User-Kommunikation anlässlich der Unruhen in Ägypten
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@ ReneBln
Wollte normal zu diesem Thema nichts mehr schreiben . Auch in Hurghada gab es 4-5 Tage vor unserem Urlaub eine Demo , die aber Friedlich war . Live von RTL Aktuell Nachrichten . Glaube kaum das diese erfunden war . Hätte auch anders ausgehn können . Man wollte halt kein Risiko eingehn , und alle Flüge wurden gestrichen .
Condor , Lufthansa , 1/2 Fly usw . nur noch Ausgeflogen . Im TV sah man alle Hotels Leer . Im September . Flug nach Ägypten sollte ja wieder Ende September wieder aufgenommen werden .Wünsche allen einen schönen Abend .
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Es gibt sogar einen deutschen Honorar-Konsul in Hurghada, der die Lage vor Ort wohl eigentlich gut einschätzen kann.
Ebenso erhält das AA u.a. von den Reiseleitungsorganisationen der RV vor Ort die Informationen über die aktuelle Lage.Aber die Antwort vom AA auf die Fragen von ReneBln (und nachfolgende) ist mehr als nichtssagend:
Fragen an das Auswärtige Amt mit der Bitte um Beantwortung vom 20.9.2013:-
Wie beobachtet und wie bewertet das Auswärtige Amt (AA) die Situation in Ägypten? Hat es Mitarbeiter und Beobachter in ganz Ägypten?
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Wie erklärt sich die unterschiedliche Bewertung der Situation in Ägypten, insbesondere in den Ferienregionen am Roten Meer, aus der Sicht des AA, einiger Reiseveranstalter und Airlines und vor allem der im Tourismus vor Ort tätigen deutschen Unternehmen?
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Warum rät das AA „aufgrund der aktuellen Lage und der Unvorhersehbarkeit der Entwicklungen“ undifferenziert von Reisen nach ganz Ägypten, also auch von den ruhigen Touristenregionen am Roten Meer ab, zählt aber differenziert das gesamte Gefährdungspotenzial (Nordsinai, Luxor, Assuan, Nildelta) auf? Worin besteht der Unterschied in den Termini: „Wir raten ab“, „Wir raten dringend ab“ und „Wir warnen“?
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Warum wird der Ausnahmezustand zurzeit so besonders betont, wo er doch in den vergangenen Jahren der Regelfall war?
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Wie bewertet das Auswärtige Amt die Rechtsfolgen seiner offiziellen Verlautbarungen? Sind es nur allgemeine, nicht bindende „Hinweise“ und „Indizien“ oder werden konkrete Handlungserwartungen mit den Verlautbarungen verknüpft.
6.Wie steht das AA zu der Tatsache, dass seine Verlautbarungen vielerorts als Begründung für Stornierung von Reise- und Beförderungsverträgen angeführt werden?
(z.B. TUI: „Da das Auswärtige Amt von Reisen nach Ägypten abrät... „)- Warum bewerten die AA's der Nachbarstaaten allesamt die Situation in Ägypten so unterschiedlich (Reisewarnug in A,CH,I, Teilreisewarnung in D, keine Einschränkung für Rotmeer-Region in GB) ?
Die Antwort des AA am 24.9. 11:17
Ihre Anfrage wird wie folgt beantwortet:
Das Auswärtige Amt stützt sich bei der Bewertung der Sicherheitslage in Ägypten auf eine Vielzahl von Informationen, die eine laufende gründliche Bewertung ermöglichen.
Reise- und Sicherheitshinweise beruhen insgesamt auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts.
Die Reise- und Sicherheitshinweise werden regelmäßig überprüft und aktualisiert.Ziel der Reise - und Sicherheitshinweise ist es, deutsche Staatsangehörige bei der Entscheidung über eine mögliche Reise zu beraten und über etwaige Gefahren zu informieren.
Mit freundlichen Grüßen
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Pressereferat
Auswärtiges Amt
Internet: www.diplo.de -
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wally, Du bist doch nun auch nicht erst seit gestern dabei und wirst doch wohl alleine schon vor diesem Hintergrund nicht wirklich ernsthaft (gerade in einer solchen Situation) eine umfassende Antwort auf die gestellten Fragen erwarten...schon gar nicht, wenn ein Taucher-Forum und ReneBLN (ist ausdrücklich nicht "böse" gemeint!) nachfragen.
