Ferienfliegen im Umbruch? Zur Diskussion
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Wir hatten sie doch schon, die Erwartung an Linienoperatings im Pauschalreisesegment - da kann scheinbar 1" schon zu feuchten Augen verleiten und ein popliges Muffin arriviert zum kulinarischen Highligt?!

Nee nee ... die Services sind im Rahmen der gebuchten Leistungen zu betrachten, und wenn die Träume zu hoch fliegen ist Ernüchterung programmiert.Dem Wunsch nach mehr Service wird mit den neuen Tarifen mehr oder weniger Rechnung getragen - dennoch müsste man für einen echten Vergleich eben bei der Buchungsentscheidung zum pauschalen Arrangement schon erkennen können was ambach ist.
Das ist m.E. aber so gar nicht bis bestenfalls mühselig recherchiert der Fall.
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Mam62:
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Die These die hier bearbeitet wurde, war: Die Schweiz fliegt billiger bei besserem Komfort in den Urlaub von kundenfreundlicheren Anbietern und das mit Edelweiß und das zeigt sich an 15 % deutschen Fluggästen der Airline.
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Nun ja, jemand der z.B. sein Gehalt in CHF ausbezahlt bekommt, fliegt derzeit schon relativ günstig in den Urlaub.
Wie sicherlich bekannt, ist der Kurs des Franken gegenüber dem Euro seit Beginn der Finanzkrise drastisch gestiegen -im Oktober 2007 zahlte man für 1 Franken ~0,6 €, im Juli 2011 waren's in der Spitze fast 90 €-Cent =ca. 50% mehr, und nachdem das gedeckelt wurde, sind's derzeit ungefähr 82 €-Cent für ein Fränkli.
Im Verhältnis zum US-Dollar ist das sogar noch krasser, dem gegenüber hat sich der Wert des Franken seit 2001 in etwa verdoppelt; für eine Fluggesellschaft welche ihre Erlöse hauptsächlich in Franken generiert bedeutet das natürlich einen ziemlichen Vorteil, da doch ein nicht unbeträchtlicher Teil der Kosten -z.B. Kerosin- zu Weltmarktpreisen (i.d.R. auf US-$-Basis) abgehandelt wird.
Da kann man es sich u.U. leisten, auch mal den Komfort noch beim alten Standard zu belassen-
doch was das mit dem Umbruch beim Ferienfliegen zu tun hat, erschließt sich mir nicht so wirklich. -
Wahrscheinlich passt Waldschrats Schweizbeispiel wirklich nicht zur Realität. Jedoch sein Anliegen teile ich: Qualität. Nicht nur Preis.
Mich beginnt das Downgrade auf den Flughäfen mehr und mehr zu nerven. Webcheckin, zuhaus ok, aber auch für Rückflug am HotelPC? Gepäckautomatenabgabestationen. Sitzabstände auf Niveau vom Stadtverkehrsbus. Flugzeiten, die grauslich sind. Nachts um 3.00 Ankunft oder Abflug. 10Stunden Anreise nach Rhodos mit zweimal Umsteigen. Mich k...die Poolbarangebereien an, na, was habt ihr denn bezahlt, was...789, wir nur 679. Triumpflächeln all inclusive. ...Das Gemecker: Da beschwer ich mich, mein Zimmer liegt direkt über der Küche, laut und es riecht...Bei Nachhaken kommt raus, dass es 1 Lowcostzimmer ist.
Mich nervt, dass es zu immer mehr Zielen keine Direktflüge mehr gibt. Ja, wir geizen uns das Ferienfliegen kaputt. Und das Schlimme ist: Wo ist der Anbieter, der sagt und es tut: Bei mir kriegste ordentliche Leistung zu fairem Preis. Ich bin preiswert, aber mit Absicht nicht billig. Gibt es dafür echt keinen Markt? CS -
@c.s.
Preiswert impliziert die subjektive Entscheidung, wem was welchen "Preis wert" ist.
Womit wir zurück auf Anfang wären:
Wofür mag ich bezahlen, was bezahle ich nervigerweise mit (ohne Anspruch!)? -
Augenscheinlich siehst Du nur das Angebot auf dem Markt nicht, sonst würdest Du ja auch Direktflüge finden. Die es häufig bei Veranstaltern gibt, die eben meist (aber nicht immer) bisserl mehr kosten und somit nicht in der nach Preis sortierten Liste der Portale ganz oben erscheinen.
