Welche Kamera für Nachtaufnahmen
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Hallo zusammen,
wir fliegen am 29.12.2012 für 2 Wochen nach Madeira und würden uns gerne eine neue Kamera zulegen, mit der wir auch das Sylvester-Feuerwerk im Bild festhalten können.
Könnt Ihr uns eine Kamera empfehlen, mit der man gute Nachtaufnahmen - auch bei weiteren Urlauben, wie z. B. Dubai - machen kann? Was ist z. B. mit der Panasonic TZ22 oder TZ25?Vielen Dank im Voraus für Eure Antworten.
Viele Grüße
Robby1 -
Vernünftige Feuerwerksfotos gelingen mmg. nach nur mit einer Kamera, bei der man bewusst auf die Belichtungsdauer einwirken kann. Bei einem Feuerwerk stelle ich auf einen mittleren ISO-Wert und belichte zwischen 1 und 4 Sekunden. Natürlich steht die Kamera dabei auf einem Stativ und wird mit dem Selbst- oder Fernauslöser bedient.
Klar kann auch die von Dir angesprochene Kompaktknipse Fotos bei Nacht schießen und vielleicht hat sie sogar ein Motivprogramm für Feuerwerk. Für mich wäre sie eher eine Kamera für's Handschuhfach im Auto, für eventuelle Unfallfotos.

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Man könnte bei einer Kompaktkamera versuchen, den Blitz mit zu verwenden. Damit ist die Belichtungszeit kürzer und die Verwacklung geringer; jedoch wird das Bild überhellt.
Ich habe mal versucht ein paar Bilder von einem kleinen Feuerwerk mit meiner Spiegelreflexkamera zu schießen. Dabei habe ich den externen Blitz nach hinten gedreht, um die Belichtungszeit zu verkürzen.
Die Bilder sind so lala geworden:
Bild 1
Bild 2 -
Das 2. Bild geht doch
...wenn Du es so erfassen wolltest!Die Reichweite Deines Blitzes kennst Du, oder?
Der Einsatz eines Blitzgerätes (egal ob Kamera-intern oder -extern) ist nur für einige (eher wenige) Aufnahmesituationen empfehlenswert.
Wichtiger (entscheidend) sind entsprechend vorgenommene manuelle Einstellungen und eine absolut ruhige Kamera-Position (Stativ).Es mag "funktionierende" Nacht und/oder "low-light" Modi geben - bessere Ergebnisse erzielt man m.E. mit den beschriebenen Einstellungen.
Zusätzlich problematisch ist bei einer Kompakt-Cam z.B. auch die deutlich kleinere Sensorfläche.
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Dylan, die Feuerwerksaufnahmen sind nicht so schlecht, vor allem find ich den wirklich schwarzen Himmel sehr gut. Wie immer würden mich die EXIF-Daten interessieren.
Den Tipp Feuerwerk anzublitzen find ich nicht so gut. Normaler Weise verkürzt der Blitz die Belichtungszeit (wie Du ja schreibst). So richtig schön kommt ein Feuerwerk aber nur bei längerer Belichtungszeit rüber.
Egal ob Kompaktknipse oder D-SLR: Um ein Stativ kommt man da nicht run.
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Die von mir gemachten Fotos sind experimentell und als Schnappschuss währen einer Feierlichkeit aufgenommen. Somit hatte ich wenig Zeit, geschweige denn viel Lust, großartige Änderungen an den Aufnahmemodalitäten der Kamera vor zu nehmen.
Die Leistung meines Blitzlichtgerätes (Nikon Speedlight SB-800) ist mir bekannt. Um es eben mal zu testen, wie so eine Aufnahme aussieht, habe ich den Blitzkopf nach hinten gedreht, um den Himmel nicht aufzuhellen – ich habe ja nicht das Feuerwerk aufhellen wollen.
Ja, ja, ein Feuerwerk zu fotografieren ist schon eine Kunst für sich. Qualitativ hochwertige Fotos darf man bei einer Kompaktkamera nicht unbedingt erwarten. Aber hauptsächlich möchte man ja vielleicht nur Erinnerungsfotos von schönen Anlässen und Begebenheiten mit nach Hause nehmen; und dafür sollte eine Kompaktkamera ausreichen.
Eine Freundin hat die Nikon S6300. Diese macht wohl gute Aufnahmen unter schlechten Lichtverhältnissen. Nach Silvester kann ich dann berichten, welche Qualität die Bilder der S6300 vom Silvesterfeuerwerk aufweisen.
OT:
Oh jeh, ich quassele mich hier fest – dabei habe ich doch schon längst Feierabend! -
Im Chip-Test hat die Nikon S6300 schlecht abgeschnitten:
http://www.chip.de/artikel/Nikon-Coolpix-S6300-Digitalkamera-Test_55857816.htmlIch würde mich auf das Feuerwerkprogramm also nicht verlassen, wenn der ISO-Wert automatisch angepasst wird, wird die Bildqualität durch Rauschen merklich leiden.
Gerade in dieser Hinsicht wird die Kamera nicht gerade gelobt.
Eigene Erfahrungen kann ich aber nicht dazu beitragen
Gruß
Frank -
Bei so einer Kompaktknipse bleibt einem ja gar nichts anderes übrig, als bei einem Feuerwerk das entsprechende Programm zu nutzen.
Die Kamera wollt ich nicht empfehlen, ich kenn sie ja gar nicht. Mir ging's ausschließlich darum, dass die S6300 im Feuerwerksprogramm 4 Sekunden lang belichtet. Ich hab mich bzw. meinen ersten Beitrag in diesem Thread bestätigt gefühlt.

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Hallo chriwi,
im Kontext deines ersten Beitrages sind wir natürlich voll auf einer Wellenlänge.
Wenn man mit der Kamera den ISO-Wert und Blende / Belichtungszeit manuell belichten könnte, dann wär das schon mal was. Dann noch ein kleines Freibein, wie du sagtest und die ersten Versuche könnten sarten.
Gruß
Frank -
Für Nachtaufnahmen genügt in der Regel eine Kamera nicht, es benötigt auch einen festen Standort, zum Beispiel ein Stativ oder ein Beanbag.
Die Kamera muss die Möglichkeit bieten die Verschlusszeit zu verändern. Nehme ich beleuchtete Strassenzüge auf kann ich den Zeitauslöser der Kamera verwenden, damit ich nicht verwackelte Bilder bekomme. Bei Feuerwerk ist ein Funk- oder Infrarotauslöser notwendig weil ich mich nicht auf die Programm-Automatik der Kamera verlassen kann. Ob Infrarot oder Funkauslöser ist von der Kamera abhängig. Bei Feuerwerk stellt man auf "Bulb" ein, das heisst der Verschluss bleibt so lange geöffnet bis ich erneut auf den Auslöser drücke. Man wartet 2 bis 3 Feuerwerkskörper ab und schliesst den Verschluss.
Die Schärfe muss von Hand eingestellt werden können, weil bei Dunkelheit die Aufofokusfunktion der Kameras versagen.
Ganz bestimmt eignen sich Spiegelreflexkameras, aber auch einige kleinere wie die Systemkameras wie die Nikon 1 und Sony NEX.