Sicherheit in Kenia
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Hallo,
wir planen unsere nächste Reise für nächstes Jahr im Sommer.
Unser (Traum-) Ziel ist eingentlich eine Kombitour in Kenia
3-5 Tage Safari + Badeurlaub (vielleicht Diani Beach).
Da man vom Auswärtigen Amt nur negatives hört und
durch Diverse Glaubensstreitigkeiten die Stimmung dort sehr
aufgewühlt ist, wollte ich mal nachfragen ob jemand dieses
Jahr (Sept. - Okt.) in Kenia war und mir vielleicht einen
besseren Eindruck von dort wiedergeben kann.
Auch vom Tauchsport wird in Kenia im moment abgeraten, wegen
der Hochseepiraterie (kann mir jemand was dazu sagen???).
Oder ist man besser beraten, wenn man sich für nächstes Jahr
ein anderes Reiseziel aussucht.
Habe mir auch schon Südafrika angeschaut, aber in der
Sommerzeit ist dort das Wetter nicht so prickelnd...
Freue mich über viele Antworten von euch. -
Hallo,
schau mal in den bereits bestehenden Thread zum Thema.
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Hallo,
die aktuelleren Hinweise findest Du unter
www.holidaycheck.de/thema-Gewalt+in+Kenia+Mombasa+buchen+oder+nicht-id_197961.html?page=1#paginateAnchorIch würde erst einmal die Wahlen abwarten, leider gab und gibt es z.Zt. (im Gegensatz zu 2008) bisher mehr Probleme an der Küste, vor allem hervorgerufen durch MRC – Mombasa Republican Council.
Cora -
Wir sind vor einer Woche leider wieder zurück und haben festgestellt daß überall viel kontrolliert.Es gingen Gerüchte rum daß man auf der Fähre eine Wagen mit Sprengstoff gefunden hat.Bei uns im Kaskatzi waren Tagungen von Regierungsbeamte und da glich das Hotel einer Festung.Man wurde sogar beim betreten vom Supermarkt abgetastet.Hubschrauber umkreisten das Hotel.ABER wir haben nichts mitbekommen von Unruhen oder irgendwelchen Glaubensstreitigkeiten.Wir sind zweimal von Diani bis Shanzu gefahren.Alles war friedlich.Was eben nur auffiel war die Große Menge von Polizei. Das kannten wir so nicht. Und im Hotel ist man eh sicher.Laßt euch nicht verunsichern.Plant also Gruß Rosi
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Hoffe ihr hattet einen schönen Urlaub.
Das mit dem Abtasten beim Supermarkt wird schon seit ein paar Jahren gemacht, hat also mit der aktuellen Situation nicht viel zu tun. Auch das man beim reinfahren in die Malls den Kofferraum aufmachen muss und evtl. sogar mit Spiegeln unters Fahrzeug geschaut wird ist mittlerweile ganz normal.
Dies nur als Ergänzung und zur Beruhigung.
Gruß
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Ich bin auch seit einer Woche wieder hier in Deutschland und muss sagen an der Nordküste war gar nix . Keine Polizeikontrolle , kein Taschendurchsuchen nix.
Ich hab mich sehr sicher gefühlt auch in Mtwapa oder sonst wo ich war in Kenia.
Bin Matatu gefahren oder mit dem großen Nairobi Bus.Im Gegenteil zu hier als ich aus dem Flugzeug stieg und am Flughafen war sah ich überall Polizei und Polizeihunde , hab mich dann natürlich auch gefragt gefragt was ist ist hier los .
LG Jassi
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Also ich finde nichts dabei wenn etwas mehr Polizei unterwegs ist, umso besser, da fühle ich mich viel sicherer.
Es gibt ab und zu hier auch Überfälle auf Weisse, die aber zu 95 % mit Beziehungsstress zu Urlaubsbekannschaften ( meist bei Langzeiturlaubern ) zu tun haben.
Ansonsten ist Kenia eines der sichersten Länder Afrikas. Vor allem Tagsüber kann man sich überall frei bewegen, wer natürlcih mit Geld um sich schmeisst oder allen normalen Menschenverstand zu Hause lässt, der kann auch schlechte Erfahrungen machen, aber wie überall auf der Welt.