Wer definiert, was eine ordentliche Leistung ist? Was ein fairer Preis? Müssen wir nochmal vorrechnen, was Deine Flüge von vor 20 Jahren heute kosten würden?
Jetzt kannst Du Dein Komfortlevel selbst justieren, allen ist geholfen. Aber halt, da kommt der Aufschrei, dass es was kostet.Es gibt auch die Möglichkeit bei manchen Veranstaltern, sich Bausteine zur Pauschalreise zusammen zu stellen. Mit Wahl der Fluggesellschaft, aber eben auch mit dem Aufpreis.
Es ist alles da, man muss es nur nutzen. Und halt wissen, was man buchen will, bezahlen will und gebucht hat und nicht blind hoffen....
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Come non detto ...

Bärte sind der Hype - man muss nur wissen welche!
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Nun ja, aber nochmal zum „Umbruch“:
Sicherlich hat sich da schleichenderweise schon so einiges getan, richtig augenfällig ist es für Viele vermutlich nun mit der Reduzierung des Freigepäcks bei Tuifly gekommen- da sah der eine oder andere wohl den Käse von der Pizza fliegen. Das ist aber keine Spezialität des hiesigen Ferienfliegens, vielmehr ein weltweiter Trend bei Fluggesellschaften aller Couleur (bis auf die Schweiz
Was allein daraus an individuell empfundenen Vor- oder Nachteilen entsteht, ist die eine Seite.Meiner Meinung nach ist es jedoch gar nicht mal so unwahrscheinlich, daß es eine grundlegende Veränderung in der hierzulande anbietenden Airlineszene geben wird, die darin begründet ist, daß die ehemaligen „No Frills“-Carrier nach und nach dazu übergegangen sind, kostenpflichtige Zusatzleistungen anzubieten, die es einem durchaus ermöglichen, den Ferienflieger-Comfortstandard vergangener Zeiten beizubehalten oder sogar noch zu toppen- und das unter’m Strich zu durchaus akzeptablen Kursen.
Für mich persönlich bedeutete letztendlich die nunmehr erhältliche Möglichkeit der Platzreservierung bei Ryanair den Punkt, ab dem ich auch die mit in die engere Wahl für einen Flug in die „schönsten Tage des Jahres“ ziehe.
Ich habe den Eindruck, daß insbesondere Michael O’Leary dabei ist, die Lehren von Herb Kelleher mit den Thesen des Gordon Bethune zu verknüpfen, und dies verstärkt, seitdem Air Berlin sich von etlichen Regionalflughäfen drastisch zurück gezogen hat.Nun klar, eine solche Expansion der Ryanair geht nicht von heut auf morgen, aber wenn man mitbekommt, daß RYR neben den schon vorhandenen ~300 Maschinen mittlerweile Bestellungen von 175 neuen B738 laufen hat, dann spricht das eine deutliche Sprache.
Und es ist ja nicht nur Ryanair, auch z.B. Norwegian ist ein Kandidat, auf breiter Front in den hiesigen Ferienfliegermarkt einzubrechen, bei derzeit anliegenden sage und schreibe 260 Bestellungen für Mittelstreckenflieger von Airbus und Boeing bei einem aktuellen Bestand von 82 Flugzeugen- ich glaube nicht so wirklich, daß die damit nur einen intensiven Lappland-Shuttle betreiben wollen.
Und zu diesen beiden kommt sicher noch der eine oder andere hinzu.Für solche Anbieter gibt es etliche Landeplätze in Deutschland, die sehnlichst darauf warten, daß ihre großzügig ausgebauten Terminals nach dem Abzug derer, die einstmals die Welt stürmen wollten, wieder bevölkert werden-
und wenn das geschieht, zieht das natürlich Kundschaft von den größeren Flugplätzen und damit auch von den hier etablierten Ferienfluggesellschaften ab.Klar, es hängt vieles davon ab, wie das Zuzahlungssystem auf breiter Front an den Endkunden gebracht wird, wie man es möglich machen kann, dem Kunden ohne viel Aufwand einen maßgeschneiderten Flug in den Urlaub zurecht zu zimmern- es ist letztlich Sache der Reiseveranstalter und der Reisebüros.
