Erlebnis- oder Erholungsurlaub?
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Schade!
Es ist immer das gleiche!
kann man nicht einfach ein Thema wie dieses diskutieren, erzählen,
besprechen ohne zu STREITEN?Folgenden Text habe ich einmal der nun
geschlossenen ABHOLL? geschrieben:Dieses agresive Gezänke von Dir und ein paar andern ist sehr unangenehm,
Schade!es ist keine Diskussion möglich, so verleidet es vielen Usern,
hier noch zu schreiben! -
@Alika
Sag mal - merkst du noch was?
Du fragst nach Meinungen/ Haltungen anderer User, interessierst dich aber im Grunde gar nicht dafür sondern interpretierst sie auf absurdeste Weise.
Wenn man eine Diskussion anregt, sollte man schon in der Lage sein, kontroverse Standpunkte hinzunehmen anstatt ihnen allerhand Mumpitz unterzudichten ...
tztztztzzz ... -
@vonschmeling
Jetzt ist aber genug.
Nenne mir bitte mal Beispiele für Deine Behauptungen.
Ich habe immer nur in der "ich Form" geschrieben und habe nichts verallgemeinert.
Was soll das, lass mich in Ruhe. Ich habe genau damit gerechnet, wenn ich hier einen Thread eröffne. War aber nach der erste Stunde noch optimistisch. -
Da ich beruflich bedingt jeden Tag viel zu viele Stunden am Schreibtisch sitze, bin ich froh, wenn ich mich im Urlaub bewegen kann - einen perfekten Urlaubstag erlebe ich auf einer Nordseeinsel, morgens 'ne Runde joggen, anschließend gemütlich frühstücken, dann einen laaangen Strandspaziergang... Und abends gemütlich in einem netten Restaurant sitzen, Wein trinken, mich unterhalten...
Auf Reisen nehme ich es hingegen in Kauf, dass ich - je nach Destination - teilweise gar keinen "Auslauf" habe - manchmal geht's halt einfach nicht anders...
Allerdings würde es mich verrückt machen, wenn ich zwei Wochen lang auf einer Liege am Pool/Meer zubringen müsste - das bedeutet jetzt aber auch nicht, dass ich im Alltag keinen Stress habe, sondern lediglich, dass ich andere Mittel und Wege bevorzuge, diesen abzubauen...
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Erholen kann ich mich mit einem guten Buch am Strand sehr gut, festketten im Hotel kann mich keiner - wenn ich bzw. wir was unternehmen wollen tun wir das. Und wer das ganze Jahr auf Knien rutscht um Heizungsrohre zu verlegen oder Heizkörper in den 4.Stock schleppt braucht im Urlaub kein Fintnessprogramm - das hat er nämlich, neben Terminstress das ganze Jahr. Ist der nun ein schlechterer Mensch, nur weil er einfach "faul" Sonne und Strand genießt - ich glaube kaum.
Birgit
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Ich höre hier immer wieder unterschwellig das Postulat, dass unsere Generation den Stress erfunden hätte, dieser immer schlimmer würde und wir daher viel zu erschöpft wären, um im Urlaub auch ein bisschen was zu unternehmen. Die Schlussfolgerung wäre, dass unsere Eltern bzw. Großeltern fast den ganzen Tag unter der Dorflinde gesessen und ab und zu mal völlig stressfrei eine Kuh gemolken hätten, und das bis zu dem Tag, als ihre Kinder/Enkel plötzlich den Stress erfanden. Dem war aber nur selten so. Ich behaupte mal, dass viele Leute in den Fünfzigern des letzten Jahrhunderts mindestens genauso gestresst waren wie wir heute, nur das Wort gab es noch nicht im deutschen Sprachgebrauch. Da war man noch überarbeitet oder überfordert. Da war noch nix mit 36 oder 38 Stunden/Woche, eher 50, wenn man Glück hatte, und von den vielen kleinen Helferlein heute im Haushalt gab es auch nur wenige und nicht alle hatten sie. Und auch damals ist man schon in Urlaub gefahren, aber eben in den Odenwald oder ins Erzgebirge und noch nicht auf die Malediven oder in die Türkei. Deswegen glaube ich auch nicht, dass die Mentalität des "ich habe doch alles im Hotel, wozu soll ich rausgehen " auf gestiegenen Stress zurückzuführen ist, sondern auf mangelndes Interesse, das im Gegensatz zu früher heute eher eingeräumt wird. Übrigens - sorry für das OT - ist auch die Pauschalreise älter, als viele vielleicht denken. Sie wurde Ende des 19. Jahrhunderts in England von einem gewissen Herrn Thomas Cook erfunden. Man hatte damals schon erkannt, dass man die Menschen noch viel besser ausbeuten kann, wenn sie sich ab und zu mal erholen konnten / durften.