Die Antwort ist (verständlicherweise!) standardisiert und beantwortet durchaus die wichtigsten Punkte!
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Ich fasse es nicht als böse auf, keine sorge. Werde mich zwar nachher in den Schlaf heulen, aber ansonsten ist alles gut

@Bettina&Ralf
Dann solltet Ihr Berlin auch meiden, da finden jedes Jahr mehrere Demonstrationen statt, einige friedlich, andere (1. Mai zum Beispiel) eher nicht so friedlich
und falls man es nicht herauslesen konnte, das war sarkasmus

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Holginho:
Kein Problem!Zunächst beginnt es im Prinzip mal damit, daß es z.B. in Alexandria und Hurghada sog. Honorarkonsuln gibt. Darüber hinaus gibt es in vielen Orten u.a. "Gesprächspartner" unterschiedlichster Art und auch "externe Ansprechpartner".
Aha, und obwohl es in Hurghada, Sharm el-Sheikh und Marsa Alam ruhig war, haben die dem Botschafter in Kairo gesagt "gib mal dem Auswärtigen Amt bescheid, dass sie für ganz Ägypten eine Sicherheitswarnung rausgeben sollen, hier ist voll gefährlich"

Sorry, das war jetzt mit viel Sarkasmus geschrieben

In den Urlaubsregionen am Roten Meer war es durchgehend ruhig, das hätte den entsprechenden Personen dann aber auch auffallen müssen, vor allem wenn sie schon etwas länger in den Städten leben. Klar ist es in muslimischen Ländern immer gefährlich, wenn irgendwo was ist, dass sich das relativ schnell durch das ganze Land verbreitet. Aber die Menschen, die halt in besagten Touristenorten leben, würden den Touristen nichts antun, weil sie wissen, dass ihre eigene Existenz von eben diesen Menschen abhängt.
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Nein @ReneBLN, die werden vermutlich
nicht gesagt haben, daß es in den Touri-Ghettos voll gefährlich ist. Berichtet haben werden sie aber ganz sicher von mehreren kleineren Zwischenfällen. Addiere "Befürchtungen" dazu (z.B. auch vor dem Hintergrund, das man "Stimmungen und Strömungen im Volk und der Infrastruktur" beobachtet und auswertet) und die "Vergangenheit" dazu und Du bist quasi beim bekannten "Ergebnis". -
@ReneBln und Co.
nochmal: Es gab Verdachtsmomente auch wenn das kaum einer hier hören möchte - gefundener Sprengstoff, Demonstrationen, wo keiner vorhersehen konnte wie die ausgehen usw.- was wäre denn gewesen, wenn z.B. auch nur ein Tourist bei Demonstrationen ums Leben gekommen oder doch irgendwo in Hurghada ein Sprengsatz hochgegangen wäre und es keine Warnung vom AA gegeben hätte?
Meine Meinung: Es ist bis jetzt alles gut gegangen und das ist erfreulich; es hätte aber auch anders sein können. Das AA hat richtig gehandelt und muss auch nicht mit einzelnen Bürgern diskutieren.
Wer fahren will soll es ohne schlechtes Gewissen tun und wer lieber umbucht hat dazu auch ein Recht. (Vielleicht können diejenigen, die nicht fahren etwas Gutes tun, in dem sie ggf. eine Patenschaft für ein ägyptisches Kind übernehmen o.ä.). Und alles wird gut....................

Sabaelcher
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ich streite ja auch nicht ab, dass das AA falsch gearbeitet hätte. Es gab allerdings keine Warnung raus, was die ganze Situation natürlich etwas verworrener macht. Folglich ist davon auszugehen, dass sie die Situation zwar brenzlig einschätzten, aber nicht gefährlich. Denn wäre es zu irgend einem Zeitpunkt gefährlich gewesen, dann hätte man alle Deutschen Urlauber zurückgeholt und ihnen nicht - wie bereits erwähnt - die Wahl gelassen, ob sie in Ägypten bleiben möchten oder nicht.