Und Abends mit dem Leihwagen oder Taxi unterwegs, das gehört dazu, es gibt viele tolle Restaurants hier oder PArtys, die man erleben sollte, zB Reggaenight jeden Freitag im Tropikana, oder Kim4LOve am Wochenende, viele Möglichkeiten sind gegeben und wer hier im Hotel bleibt verpasst das Beste vom Urlaub.
Ich bin seit vielen Jahren hier und lebe jetzt auch hier, aber Angst habe ich noch nie gehabt, in Städten in Deutschland in der Nacht habe ich mich unsicherer gefühlt. -
Hallo,
also ganz so einfach, wie im Beitrag von tropika beschrieben, ist es leider nicht. Es ist richtig, dass man sich am Tag problemlos bewegen kann und nachts nur mit dem Taxi unterwegs sein sollte, das war schon immer so. Bei Einhaltung einiger Sicherheitsmaßnahmen konnte man auch abends schon immer weggehen.
Aber die letzten Vorfälle hatten nichts mit weißen Residents oder Touristen zu tun, was in der letzten Zeit leider in Kenia passiert, hat eher mit Al Schabab und dem separatistischen MRC und den anstehenden Wahlen zu tun. Der MRC ruft z.B. an der Küste zum Boykott der Wahlen auf. Es gab nach den Vorfällen, bei denen einige Menschen getötet wurden (betroffen war die Nord- wie die Südküste) Razzien und Verhaftungen, aber leider finden sich immer wieder welche, vor allem Jugendliche, die Gewalt ausüben. Und wir waren imSeptember auch überrascht wie aggressiv einige Beachboys, die wir schon lange kennen und mit denen wir uns schon öfter unterhalten haben, plötzlich redeten.
Die meisten Kenianer hoffen und beten, dass es zu den Wahlen ruhig bleibt, aber wir können nur hoffen.
Cora
Und jetzt streiken auch noch die Arbeiter der Fähre zur Südküste wieder einmal.
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Ich würde nicht jede Meldung auf die Goldwaage legen und als Gefahr für die Sicherheitslage aufnehmen.
Wir reden hier immer noch von einem afrikanischen Land. Es ist die Mentalität der Afrikaner, sich in vieles "hineinzusteigern" und so zu leben. Ihre Begeisterung für etwas zeigt sich immer viel stärker als bei uns Mitteleuropäern. Und natürlich auch ihre Wut über etwas.
Das war so und wird auch immer so bleiben.
Ferner bin ich dagegen, immer nur von Unruhen zu sprechen. Wie gesagt, es ist Afrika.
Unabhängigkeitsbestrebungen gibt es in Kenia seit vielen, vielen Jahren. Die gibt es auch in Europa. Ich denke da nur mal an das Baskenland. Auch wenn die ETA Frieden geschlossen hat, heisst das lange nicht, dass die nicht unabhängig sein wollen.
Und natürlich gibt es Menschen an der Küste, die eine solche Unabhängigkeit befürworten würde. Meint man doch, wirtschaftlich stärker zu sein.Al Shabab ist auch definitiv in Kenia aktiv. Und? Bei uns gibt es "Sauerlandgruppen", "NSU" usw. Der Unterschied ist sicherlich, dass unsere Sicherheitsbehörden besser arbeiten. Aber das Al Shabab insbesondere an der Südküste aktiv wird, halte ich für unwahrscheinlich. Dazu fehlt einfach die "Rückendeckung" der Bevölkerung. Ausschließen kann man nie etwas, aber dann sollte man Kenia meiden.
Und zum guten Schluss der Streik der Fähre: Dürfen die nicht streiken? Dürfen nur wir Deutsche streiken? Würde dieser Arbeitsplatz in Deutschland sein, würde die Fähre gar nicht mehr fahren. Bei den Arbeitsbedingungen nur verständlich.
Um noch mal eins klarzustellen: Kenia ist definitiv kein absolut sicheres Land und recht chaotisch für einen Deutschen. Wir reden aber auch über Afrika, und nicht über Mitteleuropa. Man sollte daher auch nicht solche Maßstäbe anlegen.
Das hat auch nichts mit "verblendet" zu tun. Ich kann nur jedem vor einer Reise empfehlen, sich über gewisse Risiken zu informieren. Ein aktueller Reiseführer sowie ein Blick beim Auswärtigen Amt hilft da schon. Nur diese Risiken sind nicht größer oder kleiner geworden als vor 10 Jahren. Dafür geschieht poliisch in diesem Land viel zu wenig. Und die Menschen haben täglich etwas anderes zu tun, als zu streiken, demonstrieren oder Bomben zu basteln. -
Ich kann mich Greno nur anschließen.