Der Bedarf war also schon vor über 120 Jahren da... -
Nun, ich kritisiere die Behauptung, ein Urlauber, der sich auf einer Asienrundreise blendend erholt, müsse zwangsläufig ein wenig herausforderndes Berufsleben haben, während der Bar-Strand-Pendler sich in einem unfassbar anstrengenden Alltag bewegt - und diese wird ja noch nicht einmal unterschwellig erhoben.
Mein Opa jedenfalls hatte als selbstständiger Kaufmann in den späten 50ern eine 6-köpfige Familie durchzubringen und erholte sich, indem er mit allen im Brillenkäfer 14 Tage auf den Zeltplatz an der italienischen Adria schnetterte. Allerdings musste er nicht den Receiver programmieren, die Autoreplyfunktion für seine Emails einrichten, W-Lan Verfügbarkeit spielte bei der Wahl des Standplatzes keine Rolle und wenn das Autoradio funktionierte, saßen alle mucksmäuschenstill und lauschten.

Außerdem behaupte ich, dass der überwiegende Zweck des Urlaubs der der Erholung ist - und ganz gleich mit welchem Hintergrund hat da vermutlich jeder seine sehr persönliche Attitüde zur Ausgestaltung.
Ich habe einige Freunde mit sehr anstrengendem Berufsleben, die lieber an Naturschutzprojekten teilnehmen, als sich in einem Ferienclub kasernieren zu lassen - sie würden das als Höchststrafe betrachten. Einige schöpfen Kraft bei unglaublichen Bergtouren, andere gehen jeden Tag auf den Golf- oder Tennisplatz, bei wieder anderen weiß ich gar nicht, was die eigentlich machen, da sie wegen der komplizierten Anreisen nur gefühlte 12h am Ziel zur Verfügung haben.
Für mich besteht kein Zusammenhang zwischen den jeweiligen Vorlieben und den Herausforderungen in Alltag und Beruf. -
Volle Zustimmung, @vS...
Bei unserer letzten Reise (Urlaub war das definitiv nicht! ;)) hatten wir bspw. einen Chirurgen in unserer Gruppe - und das ist m. E. nun ein wirklich anspruchs- u. verantwortungsvoller Beruf - und der hatte eben keine Laune darauf, mit Cocktail in der Hand am Pool zu liegen, sondern zog es vor, mit Zelt und Eimerdusche ein Stückchen Botswanas zu erkunden...
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In jedem Fall hat doch jeder Mensch seine eigene Definition von Erholung!
Und körperlicher oder seelischer Stress im Berufsleben halte ich dabei auch für eher unerheblich. Und ich denke nicht, dass eine Bildungs-Rundreise körperlich weniger anstrengend ist, als den ganzen Tag mit Jetskiing oder Parasailing zu verbringen.
Urlaubsanstrengungen und Belastungen im Arbeitstag werden auch unterschiedlich wahrgenommen.
Mein Kollege hat als Koch - körperlich nicht unanstrengend - seine Dschungel-Survival-Trips in Südamerika als pure Erholung empfunden und immer davon geschwärmt!Und eine Bekannte im Rentenalter genießt nichts anderes, als am Strand zu braten und eben einen Cocktail zu schlürfen, ihr Leben in Hände eines gut durchstrukturierten Ferienclubs zu legen ( und empfindet dies nicht als Höchststrafe ) , während ihr Mann - der berufstätig ist - und den Tag durch die Gegend streift!
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Hallo,
Leute, die glauben sich in der Aktivität zu erholen, und immer in Hochspannung sind, erhalten nicht selten eines Tages die "Quittung". Ich kenne so einen tragischen Fall, für die junge Familie ist das Leben nach einen Gehirnschlag des Vaters gelaufen.
Urlaub findet zwar noch statt, aber nur noch mit Rollstuhl.
Jeder kann sich also nach seinem Gusto erholen und seine Hobbys ausüben. -
Das Leben ist komplexer als "wenn Du Dich nicht einmal im Jahr für mehr als zwei Stunden dem Nichtstun hingibst, dann stirbst Du!" DAS ist wirklich schwarz-weiß.
