten interessanter. 35mm 1.8 um 180 Euro gibt's für Vollformat-Kameras nicht.
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- Klar, jeder Oktjektivkauf geht wirklich ins Geld, allerdings ist hier fast kein Wertverlust auch nach Jahren vorhanden.
- "Einsteigerschnickschnack", i.d.R. verzichtet Vollformat darauf z.B. einen integrierten Blitz, wozu auch. - Bei meiner Ausrüstung ist nicht die Kamera schwer, sondern die Objektive bringen das Gewicht und brauchen den meisten Platz im Rucksack
- es gibt auch sehr gute gebrauchte Vollformatkameras, im dforum werden z.B. 5DII zu atraktiven Preisen von Usern angeboten.
- Wenn man einmal investiert hat, dann sollte man sich auf einen Hersteller festlegen, sonst würde man viel Geld verbrennen.
- Klar, jeder Oktjektivkauf geht wirklich ins Geld, allerdings ist hier fast kein Wertverlust auch nach Jahren vorhanden.
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Frank und Gabi:
- "Einsteigerschnickschnack", i.d.R. verzichtet Vollformat darauf z.B. einen integrierten Blitz, wozu auch.Der integrierte Blitz leistet gute Dienste z.B. bei Gegenlichtportraits. Find ich sehr praktisch.
Mittlerweile gibt's übrigens sowohl von Nikon als auch Canon eine Einsteiger-Vollformat-DSLR mit jeder Menge Schnicki (z.B. auch Motivprogrammen, die Nikon hat sogar einen integrierten Blitz). Man will also auch Anfänger auf die Vollformatschiene bringen.
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Ich arbeite lieber mit einem externen Blitz, da habe ich fast nie rote Augen und kann das Licht besser dosieren (auch über indirektes Blitzen). Ansonsten ist es schon logisch, lieber mit integriertem Blitz bei Gegenlicht Portraits machen, sonst kann man es auch gleich lassen.
Mehr Kunden i. Rtg. Vollformat zu bringen, wird auch den Herstellern die eigene Gewinnmarge erhöhen.
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@ Holginho:
Hast du in der Zwischenzeit schon die Infos erhalten, die dir noch gefehlt haben oder wie schaut es aus?Gruß
Frank -
Ich arbeite mit beidem, und auf Reisen begleitet mich meist meine APS-C Kamera weil sich diese mit weniger Gewicht aufs Gepäck auswirkt. Es gibt auch professionelle DSLR-Kameras mit APS-C Sensor. Die Unterschiede sind lediglich im Grundrauschen des Sensors zu bemerken. Der Unterschied zwischen den Einsteigerkameras und den professionellen Kameras mit APS-C Sensor bemerkt man lediglich daran das die Gehäuse der professionellen schwerer sind, Magnesium-Legierung. Zudem bieten die Einsteiger Modelle meist Vorwahlprogramme für verschiedene Situationen, während bei den professionellen sogar der integrierte Blitz explitzit zugeschaltet werden muss. Wobei der integrierte Blitz hält in der Regel nicht viel her.
Das Grundrauschen des Sensors kann man in Bildbearbeitungsprogrammen wie Photoshop und Gimp etwas abmildern, wodurch sich der Unterschied zwischen Vollformat und APS-C kaum bemerkbar macht. -
Also zunächst mal sind wir ja hier in einem Reise-Forum.
Von daher finde ich es sehr mutig vom TO auf eine REISE eine Vollformat-DSLR mit zu schleppen !!
Nicht nur der Wert (auf bei Langfingern sehr gut bekannt), sondern vor allen Dingen das in dieser Liega notwendige Gewicht ... nebst extrem teuren Objektiven ... würden für mich auf Reisen somit ein NO GO für Vollformat geben.Wenn Du allerdings - und davon muss ich folglich ausgehen - eine spezielle Fotoreise unternimmst, dann ist das etwas anderes.
Aber selbst auf meinen ausgesprochenen Fotoreisen habe ich bewusst immer nur eine vernünftige APS-Format DSLR dabei.Wenn mir jemand eine Canon 10D oder 20D im Urlaub nebst einem alten und abgegriffenen SIGMA 18-50 f2,8 klaut ... dann ist das zwar auch sehr ärgerlich ... aber bei weitem noch nicht so schmerzhaft, wie wenn mir eine Canon 1Ds oder eine 5D-Mk3 nebst L-Gläsern flöten geht.
Und wie bereits geschrieben ... im Urlaub sollte man Kompromisse eingehen.
Da macht eine vernünftige APS-Format DSLR ebenso gute Bilder.
Wenn Du keine solche hast, dann würde ich Dir für den Urlaub z.B. eine Canon EOS 20D (oder gar noch eine EOS 10D) für um die 100-150 Euro in Ebay, sowie ein lichstarkes Objektiv mit f2,8 (günster aber sehr gut von SIGMA) empfehlen.Gruß Oli