Doch wenn das gelingt und der Kunde sich daran gewöhnt hat, ist wohl spätestens die Zeit der „Plus-Frills“-Carrier gekommen, was eben m.M. eine ziemliche Veränderung bedeuten wird.Da könnte es durchaus sein, daß es eine Tuifly in 5 bis 8 Jahren gar nicht mehr geben wird, weil die Muttergesellschaft die Plätze wesentlich günstiger bei Norwegian oder Ryanair einkaufen kann, als sie selbst zu produzieren. Möglich auch, daß Air Berlin zu einem reinen Zubringer für die OneWorld-Allianz wird und sich in dem Zusammenhang die Tätigkeit als Urlaubsflieger in einem hart umkämpften Umfeld zu einer lästigen Nebentätigkeit entwickelt, die sich für Etihad nicht mehr lohnt.
Okay, das mögen vielleicht etwas gewagte Spekulationen sein, aber wenn man z.B. Ende der Neunziger einem eingeschworenen LTU-Kunden erzählt hätte, daß keine 10 Jahre später davon nur noch eine Erinnerung bleiben würde, hätte der einen auch für nicht ganz trallafitti erklärt.
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Na ja, diese These wurde vor ca. 7 Jahren wohl in einem britischen Airline-Forum aufgestellt, so wirklich belegen konnte das aber meines Wissens niemand, die Produktionslisten von Boeing geben das jedenfalls nicht her.
Schon klar, auch Ryanair betreibt das "sale and lease back" (Kauf eines neuen Flugzeuges und sofortiger Weiterverkauf an eine Leasingfirma, von der es dann zurück geleast wird) mit fallweise steuerlichen Vorteilen- aus der aktuellen Flotte betrifft dies ca. 40 Flugzeuge. Ebenso hatte Ryanair -wie andere Airlines auch- vereinzelt kurzfristig anstehende Lieferpositionen gewinnbringend veräußert.
Ebenso klar ist, daß die bestehende Flotte nach und nach ersetzt wird, und wenn man grad keine Verwendung für eine ältere Mühle hat, wird die dann vertickt. Ob das nu 75 Flieger in den nächsten 3 Jahren sein werden oder garkeiner, wird von der Marktentwicklung abhängen.
Andererseits ist die aktuelle Flotte so jung (lediglich 13 Maschinen sind derzeit älter als 10 Jahre), daß die ältesten Flieger bei entsprechender Pflege gut und gern noch 10 Jahre drinbleiben können, bevor sie als Methusalem gelten.
Wie schon gesagt: man wird sehen.... -
Man kann die unterschiedlichen Ausgangshaltungen zur Thematik gut erkennen:
Für den einen ist die Einführung einer so simplen Möglichkeit wie der kostenpflichtigen Sitzplatzreservierungsoption ein Serviceupgrade, der andere jammert über die Einführung einer kostenpflichtigen Bordverpflegung.Fakt ist: Für Pauschalreisende ist die Vergleichbarkeit der Angebote nur sehr bedingt gegeben, ausgenommen Veranstalter legen ein homogenes Servicepaket für jeden beliebigen Leistungsträger Flug fest.
Fliegt hingegen ein 12fly Kunde mit AB, kann er 23kg ausnutzen, fliegt er mit X3 sind nur 15kg inkludiert - das ist - mit Verlaub! - Käse, und ein durchschnittlicher Pauschalreisebucher wird rasch den Überblick verloren haben.
Nun sind diese zusätzlichen Kosten zwar bei richtiger Handhabe sehr überschaubar - aber offenbar wurmen sie - insbesondere die, die vollkommen unvorbereitet davon getroffen werden und zudem noch die günstigen Tarife bei Vorbestellung im Internet vergeigt haben ... -
Also, es geht anders. Es gibt da geeignete Software auch im Onlinegeschäft. Da ich ja grenznah lebe und daher ein wenig Dänisch kann, habe ich unsere diesjährige Reise mal mit solrejser.dk gecheckt. Ab Cph. Selber Termin, identisches Hotel. Nun, der Reisepreis ist von D. aus besser...aber die dän. Webseite geht so. Erst wird der Basispreis Flug und Hotel pro Person angezeigt. Interessiert Dich die Reise, klickste sie an, und dann öffnet sich eine Optionsmaske. Jetzt kannst Du Gepäck hinzufügen, frei im Basispreis waren 20kg, das wurde genannt. Du wählst dann den Transfer, Taxi, Bus oder Mietauto für Reisedauer etc. So baust Du Dir die reise zusammen, die Software rechnet wie eine Exceltabelle immer mit. Ist alles gewählt, heisst es, bestellen. Die bekannte Maske mit Eingabe von Namen etc. Öffnet sich. Das ist alles gut und klar gemacht, so könnte es auch bei uns gehen. CS
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Direktes Vergleichen ist aber auch mit dieser Methode beschwerlich ... :?