Es gibt viele Aktivitäten, die mit Hochspannung nichts zu tun haben, sondern mit einem angenehmen Gefühl von Zufriedenheit und Harmonie, das sich einstellt.
Nicht alle Aktivitäten haben was mit hochanstrengenden ohne Mass ausgeübten Risikosportarten oder völliger ungesunder Erschöpfung zu tun. Es gibt auch entspannende, kreative, sinnes- und genussorientierte Aktivitäten. Schon mal was von dem Begriff Flow gehört. Oder von der Zen Philisophie?
Und nach wie vor glaube ich nicht, dass die Mehrzahl der AI-Urlauber durch ihre Arbeit überforderte und völlig ausgepowerte Menschen sind.
Ich glaube aber, dass viele Menschen gar keine Hobbies haben, mit denen sie irgendeine Erholung oder Entspannung erreichen könnten, sondern sich vor lauter passiv konsumierender Berieselung selbst darum bringen. Oder im anderen Extrem vor lauter modischen, statusträchtigen Fun und Kicks und der Sucht nach Anerkennung keinen Freiraum mehr für andere eigentliche (eigene) Interessen und die kleinen erholsamen Momente des Alltags haben.Egal ob in oder ausserhalb des Urlaubs, die Mischung machts.
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Alika
Ich finde es auf jeden Fall interessant, zu erfahren, warum die Leute in Urlaub fahren und wie sich der Tourismus in der Zukunft entwickelt.Alika, "die Leute" fahren in den Urlaub, um sich zu erholen.
Wie sie diese Erholung erlangen, scheint nun einmal sehr verschieden zu sein und angeblich interessierte genau das dich ja?Warum nur urteilst du jetzt schon wieder aus der Ferne über persönliche Befindlichkeiten und imaginierst - zugegeben überaus tragische! - Folgen?
Ich entspanne beispielsweise optimal beim Kitesurfen - das ist mein Flow, etwas das ganz speziell mich glücklich macht. Du würdest es vermutlich als "Hochspannung" bezeichen, ich hingegen werfe dabei alle Probleme ab und bin ganz und gar bei mir.Man kann nicht die eigenen Interessen über die anderen stülpen und meinen, die ultima ratio gefunden zu haben. Medizinisch nachgewiesen sind beispielsweise negative Symptome für Menschen, die wider Willen (und ohne fachliche Betreuung!) von der Megaforderung auf absolutes Nichtstun gesetzt werden (das ist vergleichbar mit dem Kettenraucher und seinem Stress auf Null Zigs).
Nur wenigen Menschen ist es gegeben, den Schalter einfach umzulegen. Die, die es können, mussten es sich zumeist hart erarbeiten.
Ich denke, es lässt sich da schlichterdings kein Königsweg finden sondern muss einfach Platz bleiben für die ganz individuelle Entscheidung, was wer wie für sich wünscht und hoffentlich umsetzt. -
Der Thread bewegt sich ja nun wieder in " normalen " Bahnen.... Eines verstehe ich grundsätzlich nicht: Dass viele nicht nur auf ihrer Meinung bestehen , sondern die Meinung anderer mitunter beleidigend niedermachen.Ob es Strandurlaube mit Nichtstun oder anstrengende Abenteuerurlaube werden, hat nichts , aber auch gar nichts mit Bildung oder sozialem Stand oder auch mit anstrengender Arbeit ( körperlich oder geistig ? ) zu tun, sondern nur mit Vorlieben. Diese Vorlieben wiederum einer bestimmten Bildungsschicht zuzuordenen, ist außerordentlich vermessen.....
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wernerkoervers:
Diese Vorlieben wiederum einer bestimmten (Bildungs)schicht zuzuordenen, ist außerordentlich vermessen...Abgesehen von der Klammer hat das allerdings genau die T.O. verfügt.
Ist dir scheinbar nicht aufgefallen?
(Schade!)Vermessen ist m.E. jedenfalls die Betrachtung von Vorlieben unter der höchsteigenen Wertschätzung des Prädikats "Erholung".
Das wird auch noch 2000 Beiträge später nicht funktionieren ... zumal die Herleitungen der Gegenreden wesentlich fundierter sind, als "kuckste, hatter direkt n Schlachanfall, weiler nich reichlich am Strand abgehang hat" ...