Flugzeug Knigge - Von A wie Armlehne...
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zeron161:
...Für diejenigen die nur Singen und Klatschen in der Schule vermittelt bekommen haben, meinetwegen auch in Waldorfdeutsch übersetzt...HERRLICH!!!! you made my day!

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Hihi, ein ähnliches Problem hatte ich letztes Jahr, als ich dachte, vor mir sitzt wieder so ein typischer Rückenlehnenrversteller.
Als ich höflich darum bat, wenigstens während der Startphase den Sitz nach vorne zu klappen, bekam ich als Antwort, dass sie die Rückenlehne gar nicht angefasst wurde...
Erst da bemerkte ich, dass die Dame vor mir nicht nur sehr klein, sondern auch ziemlich füllig war....war dann doch ein wenig peinlich...
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Ich dachte die werden darauf in ihren Lehrgängen getrimmt.

Ich hab allerdings auch noch nie schlechte Erfahrungen gemacht, im Gegenteil finde ich es bewundernswert, wie Flugbegleiter ohne großes Tamtam aufgeregte Passagiere beruhigen, Streit zwischen nicht so Knigge geübten Rechthabern schlichten und notfalls auch mal ganz unaufgeregt einem Axxxhloch von Wichtigtuer seine tatsächlich gebuchte Leistung verdeutlichen, ohne dass er hinterher Grund hätte sich zu beschweren.
Ich kann mir aber gut vorstellen, dass die den ein oder anderen "Gast" gerne auf der Terrasse Platz nehmen lassen würden.
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@abholi
Auch auf meinen Flügen war das Bordpersonal immer SUPER nett und total hilfsbereit, obwohl die Negativbeispiele des Knigge von vereinzeltem Fug „gästen“ rege genutzt wurden.
Bewundernswert psychische Leistungen , wenn ich bedenke mit was für Patienten die sich manchmal Abeseln müssen.
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Mein Mann und ich haben da auch schon einige nette als auch weniger schöne Erfahrungen gemacht.
Letztes Jahr auf unserem Nachflug nach Dubai saß eine "nette" Dame hinter uns und hat denkompletten Flug ihren Begleiter sowie einen Flugbegleiter, den sie wohl kannte, zugetextet und das in voller Lautstärke. Da halfen selbst die Kopfhörer mit Musik nicht und auch eine freundliche Anfrage, ob es wohl etwas leiser ginge, wurde ignoriert.
Dafür hatten wir dann auf dem Rückflug zwei liebe Damen hinter uns, die es sich ganz bequem machen wollten und ihre nackten Füße auf unseren Armlehnen ausbreiteten und als wir sie dann aufforderten, dies zu unterlassen, ständig gegen die Rückenlehne stupsten, weil sie wohl zu dämlich waren, das Entertainment in der Rücksitzlehne zu bedienen. Sie verstanden wohl unter Touchsreen Boxscreen.
Aber gute Erfahrungen hatten wir auch schon. Nette Leute, die ihre Rückenlehne anstandslos wieder zurück in die Ausgangsposition stellten, weil ich ein wenig unter Platzangst leide. Solche Menschen gibt es gsd auch noch. -
Ich hatte mal auf einem Rückflug von DXB nach VIE zwei Reihen hinter mir einen alleine reisenden Herrn sitzen, der alle in Gespräche verwickelt hat. Und wenn jemand eingenickt ist (oder so tat) , hat er sich den nächsten Kandidaten gesucht.
Seine Lautstärke machte es beinahe unmöglich, NICHT hinzuhören. So musste ich seine verschrobenen Ansichten, seine Erlebnisse, seine politische Einstellung u.v.m. erfahren. Insgesamt hat er zwar einen lästigen und unsensiblen, aber auch weltgewandten Eindruck gemacht.
Den er sich allerdings in W i e n total verpatzt hat, denn da hat er bei der Passkontrolle gefragt: "Verzeihung, wo krieg ich denn hier mein Gepäck?"
Meine Lieblingsgeschichte zu diesem Thema ist aber immer noch diese:
Wir nehmen in MUC im Thai Airways Flieger Platz. Neben der MDZ (mir damals Zugemuteten) nimmt ein alleinreisender Herr (Typ Pattaya Sportsman) Platz und fragt sie: "Na, fliegen Sie auch nach B a n g k o k ? " Sie fixiert ihn ein paar Sekunden mit leicht zugekniffenen Augen und antwortet ganz ruhig: "Ich wünsche keine weitere Konversation."
Noch schlimmer fand ich allerdings den Typen, der neben mir auf einem 13 stündigen Flug mit Singapore Airways saß, denn der hat erbärmlich gestunken. Nicht nach Schweiß, zumindest nicht nach dem Schweiß eines Tages. Kopfhörer hab ich mit, Nasenklemmen nicht.
Der Typ hatte nach Intervention seiner Frau (wahrscheinlich konnte sie ihn nicht riechen) , gratis den Exit-Seat neben mir bekommen, für den ich die Sitzplatzreservierung bezahlt hatte. Der war frei, weil die MDnZ nicht mitgeflogen ist.
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@Vladi, bei Deiner Schilderung von den nackten Füssen vor Dir, hab ich automatisch Al Bundy im Kopf, wie er im Flieger die Schuhe auszieht und die Passagiere in den Reihen davor und dahinter sofort umkippten.
Der Kapitän bat dann über Mikro: Würde der Herr in Reihe 7 bitte die Schuhe wieder anziehen?
@Schausel, so eine Sabbeltasche hatte ich im Transferbus,
wo sich eine Frau lautstark während der gesamten Fahrt beschwerte, weil der Bus 20min. vor der vereinbarten Zeit vorm Hotel war.
Ich hab während der 2std.gen Fahrt kein Auge zumachen können, es war ja erst 3.00.Auf meinem ersten Langstreckenflug in die Dom.Rep, damals echte Langstrecke,
da wir in Nord- oder Mittelamerika auftanken mussten,
sassen hinter uns 2 "Herren", heute würde ich sagen Blödmanner,
die sich für unwiderstehlich hielten.
Fast den gesamten Flug versuchten sie mit uns zu flirten und rüttelten ständig an unser Rückenlehne.
Heute hätte ich den Herren, die bestimmt schon 40 waren was erzählt, aber mit 19 hab ich mich das nicht getraut.
Wir Mädels wussten nicht, das man sich vom Servierwagen Getränke nehmen konnte
und warteten immer sehnsüchtig und durstig auf die Stewardessen. -
@chriwi:
Na dann weiß ich ja, wen ich um Tipps bezügl. Singapur bitten kann...