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@adnorbi
Stimmt so nicht. Es gab und gibt Rückmeldungen. Und wenn du in beiden Threads regelmäßig mitgelesen hast, müssest du das wissen.Dass diese Rückmeldungen z. Zt. noch nicht gehäuft auftreten, liegt vllt. daran, dass in den letzten Wochen HC-User nicht gerade Legion in Ägypten waren ?
"Vergrault" wurde / wird hier niemand.
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@adnorbi:
ICH bin grad zurück, hatte aber keine Lust großartig zu berichten, weil es nix zu berichten gibt.
Alles war fein. Unser Zimmernachbar wurde jedoch nachts vor dem Duty Free vom Zoll in Gewahrsam genommen, weil er Alkohol gekauft hat. Sein Kumpel musste ihn dann gegen 100$ "auslösen". Selber Schuld - denn erstens gab es an dem Tag ne Ausgangssperre und zweitens hatte ich ihm 3x erklärt, dass man nur 48 Std. nach Landung im DF zollfrei einkaufen kann.
Trotzdem fand ich den Gedanken grauselig. Ich will nicht wissen, was ihm in der Stunde durch den Kopf gegangen ist.
Ähm, ich schweife ab. Der Urlaub (in SSH) war großartig, die Na'ama Bay ziemlich leer, aber laut für 5
Die Flieger (voll bis auf den letzten Platz). Ich hab mich nicht unwohl gefühlt, hatte aber trotzdem kein Verständnis für Familien mit kleinen Kindern. Das hätte ich nicht gemacht, aber geht mich ja nüscht an, gell...
Ich fliege im Dezember wieder!
Rückmeldung erledigt!
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Gestern kam ein interessanter Bericht zur Situation des Tourismus in Ägypten im HEUTE JOURNAL:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/aktuellste/228#/beitrag/video/1970910/Ägypten:-Tourismus-Branche-bricht-einAnders als hier im Thread, in dem ja seistens so getan wird als bestünde Ägypten hauptsächlich aus den Urlaubsgebieten am Roten Meer (Hurghada gleichzusetzen mit "Ägypten" ist so plausibel wie Disneyland Paris = "Frankreich" ), beschäftigte er sich auch mit Details der Situation in Luxor.
Individualreisende haben schlechte Karten: Offensichtlich werden, wenn Touristen weitgehend ausbleiben, die Sehenswürdigkeiten nach gusto gleich ganz geschlossen , z.B. der Hatschepsuttempel. Wenn die Sehenswürdigkeiten nicht verlässlich geöffnet bleiben, ist dieser Teil Ägyptens selbst für diejenigen, die sich derzeit entschliessen hinzufahren , unattraktiv. Und die sehr interessanten kleineren Sehenswürdigkeiten wie z.B. Beamterngräber werden dann vermutlich gar nicht mehr zugänglich sein. Vermutlich wird das in Kairo ähnlich gehandhabt.
Jetzt, nachdem die MB durch die Regierung wieder verboten wurden, werden die radikalien Kräfte in den Untergrund gedrängt. Das trägt zur Erhhöhung des Anschlagsrisikos bei. Mich wundert übrigens nicht, dass es in Hurghada ruhig ist. Aus Sicht der Dschihadisten ist ein leeres Hotel kein lohnendes Anschlagsziel. Meiner Meinung nach wird die Gefahr eines Anchlages erst mit neu einsetzendem Tourismus wieder größer.
Es gibt also diverse Gründe, sich Reisen nach Ägypten weiterhin gründlich zu überlegen. Ägypten auf ein Badeziel zu reduzieren, wird diesem Land nicht gerecht. Und für all die Gutmenschen hier im Forum, die ja nur ans Rote Meer reisen, um die Not der Bevölkerung zu lindern (
) hoffe ich, dass die Hoteliers die Preise drastisch hochsetzen (30-50%)werden. Dann kann man die Menschen noch besser unterstützen. Und es würde dazu führen, dass die schönen Riffe nicht weiter im Billigtourismus verramscht und zerstört würden.Meine Meinung
Gruß
Serramanna -
Da kann ich dir nur zustimmen.
Bei mir war ja auch ursprünglich Luxor geplant.