LG Jassi
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Hallo,
@Greno, Du hast recht, dass die meisten Kenianer etwas anderes zu tun haben, als Unruhe zu stiften, aber es reichen einige wenige. Und mit Deutschland würde ich das nicht vergleichen, nicht nur wegen der Sicherheitsbehörden, obwohl ich Dir recht gebe, was die kenianische Polizei betrifft. Leider häufen sich in der letzten Zeit die schlechten Nachrichten und die Fakten kann man nicht verleugnen. Im Moment ist es wohl eher der MRC, der Probleme macht und der war vor einigen Jahren nicht so aktiv. Und es ist nicht nur auf die Nordküste, Lamu oder Tanagebiet beschränkt, es gab auch Probleme an der Südküste, in Likoni, Kwale. Und was das Thema Rückendeckung durch die Bevölkerung betrifft, Al Schabab braucht wohl keine, weder an der Nord- noch an der Südküste. Beim MRC ist das wohl etwas anders gelagert.
Ich habe dem Beitrag von tropika widersprochen, weil sie aktuelle Lage doch etwas zu rosig darstellt.
Bzgl. des Streikes habe ich nicht gesagt, dass es nicht das gute Recht der Arbeiter ist zu streiken, wenn sie wieder keinen Lohn bekommen haben.
Cora
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Jambo,
das größte Problem was ich sehe ist, das sich viele, leider sehr viele Kenianer manipulieren lassen, die meißten sind bettelarm und wenn man einmal in Ukunda eine Veranstaltung der Straßenkirche besucht hat ( meißt an der Kreuzung ) und sehen muß wie sich viele Menschen in Extase reinsteigern, sich im Dreck wälzen etc, dann weiß man zu was die in der Lage sind.
Wenn diese Menschen ins Laufen kommen hält die nichts auf, fanatisch aufgepeitscht gehen die dann über Leichen.
Es ist halt das Problem in vielen Ländern Afrikas das die Meschen sich an jeden Strohhalm klammern um der Armut zu entfliehen, hinzu kommt die Religion und der Fanatismus.Gabi 2001 ( Franz )
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Hallo,
ich bin der Meinung, dass Al Shabaab keinen großen EInfluß auf die Politik in Kenya nimmt bzw. nehmen wird. Erstens hat die zum großen Teil ihre Lebensgrundlage verloren, seit die somalische Regierung den Hafen von Kisimayo geschlossen hat. 2. ist Al Shabab kaum an den "Kraushaarigen" interessiert, auch wenn es Moslems sind.
Das größere Problem wird meiner Meinung nach Lamu sein, wenn da mal eben 60.000 (sechzig Tausend) Menschen (für den Bau des Hafens und der Pipeline nach Äthiopien und Südsudan) umgesiedelt werden und die Regierung keine Pläne, wo diese Menschen hin sollen. Und von was die dann auch noch leben sollen.
LG
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@Cora: Terrororganisationen brauchen schon etwas Rückendeckung bei einigen wenigen in der Bevölkerung. Schließlich muss das Ding jemand im Land erst einmal bauen. Danach muss es von A nach B transportiert werden. Um Kenia wirklich empfindlich treffen zu können, müsste diese Bombe in einem Hotel detonieren. Spätestens dort braucht es Beziehungen. Natürlich ist auch das möglich, bedenke aber bitte, dass Muslime in Kenia unter 10% der Bevölkerung ausmachen. Daher sind Ziele an der Nordküste bzw. in den Städten besser durchführbar, da es in Mombasa mehrheitlich Muslime gibt bzw. der Transport an der Nordküste kürzer ist.
Bedenken muss man auch die Entwicklung bei diesen Attentaten. Selbstmorde gibt es mittlerweile weit weniger als noch vor ein paar Jahren. Das Risiko einer Entdeckung ist einfach zu groß.Da ist ein viel größeres Risiko das Hineinsteigern vieler Schwarzer. Franz trifft es mit seiner Beschreibung ganz gut. Religion ist für viele ein Halt, aber noch nicht DER letzte Halt. Daher sehe ich noch nicht die Gefahr des religiösen Fanatismus.