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Direktes Vergleichen ist bei der Vielzahl der Kombinationsmöglichkeiten hinsichtlich Flug (Gepäckmenge, Unterhaltungsprogramm, Verpflegung, Sitzkomfort) meiner Meinung für Kunde nur dann möglich, wenn Verkäufer vor Beginn der ganzen Prozedur die Präferenzen von Kunde abfragt und ihm dahingehend Angebote unterbreitet-
und das sollte softwaretechnisch möglich sein, sowohl im örtlichen Reisebüro als auch online
(aber gutt, das hat meinereiner so ähnlich wohl schon ein paarmal geschrieben) -
Korrektur. Hab mich vertippt. Das Ding heisst solfaktor.dk. Nicht solrejser. Aber wichtiger ist, das das kein RV ist, sondern so etwas wie ein Versicherungsmakler. Also er verspricht mir, bau Dir Deine Reise, ich mache Dir dafür den heute günstigsten Preis. Ich weiss also beim Buchen gar nicht, ob ich mit Tui nordic oder cook oder spiess oder tjaereborg fahren werde, ich muss das auch gar nicht wissen, denn mein Vertragspartner wäre eh solfaktor, das ist also mehr als ein Vermittler. Eben wie bei freien Maklern im Assekuranzengeschäft. Unsere Versicherungen z.B. haben meine Frau und ich auch so organisiert. Mein Makler hat Generalvollmacht, er versichert uns, wir zahlen an ihn. Wo er uns versichert, ist mir herzlich egal, nur wie er uns versichert, das ist festgelegt. CS
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@wauzih
Möglicherweise - aber du hast es immer im Konjunktiv geschrieben.
Und um eben den geht es hier ...
@c.s.
Bring bitte nicht noch mehr durcheinander ... :?
Ein Vermittler wird (nach deutscher Rechtsauffassung) nur selten zum Veranstalter i.e. direkten Vertragspartner. Hatte ich dir aber schon einmal aufgedröselt und würde sich eine weitere Erklärung mal wieder des Bartes und der Produktion von Langeweile bezichtigen lassen müssen ... -
Ich glaub nicht, dass ich hier was durcheinander bringe. Vielleicht hast Du es nicht verstanden? du sagstest mit Recht, dass auch mit der dän. Software vergleichen schwierig ist. Das ist so. Denn wir in D. sind es gewohnt, mit Vermittlern zu tun zu haben. So wie hier beim Forenbetreiber, der ja auch ein online Reisebüro ist. Da gibt man Hotel und Daten und Wunschflughafen ein, deren Software sucht nun und schmeisst sagen wir dreissig Angebote raus, die zum Eingegebenen passen sollen. Kunde wählt nun, und bucht übrr HC sagen wir bei its seine Reise. Vertragspartner wird nicht HC, sondern its. Die kriegen auch das Geld. Das ist nun bei dem Maklermodell aus Kopenhagen nicht so. Der sucht mir keine dreissig Angebote, sondern fragt erst genau, was Kunde will und gibt ihm dann ein Angebot, er verspricht, das muss Kunde glauben!, dass es das Günstigste für Kundens Wunsch ist. Kunde bucht nun beim Makler, bezahlt an diesen und bekommt erst bei Reisebestätigung mit, wer denn nun die Reise durchführt. Den Vergleich, der bei uns in Zukunft also schwieriger werden könnte, hat der M. dem Kunden schon abgenommen. Dass Makler eine Provision in den Preis einrechnet ist klar, aber Reisebüros hier erhalten diese ja auch, die bezahlen wir Kunden ja auch irgendwie. CS
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So war das nicht gemeint ... nur an das Thema "Wünsch Dir Was!" gerichtet.
Es wäre möglich - nur angeboten wird´s halt nicht ... :?