Insolvenz Glauch Reisen
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@Bruchpilot
Da ich nichts über deine Zielgebiete weiß - abgesehen von dem erwähnten Barcelona -, kann ich mich dazu nicht groß äußern...
... obwohl - 2 Nächte Barcelona sind in der Tat kein großer Verlust, auch nicht, wenn die Reise aus Gründen, die nicht von der RRV abgedeckt werden, ins Wasser fällt.
Allerdings kannst du damit rechnen, dass - wenn ein RV Glauch gewisse Zimmer zu einem niedrigen Preis anbietet, diese auch anderorts zu einem niedrigen Preis, aber zu besseren Konditionen - ohne Storno-Bindung - erhältlich sind.
Aber das muss jeder selbst entscheiden.
Und wie man hier lesen kann, ist der eine oder andere User mit seiner geplatzten Nur-Hotel-Buchung eben nicht glücklich. Vllt. hatte er mehr als 2 Nächte in Barcelona gebucht ?
Zum Thema an sich.
Ich finde, dass die Abwicklung über R + V sehr gut abläuft und hoffe, dass...@AngieBaby
... auch du bald deine Reisekosten zuück erhältst.
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Zu früh gefreut!
Nun bin ich hier in Florida und habe doch kein Zimmer. Habe jetzt in dem über Glauch gebuchten Hotel eine Nacht selbst bezahlt und ziehe morgen in eine andere Schlafstätte ( Ferienwohnung) um, denn der Preis hier vor Ort von dem Hotel ist ja fernab von gut und böse. Die wollen 3800 Dollar für die Zeit.
Ich hatte mir, nachdem ich von der Insolvenz erfahren hatte, mir meine Buchung direkt vom Hotel bestätigen lassen und sogar eine schriftliche confirmation erhalten. Habe mich gefreut, dass es mit meinem Hotel dann doch geklappt hat. Die Stornierung für das Hotel kam aber ein oder zwei Tage später bei denen im Hotel an und davon habe ich natürlich nichts erfahren, nicht vom Hotel ( warum auch) und nicht von Glauch Reisen oder sonstwem.
Jo, 1800 Euro umsonst ausgegeben. Meine Ferienwohnung für die Tage jetzt zahle ich morgen vor Ort. Ist halt am sichersten.
Zumindestens kann ich jetzt doch für das Hotel eine kleine Bewertung schreiben ( bin ja wenigstens eine Nacht hier gewesen). :?
PS. Meine Ferienwohnung in Downtown ( Brickell Key) kostet mich jetzt 1250 Dollar, habe 2 Schlafzimmer, Wohnzimmer, Küche, etc. !
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Hallo, auch uns hat die Insolvenz von Glauch erwischt. Wir hatten für das kommende Silvester für 3 Nächte ein Hotel in Moskau gebucht und gemäß den Reisebedingungen auch prompt bezahlt.
Wenn ich bei einem Reiseveranstalter die Rechnung sofort begleichen muß, gehe ich als Vertragspartner auch davon aus, dass der Reiseveranstalter als Vermittler auch sofort das Hotel abzüglich seiner Provision begleicht. Das ist ja auch bei Portalen wie hrs, Hotel.de oder booking.com der Fall. Das Hotel erhält sofort sein Geld.
Andere namenhafte Reiseveranstalter wie TUI, Neckermann, ITS nehmen bei nur Hotelbuchungen die üblichen Anzahlungen und Restzahlungen wie bei Pauschalreisen, es sei denn es handelt sich um ein Sonderangebot.
Nun gut, hinterher ist man immer schlauer. Wir hatten nun auch Kontakt mit dem Hotel, und außer einer Buchung und dessen Stornierung hat man dort keinen Cent gesehen.
Wir stellen uns jetzt schon einige Fragen. Wo ist das Geld eigentlich geblieben? Ist es in den Wirtschaftskreislauf von Glauch geflossen? Hatte Glauch schon länger Zahlungsschwierigkeiten und wurde durch die Zahlungen vieler tausender Kunden die Insolvenz herausgezögert, da durch frisches Geld immer wieder Löcher gestopft wurden?
Um so mehr ärgert es uns wenn man einen Bericht in RP online ließt, dass man das Bus- und Touristikgeschäft wieder neu aufbauen will. Von welchem Geld denn? Sollte man nicht denen das Geld, wenn auch nur teilweise, zurückzahlen, die jetzt ihr Geld verloren haben?Warum läuft der Busbetrieb weiter?
Noch mehr ärgern wir uns über folgende Aussage von Herrn Glauch im gleichen Bericht:
"Auch die beliebten Tagestouren mit dem Bus sollen möglichst durchgeführt werden, doch einige werden wohl ausfallen, wenn der Bus nicht voll wird. Wer für solch eine Tagesfahrt schon bezahlt hat (laut Glauch im Durchschnitt 30 Euro), erhält das Geld insolvenzbedingt nicht zurück. Doch Glauch will den Kunden ein Angebot machen: "Diese Kunden werden wir im kommenden Jahr auf unsere Kosten einladen, an einer gleichwertigen Tagestour mit uns teilzunehmen."