Ich denke, jeder nimmt Gefahr auch unterschiedlich wahr. Wenn ich zum Beispiel im Bus vom Flughafen viele andere Touris über die Fähre reden höre, kann ich nur den Kopf schütteln. Natürlich ist sie nicht mit einer Fähre über die Elbe zu vergleichen, aber unsicher empfinde ich sie nicht. Genauso die Matatus: In Reiseführern wird meist vor diesen gewarnt. Mombasa - Nairobi würde ich damit auch nicht unbedingt fahren, aber bei Strecken innerhalb oder um Ukunda sehe ich keine Schwierigkeiten.
Ich wollte iegntlich auch nur zu bedenken geben, dass man nicht deutsche Sicherheitsverhältnisse 1 zu 1 auf Kenia übertragen kann und darf. Kenia ist in Afrika und wird es auch immer bleiben. Für afrikanische Verhältnisse ist es ein weitestgehend sicheres Land, vorausgesetzt man bleibt in der südlichen Hälfte (nicht Nordkenia). Selbst bei Südafrika würde ich spontan größere Bedenken äußern.
Für meinen Osterurlaub hatte ich mit dem gedanken gespielt, in die Karibik zu fliegen (z.B. Jamaika). Schaue ich dort ins Forum oder auf die Seite des Auswärtigen Amtes, habe ich ein Dèjá-vu. Leider gibt es zu viele Länder, in denen nicht alles 100%ig funktioniert. Aber andererseits ist es doch genau das, was man auch an Kenia usw. schätzt.
Die kommenden Wahlen werden ein Fingerzeig sein. Ich glaube, dass es ruhig bleiben wird. Das wird aber natürlich auch vom Wahlausgang abhängen. Wenn es knapp wird, sehe ich eher schwarz...
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@Greno Jamaica ist weitaus nicht so schlimm wie Kenya, es ist zwar auch ein sehr kriminelles Land aber in keinster Weise wie Kenya.
Kann man nicht vergleichen. Auf Jamaica ist man weitaus sicherer als Touri.
Ich denke schon das der Al-Shabaab die Chance nutzen wird wenn es in Kenya zu Unruhen kommt .
Man darf die Gefahr in Kenya nicht unterschätzen keine Frage aber Kenya wird nie ein ruhiges Land werden auch wenn wir es uns wünschen.
LG Jassi
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Vielen Dank für die vielen Rückmeldungen

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Jambo,
möchte euch ein kurzes Feedback geben, Sicherheitslage in Mombasa und der Südküste völlig entspannt, am Airport alles ruhig, in Mombasa alles genau so wie voriges Jahr im November, wenig Polizei auf den Sraßen. Fähre und Likoni wie immer chaotsich, Südküste alles ruhig, keine Auffälligkeiten.Also auf nach Kenia, baden, relaxen, Safaris und mehr.
Grüßle Gabi 2001 ( Franz)
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du kannst beruhigt nach Malindi fahren, mit nördlich von Malindi ist gemeint weit hinter Malindi richtung Lamu.
Malindi ist eine schöne Stadt aber sehr italienisch geprägt. Man findet gute Pizzerien , italienischen Eis , ich fühl mich immer wie in klein Rimini.
Aber ich mag es lieber als Diani Beach. In Malindi kann man wunderbar durch die Altstadt wandern und sich alles anschauen.
Auch findest du in Malindi zahlreiche Safarianbieter die die gleichen Touren anbieten wie von der Südküste aus.
Nur keine Angst Malindi ist toll ! Und es kann überall was passieren ob Diani oder Malindi oder Mombasa oder sonst wo.
Wenn du noch weitere Fragen hast immer her damit.
LG Jassi
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Jambo
ich lebe ja nun in Kenya und muss sagen was hier einige User von sich geben
ist ja schon blauäugig.Ich lebe NICHT an der Küste aber ich kann sagen Kenya ist ein Pulverfass.
Die Nachrichten werden manipuliert.
Es kommt kaum noch etwas an die Öffentlichkeit.
Überfälle sind an der Tagesordnung.Und die Kenianer sehen den bevorstehenden Wahlen ägnstlich entgegen-egal welcher Tribe.
Es gibt Organisationen die ziehen seid Wochen durch das Land um für Ruhe Frieden und ein gewaltfreies Kenya zu appelieren.
An der Küste werden die Touris kaum etwasmitkriegen.
Aber es bleibt ein Pulverfass...man sollte die Augen nicht verschliessen....und auch mal ehrlich sagen wie es ist.Lg Turtle 1994