Aber.. erstmal blöd hinzukommen, es gehen keine direkten Flieger nach Luxor (ist aber jeden Sommer so).
Dann konnte mir vor Ort niemand sagen was eigentlich zuverlässlich auf hat.
Sicher war nur das meine Favoriten, wie beispielsweise Medinet Habu, Dendera, Noblengräber usw wahrscheinlich nicht auf haben oder nur mal hin und wieder, auf jeden Fall nicht zuverlässig.
Zug nach Aswan fährt aktuell nicht oder nur selten, hier habe ich auch keine verlässlichen Infos erhalten können, Tendenz ging zu fährt nicht.
Nilschiffe, ja ok, einige fahren wohl oder auch nicht, niemand vor Ort wusste was genaues, die meisten fahren wohl eher nicht (war ja bereits im April eigentlich der Fall aber nun scheint es noch weniger zu sein)Und so oft und gerne ich in Ägypten bin, was habe ich von Luxor wenn ich mir dort nichts anschauen kann, wenn ich nirgends hinkomme?
Wenn die Sachen die mich interssieren voraussichtlich alle geschlossen sind, wenig los war da ja bereits immer, seit 2011 wurde es immer weniger (in Abydoss wurde der kleine Ramses Tempel extra für uns aufgeschlossen und hinter und wieder verschlossen) aber, bei aller Liebe zum Land, im Sommerflugplan ist Oberägypten eine Weltreise und für eh voraussichtlich alles zu, lohnt es sich wirklich nicht.Jetzt habe ich alternativ was gemacht, was ich noch nie gemacht habe,
Pauschalreise nach Hurghada, bin echt gespannt.
Und hoffe mal auf den Winterflugplan, das dort auch wieder Luxor direkt angesteuert wird, das deswegen wieder mehr Leute hinfliegen und die Stadt sich wieder erholt bzw die Sehenswürdigkeiten wieder alle öffnen.Ich verstehe die Leute ja, wenn niemand da ist, ist es auch doof einen Tempel etc zu öffnen, jedoch wenn kein Tempel offen ist, dann kommt auch niemand.
Und es nützt auch nichts, wenn beispielsweise nur Karnak geöffnet ist, viele Menschen fliegen dort ja nicht zum erstsen Mal hin und die möchten mehr sehen, die gehen auch zu den kleineren, unbekannteren Sehenswürdigkeiten und wenn ihnen das nicht geboten wird, dann lohnt die Reise einfach nicht.Und im Gegensatz zu Aswan lädt Luxor nicht unbedingt zum Verbringen eines reinen Erholungsurlaubs ein, es lebt von seinen Sehenswürdigkeiten.
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@adnorbi
Überleg mal, warum "so gut wie gar nichts" über die Situation an den Rote Meer-Gebieten von den dortigen Touristen berichtet wird. Ähnlich wie bei fast allem, berichtet man nicht "so gerne" über positive Ereignisse, sondern nur über negative. Wenn es in den Urlaubsregionen wirklich ungemütlich wäre, dann würden sich die Berichte auch hier im Forum überschlagen, weil dann jeder erzählen möchte, wie schlimm das ist, so als Warnung- was ich auch verstehen kann. Aber wenn keiner was berichtet von den Touristen, dann haben sie da scheinbar einen schönen Urlaub verlebt.Ist wie bei anderen Dingen: Wenn ich beim Bäcker um die Ecke unfreundlich behandelt werde, erzähle ich das doch auch jedem, und nicht, dass es dort die leckersten Brötchen weit und breit gibt...
Wahrscheinlich werden jetzt wieder einige schreiben, dass das so doch nicht stimmt, weil keiner gerne zugeben mag, dass er genau so ist - stimmt auch, nicht alle sind so, aber doch sehr viele. Man sieht es aber auch an einigen Hotelkritiken hier. 95 % Weiterempfehlungsquote, so gut wie kein negativer Bericht. Und die, die negativ sind, sind dann scheinbar von Menschen gemacht, die nur in den Urlaub fliegen um dort nach Fehlern im Hotel zu suchen...
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Jetzt habe ich alternativ was gemacht, was ich noch nie gemacht habe,
Pauschalreise nach Hurghada,.....................................................................................
pfui- bäh......