Werde mich natürlich an Bord möglichst vorbildlich verhalten. Und wenn die Mitreisenden nicht spuren, gibt's zur Not ja noch die "Schwarzenegger-Methode"...
Dazu fehlt mir allerdings die Statur. Vielleicht reicht böse gucken ja auch.Habe über den Knigge herzlich gelacht. Muss aber sagen, dass sich das Flugverhalten der Passagiere im allgemeinen in letzter Zeit verbessert hat. Oder ich hatte auf den letzten Flügen einfach nur Glück.
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Bin sehr selten auf Mireisende getroffen, die sich wirlich daneben benommen haben.
Aber wenn, dann gab's tatsächlich das "ganze Programm".Wäre ich auf diese wo auch immer gestoßen, wär's wahrscheinlich ähnlich gewesen.
Denn ich kann mir schwer vorstellen, dass sich gewisse Verhaltensweisen nur auf das Fliegen beschränken. -
Wenn ich hier das alles so lese, sind wir 'HolidayChecker',
alle vorbildliche Passagiere
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Es sind die Anderen "Sammelsorium an seltsamen Zeitgenossen".-
Gut, daß wir nicht dazu gehören!
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@ zeron 161, hast Recht, werde ich nie wieder machen. Ich möchte ja auch zu den guten "HolidayCheckern" gehören.
Gruß
Siegi -
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@Siegfried
"Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung" und ich schrieb SammelsUrium ... -
Siegi,
ich glaub schon, dass die meisten sich zumindest einigermaßen benehmen können. Auffallen tun halt in erster Linie die, die so richtig aus der Rolle fallen. Und das bekommen meist mehr Mitreisende mit als nur der unmittelbare Nachbar, und so erinnern sich vielleicht 50 oder mehr Passagiere an einen einzigen renitenten Lehnenzurückklapper .
Mag sein, dass die Zahl derer, die glauben, sie hätten alle Rechte, größer wird, weil ganz viele denken, dass die 120 € für das Malle Rückflugticket soooo viel Geld sind und sie ja dafür schon gewisse Ansprüche stellen können, sie fliegen ja schliesslich, deshalb sind sie ja wer. Sollten mal sehen, wie weit sie mit der Bahn für das Geld kommen und welchen Service sie da bekommen.....
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Die Frage "ob" man die Rückenlehne nach hinten stellen darf, stellt sich gar nicht. Es geht um's wie. Ein kleiner Schulterblick undmöglichst langsames Verstellen nach hinten sollten selbstverständlich sein. So steht's auch im Knigge der SZ und zu den Servicezeiten stellt man sie wieder gerade.