Welches Angebot will Herr Glauch denn den tausenden Kunden zahlen, die ihr Geld für eine Hotel- oder Flugbuchung verloren haben machen? Und ist das gesetzlich überhaupt erlaubt? Müssen nicht alle Gläubiger gleichermaßen bedient werden? Wie weiß Herr Glauch denn eigentlich heute schon, dass er sich das leisten kann, obwohl der Insolvenzverwalter seine Arbeit noch gar nicht abschließend gemacht hat.
Uns geht es gar nicht mehr um das Geld, das haben wir mittlerweile abgeschrieben. Aber vielleicht kann mir jemand Antworten auf unsere Fragen geben? Vielleicht liegen wir mit unseren Gedanken auch völlig falsch.
Grüße
Tom -
Die Insolvenz betrifft die Glauch Reisen GmbH & Co. KG, welche eine "Tochter" der Glauch Reisen Verwaltungsgesellschaft mbH ist, zu der auch die Deutscher Ferienreisebus (Glauch Busreisen) gehört. Somit sind Glauch Reisen und Glauch Busreisen zwei unterschiedliche Paar Schuhe.
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@tomhhtom ... ich kann Deinen Ausführungen voll zustimmen. Wir haben auch eine "Nur-Hotelbuchung" Anfang August 2013 bei Glauch-Reisen gebucht und zwar im Wert von insgesamt rd. 4500,00 Euro. Wo ist das Geld, was wurde damit gezahlt usw. Auch wir haben das Geld eigentlich abgeschrieben, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
@curiosus ....klar sind die Firmen unterschiedliche Schuhe. Frage ist doch, ob das eingezahlte Geld nicht vermischt wurde zwischen diesen Firmen. Der Insolvenzverwalter wird dies ja hoffentlich genauestens prüfen. -
@Hildegard Hallo Hildegard, das ist bitter. So viel Geld. So hart hat es uns nicht getroffen. Wir werden es verschmerzen. Mir tun vor allem die Leute leid die unterwegs waren und kalt erwischt wurden. Oder die Leute, die lange und hart dafür gearbeitet haben sich um sich einen Urlaub zu gönnen und jetzt bitter enttäuscht werden oder Menschen wie Ihr, die extrem viel Geld verloren haben.
@curiosus Mir ist schon bewusst, dass es sich hier um mindestens zwei Firmenkonstrukte handelt. Fakt ist aber, dass nur die Busreisen bis 31.10. abgesichert sind. Alles was danach kommt, geht ebenfalls in die Insolvenzmasse. Siehe auch den von mir erwähnten Bericht. Und hier will man Geschenke verteilen. Und da stelle ich mir wieder die Frage, von welchem Geld? Fakt ist eben aber auch, dass es Zahlungsverzögerungen seit langem gibt. Glauch musste bereits seit 2008 bei den Hotels in Vorkasse gehen und hat gemäß den auch hier im Forum veröffentlichten Berichten diese Vereinbarungen mehrfach gebrochen, zumindest hinausgezögert. Und ebenfalls Fakt ist, dass Glauch gemäß diesen Vereinbarungen nach die Hotels unverzüglich nach unser Zahlung hätte ebenfalls zahlen müssen. Und genau das ist nicht passiert. Und das betrifft Hildegard und auch viele andere die dort nur Hotel gebucht haben.
Ich habe von vielen gelesen, dass sie Anzeige erstatten wollen. Natürlich wird auch dass das Geld nicht zurück bringen. Mein Gefühl dabei ist, dass es dabei vielen nur noch um Gerechtigkeit geht. Genau deshalb auch alle meine Fragen von gestern. Ich habe ähnliche Gedanken, kenne mich aber auch nicht richtig in solchen Dingen aus. Vielleicht verstehe ich das auch nicht. Das mag sein. Aber genau deshalb meine Fragen. Ich möchte verstehen ob meine Gedanken und Gefühle recht haben oder aber ob doch die Insolvenz herausgezögert wurde. Mehr möchte ich gar nicht und wenn ich es verstanden habe, kann ich meine Schlüsse daraus ziehen.
Grüße
Tom -
Wir hatten ebenfalls über Glauch gebucht, die Situation ist die gleiche wie bei [TomHHTom](javascript:showPopUp('/mhcuserprofile?userId=7Nq7uV7VzPEEQlw%2ForH88A%3D%3D', 'mhcprofile'))
nur das wir Wien statt Moskau gebucht hatten.
Der Betrag, den wir bei der Buchung an Glauch überwiesen haben enthielt auch die Mehrwertsteuer. Da ich (und alle anderen Geschädigten) aber keinen Mehr-Wert sondern gar-keinen-Wert erhalten haben würde mich interessieren ob und wie ich diesen Anteil in der Steuererklärung angeben und evtl. rückerstattet bekommen kann. Kennt sich in diesem Forum irgendjemand mit dem Steuerrecht genauer aus?Grüße
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War bzw. wäre Wien eine dienstreise für dich? Ansonsten Pech gehabt - Privatleute sind nicht Vorsteuerabzugsberechtigt und deshalb bekommst du die Mwst auch nicht wieder.
Birgit
(die sich seit 20 Jahren im Steuerrecht tummelt
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Wie weit ist denn die Glauch-Insolvenz inzwischen vorangetrieben? Ich möchte mich als Gläubiger auf die Insolvenzliste setzen lassen. Weiß jemand genaueres zu diesem Verfahren?
Antworten auf die von TomHHTom aufgeworfenen Fragen würden mich ebenfalls sehr interessieren. Ich finde es sehr schade, dass das Unternehmen Glauch das Geflecht aus Tochterfirmen offensichtlich für sich nutzen kann, um zum Schaden der Gläubiger eigene Vorteile geltend zu machen.
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@fastRR
Die von der Insolvenz betroffenen Glauch-Kunden sollten ihre Ansprüche beim Rückversicherer R&V geltend machen, sofern die Art der Buchung sie dazu berechtigt.
Lt. geltender Rechtsprechung sind auch Hotel-only Buchung gegen eine Insolvenz abzusichern, inwieweit das bei Glauch geschehen ist, weiß ich leider nicht.
Auf der Gläubigerliste stehen Kundengelder leider sehr weit hinten - ich sehe daher keinen großen Sinn in der Maßnahme. -
Aufgrund der Darstellungen des Rückversicherers werden Verbraucher bei z.B. Hotel-only-Buchungen wohl "Kampflinie" fahren müssen...die R+V schließt sie jedenfalls "erstmal" aus.
Siehe dazu auch:
http://www.ruv.de/de/servicecenter/schadenservice/insolvenz-glauch-reisen.jspInsolvenzverwalter ist RA Dr. Tömp - weitere Infos finden Betroffene und Interessierte u.a. hier:
http://www.glauch.de/ -
...und hier:
http://www.nst-inso.com/glauch-reisen/ -
Nach Rücksprache mit meinem RA kann eine Forderung erst n a c h Aufforderung durch den Insolvenzverwalter angemeldet werden. Da ich Nur-Hotelbucher bin (Schaden rund 4500,00 Euro) verfolge ich diese Angelegenheit genau. Gemäß Rücksprache mit der R+V ist eine Anmeldung bei dieser vollkommen zwecklos, da von seiten Glauch keine Versicherung für Nurbucher abgeschlossen wurde.
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..vielleicht kann ich hier was Konstruktives beisteuern..ich war als Pauschalbucher Betroffener der GTI-Pleite. Da pauschal wurde bei mir zeitnah durch den Insolvenzversicherer von GTI, Hanse Merkur, reguliert. Dennoch wurde ich später vom Insolvenzverwalter von GTI angeschrieben und aufgefordert, evtl. noch offene Forderungen anzumelden. Da ja reguliert war in meinem Fall bestanden natürlich meinerseits keine Ansprüche. Ich gehe davon aus daß dieses bei Glauch bzw. fefa auch so laufen wird. 4500€ ist natürlich eine Hausnummer. Bei GTI war übrigens für Kunden aus der Insolvenzmasse nichts zu holen, meines Wissens nach war noch nicht mal Geld für die Reisekosten zur Gläubigerversammlung da...ich fürchte daß du deine Forderung abschreiben kannst..
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Besten Dank für die zahlreichen Rückmeldungen! Mir geht es wie HildegardL, TomHHTom und den vielen anderen Betroffenen/Betrogenen, die bei Glauch ausschließlich einen Hotelaufenthalt (oder Flug) gebucht und bezahlt haben.
HildegardL beantwortet in ihrem letzten Beitrag meine Frage. Ich warte somit auf eine Benachrichtigung des Insolvenzverwalters.
Parallel würde mich interessieren, ob die Staatsanwaltschaft gegen Glauch ermittelt, da hier einige Anzeichen einer Insolvenzverschleppung zu erkennen sind. Ich habe meine Zahlung zu einem Zeitpunkt geleistet, an dem nachweislich in der Fachpresse bereits über eine Insolvenz von Glauch Reisen spekuliert wurde. Dies habe ich natürlich erst bei nachträglichen Recherchen erfahren.
Ich hoffe, dass diesbezüglich ein Betroffener Anzeige erstattet hat - auch um zu prüfen, ob nicht kurz vor der Insolvenzeröffnung noch Gelder innerhalb des Glauch-Firmenkonstruktes verschoben wurden!
